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kommen  

kọm|men <st. V.; ist> [mhd. komen, ahd. koman, gemeingerm. Wort]:

1.sich auf ein Ziel hin bewegen [u. dorthin gelangen]; anlangen, eintreffen: pünktlich, zu spät k.; wir sind auch erst vor einer Stunde gekommen; ich komme gleich (mache mich gleich auf den Weg); dort kommt die Bahn; der Zug kommt erst in einer halben Stunde; wann kommt der nächste Bus?; wir kommen mit der Bahn, dem Flugzeug, dem Auto; wir sind diesmal zu Fuß gekommen; der Monteur kommt wegen der Heizung; ich komme, um zu helfen; ans Ziel k.; nach Hause k.; komme ich hier zum Bahnhof?; wie komme ich schnell auf die Autobahn?; durch Frankfurt k. (auf seinem Weg Frankfurt berühren); kommt der Zug durch Mannheim? (liegt Mannheim auf der Route des Zuges?); aus dem Theater, Kino k. (gerade im Theater, Kino gewesen sein); aus der Schule, von der Arbeit k. (die Schule, die Arbeitsstelle gerade verlassen haben); das Auto kam (näherte sich) von rechts; zum Schluss k.; auf etwas zu sprechen k.; <in Verbindung mit einem Verb der Bewegung im 2. Part.:> angeritten, angeradelt, angebraust k.; <subst.:> ein ständiges Kommen und Gehen.


2.a)zu etw. erscheinen, an etw. teilnehmen: zu einer Tagung k.; wie viele Leute werden k.?; ich weiß nicht, ob ich morgen k. kann;

b)jmdn. aufsuchen, besuchen: die Ärztin kommt zu dem Kranken; morgen wird ein Vertreter zu uns k.; <k. + lassen> den Arzt k. lassen; wir ließen [uns] ein Taxi k. (bestellten ein Taxi).



3. gebracht werden: ist eine Nachricht gekommen?; für dich ist keine Post gekommen; das Essen kommt gleich auf den Tisch (wird gleich aufgetragen); der Fall, der Hehler kam vor Gericht; an die Öffentlichkeit k.; auf den Markt k.; der Film kommt diese Woche in die Kinos.


4.a)sich als Geschehen, Ereignis jmdm. in bestimmter Weise darstellen: das kommt mir sehr gelegen; mein Besuch kommt dir wohl überraschend?;

b)(ugs.) sich in bestimmter Weise gegen jmdn. benehmen: er kam seinem Vater frech; so, in diesem Ton lasse ich mir nicht k.!;

c)(ugs.) sich [in belästigender Weise] an jmdn. wenden: komm mir doch nicht immer mit Ausreden!;

d)

*auf jmdn. nichts k. lassen (nicht dulden, dass Schlechtes über jmdn. gesagt wird).



5. hervortreten, [bei jmdm.] in Erscheinung treten: die ersten Blüten kommen; die Saat ist nicht gekommen (nicht aufgegangen); bei unserer Kleinen kommt der erste Zahn; ihm kam der Gedanke (er hatte den Gedanken, Einfall), dass ...; seine Reue kam zu spät; es kam ihr (ugs.; fiel ihr ein), dass sie noch etwas besorgen wollte; ihm/bei ihm kommen immer gleich die Tränen; die Antwort kam spontan, wie aus der Pistole geschossen; meine Glückwünsche kommen aus vollem Herzen; von ihm kam keine Hilfe.


6.irgendwo aufgenommen, untergebracht, eingestellt o. Ä. werden: zur Schule, aufs Gymnasium, ins Krankenhaus, in ein Heim, ins Gefängnis k.; in den Himmel, in die Hölle k.


7.a)ordnungsgemäß an einen bestimmten Platz gestellt, gelegt werden: das Buch kommt ins Regal; wohin kommen die Hanteln?; diese Löffel kommen (gehören) rechts ins Fach;

b)irgendwo seinen Platz erhalten: der Aufsatz kommt in die nächste Nummer der Zeitschrift; sie ist in dem Turnier auf den zweiten Platz gekommen.



8.in einen Zustand, eine Verfassung, in eine bestimmte Lage geraten: in Gefahr, Not, Bedrängnis, Verlegenheit k.; die Kinder kamen in Versuchung; er kam in den Verdacht, das Geld gestohlen zu haben; in Schwung, Stimmung, Wut, Zorn k.; ins Sinnieren, ins Schwärmen k.; der Verkehr kam ins Stocken, zum Erliegen; plötzlich kam ich ins Rutschen (begann ich zu rutschen); er kam unters Auto, unter die Straßenbahn (wurde vom Auto, von der Straßenbahn überfahren); <k. + Infinitiv mit zu:> sie kam neben den Minister zu sitzen; der Wagen überschlug sich, kam aber wieder auf die Räder zu stehen.


9.(von Stimmungen, geistigen Zuständen) jmdn. erfassen, zu beherrschen beginnen: ein Gefühl der Verzweiflung, Zufriedenheit kam über ihn.


10.Zeit, Gelegenheit für etw. finden: endlich komme ich dazu, dir zu schreiben; zum Waschen des Wagens, zum Reparieren des Radios bin ich noch nicht gekommen; die Pflege war so anstrengend, dass sie drei Tage nicht zum Schlafen gekommen ist; nicht aus dem Haus, nur selten ins Theater k. (nicht, nur selten die Zeit od. Gelegenheit finden, das Haus zu verlassen, das Theater zu besuchen); nicht aus den Kleidern k. (keine Zeit finden, die Kleider auszuziehen [u. sich auszuruhen]).


11. [langsam herankommend] eintreten, sich ereignen: die Flut kommt; sie hielt den Zeitpunkt zum Eingreifen für gekommen; das Ende wird bald k.; der nächste Winter kommt bestimmt; ein Gewitter kommt; der Tag, die Nacht kommt (geh.; es wird Tag, Nacht); das kam für mich völlig überraschend; es kam alles ganz anders; es kommt noch so weit (es wird noch so), dass ...; ich sehe [es] schon k., dass ...; dieses Unglück habe ich schon lange k. sehen; was auch immer k. mag, ich bleibe bei dir; es kommt zum Streit, zum Krieg, zu einem Vergleich; in den Betrieben kam es zu Entlassungen; das durfte jetzt nicht k. (ugs., meist spött.; es war sehr töricht, das jetzt zu sagen); so weit kommt es noch! (ugs. iron.; dazu darf es auf keinen Fall kommen! );

R wies kommt, so kommts/wies kommt, so wirds genommen (ugs.; wie es vom Schicksal bestimmt ist, nehmen wir es hin; damit müssen wir fertig werden);


*<subst:> im Kommen sein ([wieder] modern, populär werden): Spitzen und Rüschen sind [wieder] im Kommen.


12.etw. erlangen: zu Geld, Reichtum, großen Ehren k.; zur Besinnung, Ruhe k.; nach der langen Krankheit kommt sie allmählich wieder zu Kräften; wenn du dich nicht anstrengst, wirst du nie zu etwas k. (ugs.; nie Besitz o. Ä. erwerben);

*wieder zu sich k. ([nach einer Ohnmacht o. Ä.] das Bewusstsein wiedererlangen).


13. etw. Grundlegendes, äußerst Wichtiges verlieren: um seine Ersparnisse, ums Leben k.; sie kam ständig um ihren Schlaf; er ist in seinem Leben um das Beste gekommen (hat es versäumt).


14.a) durch eigene Anstrengung etw. verborgen Gebliebenes erfahren: jmdm. auf die Spur k.; hinter jmds. Schliche, hinter das Geheimnis k.; wie kommst du darauf? (woher hast du diesen Gedanken, diese Vermutung?);

b)durch eigene Anstrengung sich in den Besitz von etw. bringen, etw. für sich erreichen: wie bist du an das Foto, an das Engagement gekommen?



15.a) an der Reihe sein, folgen: wenn Sie diese Straße entlanggehen, kommt erst eine Schule, dann das Rathaus; erst komme ich [an die Reihe];

b)<1. Part.> folgend, nächst ...: [am] kommenden Sonntag; er ist der kommende Mann (der Mann, der sich durchsetzen wird);

c)in einem bestimmten Zahlenverhältnis entfallen: auf hundert Berufstätige kommen sieben Arbeitslose; bald wird auf jeden zweiten Einwohner ein Auto k.



16.a)von etw. herstammen; seinen Ursprung, Grund in etw. haben: woher kommt das viele Geld?; sein Husten kommt vom vielen Rauchen; »Kunst« kommt von »können«; wie kommt es, dass du noch nichts unternommen hast? (warum hast du ...?); aus einfachen Verhältnissen k.;

R das kommt davon! (das ist die Folge [deiner Handlungsweise]);


b)von einer Generation zur anderen weitergegeben, vererbt werden: das Schmuckstück ist von der Großmutter auf sie gekommen; diese Wertvorstellungen sind aus dem 19. Jh. auf uns gekommen.



17.(salopp) einen Orgasmus haben.


18.(ugs.) einen bestimmten Preis haben, kosten: die Reparatur kommt [mich] auf etwa 50 Euro; deine Ansprüche kommen aber teuer!


19. (von Säuglingen) zur Einnahme einer Mahlzeit aufwachen: die Kleine kommt dreimal pro Nacht.


20.verblasst in festen Verbindungen mit Verbalsubstantiven zur Umschreibung des entsprechenden Verbs (bes. des Passivs): zu Fall k.; zum Einsatz k.; zur Anwendung, Aufführung k.


21.(ugs.) <Imperativ> drückt eine Aufforderung zu einem bestimmten Verhalten aus: komm, werde nicht frech!; komm, wir gehen!
Kommen  

Kọm|men, das; -s; wir warten auf sein Kommen; das Kommen und Gehen; im Kommen sein
kommen  

Ankunft, Besuch, Eintreffen, Entree, Erscheinen; (geh.): Aufwartung; (ugs.): Stippvisite; (ugs. scherzh.): Überfall.
[Kommen]
[komme, kommst, kommt, kam, kamst, kamen, kamt, kommest, kommet, käme, kämest, kämen, kämet, komm, gekommen, kommend]
1. ankommen, anlangen, sich einfinden, sich einstellen, eintreffen, erscheinen, landen; (österr.): einlangen; (ugs.): anrücken, anzwitschern, eintrudeln; (salopp): antanzen, aufkreuzen.

2. a) dazukommen, erscheinen, hinzukommen, teilhaben, teilnehmen; (ugs.): auf der Bildfläche erscheinen.

b) aufsuchen, besuchen, sich blicken lassen, einen Besuch abstatten/machen, zu Besuch kommen; (geh.): sich bemühen, frequentieren, seine Aufwartung machen; (gespreizt): beehren; (ugs.): auf die Bude rücken, auf einen Sprung vorbeikommen, hereinschauen, hereinschneien, hereinsehen, vorbeikommen, vorbeischauen, vorbeisehen; (scherzh.): überfallen; (bildungsspr. veraltend): Visite machen; (geh. veraltet): aufwarten.

3. ans Licht kommen, auftauchen, auftreten, deutlich/erkennbar werden, erscheinen, hervortreten, in Erscheinung treten, sichtbar werden, sich zeigen, zum Vorschein kommen, zutage kommen/treten.

4. gelangen, hin[ein]geraten, schlittern, verwickelt werden; (ugs.): hineinschlittern.

5. bekommen, erlangen, erreichen, erringen, erwerben, erzielen, gelangen, sich verschaffen; (geh.): davontragen; (ugs.): einheimsen, ergattern, erwischen, kriegen.

[kommen]
[komme, kommst, kommt, kam, kamst, kamen, kamt, kommest, kommet, käme, kämest, kämen, kämet, komm, gekommen, kommend]
kommen  

kọm|men <st. V.; ist> [mhd. komen, ahd. koman, gemeingerm. Wort]:

1.sich auf ein Ziel hin bewegen [u. dorthin gelangen]; anlangen, eintreffen: pünktlich, zu spät k.; wir sind auch erst vor einer Stunde gekommen; ich komme gleich (mache mich gleich auf den Weg); dort kommt die Bahn; der Zug kommt erst in einer halben Stunde; wann kommt der nächste Bus?; wir kommen mit der Bahn, dem Flugzeug, dem Auto; wir sind diesmal zu Fuß gekommen; der Monteur kommt wegen der Heizung; ich komme, um zu helfen; ans Ziel k.; nach Hause k.; komme ich hier zum Bahnhof?; wie komme ich schnell auf die Autobahn?; durch Frankfurt k. (auf seinem Weg Frankfurt berühren); kommt der Zug durch Mannheim? (liegt Mannheim auf der Route des Zuges?); aus dem Theater, Kino k. (gerade im Theater, Kino gewesen sein); aus der Schule, von der Arbeit k. (die Schule, die Arbeitsstelle gerade verlassen haben); das Auto kam (näherte sich) von rechts; zum Schluss k.; auf etwas zu sprechen k.; <in Verbindung mit einem Verb der Bewegung im 2. Part.:> angeritten, angeradelt, angebraust k.; <subst.:> ein ständiges Kommen und Gehen.


2.
a)zu etw. erscheinen, an etw. teilnehmen: zu einer Tagung k.; wie viele Leute werden k.?; ich weiß nicht, ob ich morgen k. kann;

b)jmdn. aufsuchen, besuchen: die Ärztin kommt zu dem Kranken; morgen wird ein Vertreter zu uns k.; <k. + lassen> den Arzt k. lassen; wir ließen [uns] ein Taxi k. (bestellten ein Taxi).



3. gebracht werden: ist eine Nachricht gekommen?; für dich ist keine Post gekommen; das Essen kommt gleich auf den Tisch (wird gleich aufgetragen); der Fall, der Hehler kam vor Gericht; an die Öffentlichkeit k.; auf den Markt k.; der Film kommt diese Woche in die Kinos.


4.
a)sich als Geschehen, Ereignis jmdm. in bestimmter Weise darstellen: das kommt mir sehr gelegen; mein Besuch kommt dir wohl überraschend?;

b)(ugs.) sich in bestimmter Weise gegen jmdn. benehmen: er kam seinem Vater frech; so, in diesem Ton lasse ich mir nicht k.!;

c)(ugs.) sich [in belästigender Weise] an jmdn. wenden: komm mir doch nicht immer mit Ausreden!;

d)

*auf jmdn. nichts k. lassen (nicht dulden, dass Schlechtes über jmdn. gesagt wird).



5. hervortreten, [bei jmdm.] in Erscheinung treten: die ersten Blüten kommen; die Saat ist nicht gekommen (nicht aufgegangen); bei unserer Kleinen kommt der erste Zahn; ihm kam der Gedanke (er hatte den Gedanken, Einfall), dass ...; seine Reue kam zu spät; es kam ihr (ugs.; fiel ihr ein), dass sie noch etwas besorgen wollte; ihm/bei ihm kommen immer gleich die Tränen; die Antwort kam spontan, wie aus der Pistole geschossen; meine Glückwünsche kommen aus vollem Herzen; von ihm kam keine Hilfe.


6.irgendwo aufgenommen, untergebracht, eingestellt o. Ä. werden: zur Schule, aufs Gymnasium, ins Krankenhaus, in ein Heim, ins Gefängnis k.; in den Himmel, in die Hölle k.


7.
a)ordnungsgemäß an einen bestimmten Platz gestellt, gelegt werden: das Buch kommt ins Regal; wohin kommen die Hanteln?; diese Löffel kommen (gehören) rechts ins Fach;

b)irgendwo seinen Platz erhalten: der Aufsatz kommt in die nächste Nummer der Zeitschrift; sie ist in dem Turnier auf den zweiten Platz gekommen.



8.in einen Zustand, eine Verfassung, in eine bestimmte Lage geraten: in Gefahr, Not, Bedrängnis, Verlegenheit k.; die Kinder kamen in Versuchung; er kam in den Verdacht, das Geld gestohlen zu haben; in Schwung, Stimmung, Wut, Zorn k.; ins Sinnieren, ins Schwärmen k.; der Verkehr kam ins Stocken, zum Erliegen; plötzlich kam ich ins Rutschen (begann ich zu rutschen); er kam unters Auto, unter die Straßenbahn (wurde vom Auto, von der Straßenbahn überfahren); <k. + Infinitiv mit zu:> sie kam neben den Minister zu sitzen; der Wagen überschlug sich, kam aber wieder auf die Räder zu stehen.


9.(von Stimmungen, geistigen Zuständen) jmdn. erfassen, zu beherrschen beginnen: ein Gefühl der Verzweiflung, Zufriedenheit kam über ihn.


10.Zeit, Gelegenheit für etw. finden: endlich komme ich dazu, dir zu schreiben; zum Waschen des Wagens, zum Reparieren des Radios bin ich noch nicht gekommen; die Pflege war so anstrengend, dass sie drei Tage nicht zum Schlafen gekommen ist; nicht aus dem Haus, nur selten ins Theater k. (nicht, nur selten die Zeit od. Gelegenheit finden, das Haus zu verlassen, das Theater zu besuchen); nicht aus den Kleidern k. (keine Zeit finden, die Kleider auszuziehen [u. sich auszuruhen]).


11. [langsam herankommend] eintreten, sich ereignen: die Flut kommt; sie hielt den Zeitpunkt zum Eingreifen für gekommen; das Ende wird bald k.; der nächste Winter kommt bestimmt; ein Gewitter kommt; der Tag, die Nacht kommt (geh.; es wird Tag, Nacht); das kam für mich völlig überraschend; es kam alles ganz anders; es kommt noch so weit (es wird noch so), dass ...; ich sehe [es] schon k., dass ...; dieses Unglück habe ich schon lange k. sehen; was auch immer k. mag, ich bleibe bei dir; es kommt zum Streit, zum Krieg, zu einem Vergleich; in den Betrieben kam es zu Entlassungen; das durfte jetzt nicht k. (ugs., meist spött.; es war sehr töricht, das jetzt zu sagen); so weit kommt es noch! (ugs. iron.; dazu darf es auf keinen Fall kommen! );

Rwies kommt, so kommts/wies kommt, so wirds genommen (ugs.; wie es vom Schicksal bestimmt ist, nehmen wir es hin; damit müssen wir fertig werden);


*<subst:> im Kommen sein ([wieder] modern, populär werden): Spitzen und Rüschen sind [wieder] im Kommen.


12.etw. erlangen: zu Geld, Reichtum, großen Ehren k.; zur Besinnung, Ruhe k.; nach der langen Krankheit kommt sie allmählich wieder zu Kräften; wenn du dich nicht anstrengst, wirst du nie zu etwas k. (ugs.; nie Besitz o. Ä. erwerben);

*wieder zu sich k. ([nach einer Ohnmacht o. Ä.] das Bewusstsein wiedererlangen).


13. etw. Grundlegendes, äußerst Wichtiges verlieren: um seine E
kommen  

[st.V.; ist] [mhd. komen, ahd. koman, gemeingerm. Wort]: 1. sich auf ein Ziel hin bewegen [u. dorthin gelangen]; anlangen, eintreffen: pünktlich, zu spät k.; wir sind auch erst vor einer Stunde gekommen; ich komme gleich (mache mich gleich auf den Weg); dort kommt die Bahn; der Zug kommt erst in einer halben Stunde; wann kommt der nächste Bus?; wir kommen mit der Bahn, dem Flugzeug, dem Auto; wir sind diesmal zu Fuß gekommen; der Monteur kommt wegen der Heizung; ich komme, um zu helfen; ans Ziel k.; nach Hause k.; komme ich hier zum Bahnhof?; wie komme ich schnell auf die Autobahn?; durch Frankfurt k. (auf seinem Weg Frankfurt berühren); kommt der Zug durch Mannheim? (liegt Mannheim auf der Route des Zuges?); aus dem Theater, Kino k. (gerade im Theater, Kino gewesen sein); aus der Schule, von der Arbeit k. (die Schule, die Arbeitsstelle gerade verlassen haben); das Auto kam (näherte sich) von rechts; Ü zum Schluss k.; auf etwas zu sprechen k.; [in Verbindung mit einem Verb der Bewegung im 2.Part.:] angeritten, angeradelt, angebraust k.; [subst.:] ein ständiges Kommen und Gehen. 2. a) zu etw. erscheinen, an etw. teilnehmen: zu einer Tagung k.; wie viele Leute werden k.?; ich weiß nicht, ob ich morgen k. kann; b) jmdn. aufsuchen, besuchen: die Ärztin kommt zu dem Kranken; morgen wird ein Vertreter zu uns k.; [k. + lassen] den Arzt k. lassen; wir ließen [uns] ein Taxi k. (bestellten ein Taxi). 3. gebracht werden: ist eine Nachricht gekommen?; für dich ist keine Post gekommen; das Essen kommt gleich auf den Tisch (wird gleich aufgetragen); Ü der Fall, der Hehler kam vor Gericht; an die Öffentlichkeit k.; auf den Markt k.; der Film kommt diese Woche in die Kinos. 4. a) sich als Geschehen, Ereignis jmdm. in bestimmter Weise darstellen: das kommt mir sehr gelegen; mein Besuch kommt dir wohl überraschend?; b) (ugs.) sich in bestimmter Weise gegen jmdn. benehmen: er kam seinem Vater frech; so, in diesem Ton lasse ich mir nicht k.!; c) (ugs.) sich [in belästigender Weise] an jmdn. wenden: komm mir doch nicht immer mit Ausreden!; d) *auf jmdn. nichts k. lassen (nicht dulden, dass Schlechtes über jmdn. gesagt wird). 5. hervortreten, [bei jmdm.] in Erscheinung treten: die ersten Blüten kommen; die Saat ist nicht gekommen (nicht aufgegangen); bei unserer Kleinen kommt der erste Zahn; ihm kam der Gedanke (er hatte den Gedanken, Einfall), dass...; es kam ihr (ugs.; fiel ihr ein), dass sie noch etwas besorgen wollte; ihm/bei ihm kommen immer gleich die Tränen; die Antwort kam spontan, wie aus der Pistole geschossen; seine Reue kam zu spät; meine Glückwünsche kommen aus vollem Herzen; von ihm kam keine Hilfe. 6. irgendwo aufgenommen, untergebracht, eingestellt o.Ä. werden: zur Schule, aufs Gymnasium, ins Krankenhaus, in ein Heim, ins Gefängnis k.; Ü in den Himmel, in die Hölle k. 7. a) ordnungsgemäß an einen bestimmten Platz gestellt, gelegt werden: das Buch kommt ins Regal; wohin kommen die Hanteln?; diese Löffel kommen (gehören) rechts ins Fach; b) irgendwo seinen Platz erhalten: der Aufsatz kommt in die nächste Nummer der Zeitschrift; sie ist in dem Turnier auf den zweiten Platz gekommen. 8. in einen Zustand, eine Verfassung, in eine bestimmte Lage geraten: in Gefahr, Not, Bedrängnis, Verlegenheit k.; die Kinder kamen in Versuchung; er kam in den Verdacht, das Geld gestohlen zu haben; in Schwung, Stimmung, Wut, Zorn k.; ins Sinnieren, ins Schwärmen k.; der Verkehr kam ins Stocken, zum Erliegen; plötzlich kam ich ins Rutschen (begann ich zu rutschen); er kam unters Auto, unter die Straßenbahn (wurde vom Auto, von der Straßenbahn überfahren); [k.+ Infinitiv mit zu:] sie kam neben den Minister zu sitzen; der Wagen überschlug sich, kam aber wieder auf die Räder zu stehen. 9. (von Stimmungen, geistigen Zuständen) jmdn. erfassen, zu beherrschen beginnen: ein Gefühl der Verzweiflung, Zufriedenheit kam über ihn. 10. Zeit, Gelegenheit für etw. finden: endlich komme ich dazu, dir zu schreiben; zum Waschen des Wagens, zum Reparieren des Radios bin ich noch nicht gekommen; die Pflege war so anstrengend, dass sie drei Tage nicht zum Sc
kommen  

n.
<V.i. 170>
1 sich einem Ort nähern, einen Ort erreichen, eintreffen; erscheinen; sich von einem Ort hierher begeben; geschehen
2 ;ich komme!; ich komme, die Bücher abzuholen; gut, dass du kommst!; komm, komm! <fig.; umg.> sei vernünftig!, benimm dich anständig!; komm, sei friedlich!; komm, wir wollen gehen!; komm mir dann aber nicht und sag, ich hätte dich nicht gewarnt!; er kam und setzte sich an den Tisch; er ist (bis jetzt) nicht gekommen; ich freue mich, dass Sie ~, gekommen sind; der Abend, Morgen, die Nacht kam; jetzt ist der Augenblick, die Stunde gekommen, da …; da kommt mir ein Gedanke; es kam ein Gewitter; die Jahre ~ und gehen; die Knospen ~ (schon) zeigen sich (schon); Achtung, es kommt eine Kurve!; ist Post (für mich) gekommen?; die Tränen kamen ihr; kommt Zeit, kommt Rat! <Sprichw.> die Zeitung kommt zweimal die Woche wird zweimal in der Woche gebracht;
3 ;angelaufen ~; sein Kommen (durch einen Pfiff) ankündigen; das durfte nicht ~! <umg.> das durfte nicht gesagt werden!; so darfst du mir nicht ~! das lasse ich mir nicht gefallen; ~ und gehen; das dauernde Kommen und Gehen der vielen Leute macht mich nervös; gegangen, gefahren ~; sich etwas ~ lassen schicken lassen (Waren); sich jmdn. ~ lassen jmdn. zu sich bitten, nach ihm schicken; auf ihn lasse ich nichts ~ über ihn lasse ich nichts Nachteiliges sagen; das musste ja (so) ~! das musste geschehen; ich habe es ~ sehen ich habe es geahnt, (dass es so geschehen würde); da soll (mir) einer ~ und sagen… <umg.> es soll keiner wagen; neben jmdn. zu sitzen ~ <umg.> (zufällig) neben jmdm. Platz finden; das kommt mich teuer zu stehen wird teuer für mich, <fig.> wird mir schaden;
4 jmdm. dumm ~ jmdn. dumm anreden, ungeschickt behandeln; jmdm. frech, grob ~ <umg.> frech, grob zu jmdm. sein; sein Vorschlag kommt mir sehr gelegen ist mir in diesem Augenblick sehr willkommen, angenehm; wenn es hoch kommt <umg.> wenn es viel wird; rechtzeitig, <umg.> zurecht ~; spät kommt Ihr, doch Ihr kommt (Schiller, Die Piccolomini, I, 1); zu spät ~; das kommt ziemlich teuer <umg.> ist, wird ziemlich teuer; die Einladung kommt mir sehr überraschend; es ist so weit gekommen, dass sie nicht mehr miteinander sprechen jetzt ist die Sache so schlimm geworden; wir dürfen es nicht so weit ~ lassen, dass … nicht geschehen lassen;
5 ;an einen Fluss usw. ~; ich komme am Montag; beim Friedensschluss kamen bestimmte Gebiete an Österreich erhielt Ö. bestimmte Gebiete; an den Tag ~, ans Licht ~ bekannt, ruchbar werden; wir freuen uns auf ihr Kommen; auf etwas (zu sprechen) ~ von etwas zu sprechen anfangen; es ~ auf jeden 5 € jeder muss 5 € bezahlen; auf einen Gedanken ~; ich komme nicht auf seinen Namen sein Name fällt mir nicht ein; wie kommst du darauf? was bringt dich auf diesen Gedanken?; auf die Welt ~ geboren werden; ich komme nicht darauf es fällt mir nicht ein; aus dem Hause, aus dem Walde ~; ich bin drei Tage nicht aus dem Haus gekommen ich bin drei Tage nicht ausgegangen; aus der Mode ~ unmodern werden; unser Gespräch kommt mir nicht aus dem Sinn ich muss immer daran denken; aus dem Takt ~; durch eine Stadt ~ reisen; mach schnell, ehe er kommt!; es ist ein Brief für dich gekommen; ich komme gleich, morgen; er denkt immer: kommst du heute nicht, so kommst du morgen <umg.> er lässt sich immer viel Zeit, er beeilt sich nie; hierzu kommt noch … hierzu gehört noch, muss man rechnen, hinzufügen; hinter etwas (Geheimnis usw.) ~ etwas ergründen, herausbekommen; hinter jmds. Schliche ~ sie entdecken, aufspüren; endlich bin ich hinter sein Geheimnis gekommen habe ich es herausgefunden; eine neue Entwicklung ist im Kommen; in Bewegung ~ sich in Bewegung setzen; in Gefahr ~ in Gefahr geraten; ins Gefängnis ~ ins G. gebracht werden; das Fahrrad kommt in den Gepäckwagen gehört in den G., wird im G. untergebracht; es kam mir gerade in die Hände; er kommt Ostern in die Schule er wird Ostern in die Schule aufgenommen; in Stimmung ~ in S. geraten, fröhlich werden; der Brief kommt in einen Umschlag gehört in einen Umschlag, wird in einen Umschlag gesteckt; jmdm. in den Weg ~ zufällig begegnen; er kommt leicht in Zorn er gerät leicht in Z.; er ist mit dem Flugzeug, mit dem Zug gekommen; komm mir nicht immer wieder mit den alten Geschichten <umg.> fang nicht immer wieder mit den alten G. an; nach Hause ~; nun komm schon! <fig.; umg.> sei doch vernünftig!; ein schweres Unglück ist über ihn gekommen hat ihn be-, getroffen; er ist um all sein Geld gekommen er hat all sein Geld verloren; ums Leben ~ sein Leben verlieren; ich bin um meinen Schlaf, um meine wohlverdiente Ruhe gekommen ich habe nicht schlafen, ausruhen können; er kommt erst um fünf Uhr; um ein Vergnügen ~ auf ein V. verzichten müssen; wir ~ wenig unter Menschen wir gehen wenig aus, sehen wenig M.; das kommt von … das rührt her von …; ich komme gerade von ihm, von dort, von daheim; von der Arbeit ~; sein Husten kommt vom vielen Rauchen rührt vom vielen R. her; das kommt davon! <umg.> (Ausdruck der Schadenfreude); das kommt davon, wenn man nicht aufpasst das geschieht, wenn …; der Besen kommt vor die Tür gehört vor die Tür, soll vor die Tür gestellt werden; komme, was da wolle; ich komme wegen der Reparatur; man muss es nehmen, wie es gerade kommt; er kommt wie gerufen ich brauche ihn gerade; kannst du zu mir ~?; wieder zu sich ~ die Besinnung, das Bewusstsein wiedererlangen; ich will mit meinem Vortrag zum Ende ~ Schluss machen, ihn beenden; ~ Sie doch zum Essen, zum Kaffee, zum Tee zu uns!; zu Geld ~ Geld erlangen, verdienen; jmdm. zu Hilfe ~ helfen;(wieder); zu Kräften ~ Kräfte (wieder) gewinnen; es kam zum Krieg der K. begann; zur Ruhe ~ sich beruhigen, entspannen; zur Sache ~ sachlich werden, die (eigentliche, wichtige) Sache besprechen; zu Schaden ~ geschädigt, beschädigt werden; zu der Überzeugung ~, dass … die Ü. gewinnen; zum Vorschein ~ auftauchen, erscheinen; es kam zu einem Streit ein Streit begann; zu etwas, zu einer Sache ~ etwas erlangen, gewinnen; er kommt zu nichts er erreicht nichts, aus ihm wird nichts; er ist nicht dazu gekommen, es zu tun er hat keine Zeit dazu gehabt; wie bist du dazu gekommen? woher hast du das?; wie ~ Sie dazu, das zu tun? was fällt Ihnen ein, das zu tun? das dürfen Sie nicht; wie komme ich dazu, ihm Geld zu geben? warum sollte gerade ich ihm Geld geben?; vielen Dank, aber ich weiß wirklich nicht, wie ich dazu komme? (Floskel, wenn man ein sehr unerwartetes Geschenk bekommt); Sie ~ zuerst an die Reihe; wenn Sie hier weiterfahren, kommt zuerst ein Sportplatz und dann das Museum sehen Sie zuerst, fahren Sie zuerst vorbei an …;
6 ;wann kommst du?; warum kommt er (nur) nicht?; wie kommt denn das? wie ist das möglich?; wie kommt es, dass …?; wie ist das nur gekommen? wie konnte das nur geschehen?; woher kommst du?; woher kommt das? wie ist das geschehen?; wohin sollten wir ~, wenn wir nur unseren Launen nachgäben? was würde aus uns werden, was würde geschehen, wenn …;
7 er ist der ~de Mann im Skisport er wird wahrscheinlich große Erfolge im S. haben; am ~den Sonntag am nächsten S.; im ~den Jahr im nächsten J.; das Kommende abwarten[<ahd. koman, queman, engl. come, got. qiman; zu idg. *guem- „gehen, kommen“; hierzu …kunft (z.B. in Abkunft), künftig]
['kom·men]
[kommens, komme, kommst, kommt, kommen, kam, kamst, kamen, kamt, kommest, kommet, käme, kämest, kämen, kämet, komm, gekommen, kommend]