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kraft  

Krạft, die; -, Kräfte [mhd., ahd. kraft, urspr. = Zusammenziehung (der Muskeln)]:

1.Vermögen, Fähigkeit zu wirken: körperliche, seelische, moralische, jugendliche K.; ihm fehlt die K.; seine Kräfte versagen, erlahmen, lassen nach; in ihm steckt eine ungeheure K.; seine K. erproben; im Urlaub neue Kräfte sammeln; er hat seine K., seine Kräfte überschätzt; seine ganze K. für etw. aufbieten; alle Kräfte anspannen; ungeahnte K. in sich fühlen; dieser Posten nimmt seine ganze K. in Anspruch; er hatte nicht mehr die K. aufzustehen; K. haben (stark sein, über Körperkraft verfügen); keine Kraft mehr in den Knochen haben (ugs.; schwach sein); die Sorge um das Kind verbrauchte ihre K., verlieh ihr ungeahnte Kräfte; eine K. sparende Methode; die Sonne hat, spendet im Herbst noch viel K. (scheint noch sehr warm); die K. spendenden Strahlen der Sonne; unter Aufbietung aller Kräfte wurde das Projekt zu Ende geführt; ich werde tun, was in meinen Kräften steht (ich werde mein Möglichstes tun); etw. aus eigener K. (ohne fremde Hilfe) schaffen; [wieder/gut] bei Kräften sein ([wieder] in gutem körperlichem Zustand, gesund u. kräftig sein); mit letzter K.; jmdm. nach [besten] Kräften (soweit es irgend möglich ist) helfen; mit vereinten Kräften (durch gemeinsame Anstrengung) etw. erreichen; vor/(auch:) von K. strotzen; über ungeheure K., über geheimnisvolle, schöpferische Kräfte verfügen; das geht über meine K. (das ist zu viel für mich, das kann ich unmöglich leisten); [wieder] zu Kräften kommen (durch Krankheit bedingte körperliche Schwäche allmählich überwinden, wieder gesund u. kräftig werden); die K. des Geistes; die militärische, wirtschaftliche K. eines Landes.


2.etw., was einer Sache als Ursache einer Wirkung od. als Möglichkeit, in bestimmter Weise zu wirken, innewohnt: die heilende K. der Kräuter; die belebende K. des Alkohols;

*die treibende K. sein (derjenige sein, der etw. anregt u. eifrig dafür tätig ist, dass es auch durchgeführt wird).


3. Arbeitskraft (2) : er ist eine tüchtige K.


4.<Pl.> in besonderer Weise Einfluss ausübende, ideologisch ausgerichtete Gruppe von Menschen: fortschrittliche, liberale, reaktionäre, bürgerliche Kräfte; hier sind Kräfte am Werk, die dem Staat schaden können.


5.(Physik) physikalische Größe, die Ursache von Änderungen der Bewegung frei beweglicher Körper od. die Ursache von Änderungen der Form ist: K. ist Masse mal Beschleunigung; K. mal Weg ist Arbeit; elektrische, magnetische Kräfte; mit voller K., mit halber K. (Seemannsspr.; [von Schiffen mit Motor o. Ä.] mit Höchstgeschwindigkeit, mit geringer Geschwindigkeit) fahren.


6.

*etw. außer K. setzen (etw. ungültig, unwirksam werden lassen): eine Verordnung außer K. setzen; außer K. treten, sein (seine Wirkung, Gültigkeit verlieren, keine Wirkung, Gültigkeit [mehr] haben): der Befehl ist außer K.; in K. treten/sein, befindlich sein, stehen/bleiben (wirksam, gültig werden, sein, bleiben): das Gesetz tritt am 1. 10. in K.; die Regelung bleibt weiterhin in K.; etw. in K. setzen (etw. gültig, wirksam werden lassen).
krạft <Präp. mit Gen.> [aus: durch, in usw. Kraft] (Papierdt.): durch den Einfluss, das Gewicht, die Autorität [von]; aufgrund: k. [eines] Gesetzes; k. [seines] Amtes.
kraft  

Krạft, die; -, Kräfte; [viel] Kraft rauben; Kraft raubende od. kraftraubende, Kraft sparende od. kraftsparende Methoden ↑ K 27 und 82: das Inkrafttreten; etwas außer Kraft setzen

Krạft (m. Vorn.)krạft Präp. mit Gen.: kraft meines Amtes
kraft  


1. Arbeitskraft, Arbeitsvermögen, Energie, Fähigkeit, Körperkraft, Lebenskraft, Leistungsfähigkeit, Leistungskraft, Leistungsvermögen, Reserven, Spannkraft, Stärke, Tatkraft, Vitalität; (geh.): Vermögen; (bildungsspr.): Potenz, Potenzial; (Jargon): Power.

2. Arbeitskraft, Mitarbeiter, Mitarbeiterin.

3. Heftigkeit, Stärke, Wucht; (geh.): Gewalt; (bildungsspr.): Vehemenz; (Jargon): Power.

[Kraft]
[Kräfte, Kräften]

aus eigener Kraft
allein, autonom, eigenständig, im Alleingang, ohne fremde Hilfe, ohne Unterstützung, selbstständig, von sich aus; (ugs.): in eigener Regie.

außer Kraft
gegenstandslos, hinfällig, ungültig, unwirksam, verfallen, wertlos; (Rechtsspr.): nichtig.

in Kraft
bindend, geltend, gesetzlich/rechtlich anerkannt, [rechts]gültig, rechtskräftig, verbindlich, verpflichtend, vollgültig; (Amtsspr.): wirksam.
[• Kraft]
[Kräfte, Kräften]aufgrund, dank, durch, infolge, mithilfe, veranlasst durch, wegen; (geh.): vermöge; (Papierdt.): mittels, vermittels[t].
[kraft]
[Kräfte, Kräften]
kraft  

Krạft, die; -, Kräfte [mhd., ahd. kraft, urspr. = Zusammenziehung (der Muskeln)]:

1.Vermögen, Fähigkeit zu wirken: körperliche, seelische, moralische, jugendliche K.; ihm fehlt die K.; seine Kräfte versagen, erlahmen, lassen nach; in ihm steckt eine ungeheure K.; seine K. erproben; im Urlaub neue Kräfte sammeln; er hat seine K., seine Kräfte überschätzt; seine ganze K. für etw. aufbieten; alle Kräfte anspannen; ungeahnte K. in sich fühlen; dieser Posten nimmt seine ganze K. in Anspruch; er hatte nicht mehr die K. aufzustehen; K. haben (stark sein, über Körperkraft verfügen); keine Kraft mehr in den Knochen haben (ugs.; schwach sein); die Sorge um das Kind verbrauchte ihre K., verlieh ihr ungeahnte Kräfte; eine K. sparende Methode; die Sonne hat, spendet im Herbst noch viel K. (scheint noch sehr warm); die K. spendenden Strahlen der Sonne; unter Aufbietung aller Kräfte wurde das Projekt zu Ende geführt; ich werde tun, was in meinen Kräften steht (ich werde mein Möglichstes tun); etw. aus eigener K. (ohne fremde Hilfe) schaffen; [wieder/gut] bei Kräften sein ([wieder] in gutem körperlichem Zustand, gesund u. kräftig sein); mit letzter K.; jmdm. nach [besten] Kräften (soweit es irgend möglich ist) helfen; mit vereinten Kräften (durch gemeinsame Anstrengung) etw. erreichen; vor/(auch:) von K. strotzen; über ungeheure K., über geheimnisvolle, schöpferische Kräfte verfügen; das geht über meine K. (das ist zu viel für mich, das kann ich unmöglich leisten); [wieder] zu Kräften kommen (durch Krankheit bedingte körperliche Schwäche allmählich überwinden, wieder gesund u. kräftig werden); die K. des Geistes; die militärische, wirtschaftliche K. eines Landes.


2.etw., was einer Sache als Ursache einer Wirkung od. als Möglichkeit, in bestimmter Weise zu wirken, innewohnt: die heilende K. der Kräuter; die belebende K. des Alkohols;

*die treibende K. sein (derjenige sein, der etw. anregt u. eifrig dafür tätig ist, dass es auch durchgeführt wird).


3.
Arbeitskraft (2): er ist eine tüchtige K.


4.<Pl.> in besonderer Weise Einfluss ausübende, ideologisch ausgerichtete Gruppe von Menschen: fortschrittliche, liberale, reaktionäre, bürgerliche Kräfte; hier sind Kräfte am Werk, die dem Staat schaden können.


5.(Physik) physikalische Größe, die Ursache von Änderungen der Bewegung frei beweglicher Körper od. die Ursache von Änderungen der Form ist: K. ist Masse mal Beschleunigung; K. mal Weg ist Arbeit; elektrische, magnetische Kräfte; mit voller K., mit halber K. (Seemannsspr.; [von Schiffen mit Motor o. Ä.] mit Höchstgeschwindigkeit, mit geringer Geschwindigkeit) fahren.


6.

*etw. außer K. setzen (etw. ungültig, unwirksam werden lassen): eine Verordnung außer K. setzen; außer K. treten, sein (seine Wirkung, Gültigkeit verlieren, keine Wirkung, Gültigkeit [mehr] haben): der Befehl ist außer K.; in K. treten/sein, befindlich sein, stehen/bleiben (wirksam, gültig werden, sein, bleiben): das Gesetz tritt am 1. 10. in K.; die Regelung bleibt weiterhin in K.; etw. in K. setzen (etw. gültig, wirksam werden lassen).
krạft <Präp. mit Gen.> [aus: durch, in usw. Kraft] (Papierdt.): durch den Einfluss, das Gewicht, die Autorität [von]; aufgrund: k. [eines] Gesetzes; k. [seines] Amtes.
kraft  

[Präp. mit Gen.] [aus: durch, in usw. Kraft] (Papierdt.): durch den Einfluss, das Gewicht, die Autorität [von]; aufgrund: k. [eines] Gesetzes; k. [seines] Amtes.
Kraft  

Kraft, Macht (über)
[Macht]
kraft  

n.
<f. 7u>
1 Stärke, Fähigkeit, etwas (Schweres) zu tun, zu bewirken (Geistes~, Körper~, Muskel~, Tat~, Willens~); <Phys.> den Bewegungszustand eines Körpers ändernde Größe; Heftigkeit, Gewalt (von Naturgewalten); Wirksamkeit (Heil~); Gültigkeit (Gesetzes~, Rechts~); Arbeitskraft, Hilfskraft, Mitarbeiter (Büro~, Lehr~, Schreib~)
2 ;das Gleichgewicht der Kräfte; Parallelogramm der Kräfte = Kräfteparallelogramm; das freie Spiel der Kräfte; ohne Saft und ~ kraftlos, schwächlich;
3 ;wir brauchen für unsere Abteilung noch eine ~; wir müssen noch einige Kräfte einstellen; Kräfte sammeln sich erholen, sich ausruhen; Kräfte sparen sich nicht anstrengen; alle ~ darauf verwenden, etwas zu tun; er hat seinen Kräften zu viel zugemutet er hat sich überanstrengt;
4 ;er, sie ist eine ausgezeichnete ~; geistige, seelische ~; die heilende ~ einer Arznei; körperliche ~; die treibende ~ <fig.> jmd., von dem ein Antrieb ausgeht, der etwas veranlasst, vorwärts treibt;
5 aus eigener ~ etwas erreichen ohne Hilfe; ein Gesetz, eine Verordnung außer ~ setzen ungültig machen; außer ~ treten ungültig werden; bei Kräften sein kräftig u. gesund sein; das Gesetz ist noch in ~ noch gültig; das Gesetz tritt am 1.10. in ~ wird am 1.10. gültig, gilt ab dem 1.10.; ich werde tun, was in meinen Kräften steht was ich vermag; mit seinen Kräften sparsam umgehen; mit aller, <od.> voller ~ schreien; der Sturm blies mit solcher ~, dass …; mit vereinten Kräften; jmdm. nach Kräften helfen; er strotzt vor ~ (und Gesundheit); langsam wieder zu Kräften kommen wieder gesund werden, sich wieder erholen, sich kräftigen; [<ahd. kraft, engl. craft <idg. *grep-, *g(e)rep-; zu idg. *ger- „drehen, winden, (sich) zusammenziehen, verkrampfen“; Grundbedeutung: „Zusammenziehung, Anspannung von Muskeln“; verwandt mit Kranz, kraus, Kralle, krumm, Krücke]
[Kraft]
[Kräfte, Kräften]n.
<Präp. m. Gen.> aufgrund, durch, durch Kraft von …; ~ seines Amtes; ~ seines großen Wissens
[kraft]
[kräfte, kräften]