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Kreide  

Krei|de, die; -, -n [mhd. krīde, spätahd. krīda < vlat. (galloroman.) creda < lat. creta, viell. gek. aus: terra creta="gesiebte" Erde, zu: cretum, 2. Part. von: cernere="scheiden," sichten]:

1.<o. Pl.> [fossiler] in unvermischter Form weißer u. weiß färbender, erdiger, weicher Kalkstein: K. abbauen; Felsen aus K.; bleich, weiß wie K. werden (erbleichen);

*K. fressen (ugs.; sich zurückhalten; seine Aggressivität im Zaum halten; sich scheinbar friedfertig geben; wohl nach dem grimmschen Märchen vom »Wolf und den sieben Geißlein«, in dem der Wolf Kreide frisst, um eine zarte Stimme zu bekommen).


2.[als Stift, 1Mine (3) o. Ä. geformtes Stück] feste Kreide, (1), feinkörniger fester Gips o. Ä. zum Schreiben, Zeichnen, Markieren: weiße, rote, grüne K.; ein Stück K.; etw. mit K. an die [Wand]tafel schreiben; mit K. zeichnen;

*[die folgenden Wendungen beziehen sich darauf, dass früher bes. in Gasthäusern die Schulden der Gäste mit Kreide auf einer Tafel notiert (»angekreidet«) wurden]: bei jmdm. [tief] in der K. stehen/sein/sitzen (ugs.; bei jmdm. [viele] Schulden haben); bei jmdm. [immer tiefer] in die K. geraten/kommen (ugs.; bei jmdm. [immer mehr] Schulden machen); auf K. leben (ugs.; auf Kredit leben); mit doppelter K. [an]schreiben (in unlauterer Absicht geschuldete Beträge überhöht anschreiben, ansetzen; eigtl. = mit doppelter Kreidespitze schreiben, damit unbemerkt zwei Zählstriche zugleich entstehen).


3.<o. Pl.> (Geol.) jüngste Formation des Mesozoikums (zwischen Jura und Tertiär).
Kreide  

Krei|de, die; -, -n
Kreide  

Krei|de, die; -, -n [mhd. krīde, spätahd. krīda < vlat. (galloroman.) creda < lat. creta, viell. gek. aus: terra creta="gesiebte" Erde, zu: cretum, 2. Part. von: cernere="scheiden," sichten]:

1.<o. Pl.> [fossiler] in unvermischter Form weißer u. weiß färbender, erdiger, weicher Kalkstein: K. abbauen; Felsen aus K.; bleich, weiß wie K. werden (erbleichen);

*K. fressen (ugs.; sich zurückhalten; seine Aggressivität im Zaum halten; sich scheinbar friedfertig geben; wohl nach dem grimmschen Märchen vom »Wolf und den sieben Geißlein«, in dem der Wolf Kreide frisst, um eine zarte Stimme zu bekommen).


2.[als Stift, 1Mine (3) o. Ä. geformtes Stück] feste Kreide, (1)feinkörniger fester Gips o. Ä. zum Schreiben, Zeichnen, Markieren: weiße, rote, grüne K.; ein Stück K.; etw. mit K. an die [Wand]tafel schreiben; mit K. zeichnen;

*[die folgenden Wendungen beziehen sich darauf, dass früher bes. in Gasthäusern die Schulden der Gäste mit Kreide auf einer Tafel notiert (»angekreidet«) wurden]: bei jmdm. [tief] in der K. stehen/sein/sitzen (ugs.; bei jmdm. [viele] Schulden haben); bei jmdm. [immer tiefer] in die K. geraten/kommen (ugs.; bei jmdm. [immer mehr] Schulden machen); auf K. leben (ugs.; auf Kredit leben); mit doppelter K. [an]schreiben (in unlauterer Absicht geschuldete Beträge überhöht anschreiben, ansetzen; eigtl. = mit doppelter Kreidespitze schreiben, damit unbemerkt zwei Zählstriche zugleich entstehen).


3.<o. Pl.> (Geol.) jüngste Formation des Mesozoikums (zwischen Jura und Tertiär).
Kreide  

n.
<f. 19> aus den Schalen fossiler Tiere entstandener, feinerdiger, weiß färbender Kalkstein; Kreidestift; zwischen Jura u. Tertiär liegende, jüngste Formation des Erdmittelalters (Mesozoikums); Sy Kreidezeit; <nddt.> Brei, Mus, Schlacke; etwas mit ~ an die Wandtafel schreiben; tief in der ~ sitzen <fig.> stark verschuldet sein (weil früher im Gasthaus u. beim Kaufmann die Schulden mit Kreide auf eine Tafel geschrieben, d.h. angekreidet wurden); [<spätahd. krida <vulgärlat. creda <lat. (terra) creta „gesiebte Erde“; zu cernere „scheiden, sichten“]
['Krei·de]
[Kreiden]