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kriegen  

1krie|gen <sw. V.; hat> [mhd. kriegen, auch: sich anstrengen, nach etw. streben] (veraltet): Krieg führen.

2krie|gen <sw. V.; hat> [zu 1↑ kriegen , ausgehend von der mhd. (md.) Präfixbildung erkrīgen (gek. zu mhd. krīgen) = strebend erlangen, erringen] (ugs.):

1.a) bekommen, erhalten; mit etw. bedacht, versehen werden: ein Geschenk, eine Belohnung, einen Preis k.;

b)jmdm. (als Äquivalent, als Bezahlung o. Ä.) zuteilwerden; (etwas, worauf ein Anspruch besteht) bekommen, erhalten: Gehalt, Urlaub k.; ich kriege noch 5 Euro von dir (du schuldest mir noch 5 Euro); was kriegen Sie (verlangen Sie) für Ihre Arbeit?; er kriegt 20 Euro für die Stunde (verdient 20 Euro in der Stunde);

c)jmdm. zugestellt, übermittelt werden: Post, einen Brief, eine Nachricht k.;

d)(als Strafe o. Ä.) hinnehmen müssen; bekommen, erhalten: eine Ohrfeige, Schelte, Schläge k.; für den Einbruch hat er [ein Jahr] Gefängnis gekriegt (ist er mit [einem Jahr] Gefängnis bestraft worden);

e)(an einer bestimmten Körperstelle) plötzlich von etw. getroffen werden: einen Stoß, einen Tritt k.;

f)von etw. befallen, erfasst werden: Wut, Angst k.; einen Schrecken k.; allmählich Hunger k.; Falten, eine Glatze k. (faltig, kahlköpfig werden);

g)sich etw. zuziehen; erleiden: eine schwere Krankheit, Fieber, einen Herzinfarkt k.;

h)zu erwarten haben; mit etw. rechnen müssen: Besuch, Gäste k.; Ärger k.; Schnee, Regen k.;

i)in einen bestimmten Zustand geraten: Löcher, Risse k. (löcherig, rissig werden);

j)jmdm. erteilt werden: einen Befehl, keine Erlaubnis k.; er kriegt immer seinen Willen (seinen Wünschen wird immer nachgegeben).



2.a) (durch eigenes Bemühen) zu etw. kommen; sich verschaffen: eine [neue] Stellung, keine Arbeit k.; er hat noch einen Platz gekriegt; keinen Anschluss, keine Verbindung beim Telefonieren k.; einen Einblick in etw., einen Eindruck von etw. k. (gewinnen, erlangen); er hat sie endlich gekriegt (für sich gewinnen können);

b)kaufen können, (gegen Geld) erhalten: das Buch ist nicht mehr zu k.; er hat die Sachen billig gekriegt; was kriegen Sie? (was wünschen Sie, was möchten Sie haben?);

c)hervorbringen, entstehen lassen: der Baum hat Blüten gekriegt; sie kriegt ein Kind, ein Baby (ist schwanger);

d)zu einem bestimmten Verhalten o. Ä. bringen: er hat ihn nicht dazu gekriegt mitzugehen; er war bei dem Wetter nicht aus dem Haus zu k.;

e)erreichen, dass jmd., etw. in einen bestimmten Zustand versetzt wird: das Fleisch weich k.; sie kriegt ihre Kinder nicht satt;

f)erreichen, dass etw. irgendwohin gelangt: das Klavier durch die Tür k.; den Ball ins Tor, Netz k.;

g)hinkriegen, schaffen, bewältigen: die Sache ist nicht ganz einfach, aber wir werden es schon k.;

h)(noch zum richtigen Zeitpunkt) erreichen: die Straßenbahn noch, nicht mehr k.;

i)jmds., einer Sache habhaft werden; fangen, fassen: den Dieb, den Flüchtigen k.



3.<k. + Inf. mit »zu«> a)in den Stand gesetzt werden, die Möglichkeit haben, etw. [zu seinem Nutzen] zu tun: etw. zu kaufen, zu essen, zu sehen k.;

b)ertragen müssen: wenn er das tut, kriegt er von mir etw. zu hören (werde ich ihm die Meinung sagen).



4. <k. + 2. Part.; als Umschreibung des Passivs:> etw. geschenkt, geschickt, gesagt k.


5.

*es nicht über sich k. (sich nicht zu einer [für die eigene od. eine andere Person] unangenehmen Handlung entschließen können): ich habe es nicht über mich gekriegt, ihn abzuweisen.
kriegen  

krie|gen (veraltet für Krieg führen)

krie|gen (ugs. für erhalten, bekommen)
kriegen  


1. a) abbekommen, bekommen, empfangen, erhalten, erlangen, erreichen, erringen, erteilt/gewährt werden, erwirken, gewinnen, sich verschaffen, zufallen, zufließen, zugestanden werden, zuteilwerden; (geh.): davontragen; (ugs.): abkriegen, einheimsen, ergattern, erwischen, kommen zu.

b) geliefert/geschickt/zugestellt bekommen, übermittelt werden; (geh.): gesandt bekommen; (Amtsspr.): zugestellt werden.

c) auf sich ziehen, bekommen, einstecken/hinnehmen müssen, erleiden, ernten, in Kauf nehmen müssen, sich zuziehen.

d) sich anstecken, befallen werden, bekommen, davontragen, wegbekommen, sich zuziehen; (ugs.): sich einfangen, sich einhandeln, sich holen; (Med.): sich infizieren.

2. a) bewältigen, fertigbekommen, fertigbringen, meistern, schaffen; (ugs.): deichseln, fertigkriegen, geregelt kriegen, hinbekommen, hinbringen, hinkriegen, managen, packen, schmeißen, über die Bühne bringen; (salopp): schaukeln.

b) dingfest machen, ergreifen, erhaschen, fangen, fassen, festnehmen, greifen, packen; (geh.): habhaft werden; (ugs.): am/beim Schlafittchen fassen/nehmen/packen, am/beim Wickel fassen/nehmen/packen, erwischen, kassieren, schnappen.

[kriegen]
[kriege, kriegst, kriegt, kriegte, kriegtest, kriegten, kriegtet, kriegest, krieget, krieg, gekriegt, kriegend]
kriegen  

1krie|gen <sw. V.; hat> [mhd. kriegen, auch: sich anstrengen, nach etw. streben] (veraltet): Krieg führen.

2krie|gen <sw. V.; hat> [zu 1↑ kriegen, ausgehend von der mhd. (md.) Präfixbildung erkrīgen (gek. zu mhd. krīgen) = strebend erlangen, erringen] (ugs.):

1.
a) bekommen, erhalten; mit etw. bedacht, versehen werden: ein Geschenk, eine Belohnung, einen Preis k.;

b)jmdm. (als Äquivalent, als Bezahlung o. Ä.) zuteilwerden; (etwas, worauf ein Anspruch besteht) bekommen, erhalten: Gehalt, Urlaub k.; ich kriege noch 5 Euro von dir (du schuldest mir noch 5 Euro); was kriegen Sie (verlangen Sie) für Ihre Arbeit?; er kriegt 20 Euro für die Stunde (verdient 20 Euro in der Stunde);

c)jmdm. zugestellt, übermittelt werden: Post, einen Brief, eine Nachricht k.;

d)(als Strafe o. Ä.) hinnehmen müssen; bekommen, erhalten: eine Ohrfeige, Schelte, Schläge k.; für den Einbruch hat er [ein Jahr] Gefängnis gekriegt (ist er mit [einem Jahr] Gefängnis bestraft worden);

e)(an einer bestimmten Körperstelle) plötzlich von etw. getroffen werden: einen Stoß, einen Tritt k.;

f)von etw. befallen, erfasst werden: Wut, Angst k.; einen Schrecken k.; allmählich Hunger k.; Falten, eine Glatze k. (faltig, kahlköpfig werden);

g)sich etw. zuziehen; erleiden: eine schwere Krankheit, Fieber, einen Herzinfarkt k.;

h)zu erwarten haben; mit etw. rechnen müssen: Besuch, Gäste k.; Ärger k.; Schnee, Regen k.;

i)in einen bestimmten Zustand geraten: Löcher, Risse k. (löcherig, rissig werden);

j)jmdm. erteilt werden: einen Befehl, keine Erlaubnis k.; er kriegt immer seinen Willen (seinen Wünschen wird immer nachgegeben).



2.
a) (durch eigenes Bemühen) zu etw. kommen; sich verschaffen: eine [neue] Stellung, keine Arbeit k.; er hat noch einen Platz gekriegt; keinen Anschluss, keine Verbindung beim Telefonieren k.; einen Einblick in etw., einen Eindruck von etw. k. (gewinnen, erlangen); er hat sie endlich gekriegt (für sich gewinnen können);

b)kaufen können, (gegen Geld) erhalten: das Buch ist nicht mehr zu k.; er hat die Sachen billig gekriegt; was kriegen Sie? (was wünschen Sie, was möchten Sie haben?);

c)hervorbringen, entstehen lassen: der Baum hat Blüten gekriegt; sie kriegt ein Kind, ein Baby (ist schwanger);

d)zu einem bestimmten Verhalten o. Ä. bringen: er hat ihn nicht dazu gekriegt mitzugehen; er war bei dem Wetter nicht aus dem Haus zu k.;

e)erreichen, dass jmd., etw. in einen bestimmten Zustand versetzt wird: das Fleisch weich k.; sie kriegt ihre Kinder nicht satt;

f)erreichen, dass etw. irgendwohin gelangt: das Klavier durch die Tür k.; den Ball ins Tor, Netz k.;

g)hinkriegen, schaffen, bewältigen: die Sache ist nicht ganz einfach, aber wir werden es schon k.;

h)(noch zum richtigen Zeitpunkt) erreichen: die Straßenbahn noch, nicht mehr k.;

i)jmds., einer Sache habhaft werden; fangen, fassen: den Dieb, den Flüchtigen k.



3.<k. + Inf. mit »zu«>
a)in den Stand gesetzt werden, die Möglichkeit haben, etw. [zu seinem Nutzen] zu tun: etw. zu kaufen, zu essen, zu sehen k.;

b)ertragen müssen: wenn er das tut, kriegt er von mir etw. zu hören (werde ich ihm die Meinung sagen).



4. <k. + 2. Part.; als Umschreibung des Passivs:> etw. geschenkt, geschickt, gesagt k.


5.

*es nicht über sich k. (sich nicht zu einer [für die eigene od. eine andere Person] unangenehmen Handlung entschließen können): ich habe es nicht über mich gekriegt, ihn abzuweisen.
kriegen  

[sw.V.; hat] [mhd. kriegen, auch: sich anstrengen, nach etw. streben] (veraltet): Krieg führen.
kriegen  

v.
<V.t.; hat; umg.>
1 etwas ~ bekommen, erhalten; jmdn. ~ erwischen, ergreifen, packen; sich (eigtl. einander) ~ ein Paar werden (bes. im Roman);
2 ;na warte, wenn ich dich kriege!; das werden wir schon ~! das werden wir schon in Ordnung bringen, erledigen, darüber werden wir uns schon einigen; ich werde dich schon noch ~; er hat sie doch noch gekriegt <umg.> zur Frau bekommen; sie kriegt ein Kind sie bekommt, <auch> erwartet ein K.; Post ~; Prügel ~; einen Schrecken ~; die Polizei hat den Täter nicht gekriegt nicht gefangen;
3 ;jmdn. zu fassen ~; du wirst es (schon) noch zu hören, zu sehen ~; etwas geschenkt ~
4 ich kann ihn nicht dazu ~ (etwas zu tun) nicht dazu bringen, nicht von der Notwendigkeit überzeugen; [<mhd. kriegen „sich anstrengen, sich um etwas bemühen“, dann „streiten, kämpfen“; Krieg; in der Bedeutung „bekommen“ gekürzt aus erkriegen „strebend erlangen, erringen“]
['krie·gen]
[kriege, kriegst, kriegt, kriegen, kriegte, kriegtest, kriegten, kriegtet, kriegest, krieget, krieg, gekriegt, kriegend]