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lassen  

lạs|sen <st. V.; hat; in Verbindung mit einem Inf. mit Ersatzinf.: ließ, hat ... lassen; ohne Inf.: ließ; hat gelassen> [mhd. lāʒen, ahd. laʒʒan, urspr. = matt, schlaff werden]:

1.<in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> veranlassen, bewirken (dass etw. geschieht): ein Haus bauen, sich einen Anzug machen, das Auto waschen l.; ich habe Wasser in die Wanne laufen l. /(seltener:) gelassen; jmdn. warten lassen; jmdn. rufen, grüßen, erschießen l.; sich verleugnen l.; er will, sie wollen sich scheiden l.; ich habe mir sagen l. (habe erfahren), wie es passiert ist; jmdm. etw. mitteilen l.; sie ließ mir eine Nachricht zukommen; sie hatte den Kindern noch einen Saft bringen l.; er ließ mich wissen, dass ...; <auch o. Akk.:> ich lasse bitten (bringen Sie den Besucher herein).


2.a) <in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> zulassen, erlauben; dulden; nicht an etw. hindern: die Kinder spielen, ins Kino gehen l.; jmdn. verhungern l.; ich lasse mich nicht beleidigen; lass dich nicht erwischen!; lass mich bitte ausreden, arbeiten, ausschlafen!; das Licht über Nacht brennen l.; das lasse ich mir nicht gefallen, nicht bieten; der Hund ließ alles mit sich geschehen; <auch o. Inf.:> die Kinder ins Kino l.; sie ließ ihn nicht aus der Tür, ins Zimmer;

*etw. etw. sein l. (ugs.; sich von etw. abwenden [u. etw. anderes tun]; etw. nicht mehr beachten): ich lasse jetzt die Arbeit Arbeit sein;

b)<ohne Inf.> jmdm. etw. zugestehen; jmdn. nicht behindern: sie ließ ihm seinen Glauben, seine Freude, den Spaß;

R das muss man ihm l. (das muss man bei ihm ohne Vorbehalte anerkennen).




3. veranlassen od. bewirken, dass jmd., etw. irgendwohin gelangt: frische Luft ins Zimmer l.; Wasser in die Wanne l.; Öl aus dem Fass l.; den Sarg ins Grab l.; ein Boot zu Wasser l.; [jmdm.] die Luft aus den Reifen l.; jmdn. nicht aus dem, ins Haus l.;

*einen l. (derb; eine Blähung [hörbar] abgehen lassen).


4.veranlassen, dass jmd., etw. unverändert bleibt, in einem bestimmten Zustand gehalten wird, an einer bestimmten Stelle bleibt: die Sachen im Koffer l.; das Wasser in der Wanne l.; nichts unversucht l. (alles versuchen); wir wollen es dabei l.; alles so l., wie es ist; etw. in der Schwebe, unangetastet l.


5.<l. + sich; in Verbindung mit Inf.> die Möglichkeit zu etw. bieten; in bestimmter Weise geeignet sein: das Material lässt sich gut verarbeiten, dehnen, biegen; das Fenster lässt sich [nicht, leicht] öffnen; der Käse lässt sich [gut] streichen; das lässt sich nicht leugnen, beweisen; das lässt sich hören (ist akzeptabel); <unpers.:> hier lässt es sich leben (hier kann man gut leben); das lässt sich machen (ist möglich).


6.a) unterlassen, einstellen: er kann es, das Rauchen nicht l.; lass das!; lasst doch die dummen Witze!;

R tu, was du nicht l. kannst ([ich möchte mich mit dir nicht streiten] du musst selbst wissen, was du tust);


b)von etw. absehen; etw. nicht länger tun: [nicht] vom Spielen, Trinken, Alkohol l. [können];

c)(veraltend) sich von jmdm., etw. trennen; jmdn., etw. aufgeben: wir können nicht voneinander l.



7.zurücklassen: ich habe mein Auto zu Hause gelassen; wir wollen die Kinder nicht allein im Haus l.; lassen Sie mir/für mich bitte noch etwas Kaffee übrig, in der Kanne!; wo habe ich nur meinen Schlüssel gelassen (hingetan)?; das Gepäck habe ich am Bahnhof gelassen; ich habe in dem Restaurant mindestens hundert Euro gelassen (ugs.; ausgegeben).


8.jmdm. etw. über-, hinterlassen, zur Verfügung stellen: ich kann dir das Buch bis morgen l.; der Händler will mir den Mantel zum halben Preis l. (verkaufen); ich lasse Ihnen meinen Ausweis als/zum Pfand; uns wurde nichts gelassen (wurde alles genommen).


9. <im Imperativ in Verbindung mit dem Akk. Pl. des Personalpronomens u. einem Inf.> <im Imperativ in Verbindung mit dem Akk. Pl. des Personalpronomens u. einem Inf.> drückt eine freundliche Aufforderung aus: lass, lasst uns gehen, noch ein paar Minuten warten, nicht ungerecht sein.
lassen  

lạs|sen
- du lässt, veraltet lässest; er/sie/es lässt
- du ließest, er/sie/es ließ, hat gelassen
- lasse! und lass!
- ich lass sie nicht
- ich habe es gelassen (unterlassen), aber ich habe dich rufen lassen; ich habe sie dies wissen lassen Vgl. bleiben, fahren, fallen usw.
lassen  


1. anordnen, anregen, anweisen, Auftrag vergeben, beauftragen, befehlen, Befehl erteilen/geben, bewirken, heißen, herbeiführen, sagen, sorgen für, übertragen, veranlassen, verursachen, vorschreiben; (geh.): gebieten.

2. akzeptieren, bewilligen, billigen, die Erlaubnis erteilen/geben, die Möglichkeit geben, dulden, erlauben, ermöglichen, genehmigen, gestatten, gewähren, gönnen, möglich machen, nicht hindern, nicht verweigern, zugestehen, zulassen; (geh.): nicht versagen.

3. einlassen, herauslassen, hereinlassen.

4. behalten, belassen, hängen/liegen/stehen lassen, zurücklassen.

5. ablassen von, absehen, aufhören, bleiben lassen, einstellen, sich ersparen, unterlassen; (geh.): Abstand nehmen, sich enthalten, entsagen, sich versagen.

6. vergessen, zurücklassen.

7. abgeben, aus der Hand geben, aushändigen, abtreten, bereitstellen, geben, hergeben, hinterlassen, überlassen, zur Verfügung stellen, nicht zurückhalten.

[lassen]
[lasse, lässt, läßt, lasst, laßt, ließ, ließt, ließest, ließen, lassest, lasset, ließe, ließet, lass, laß, gelassen, lassend]
lassen  

lạs|sen <st. V.; hat; in Verbindung mit einem Inf. mit Ersatzinf.: ließ, hat ... lassen; ohne Inf.: ließ; hat gelassen> [mhd. lāʒen, ahd. laʒʒan, urspr. = matt, schlaff werden]:

1.<in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> veranlassen, bewirken (dass etw. geschieht): ein Haus bauen, sich einen Anzug machen, das Auto waschen l.; ich habe Wasser in die Wanne laufen l. /(seltener:) gelassen; jmdn. warten lassen; jmdn. rufen, grüßen, erschießen l.; sich verleugnen l.; er will, sie wollen sich scheiden l.; ich habe mir sagen l. (habe erfahren), wie es passiert ist; jmdm. etw. mitteilen l.; sie ließ mir eine Nachricht zukommen; sie hatte den Kindern noch einen Saft bringen l.; er ließ mich wissen, dass ...; <auch o. Akk.:> ich lasse bitten (bringen Sie den Besucher herein).


2.
a) <in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> zulassen, erlauben; dulden; nicht an etw. hindern: die Kinder spielen, ins Kino gehen l.; jmdn. verhungern l.; ich lasse mich nicht beleidigen; lass dich nicht erwischen!; lass mich bitte ausreden, arbeiten, ausschlafen!; das Licht über Nacht brennen l.; das lasse ich mir nicht gefallen, nicht bieten; der Hund ließ alles mit sich geschehen; <auch o. Inf.:> die Kinder ins Kino l.; sie ließ ihn nicht aus der Tür, ins Zimmer;

*etw. etw. sein l. (ugs.; sich von etw. abwenden [u. etw. anderes tun]; etw. nicht mehr beachten): ich lasse jetzt die Arbeit Arbeit sein;

b)<ohne Inf.> jmdm. etw. zugestehen; jmdn. nicht behindern: sie ließ ihm seinen Glauben, seine Freude, den Spaß;

R das muss man ihm l. (das muss man bei ihm ohne Vorbehalte anerkennen).




3. veranlassen od. bewirken, dass jmd., etw. irgendwohin gelangt: frische Luft ins Zimmer l.; Wasser in die Wanne l.; Öl aus dem Fass l.; den Sarg ins Grab l.; ein Boot zu Wasser l.; [jmdm.] die Luft aus den Reifen l.; jmdn. nicht aus dem, ins Haus l.;

*einen l. (derb; eine Blähung [hörbar] abgehen lassen).


4.veranlassen, dass jmd., etw. unverändert bleibt, in einem bestimmten Zustand gehalten wird, an einer bestimmten Stelle bleibt: die Sachen im Koffer l.; das Wasser in der Wanne l.; nichts unversucht l. (alles versuchen); wir wollen es dabei l.; alles so l., wie es ist; etw. in der Schwebe, unangetastet l.


5.<l. + sich; in Verbindung mit Inf.> die Möglichkeit zu etw. bieten; in bestimmter Weise geeignet sein: das Material lässt sich gut verarbeiten, dehnen, biegen; das Fenster lässt sich [nicht, leicht] öffnen; der Käse lässt sich [gut] streichen; das lässt sich nicht leugnen, beweisen; das lässt sich hören (ist akzeptabel); <unpers.:> hier lässt es sich leben (hier kann man gut leben); das lässt sich machen (ist möglich).


6.
a) unterlassen, einstellen: er kann es, das Rauchen nicht l.; lass das!; lasst doch die dummen Witze!;

Rtu, was du nicht l. kannst ([ich möchte mich mit dir nicht streiten] du musst selbst wissen, was du tust);


b)von etw. absehen; etw. nicht länger tun: [nicht] vom Spielen, Trinken, Alkohol l. [können];

c)(veraltend) sich von jmdm., etw. trennen; jmdn., etw. aufgeben: wir können nicht voneinander l.



7.zurücklassen: ich habe mein Auto zu Hause gelassen; wir wollen die Kinder nicht allein im Haus l.; lassen Sie mir/für mich bitte noch etwas Kaffee übrig, in der Kanne!; wo habe ich nur meinen Schlüssel gelassen (hingetan)?; das Gepäck habe ich am Bahnhof gelassen; ich habe in dem Restaurant mindestens hundert Euro gelassen (ugs.; ausgegeben).


8.jmdm. etw. über-, hinterlassen, zur Verfügung stellen: ich kann dir das Buch bis morgen l.; der Händler will mir den Mantel zum halben Preis l. (verkaufen); ich lasse Ihnen meinen Ausweis als/zum Pfand; uns wurde nichts gelassen (wurde alles genommen).


9. <im Imperativ in Verbindung mit dem Akk. Pl. des Personalpronomens u. einem Inf.> <im Imperativ in Verbindung mit dem Akk. Pl. des Personalpronomens u. einem Inf.> drückt eine freundliche Aufforderung aus: lass, lasst uns gehen, noch ein paar Minuten warten, nicht ungerecht sein.
lassen  

n.
<V. 174; hat>
I <V.t.>
1 zulassen, dulden, erlauben; das lasse ich mir nicht bieten, gefallen; ich lasse bitten! führen Sie den Besucher herein!; laß/ lass dich nicht so lange bitten!; das läßt/ lässt sich denken! das kann man sich denken, das ist glaubhaft; laß/ lass dir ja nicht einfallen, dort hinzugehen!; jmdn. entkommen, entwischen ~; laß/ lass dich nur nicht, ja nicht erwischen!; einen Gegenstand fallen ~; jmdn. fühlen ~, dass …; laßt/ lasst uns gehen! wir wollen gehen; das dürfen wir nicht geschehen ~; ~ Sie mich Ihnen helfen!; laß/ lass hören! sprich!; laß/ lass bald (etwas) von dir hören!; laß/ lass sie nur kommen! <leicht drohend> die Dinge laufen ~ nicht in den Gang der Dinge eingreifen; laß/ lass mich den Brief lesen; laß/ lass mich (das) nur machen! ich bringe es schon in Ordnung; laß/ lass dir keine Angst machen!; sich seine Enttäuschung (nicht) merken ~; er läßt/ lässt mit sich reden, mit sich handeln; jmdn. schlafen ~; es sich gut schmecken ~; ich habe mir sagen ~; dass … ich habe erfahren, dass …; er läßt/ lässt sich nichts sagen er duldet keine Zurechtweisung; laß/ lass (einmal) sehen! zeig (einmal) her!; laß/ lass dich bald einmal (bei uns) sehen! besuch uns bald einmal; in dem neuen Anzug kann er sich sehen ~ braucht er sich nicht zu schämen; ~ Sie sich nicht stören!; das hätte ich mir nicht träumen ~ das hätte ich nie gedacht, nie vermutet; laß/ lass dich nicht unterkriegen!; jmdn. warten ~; der Hund läßt/ lässt niemanden in die Wohnung (erg.: eintreten, kommen); der Kranke läßt/ lässt niemanden zu sich (erg.: kommen)
2 bitten, fordern, machen, veranlassen, daß etwas geschieht; sich seine Arbeit gut bezahlen ~; ~ Sie ihn eintreten!; er ließ ihn erschießen; laß/ lass mich gehen; er läßt/ lässt dich vielmals grüßen; jmdn. holen, kommen, rufen ~; sich ein Kleid machen ~; der Dichter läßt/ lässt seinen Helden Folgendes sagen; ~ Sie sich gesagt sein, dass … ich sage es Ihnen ganz offen u. deutlich, dass … <meist warnend od. ermahnend> laß/ lass dir das ein für allemal gesagt sein! ich will es dir nicht noch einmal sagen müssen!; ich werde es dich wissen ~, was daraus geworden ist
3 unterlassen, bleiben lassen, aufhören mit; laß/ lass das!; ~ wir das! reden wir von etwas anderem!; laß/ lass doch endlich das Heulen!; tu, was du nicht ~ kannst! mach, was du willst (obgleich ich nicht einverstanden bin); das Rauchen ~; etwas tun oder ~; sein Tun und Lassen
4 möglich, ausführbar sein <refl. u. nur von Sachen>; das läßt/ lässt sich nicht, leicht, schwer beweisen; das wird sich einrichten ~; dagegen läßt/ lässt sich nichts einwenden, nichts machen; das läßt/ lässt sich hören! das ist annehmbar, das ist ein guter Gedanke; das Fenster läßt/ lässt sich leicht, schwer öffnen; der Wein läßt/ lässt sich trinken <umg.> der W. ist gut; ich will sehen, was sich tun läßt/ lässt; das läßt/ lässt sich nicht vermeiden
5 erlauben od. machen, dass alles bleibt, wie od. wo es ist; alles stehen und liegen ~; ~ wir es gut sein!; sich's wohl sein ~; ein Tier am Leben lassen; jmdn. in Frieden, in Ruhe lassen; alles beim Alten ~; wir wollen es dabei ~; die Stadt, den Wald hinter sich ~ sich davon entfernen; den Hut in der Garderobe ~; laß/ lass die Teller im Schrank; bitte laßt/ lasst alles so (stehen, liegen), wie es ist; wo soll ich so lange meine Koffer ~? hinstellen, unterbringen; wo habe ich nur meinen Schirm gelassen?
6 jmdm. etwas ~ überlassen, nicht wegnehmen, erlauben, dass jmd. etwas erhält, behält od. tut; klug ist er, dass muss man ihm ~ das kann man nicht bestreiten; ich lasse Ihnen das Bild für 200 Mark; er läßt/ lässt den Kindern ihre Freiheit; jmdm. seine Ruhe ~; ~ Sie das nur meine Sorge sein!; laß/ lass ihm doch das Vergnügen!; jmdm. den Vortritt ~; jmdm. seinen Willen ~; laß/ lass dir Zeit!; können Sie mir das Buch nicht etwas billiger ~?
7 geben, weggeben; sein Leben ~; Wasser ~ urinieren, harnen; etwas nicht aus den Augen, aus den Händen ~
8 <veraltet; nur noch poet.> verlassen, aufgeben; ach, wie ist's möglich dann, dass ich dich ~ kann (Volkslied); ich lasse dich nicht, du segnest mich denn (1. Buch Mose, 32,27)
II <V.i.>
9 von etwas od. jmdm. ~ etwas od. jmdn. aufgeben, verlassen; er kann von seiner Spielleidenschaft nicht ~; er kann von ihr nicht ~
III <V.refl.; veraltet; in der Wendung> sie wusste sich vor Freude nicht zu ~ sie wusste nicht, was sie vor Freude tun sollte; [<ahd. lazzan, engl. let, got. letan <germ. *let- <*led-, *lad- <idg. *le(i)d- „matt, schlaff werden, nachlassen“; verwandt mit lässig, lasch, Gelass]
['las·sen]
[lassens, lasse, lässt, läßt, lassen, lasst, laßt, ließ, ließt, ließest, ließen, lassest, lasset, ließe, ließet, lass, laß, gelassen, lassend]