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leben  

Le|ben, das; -s, - [mhd. leben, ahd. lebēn, urspr. subst. Inf.]:

1.<Pl. selten> das Lebendigsein, Existieren: organisches, irdisches L.; L. und Tod; das keimende, werdende L.; in ihm ist kein L. mehr; das L. ist vergänglich; das nackte L. (die bloße Existenz) retten; das L. verlieren (sterben); jmdm. das L. retten; die L. spendende (geh.; zu leben ermöglichende) Sonne; die L. zerstörende (geh.; das Leben vernichtende) Atombombe; sein L. wagen, für etw. einsetzen, aufs Spiel setzen, hingeben; viele mussten im Krieg ihr L. lassen (sind im Krieg umgekommen); die Entstehung, Erhaltung, Bedrohung, Zerstörung des -s; sich das L. nehmen (sich selbst töten); des -s müde, überdrüssig sein; seines -s nicht sicher sein; am L. sein, bleiben; trotz seines Leidens hängt er am L. (will er noch nicht sterben); der Arzt konnte den Bewusstlosen nicht mehr ins L. zurückrufen; man fürchtete für sein L.; sie hat mit dem L. abgeschlossen (ist bereit zu sterben); sie haben mit dem L. gespielt, haben ihren Leichtsinn mit dem L. bezahlen müssen; (Rel.:) Gott, der Herr über L. und Tod; er rannte um sein L.; um jmds. L. bangen, kämpfen; durch einen Unfall ums L. kommen (umkommen); zwischen Tod und L. schweben; die Show hatte kein L.; einen Vertrag mit L. erfüllen;

*das ewige L. (christl. Rel.; das Leben in der Ewigkeit); einem Kind das L. schenken (geh.; ein Kind gebären); sein L. teuer verkaufen (in einem Kampf erst nach erbitterter Gegenwehr schließlich unterliegen u. getötet werden); sein L. aushauchen (geh., verhüllend; sterben; 1Geist 1 a ); seines -s nicht mehr froh werden (immer wieder neue Sorgen, Probleme haben u. nicht zur Ruhe kommen); seinem L. ein Ende machen/setzen (verhüll.; sich selbst töten); ein Kampf o. Ä. auf L. und Tod (ein Kampf o. Ä., bei dem einer der Kontrahenten den Tod finden kann od. wird); etw. für sein L. gern tun (etw. sehr gern tun); [freiwillig] aus dem L. scheiden (sich selbst töten); etw. ins L. rufen (etw. gründen); mit dem L. davonkommen (aus einer großen Gefahr gerettet werden; nach 2. Makk. 3, 38); jmdm. nach dem L. trachten (jmdn. umbringen wollen); wie das blühende L. aussehen (ugs.; sehr gesund aussehen).


2.<Pl. selten> a)Dauer, Verlauf des Lebens, (1), der Existenz, des Daseins: ein kurzes, langes L.; L. und Werk eines Künstlers; ein [ganzes] L. lang; sein L. genießen; seinem L. ein Ziel geben; der Sinn des -s; sich des -s freuen; die schwersten Stunden seines -s; sie hat das Geschäft ihres -s (das beste Geschäft, das sie je im Leben abwickeln kann) gemacht; auf ein erfülltes L. zurückblicken;

*jmdm. das L. sauer machen (jmdm. immer wieder Schwierigkeiten, Unannehmlichkeiten bereiten; nach 2. Mos. 1, 14); sich durchs L. schlagen (sich mühsam im Daseinskampf behaupten); nie im L. /im L. nicht (ugs.; niemals, unter keinen Umständen);

b)Art zu leben, Lebensweise: ein einfaches, einsames, ruhiges, geordnetes, geregeltes, unstetes, liederliches, üppiges, arbeitsreiches L.; das L. als Artist ist hart; das L. in der Großstadt, auf dem Land; ein L. in Wohlstand, Zufriedenheit; das L. eines Einsiedlers führen; sein L. ändern; du machst dir das L. bequem, etwas zu leicht; ein neues L. anfangen, beginnen (neue, gute Vorsätze fassen; seinen Lebenswandel ändern);

R was soll das schlechte L. nützen? (man soll es sich lieber möglichst angenehm machen);


*das süße L. (Leben im Luxus, ohne arbeiten zu müssen; ital. la dolce vita);

c)Lebensinhalt: der Sport war für sie das L.



3.<o. Pl.> a)der Alltag, die Wirklichkeit, in der sich das Leben abspielt; die Gesamtheit der Lebensformen: das L. ist hart; diese Geschichte ist aus dem L. gegriffen; diese Geschichte hat das L. geschrieben; das L. meistern; für das L. lernen; etwas nach dem L. malen, schreiben; dem L. die guten Seiten abgewinnen;

R wie das L. so spielt (ugs. scherzh.; man muss sich mit allem abfinden);


b)Gesamtheit der Vorgänge, das Geschehen innerhalb eines Bereichs: das gesellschaftliche, wirtschaftliche, künstlerische, geistige L. einer Stadt; im öffentlichen L. stehen.



4.<o. Pl.> Betriebsamkeit, lebhaftes Treiben: das L. auf den Straßen; auf dem Markt herrscht reges L.; nachts ist in der Innenstadt alles L. ausgestorben; die Kinder haben L. ins Haus gebracht.
le|ben <sw. V.; hat> [mhd. leben, ahd. lebēn, eigtl. wohl = übrig bleiben (im Sinne von: überleben nach einem Kampf); 3: wohl unter Einfluss von engl. to live]:

1.a)am Leben, lebendig sein; nicht tot sein: seine Großeltern leben noch; als der Arzt eintraf, lebte der Verunglückte schon nicht mehr; lebt er?; das Kind hat nur wenige Stunden gelebt; sie wollte nicht mehr länger l.; ohne dich kann ich nicht l.; nicht mehr lange zu l. haben; lass das Tier doch l. (töte es nicht)!; nicht l. und nicht sterben können (sich sehr krank u. elend fühlen); lebst du noch?; es stimmt, so wahr ich lebe; <1. Part.:> die noch lebenden Nachkommen; lebend gebärende (Zool.; lebende Junge zur Welt bringende) Tiere; lebendes Inventar (Rechtsspr.; Viehbestand); bring mir den Mörder meines Sohnes, tot oder lebend!; <subst.:> die Lebenden und die Toten; die Bilder dieser Künstlerin leben (wirken lebendig); in den Menschen lebt die Hoffnung (sie hoffen) auf eine bessere Welt; lebende Sprachen (Sprachen, die in der Gegenwart gesprochen werden);

*es von den Lebenden nehmen (ugs.; sehr hohe, überhöhte Preise fordern); jmd., etw. lebe! (Wunschformel): es lebe die Freiheit!;

b)auf der Welt sein, (als Lebewesen) da sein, existieren: wie viele Menschen leben auf der Erde?; Luther lebte im 16. Jahrhundert; »Wie geht es dir?« - »Man lebt!« (ugs.; es geht mir nicht gut, aber auch nicht übermäßig schlecht); er weiß zu l. (das Leben zu genießen); die lebenden (heutigen) Generationen;

R l. und l. lassen (man sollte jedem wie sich selbst seine eigene Existenz u. Lebensart zugestehen); man lebt nur einmal (Aufforderung, eine günstige Gelegenheit zu nutzen);


c)fortbestehen, weiterleben: der Künstler lebt in seinen Werken; sein Andenken lebt in uns; der Name dieses Mannes wird für alle Zeiten l.



2.sein Leben in bestimmter Weise verbringen: gut, anständig, enthaltsam, flott, bürgerlich, armselig l.; leb[e] wohl! (veraltend; formelhafter Abschiedsgruß); er lebt wie ein Fürst; hier lebt es sich gut; sie lebt von ihrem Mann getrennt; im Wohlstand, in glücklicher Ehe, in Scheidung l.; er lebt in dem Wahn, dauernd verfolgt zu werden; damit kann ich l. (das ist für mich [noch] akzeptabel); damit musst du l. (musst du dich abfinden); Wölfe leben in Rudeln; allein, mit seinen Freunden, mit einer Frau l.; nach seinem Glauben l.; er hat über seine Verhältnisse gelebt (einen Lebensstil geführt, der seine finanziellen Möglichkeiten übersteigt); sie lebten unter falschem Namen.


3.a)wohnen, seinen Wohnsitz haben: er lebt in Hamburg; sie hatten lange im Ausland gelebt; auf dem Lande, in der Großstadt l.; er lebt in einer anderen Welt (ist ein Träumer);

b)seinen Lebensraum haben: Affen leben auf Bäumen; auf dem Land, im Wasser lebende Tiere.



4.a)sich von etw. ernähren: gesund, fleischlos, Diät l.; die Gefangenen mussten von Wasser und Brot l.; der Mensch lebt nicht vom Brot allein (hat nicht nur materielle Bedürfnisse; Matth. 4, 4);

b)seinen Lebensunterhalt von etw. bestreiten: von seiner Hände Arbeit l.; von diesem Gehalt kann man nicht l.; von der Wohlfahrt, von jmds. Gnade und Barmherzigkeit l.; er lebt von seinen Eltern (seine Eltern kommen für seinen Lebensunterhalt auf);

R <subst.:> das ist zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.




5.a)<mit einem Subst. des gleichen Stammes als Obj.> verbringen, zubringen: ein glückliches, erfülltes Leben l.; er lebt sein eigenes Leben;

b)durchleben, vorleben, im Leben praktizieren: Demokratie, eine Weltanschauung, seinen Glauben l.



6.sich in einem bestimmten Verhältnis befinden: mit jmdm. im/in Frieden, im/in Streit, in einem nachbarlichen Verhältnis l.


7.sich einer Sache widmen, hingeben: ganz seiner Familie/für seine Familie l.; er lebt nur seiner Musik, für eine Idee.
Leben  

Le|bendas; -s, -
- mein Leben lang; das süße Leben, das ewige Leben
- wie das blühende Leben aussehen (ugs. für sehr gesund aussehen)
- Leben spendende od. lebenspendende Kraft der Sonne; eine Leben zerstörende od. lebenzerstörende Strahlung Vgl. aber lebensbedrohend, lebensbejahend usw.
leben  


1. Bestehen, Existenz; (geh.): Dasein; (Philos.): Sein.

2. a) Biografie, Lebensdauer, Lebensgeschichte, Lebenslauf, Lebenstage, Lebensweg, Lebenszeit, Werdegang; (geh.): Lebensbahn; (bildungsspr.): Vita; (dichter.): Erdenleben, Lebensreise.

b) Lebensart, Lebensform, Lebensführung, Lebensgestaltung, Lebensstil, Lebenswandel, Lebensweise; (geh.): Daseinsform, Daseinsweise.

3. Praxis, Realität, Wirklichkeit.

4. Aktivität, Betriebsamkeit, Geschäftigkeit, lebhaftes Treiben, reger Verkehr, Trubel, Wirbel; (geh.): Regsamkeit; (ugs.): Betrieb.

[Leben]
[Lebens, lebe, lebst, lebt, lebte, lebtest, lebten, lebtet, lebest, lebet, leb, gelebt, lebend]
1. a) am Leben sein, lebendig sein, nicht tot sein; (verhüll.): unter den Lebenden sein/weilen.

b) auf der Welt sein, da sein, existieren, geben, [vorhanden] sein.

c) bleiben, sich erhalten, fortbestehen, fortdauern, fortleben, überdauern, überleben, weiterbestehen, weiterleben, weiterwirken; (geh.): fortwirken.

2. ein Leben führen/haben, sein Leben verbringen; (geh.): ein Dasein führen.

3. angesiedelt/ansässig sein, sich aufhalten, beheimatet sein, registriert sein, seinen Wohnsitz haben, sitzen, wohnen, zu Hause sein; (geh., dichter.): behaust sein; (bildungsspr.): residieren; (ugs.): sich häuslich niederlassen; (ugs., oft scherzh.): hausen; (bes. südd., österr., schweiz.): daheim sein; (veraltet): einsitzen; (Amtsspr.): wohnhaft sein.

4. a) sich ernähren, essen, zu sich nehmen; (geh.): sich nähren.

b) sich erhalten, seinen Lebensunterhalt bestreiten.

5. aufgehen, Erfüllung finden, sich hingeben, sich verschreiben, sich widmen.

[leben]
[Lebens, lebe, lebst, lebt, lebte, lebtest, lebten, lebtet, lebest, lebet, leb, gelebt, lebend]
leben  

Le|ben, das; -s, - [mhd. leben, ahd. lebēn, urspr. subst. Inf.]:

1.<Pl. selten> das Lebendigsein, Existieren: organisches, irdisches L.; L. und Tod; das keimende, werdende L.; in ihm ist kein L. mehr; das L. ist vergänglich; das nackte L. (die bloße Existenz) retten; das L. verlieren (sterben); jmdm. das L. retten; die L. spendende (geh.; zu leben ermöglichende) Sonne; die L. zerstörende (geh.; das Leben vernichtende) Atombombe; sein L. wagen, für etw. einsetzen, aufs Spiel setzen, hingeben; viele mussten im Krieg ihr L. lassen (sind im Krieg umgekommen); die Entstehung, Erhaltung, Bedrohung, Zerstörung des -s; sich das L. nehmen (sich selbst töten); des -s müde, überdrüssig sein; seines -s nicht sicher sein; am L. sein, bleiben; trotz seines Leidens hängt er am L. (will er noch nicht sterben); der Arzt konnte den Bewusstlosen nicht mehr ins L. zurückrufen; man fürchtete für sein L.; sie hat mit dem L. abgeschlossen (ist bereit zu sterben); sie haben mit dem L. gespielt, haben ihren Leichtsinn mit dem L. bezahlen müssen; (Rel.:) Gott, der Herr über L. und Tod; er rannte um sein L.; um jmds. L. bangen, kämpfen; durch einen Unfall ums L. kommen (umkommen); zwischen Tod und L. schweben; die Show hatte kein L.; einen Vertrag mit L. erfüllen;

*das ewige L. (christl. Rel.; das Leben in der Ewigkeit); einem Kind das L. schenken (geh.; ein Kind gebären); sein L. teuer verkaufen (in einem Kampf erst nach erbitterter Gegenwehr schließlich unterliegen u. getötet werden); sein L. aushauchen (geh., verhüllend; sterben;
1Geist 1 a); seines -s nicht mehr froh werden (immer wieder neue Sorgen, Probleme haben u. nicht zur Ruhe kommen); seinem L. ein Ende machen/setzen (verhüll.; sich selbst töten); ein Kampf o. Ä. auf L. und Tod (ein Kampf o. Ä., bei dem einer der Kontrahenten den Tod finden kann od. wird); etw. für sein L. gern tun (etw. sehr gern tun); [freiwillig] aus dem L. scheiden (sich selbst töten); etw. ins L. rufen (etw. gründen); mit dem L. davonkommen (aus einer großen Gefahr gerettet werden; nach 2. Makk. 3, 38); jmdm. nach dem L. trachten (jmdn. umbringen wollen); wie das blühende L. aussehen (ugs.; sehr gesund aussehen).


2.<Pl. selten>
a)Dauer, Verlauf des Lebens, (1)der Existenz, des Daseins: ein kurzes, langes L.; L. und Werk eines Künstlers; ein [ganzes] L. lang; sein L. genießen; seinem L. ein Ziel geben; der Sinn des -s; sich des -s freuen; die schwersten Stunden seines -s; sie hat das Geschäft ihres -s (das beste Geschäft, das sie je im Leben abwickeln kann) gemacht; auf ein erfülltes L. zurückblicken;

*jmdm. das L. sauer machen (jmdm. immer wieder Schwierigkeiten, Unannehmlichkeiten bereiten; nach 2. Mos. 1, 14); sich durchs L. schlagen (sich mühsam im Daseinskampf behaupten); nie im L. /im L. nicht (ugs.; niemals, unter keinen Umständen);

b)Art zu leben, Lebensweise: ein einfaches, einsames, ruhiges, geordnetes, geregeltes, unstetes, liederliches, üppiges, arbeitsreiches L.; das L. als Artist ist hart; das L. in der Großstadt, auf dem Land; ein L. in Wohlstand, Zufriedenheit; das L. eines Einsiedlers führen; sein L. ändern; du machst dir das L. bequem, etwas zu leicht; ein neues L. anfangen, beginnen (neue, gute Vorsätze fassen; seinen Lebenswandel ändern);

Rwas soll das schlechte L. nützen? (man soll es sich lieber möglichst angenehm machen);


*das süße L. (Leben im Luxus, ohne arbeiten zu müssen; ital. la dolce vita);

c)Lebensinhalt: der Sport war für sie das L.



3.<o. Pl.>
a)der Alltag, die Wirklichkeit, in der sich das Leben abspielt; die Gesamtheit der Lebensformen: das L. ist hart; diese Geschichte ist aus dem L. gegriffen; diese Geschichte hat das L. geschrieben; das L. meistern; für das L. lernen; etwas nach dem L. malen, schreiben; dem L. die guten Seiten abgewinnen;

Rwie das L. so spielt (ugs. scherzh.; man muss sich mit allem abfinden);


b)Gesamtheit der Vorgänge, das Geschehen innerhalb eines Bereichs: das gesellschaftliche, wirtschaftliche, künstlerische, geistige L. einer Stadt; im öffentlichen L. stehen.



4.<o. Pl.> Betriebsamkeit, lebhaftes Treiben: das L. auf den Straßen; auf dem Markt herrscht reges L.; nachts ist in der Innenstadt alles L. ausgestorben; die Kinder haben L. ins Haus gebracht.
le|ben <sw. V.; hat> [mhd. leben, ahd. lebēn, eigtl. wohl = übrig bleiben (im Sinne von: überleben nach einem Kampf); 3: wohl unter Einfluss von engl. to live]:

1.
a)am Leben, lebendig sein; nicht tot sein: seine Großeltern leben noch; als der Arzt eintraf, lebte der Verunglückte schon nicht mehr; lebt er?; das Kind hat nur wenige Stunden gelebt; sie wollte nicht mehr länger l.; ohne dich kann ich nicht l.; nicht mehr lange zu l. haben; lass das Tier doch l. (töte es nicht)!; nicht l. und nicht sterben können (sich sehr krank u. elend fühlen); lebst du noch?; es stimmt, so wahr ich lebe; <1. Part.:> die noch lebenden Nachkommen; lebend gebärende (Zool.; lebende Junge zur Welt bringende) Tiere; lebendes Inventar (Rechtsspr.; Viehbestand); bring mir den Mörder meines Sohnes, tot oder lebend!; <subst.:> die Lebenden und die Toten; die Bilder dieser Künstlerin leben (wirken lebendig); in den Menschen lebt die Hoffnung (sie hoffen) auf eine bessere Welt; lebende Sprachen (Sprachen, die in der Gegenwart gesprochen werden);

*es von den Lebenden nehmen (ugs.; sehr hohe, überhöhte Preise fordern); jmd., etw. lebe! (Wunschformel): es lebe die Freiheit!;

b)auf der Welt sein, (als Lebewesen) da sein, existieren: wie viele Menschen leben auf der Erde?; Luther lebte im 16. Jahrhundert; »Wie geht es dir?« - »Man lebt!« (ugs.; es geht mir nicht gut, aber auch nicht übermäßig schlecht); er weiß zu l. (das Leben zu genießen); die lebenden (heutigen) Generationen;

Rl. und l. lassen (man sollte jedem wie sich selbst seine eigene Existenz u. Lebensart zugestehen); man lebt nur einmal (Aufforderung, eine günstige Gelegenheit zu nutzen);


c)fortbestehen, weiterleben: der Künstler lebt in seinen Werken; sein Andenken lebt in uns; der Name dieses Mannes wird für alle Zeiten l.



2.sein Leben in bestimmter Weise verbringen: gut, anständig, enthaltsam, flott, bürgerlich, armselig l.; leb[e] wohl! (veraltend; formelhafter Abschiedsgruß); er lebt wie ein Fürst; hier lebt es sich gut; sie lebt von ihrem Mann getrennt; im Wohlstand, in glücklicher Ehe, in Scheidung l.; er lebt in dem Wahn, dauernd verfolgt zu werden; damit kann ich l. (das ist für mich [noch] akzeptabel); damit musst du l. (musst du dich abfinden); Wölfe leben in Rudeln; allein, mit seinen Freunden, mit einer Frau l.; nach seinem Glauben l.; er hat über seine Verhältnisse gelebt (einen Lebensstil geführt, der seine finanziellen Möglichkeiten übersteigt); sie lebten unter falschem Namen.


3.
a)wohnen, seinen Wohnsitz haben: er lebt in Hamburg; sie hatten lange im Ausland gelebt; auf dem Lande, in der Großstadt l.; er lebt in einer anderen Welt (ist ein Träumer);

b)seinen Lebensraum haben: Affen leben auf Bäumen; auf dem Land, im Wasser lebende Tiere.



4.
a)sich von etw. ernähren: gesund, fleischlos, Diät l.; die Gefangenen mussten von Wasser und Brot l.; der Mensch lebt nicht vom Brot allein (hat nicht nur materielle Bedürfnisse; Matth. 4, 4);

b)seinen Lebensunterhalt von etw. bestreiten: von seiner Hände Arbeit l.; von diesem Gehalt kann man nicht l.; von der Wohlfahrt, von jmds. Gnade und Barmherzigkeit l.; er lebt von seinen Eltern (seine Eltern kommen für seinen Lebensunterhalt auf);

R<subst.:> das ist zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.




5.
a)<mit einem Subst. des gleichen Stammes als Obj.> verbringen, zubringen: ein glückliches, erfülltes Leben l.; er lebt sein eigenes Leben;

b)durchleben, vorleben, im Leben praktizieren: Demokratie, eine Weltanschauung, seinen Glauben l.



6.sich in einem bestimmten Verhältnis befinden: mit jmdm. im/in Frieden, im/in Streit, in einem nachbarlichen Verhältnis l.


7.sich einer Sache widmen, hingeben: ganz seiner Familie/für seine Familie l.; er lebt nur seiner Musik, für eine Idee.
leben  

[sw.V.; hat] [mhd. leben, ahd. leben, eigtl. wohl = übrig bleiben (im Sinne von: überleben nach einem Kampf); 3: wohl unter Einfluss von engl. to live]: 1. a) am Leben, lebendig sein; nicht tot sein: seine Großeltern leben noch; als der Arzt eintraf, lebte der Verunglückte schon nicht mehr; lebt er?; das Kind hat nur wenige Stunden gelebt; ohne dich kann ich nicht l.; nicht mehr lange zu l. haben; sie wollte nicht mehr länger l.; lass das Tier doch l. (töte es nicht)!; nicht l. und nicht sterben können (sich sehr krank u. elend fühlen); lebst du noch? (ugs. scherzh. zu jmdm., der sehr lange nichts von sich hören ließ); es stimmt, so wahr ich lebe (ugs. Beteuerungsformel); [1.Part.:] die noch lebenden Nachkommen; lebend gebärende (Zool.; lebende Junge zur Welt bringende) Tiere; lebendes Inventar (Rechtsspr.; Viehbestand); bring mir den Mörder meines Sohnes, tot oder lebend!; [subst.:] die Lebenden und die Toten; Ü die Bilder dieser Künstlerin leben (wirken lebendig); in den Menschen lebt die Hoffnung (sie hoffen) auf eine bessere Welt; lebende Sprachen (Sprachen, die in der Gegenwart gesprochen werden); *es von den Lebenden nehmen (ugs.; sehr hohe, überhöhte Preise fordern); jmd., etw. lebe! (Wunschformel): es lebe die Freiheit!; lang lebe der König!; b) auf der Welt sein, (als Lebewesen) da sein, existieren: wie viele Menschen leben auf der Erde?; Luther lebte im 16.Jahrhundert; ?Wie geht es dir?? ?Man lebt!? (ugs.; es geht mir nicht gut, aber auch nicht übermäßig schlecht); er weiß zu l. (das Leben zu genießen); die lebenden (heutigen) Generationen; R l. und l. lassen (man sollte jedem wie sich selbst seine eigene Existenz u. Lebensart zugestehen); man lebt nur einmal (Aufforderung, eine günstige Gelegenheit zu nutzen); c) fortbestehen, weiterleben: der Künstler lebt in seinen Werken; sein Andenken lebt in uns; der Name dieses Mannes wird für alle Zeiten l. 2. sein Leben in bestimmter Weise verbringen: gut, anständig, enthaltsam, flott, bürgerlich, armselig l.; leb[e] wohl! (veraltend; formelhafter Abschiedsgruß); er lebt wie ein Fürst; hier lebt es sich gut; wie Gott in Frankreich (ugs.; im Überfluss) leben; im Wohlstand, in glücklicher Ehe, in Scheidung l.; er lebt in dem Wahn, dauernd verfolgt zu werden; damit kann ich l. (das ist für mich [noch] akzeptabel); damit musst du l. (musst du dich abfinden); Wölfe leben in Rudeln; allein, mit seinen Freunden, mit einer Frau l.; nach seinem Glauben l.; sie lebt von ihrem Mann getrennt; er hat über seine Verhältnisse gelebt (einen Lebensstil geführt, der seine finanziellen Möglichkeiten übersteigt); sie lebten unter falschem Namen. 3. a) wohnen, seinen Wohnsitz haben: er lebt in Hamburg; sie hatten lange im Ausland gelebt; auf dem Lande, in der Großstadt l.; Ü er lebt in einer anderen Welt (ist ein Träumer); b) seinen Lebensraum haben: Affen leben auf Bäumen; auf dem Land, im Wasser lebende Tiere. 4. a) sich von etw. ernähren: gesund, fleischlos, Diät l.; die Gefangenen mussten von Wasser und Brot l.; Spr der Mensch lebt nicht vom Brot allein (hat nicht nur materielle Bedürfnisse; Matth.4,4); b) seinen Lebensunterhalt von etw. bestreiten: von seiner Hände Arbeit l.; von diesem Gehalt kann man nicht l.; von der Wohlfahrt, von jmds. Gnade und Barmherzigkeit l.; er lebt von seinen Eltern (seine Eltern kommen für seinen Lebensunterhalt auf); [subst.:] R das ist zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. 5. a) [mit einem Subst. des gleichen Stammes als Obj.] verbringen, zubringen: ein glückliches, erfülltes Leben l.; er lebt sein eigenes Leben; b) durchleben, vorleben, im Leben praktizieren: Demokratie, eine Weltanschauung, seinen Glauben l. 6. sich in einem bestimmten Verhältnis befinden: mit jmdm. im/in Frieden, im/in Streit, in einem nachbarlichen Verhältnis l. 7. sich einer Sache widmen, hingeben: ganz seiner Familie/für seine Familie l.; er lebt nur seiner Musik, für eine Idee.
leben  

existieren, leben
[existieren]
leben  

n.
<n. 14>
1 Daseinsform von Menschen, Tieren, Pflanzen; Zeit des Daseins, Lebensdauer (eines Lebewesens); Lebenskraft, Unternehmungsgeist; Wirken, Wirksamkeit; Treiben, Geschäftigkeit; Lebensweise; Wirklichkeit
2 ;der Ernst des ~s; Frühling des ~s <fig.> Jugend; Geld oder ~! Geld oder ich schieße!; das ~ Goethes, Schillers; Herbst des ~s <fig.> beginnendes Alter; das ~ der Insekten; Gefahr für Leib und ~; er verbrachte den Rest seines ~s in Berlin; die Schule des ~s; das ~ des Seemanns, des Indianers; das ~ und Treiben auf den Straßen; erzähl mir von deinem ~ und Treiben
3 ;hier möchte ich mein ~ beschließen; sein ~ (für jmdn.) einsetzen sich in Lebensgefahr begeben; sich seines ~s freuen; sein ~ mit Stundengeben fristen; sein ~ hängt an einem (seidenen) Faden er ist todkrank, er schwebt in Lebensgefahr; sein ~ (für jmdn. od. eine Sache) hingeben; und koste es mein ~! und wenn ich sterben muss!; sein ~ (für jmdn. od. eine Sache) lassen sterben; eine dem ~ nacherzählte Geschichte; sich das ~ nehmen Selbstmord begehen; einem Kind das ~ schenken ein K. gebären; einem Verurteilten das ~ schenken einen V. begnadigen; sein: so ist das ~!; sein ~ war Arbeit, Pflicht und Aufopferung; in ihm ist noch so viel ~; sein ~ teuer verkaufen <fig.> sich im Kampf heftig wehren; sein ~ einer Idee, einer Sache weihen, widmen; sein ~ mit wissenschaftl. Studien o.Ä. zubringen
4 ;ein behagliches, beschauliches, geruhsames, kümmerliches, stilles, zurückgezogenes ~ führen; wenn ich das tue, werde ich meines ~s nicht mehr froh; das geistige, gesellschaftliche, kulturelle, politische, wirtschaftliche ~ einer Stadt, einer Zeit; ein neues ~ anfangen <fig.> neue, gute Vorsätze fürs Leben fassen, sein Leben ändern; du bist hier deines ~s nicht sicher; er steckt (noch) voller ~
5 am ~ bleiben nicht sterben; er ist noch am ~ er lebt noch; er ist nicht mehr am ~ er ist tot; es geht auf ~ und Tod es geht um das Leben, es ist lebensgefährlich; der Stoff dieses Romans ist aus dem ~ gegriffen; sich durchs ~ schlagen mit einiger Mühe u. unregelmäßig seinen Lebensunterhalt verdienen; das tue ich für mein ~ gern sehr gern; das ~ hinter sich haben alt sein; im (wirklichen) ~ ist es ganz anders (als im Märchen, Roman, Film); nie im ~! <umg.> niemals, auf gar keinen Fall; das ~ in den Straßen; ~ in eine Gruppe, einen Betrieb bringen Schwung, Lebendigkeit; eine Sache ins ~ rufen mit einer S. beginnen, etwas gründen, einrichten; ins ~ treten sich als junger Mensch selbständig bewähren; jmdn. ins ~ zurückbringen, zurückrufen ihn aus Bewusstlosigkeit erwecken; er ist mit dem ~ davongekommen nach Todesgefahr am Leben geblieben; jmdm. nach dem ~ trachten jmdn. töten wollen; das ~ nach dem Tode; jmdn. ums ~ bringen jmdn. töten; ums ~ kommen tödlich verunglücken; jmdn. vom ~ zum Tode bringen jmdn. hinrichten; zwischen ~ und Tod schweben in Todesgefahr, <bes.>; todkrank sein
['Le·ben]
[Lebens, Lebe, Lebst, Lebt, Leben, Lebte, Lebtest, Lebten, Lebtet, Lebest, Lebet, Leb, geLebt, Lebend]n.
<V.; hat>
I <V.i.>
1 am Leben sein, sein Leben verbringen, sein Leben führen; ständig wohnen; <fig.> unvergessen sein, dauern; er lebe hoch! (Trinkspruch); er lebt nicht mehr er ist tot; so wahr ich lebe! (Beteuerung der Wahrheit);
2 ;sein Andenken, sein Name lebt noch immer (unter seinen Freunden); das Kind hat nur zwei Tage gelebt; seiner Arbeit ~ sich ganz seiner A. widmen; seiner Gesundheit ~ streng auf seine G. achten;
3 (nicht) genug zu ~ haben einen (nicht) ausreichenden Lebensunterhalt haben; er hat nicht mehr lange zu ~ er ist todkrank, er wird bald sterben; jmdn. ~ lassen jmdn. nicht töten; <fig.> hochleben lassen, einen Trinkspruch auf jmdn. ausbringen; ~ und ~ lassen sein eigenes Leben führen, wie es einem gefällt, und auch den anderen nicht in ihre Lebensweise hineinreden; das Bild scheint zu ~ ist lebensecht gemalt;
4 behaglich ~ sich das Leben bequem machen; bescheiden, kärglich, kümmerlich ~; enthaltsam, gesund, vegetarisch ~; getrennt ~ (Ehepaar); gut ~ gut essen u. trinken; herrlich und in Freuden ~; leb wohl, ~ Sie wohl! (Abschiedsgruß);
5 ;allein ~; er lebt bei seinen Eltern; er lebt nur für andere er setzt sich ständig für andere ein, hilft anderen; für seine Kinder ~ er widmet sich ganz seinen K.; in Bochum, in Amerika ~; in der Stadt, auf dem Lande ~; im Wasser, auf Bäumen ~ (Tiere); als der Arzt kam, lebte sie noch; lebst du denn noch? <umg.; scherzh.> (Frage, wenn jmd. nach langer Zeit wieder einmal kommt); über seine Verhältnisse ~ mehr Geld ausgeben als man eigentlich dürfte; von Brot, Milch und Eiern ~ sich von Brot usw. ernähren; er lebt (nur) von seiner Rente; er lebt von seinem Sohn sein Sohn sorgt für seinen Lebensunterhalt;
6 ;bringt mir den Flüchtling ~d oder tot; die Lebenden und die Toten; ~de Bilder von Personen dargestellte B.; ~des Inventar Viehbestand; ein noch ~der Schriftsteller; es gab keine ~de Seele mehr auf den Straßen alles war leer von Menschen; ~de Sprachen S., die noch gesprochen werden; Ggs tote Sprachen; kein ~des Wesen war zu sehen; er weilt nicht mehr unter den Lebenden
II <V.refl.>
7 hier lebt es sich gut, angenehm, schön hier kann man gut usw. leben;
III <V.t.; nur in bestimmten Wendungen>
8 ;er lebt ein behagliches, trauriges Leben; jeder muss sein eigenes Leben ~ sein Leben so einrichten, wie es ihm entspricht; [<ahd. leben, engl. live, got. liban <vorgerm. *leip <idg. *lip- „leben, verharren, beharren“; verwandt mit bleiben, Leber, Leib]
['le·ben]
[lebens, lebe, lebst, lebt, leben, lebte, lebtest, lebten, lebtet, lebest, lebet, leb, gelebt, lebend]