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leiden  

Lei|den, das; -s, - [mhd. līden, subst. Inf.]:

1.Gebrechen, Krankheit, mit der jmd. über längere Zeit od. dauernd behaftet ist: ein erbliches, chronisches, unheilbares L.; sein L. ist organisch, hat psychische Ursachen; ein altes L. machte sich wieder bemerkbar, macht ihm zu schaffen; er starb nach langem, schwerem L.


2.<meist Pl.> das Erleben von Leid: die namenlosen L. der Menschen im Krieg; die Freuden und L. des Lebens; das L. Christi; er sieht aus wie das L. Christi (ugs.; sieht sehr elend aus).
lei|den <unr. V.; hat> [mhd. līden, ahd. līdan, wohl rückgeb. aus: irlīdan = erfahren, durchmachen; urspr. = gehen, fahren, reisen, später an das nicht verwandte ↑ Leid angeschlossen]:

1.a)einen Zustand von schwerer Krankheit, Schmerzen, seelischem Leiden o. Ä. auszuhalten, zu ertragen, zu erdulden haben: er hatte schwer, unmenschlich, lange zu l.; er musste nicht lange l. (starb eines schnellen Todes); sie hat in ihrem Leben viel gelitten (viel Schweres durchgemacht);

b)(an einer bestimmten Krankheit, einem bestimmten Leiden) erkrankt sein: an Rheuma, an Bronchitis l.; sie leidet an einem hartnäckigen Ekzem, unter ständigen Kopfschmerzen;

c)(durch etw., jmdn.) körperlich od. seelisch stark beeinträchtigt werden; (etw., jmdn.) als schwer erträglich empfinden: er litt an, unter dem Gefühl der Unsicherheit; sie leidet sehr unter seiner Unzuverlässigkeit, unter ihrer Einsamkeit, unter ihrem Chef;

d)(durch etw.) Schaden nehmen: die Bäume haben durch den Frost gelitten; seine Gesundheit leidet durch die/unter den Strapazen.



2.<verblasst> von etw. (Negativem) betroffen sein: Mangel, [großen] Hunger, Not, Schaden, Ängste, Pein, Höllenqualen l.


3.a)(in Verbindung mit »können« od. »mögen«)gern haben; als sympathisch, angenehm o. ä. empfinden: jmdn. [gut, nicht] l. können; jmdn. [gerne] l. mögen; das Kleid mag ich nicht l.; etw. nicht l. können (etw. unerträglich o. ä. finden); er kann [es] nicht l., wenn man ihn stört;

b)dulden, hinnehmen: er konnte niemanden um sich l. (er ertrug niemandes Nähe); er litt (duldete) das Tier nicht in seinem Haus; <im 2. Part. in Verbindung mit »sein«> er ist hier gelitten (man erträgt ihn, nimmt ihn hin), aber nicht gerade geliebt; nicht sehr gelitten sein; er ist überall, bei seinen Vorgesetzten gut gelitten (ist beliebt); sie waren dort nur gelitten (sie waren nicht sehr beliebt).



4.a) (von Sachverhalten o. Ä.) zulassen, erlauben (meist verneint): der Plan leidet keinen Aufschub;

b)<unpers., meist verneint> (veraltend) es an einem bestimmten Ort aushalten: ich leide es hier nicht länger.

Leiden  

Lei|den, das; -s, - (Krankheit)

Lei|den [niederl. 'lεidə] (niederl. Stadt)
leiden  


1. Beschwerden, Erkrankung, Krankheit, Schmerzen, Störung; (geh.): Gebrechen; (meist geh.): Übel; (ugs.): Wehwehchen; (ugs. scherzh.): Zipperlein; (bildungsspr. veraltend): Molesten; (schweiz., sonst veraltet): Gebresten.

2. Bedrückung, Elend, Leid, Martyrium, Qual; (geh.): Bitternis, Drangsal; (veraltet): Tribulation; (christl. Rel.): Passion.

[Leiden]
[Leidens, leide, leidest, leidet, litt, littest, litten, littet, litte, leid, gelitten, leidend]
1. a) sich quälen, Schmerzen erdulden/erleiden.

b) erkrankt sein; (ugs.): durchmachen, herumlaborieren, sich [herum]plagen, sich herumquälen, laborieren.

c) am Boden sein, kränkeln; (geh.): daniederliegen, Schaden nehmen.

2. sich abfinden, akzeptieren, aushalten, dulden, ertragen, hinnehmen, verkraften; (bildungsspr.): tolerieren.

[leiden]
[Leidens, leide, leidest, leidet, litt, littest, litten, littet, litte, leid, gelitten, leidend]
leiden  

Lei|den, das; -s, - [mhd. līden, subst. Inf.]:

1.Gebrechen, Krankheit, mit der jmd. über längere Zeit od. dauernd behaftet ist: ein erbliches, chronisches, unheilbares L.; sein L. ist organisch, hat psychische Ursachen; ein altes L. machte sich wieder bemerkbar, macht ihm zu schaffen; er starb nach langem, schwerem L.


2.<meist Pl.> das Erleben von Leid: die namenlosen L. der Menschen im Krieg; die Freuden und L. des Lebens; das L. Christi; er sieht aus wie das L. Christi (ugs.; sieht sehr elend aus).
lei|den <unr. V.; hat> [mhd. līden, ahd. līdan, wohl rückgeb. aus: irlīdan = erfahren, durchmachen; urspr. = gehen, fahren, reisen, später an das nicht verwandte ↑ Leid angeschlossen]:

1.
a)einen Zustand von schwerer Krankheit, Schmerzen, seelischem Leiden o. Ä. auszuhalten, zu ertragen, zu erdulden haben: er hatte schwer, unmenschlich, lange zu l.; er musste nicht lange l. (starb eines schnellen Todes); sie hat in ihrem Leben viel gelitten (viel Schweres durchgemacht);

b)(an einer bestimmten Krankheit, einem bestimmten Leiden) erkrankt sein: an Rheuma, an Bronchitis l.; sie leidet an einem hartnäckigen Ekzem, unter ständigen Kopfschmerzen;

c)(durch etw., jmdn.) körperlich od. seelisch stark beeinträchtigt werden; (etw., jmdn.) als schwer erträglich empfinden: er litt an, unter dem Gefühl der Unsicherheit; sie leidet sehr unter seiner Unzuverlässigkeit, unter ihrer Einsamkeit, unter ihrem Chef;

d)(durch etw.) Schaden nehmen: die Bäume haben durch den Frost gelitten; seine Gesundheit leidet durch die/unter den Strapazen.



2.<verblasst> von etw. (Negativem) betroffen sein: Mangel, [großen] Hunger, Not, Schaden, Ängste, Pein, Höllenqualen l.


3.
a)(in Verbindung mit »können« od. »mögen«)gern haben; als sympathisch, angenehm o. ä. empfinden: jmdn. [gut, nicht] l. können; jmdn. [gerne] l. mögen; das Kleid mag ich nicht l.; etw. nicht l. können (etw. unerträglich o. ä. finden); er kann [es] nicht l., wenn man ihn stört;

b)dulden, hinnehmen: er konnte niemanden um sich l. (er ertrug niemandes Nähe); er litt (duldete) das Tier nicht in seinem Haus; <im 2. Part. in Verbindung mit »sein«> er ist hier gelitten (man erträgt ihn, nimmt ihn hin), aber nicht gerade geliebt; nicht sehr gelitten sein; er ist überall, bei seinen Vorgesetzten gut gelitten (ist beliebt); sie waren dort nur gelitten (sie waren nicht sehr beliebt).



4.
a) (von Sachverhalten o. Ä.) zulassen, erlauben (meist verneint): der Plan leidet keinen Aufschub;

b)<unpers., meist verneint> (veraltend) es an einem bestimmten Ort aushalten: ich leide es hier nicht länger.

leiden  

[unr.V.; hat] [mhd. liden, ahd. lidan, wohl rückgeb. aus: irlidan = erfahren, durchmachen; urspr. = gehen, fahren, reisen, später an das nicht verwandte Leid angeschlossen]: 1. a) einen Zustand von schwerer Krankheit, Schmerzen, seelischem Leiden o.Ä. auszuhalten, zu ertragen, zu erdulden haben: er hatte schwer, unmenschlich, lange zu l.; er musste nicht lange l. (starb eines schnellen Todes); sie hat in ihrem Leben viel gelitten (viel Schweres durchgemacht); b) (an einer bestimmten Krankheit, einem bestimmten Leiden) erkrankt sein: an Rheuma, an Bronchitis l.; sie leidet an einem hartnäckigen Ekzem, unter ständigen Kopfschmerzen; c) (durch etw., jmdn.) körperlich od. seelisch stark beeinträchtigt werden; (etw., jmdn.) als schwer erträglich empfinden: er litt an, unter dem Gefühl der Unsicherheit; sie leidet sehr unter seiner Unzuverlässigkeit, unter ihrer Einsamkeit, unter ihrem Chef; d) (durch etw.) Schaden nehmen: die Bäume haben durch den Frost gelitten; seine Gesundheit leidet durch die/unter den Strapazen. 2. [verblasst] von etw. (Negativem) betroffen sein: Mangel, [großen] Hunger, Not, Schaden, Ängste, Pein, Höllenqualen l.; 3. a) (in Verbindung mit ?können? od. ?mögen?) gern haben; als sympathisch, angenehm o.ä. empfinden: jmdn. [gut, nicht] l. können; jmdn. [gerne] l. mögen; das Kleid mag ich nicht l.; etw. nicht l. können (etw. unerträglich o.ä. finden); er kann [es] nicht l., wenn man ihn stört; b) dulden, hinnehmen: er konnte niemanden um sich l. (er ertrug niemandes Nähe); er litt (duldete) das Tier nicht in seinem Haus; [im 2. Part. in Verbindung mit ?sein?] er ist hier gelitten (man erträgt ihn, nimmt ihn hin), aber nicht gerade geliebt; nicht sehr gelitten sein; er ist überall, bei seinen Vorgesetzten gut gelitten (ist beliebt); sie waren dort nur gelitten (sie waren nicht sehr beliebt). 4. a) (von Sachverhalten o.Ä.) zulassen, erlauben (meist verneint): der Plan leidet keinen Aufschub; b) [unpers., meist verneint] (veraltend) es an einem bestimmten Ort aushalten: ich leide es hier nicht länger.
leiden  

n.
<n. 14> anhaltende Krankheit (Herz~, Magen~); Kummer, Qual, Schmerz; das ~ Christi; das ist ja (eben) das ~! <fig.; umg.> darin liegt ja die Schwierigkeit; es ist immer das alte ~! <umg.> man ärgert sich immer über dieselben Dinge; es ist immer noch das alte ~ <fig.; umg.> immer noch dieselbe unangenehme Sache; chronisches, unheilbares ~; ein langes ~ <fig.; umg.; scherzh.> ein sehr großer Mensch; er starb nach langem, schwerem ~
['Lei·den]
[Leidens, Leide, Leidest, Leidet, Leiden, Litt, Littest, Litten, Littet, Litte, Leid, geLitten, Leidend]n.
<V. 176; hat>
1 <V.i.> Leid erdulden, Schmerzliches erleben; er hat in seinem Leben viel ~ müssen; an, unter etwas ~ etwas ertragen müssen; er leidet noch immer an den Folgen seines Sturzes; an einer Krankheit ~ eine K. haben; an Schwindel ~; das Haus hat durch die Bomben stark gelitten ist durch B. stark beschädigt; die Bäume haben durch den Frost gelitten; unter der Hitze ~; er leidet sehr unter der Strenge seines Vaters; ~d ständig krank, kränklich; ein ~des Gesicht machen ein G., als ob man sehr litte; der ~de Teil das Opfer; ~d aussehen; er ist noch immer ~d; bei jmdm. wohl gelitten sein bei jmdm. gern gesehen sein;
2 <V.t.> ertragen, ausstehen müssen (Hunger, Durst, Not, Schmerzen); erlauben, zulassen, dulden; er leidet es nicht, dass man den Hund ärgert; es leidet mich hier nicht länger <veraltet> hier kann ich nicht länger bleiben; die Sache leidet keinen Aufschub die S. eilt, darf nicht aufgeschoben werden; jmdn. (nicht) ~ können, mögen jmdm. (nicht) gut gesinnt sein, jmdn. (nicht) gern haben; etwas (nicht) ~ können, mögen (keinen) Gefallen an etwas finden; [<ahd. lidan „fahren, gehen“, dann „erdulden“ <germ. klidan „gehen“; zu idg. *kleit(h)- „(fort)gehen, sterben“; von Leid beeinflusst, aber mit diesem nicht verwandt; verwandt mit leiten, Lotse]
['lei·den]
[leidens, leide, leidest, leidet, leiden, litt, littest, litten, littet, litte, leid, gelitten, leidend]