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müssen  

mụ̈s|sen <unr. V.; hat> [mhd. müeʒen, ahd. muoʒan, eigtl. = sich etw. zugemessen haben, Zeit, Raum, Gelegenheit haben, um etw. tun zu können]:

1.<mit Inf. als Modalverb; musste, hat ... müssen> a)einem [von außen kommenden] Zwang unterliegen, gezwungen sein, etw. zu tun; zwangsläufig notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: sie muss um 8 Uhr im Büro sein; wir mussten lachen;

b)aufgrund gesellschaftlicher Normen, einer inneren Verpflichtung nicht umhinkönnen, etw. zu tun; verpflichtet sein, sich verpflichtet fühlen, etw. Bestimmtes zu tun: sie musste heiraten (sah sich dazu gezwungen, weil sie ein Kind erwartete);

c)aufgrund bestimmter vorangegangener Ereignisse, aus logischer Konsequenz o. Ä. notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss heute noch abgeschickt werden; was habe ich da über dich hören m. (geh.; was hast du denn schon wieder angestellt)!; das musst du doch verstehen;

d)(nordd.) dürfen, sollen (verneint): ihr müsst das nicht so ernst nehmen;

e)drückt eine hohe, sich auf bestimmte Tatsachen stützende Wahrscheinlichkeit aus; drückt aus, dass man etwas als ziemlich sicher annimmt: er muss jeden Moment kommen;

f)<nur 2. Konj.> drückt aus, dass etwas erstrebenswert, wünschenswert ist: so müsste es immer sein.



2.<Vollverb; musste, hat gemusst> a)gezwungen sein, etw. zu tun, sich irgendwohin zu begeben: »Unterschreibe bitte hier!« - »Muss ich das wirklich?«; er hat gemusst, ob er wollte oder nicht; ich muss noch zum Arzt; ich muss mal (fam.; muss zur Toilette);

b)notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss zur Post.

müssen  

a) für erforderlich/nötig halten, sich genötigt/gezwungen sehen, genötigt/gezwungen/verpflichtet sein, jmdm. bleibt nichts [anderes/weiter] übrig [als ...]; (geh.): auferlegt sein, gehalten sein, obliegen.

b) die Pflicht/Verpflichtung haben, keine andere Wahl haben, keinen anderen Weg sehen, nicht anders können, nicht umhinkönnen, unter Druck stehen, sich verpflichtet fühlen, verpflichtet sein; (geh.): sich nicht enthalten können; (geh., oft iron.): sich bemüßigt fühlen/sehen.

[müssen]
[muß, muss, musst, mußt, müsst, müßt, musste, mußte, musstest, mußtest, mussten, mußten, musstet, mußtet, müsse, müssest, müsset, mussen, musse, gemusst, gemußt, müssend]
müssen  

mụ̈s|sen <unr. V.; hat> [mhd. müeʒen, ahd. muoʒan, eigtl. = sich etw. zugemessen haben, Zeit, Raum, Gelegenheit haben, um etw. tun zu können]:

1.<mit Inf. als Modalverb; musste, hat ... müssen>
a)einem [von außen kommenden] Zwang unterliegen, gezwungen sein, etw. zu tun; zwangsläufig notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: sie muss um 8 Uhr im Büro sein; wir mussten lachen;

b)aufgrund gesellschaftlicher Normen, einer inneren Verpflichtung nicht umhinkönnen, etw. zu tun; verpflichtet sein, sich verpflichtet fühlen, etw. Bestimmtes zu tun: sie musste heiraten (sah sich dazu gezwungen, weil sie ein Kind erwartete);

c)aufgrund bestimmter vorangegangener Ereignisse, aus logischer Konsequenz o. Ä. notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss heute noch abgeschickt werden; was habe ich da über dich hören m. (geh.; was hast du denn schon wieder angestellt)!; das musst du doch verstehen;

d)(nordd.) dürfen, sollen (verneint): ihr müsst das nicht so ernst nehmen;

e)drückt eine hohe, sich auf bestimmte Tatsachen stützende Wahrscheinlichkeit aus; drückt aus, dass man etwas als ziemlich sicher annimmt: er muss jeden Moment kommen;

f)<nur 2. Konj.> drückt aus, dass etwas erstrebenswert, wünschenswert ist: so müsste es immer sein.



2.<Vollverb; musste, hat gemusst>
a)gezwungen sein, etw. zu tun, sich irgendwohin zu begeben: »Unterschreibe bitte hier!« - »Muss ich das wirklich?«; er hat gemusst, ob er wollte oder nicht; ich muss noch zum Arzt; ich muss mal (fam.; muss zur Toilette);

b)notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss zur Post.

müssen  

[unr. V.; hat] [mhd. ü, ahd. , eigtl.= sich etw. zugemessen haben, Zeit, Raum, Gelegenheit haben, um etw. tun zu können]: 1. [mit Inf. als Modalverb; musste, hat... müssen] a) einem [von außen kommenden] Zwang unterliegen, gezwungen sein, etw. zu tun; zwangsläufig notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: sie muss um 8Uhr im Büro sein; wir mussten lachen; b) aufgrund gesellschaftlicher Normen, einer inneren Verpflichtung nicht umhinkönnen, etw. zu tun; verpflichtet sein, sich verpflichtet fühlen, etw. Bestimmtes zu tun: sie musste heiraten (sah sich dazu gezwungen, weil sie ein Kind erwartete); c) aufgrund bestimmter vorangegangener Ereignisse, aus logischer Konsequenz o.Ä. notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss heute noch abgeschickt werden; das musst du doch verstehen; was habe ich da über dich hören m. (geh.; was hast du denn schon wieder angestellt)!; d) (nordd.) dürfen, sollen (verneint): ihr müsst das nicht so ernst nehmen; e) drückt eine hohe, sich auf bestimmte Tatsachen stützende Wahrscheinlichkeit aus; drückt aus, dass man etwas als ziemlich sicher annimmt: er muss jeden Moment kommen; f) [nur 2. Konj.] drückt aus, dass etwas erstrebenswert, wünschenswert ist: so müsste es immer sein. 2. [Vollverb; musste, hat gemusst] a) gezwungen sein, etw. zu tun, sich irgendwohin zu begeben: ?Unterschreibe bitte hier!? ?Muss ich das wirklich??; er hat gemusst, ob er wollte oder nicht; ich muss noch zum Arzt; ich muss mal (fam.; muss zur Toilette); b) notwendig sein, dass etw. Bestimmtes geschieht: der Brief muss zur Post.
müssen  

v.
<V.i. 186; hat>
1 gezwungen sein, (etwas zu tun), nicht anders können, als (etwas zu tun); er kann noch nicht hier sein, sonst müßte/ müsste er geflogen sein; man muß/ muss sich fürchten, lachen, wenn man ihn sieht unwillkürlich fürchtet man sich, lacht man; ich muß/ muss jetzt gehen; ich muß/ muss gestehen, ich habe es vergessen; man muß/ muss Geduld haben; er muß/ muss kommen; das mußte/ musste ja (so) kommen! es war zu erwarten, dass …, es war nicht anders möglich; ich habe lachen ~; wir ~ Ihnen leider mitteilen, daß …; kein Mensch muß/ muss ~ (Lessing, „Nathan der Weise“, I, 3); ich muß/ muss (schon) sagen, das habe ich nicht erwartet; es muß/ muss sein!; er tut, als müßte/ müsste es so sein; ich muß/ muss in die Stadt (erg.: gehen); ich muß/ muss mal <Kinderspr., a. umg.> ich muss einmal die Toilette aufsuchen; wann mußt/ musst du morgens aufstehen?; wie viel müßtest/ müsstest du zahlen? wie viel hattest du zu zahlen?, was hat es gekostet?;
2 nötig haben; das muß/ muss man gesehen haben (sonst kann man es sich nicht vorstellen); ich muß/ muss wissen, ob …
3 er (sie, es) muß/ muss … wahrscheinlich wird er (sie, es) …, es ist anzunehmen, daß er (sie, es) …; er muß/ muss bald kommen; er muß/ muss sehr krank sein; du mußtest/ musstest in einer Stunde hier sein; es muß/ muss wohl stimmen, wahr sein [<ahd. muozan „mögen, können, dürfen, müssen“, got. gamotan „Raum, Platz finden“ <germ. *motan „müssen“; zu idg. *med- „messen“, eigtl. „sich Raum, Zeit, Gelegenheit, Kraft zugemessen haben, um etwas tun zu können“; verwandt mit messen, Maß, Mal „Zeitpunkt“, Muße]
['müs·sen]
[muß, muss, musst, mußt, müssen, müsst, müßt, musste, mußte, musstest, mußtest, mussten, mußten, musstet, mußtet, müsse, müssest, müsset, mussen, musse, gemusst, gemußt, müssend]