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Mann  

Mạnn, der; -[e]s, Männer, -en u. (als Mengenangabe nach Zahlen:) - [mhd., ahd. man, viell. urspr. = Denkender]:

1.<Pl. Männer> erwachsene Person männlichen Geschlechts: ein alter M.; er ist ein ganzer M.; sei ein M.! (zeige dich als mutiger Mann!); typisch M.! (ugs.; das entspricht ganz der männlichen im Unterschied zur weiblichen Art; so kann auch nur ein Mann denken, handeln, fühlen); (ugs.) als Anrede: junger M., können Sie mir mal helfen?; (verblasst:) der gemeine M. (veraltet; der Durchschnittsbürger); der dritte M. (Mitspieler) beim Skat; ein M. des Volkes (jmd., der mit dem Volk eng verbunden ist u. in seiner übergeordneten Stellung dessen Vertrauen hat); ein M. aus dem Volk (jmd., der aus dem Volk, aus einem einfachen Milieu kommt u. in seiner übergeordneten Stellung das Vertrauen des Volkes hat); ein M. von Geist (jmd., der Geist hat); er ist für uns der geeignete M. (Mitarbeiter); M. über Bord! (Seemannsspr.; Notruf, wenn jmd. vom Schiff ins Wasser gefallen ist); alle M. an Bord! (Seemannsspr.; alle sind anwesend); morgen fahren wir alle M. [hoch] (ugs.; alle zusammen) nach München; meine Männer (fam.; Ehemann u. Sohn, Söhne) sind nicht zu Hause; die Kosten betragen 5 Euro pro M. (ugs.; für jeden); ein Kampf M. gegen M. (zwischen Einzelnen);

R ein M., ein Wort (in Bezug auf einen Mann, auf den Verlass ist); selbst ist der M. (jeder muss sich selbst helfen; nach Goethe, Faust II, 4. Akt, 10 467); ein alter M. ist doch kein D-Zug (ugs. scherzh.; ich kann mich nicht so schnell bewegen, wie es gewünscht wird);


*der kleine M. (ugs.; jmd., der finanziell nicht besonders gut gestellt ist. salopp scherzh.; Penis); der böse/schwarze M. (Schreckgestalt für Kinder); freier M. (bes. Fußball; Libero); letzter M. (bes. Fußball; Ausputzer 1 ); der Wilde M. (Myth.; [in der Volkssage, Volkskunst] am ganzen Körper mit langen Haaren bedeckter, meist mit einer Keule in der Hand dargestellter, im Wald lebender Riese); der [kleine] M. auf der Straße (der den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentierende Bürger; viell. nach engl. the man in the street); der M. im Mond (aus den Mondflecken gedeutete Sagengestalt); ein M. von Welt (jmd., der gewandt im [gesellschaftlichen] Auftreten ist); [mein lieber] M.! (salopp; Ausruf des Erstaunens, des Unwillens); wie ein M. (ganz spontan einmütig, geschlossen; nach Richter 20; 1, 8, 11); ein gemachter M. sein (ugs.; [von männlichen Personen] aufgrund eines wirtschaftlichen Erfolges in gesicherten Verhältnissen leben); ein toter M. sein (ugs.; [von männlichen Personen] erledigt sein, keine Zukunftsaussichten mehr haben); der M. sein, etw. zu tun (geeignet sein, die Fähigkeit besitzen, etw. Bestimmtes zu tun); jmds. M. sein (ugs.; für jmdn., für jmds. Zwecke, Pläne genau der Richtige sein): er hat jahrelange Erfahrung, das ist genau unser M.; den toten M. machen (ugs. scherzh.; sich ohne Bewegung auf dem Rücken im Wasser treiben lassen); den starken, großen o. ä. M. markieren/mimen (salopp; sich als besonders stark, bedeutend, einflussreich o. ä. darstellen); seinen M. stehen/stellen (auf sich gestellt tüchtig sein u. sich bewähren); M. decken (Ballspiele; seinen unmittelbaren Gegenspieler decken); -s genug sein, etw. zu tun (die [Entschluss]kraft, Energie, den Mut besitzen, es fertigbringen, etw. Nötiges zu tun); etw. an den M. bringen (ugs.:etw. verkaufen. im Gespräch o. Ä. etw. mitteilen, äußern, erzählen); mit M. und Maus untergehen (untergehen, ohne dass einer gerettet wird); von M. zu M. (unter Männern u. dabei vertraulich u. sachlich).


2. <Pl. Männer> Ehemann (hebt weniger die gesetzmäßige Bindung als die Zusammengehörigkeit mit der Frau hervor): ihr [verstorbener] M.; als M. und Frau, wie M. u. Frau (wie Eheleute) leben; sie hat dort einen M. gefunden (kennengelernt u. geheiratet).


3. <Pl. -en> Lehns-, Gefolgsleute: seine -en (bes. Sport scherzh.; Anhänger; Mannschaft) um sich scharen.
Mann  

Mạnn, Heinrich u. Thomas (dt. Schriftsteller)

Mạnn, der; -[e]s, Plur. Männer u. (früher für Lehnsleute, ritterl. Dienstmannen od. scherzh.:) Mannen; vier Mann hoch (ugs.), alle Mann an Bord, an Deck!, tausend Mann; er ist Manns genug; seinen Mann stehen; Mann, ist das schön! (ugs.)
Mann  


1. Bursche, Herr, männliche Person; (ugs.): Er, Kerl, Typ; (ugs., oft scherzh.): Knabe; (ugs., bes. südd., österr.): Mannsbild; (ugs. veraltend): Mannsperson; (Jugendspr.): Macker.

2. Ehemann, Ehepartner, Freund, Lebens[abschnitts]gefährte, Partner; (geh.): [Ehe]gatte, Gemahl; (ugs.): Vati; (salopp): Alter; (scherzh.): Angetrauter; (ugs. scherzh.): Begatterich, bessere Hälfte, Gatterich, Göttergatte; (scherzh., sonst veraltet): Ehegespons; (landsch. salopp): Oller.

[Mann]
[Mannes, Manne, Männer, Männern]
Mann  

Mạnn, der; -[e]s, Männer, -en u. (als Mengenangabe nach Zahlen:) - [mhd., ahd. man, viell. urspr. = Denkender]:

1.<Pl. Männer> erwachsene Person männlichen Geschlechts: ein alter M.; er ist ein ganzer M.; sei ein M.! (zeige dich als mutiger Mann!); typisch M.! (ugs.; das entspricht ganz der männlichen im Unterschied zur weiblichen Art; so kann auch nur ein Mann denken, handeln, fühlen); (ugs.) als Anrede: junger M., können Sie mir mal helfen?; (verblasst:) der gemeine M. (veraltet; der Durchschnittsbürger); der dritte M. (Mitspieler) beim Skat; ein M. des Volkes (jmd., der mit dem Volk eng verbunden ist u. in seiner übergeordneten Stellung dessen Vertrauen hat); ein M. aus dem Volk (jmd., der aus dem Volk, aus einem einfachen Milieu kommt u. in seiner übergeordneten Stellung das Vertrauen des Volkes hat); ein M. von Geist (jmd., der Geist hat); er ist für uns der geeignete M. (Mitarbeiter); M. über Bord! (Seemannsspr.; Notruf, wenn jmd. vom Schiff ins Wasser gefallen ist); alle M. an Bord! (Seemannsspr.; alle sind anwesend); morgen fahren wir alle M. [hoch] (ugs.; alle zusammen) nach München; meine Männer (fam.; Ehemann u. Sohn, Söhne) sind nicht zu Hause; die Kosten betragen 5 Euro pro M. (ugs.; für jeden); ein Kampf M. gegen M. (zwischen Einzelnen);

Rein M., ein Wort (in Bezug auf einen Mann, auf den Verlass ist); selbst ist der M. (jeder muss sich selbst helfen; nach Goethe, Faust II, 4. Akt, 10 467); ein alter M. ist doch kein D-Zug (ugs. scherzh.; ich kann mich nicht so schnell bewegen, wie es gewünscht wird);


*der kleine M. (ugs.; jmd., der finanziell nicht besonders gut gestellt ist. salopp scherzh.; Penis); der böse/schwarze M. (Schreckgestalt für Kinder); freier M. (bes. Fußball; Libero); letzter M. (bes. Fußball; Ausputzer 1); der Wilde M. (Myth.; [in der Volkssage, Volkskunst] am ganzen Körper mit langen Haaren bedeckter, meist mit einer Keule in der Hand dargestellter, im Wald lebender Riese); der [kleine] M. auf der Straße (der den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentierende Bürger; viell. nach engl. the man in the street); der M. im Mond (aus den Mondflecken gedeutete Sagengestalt); ein M. von Welt (jmd., der gewandt im [gesellschaftlichen] Auftreten ist); [mein lieber] M.! (salopp; Ausruf des Erstaunens, des Unwillens); wie ein M. (ganz spontan einmütig, geschlossen; nach Richter 20; 1, 8, 11); ein gemachter M. sein (ugs.; [von männlichen Personen] aufgrund eines wirtschaftlichen Erfolges in gesicherten Verhältnissen leben); ein toter M. sein (ugs.; [von männlichen Personen] erledigt sein, keine Zukunftsaussichten mehr haben); der M. sein, etw. zu tun (geeignet sein, die Fähigkeit besitzen, etw. Bestimmtes zu tun); jmds. M. sein (ugs.; für jmdn., für jmds. Zwecke, Pläne genau der Richtige sein): er hat jahrelange Erfahrung, das ist genau unser M.; den toten M. machen (ugs. scherzh.; sich ohne Bewegung auf dem Rücken im Wasser treiben lassen); den starken, großen o. ä. M. markieren/mimen (salopp; sich als besonders stark, bedeutend, einflussreich o. ä. darstellen); seinen M. stehen/stellen (auf sich gestellt tüchtig sein u. sich bewähren); M. decken (Ballspiele; seinen unmittelbaren Gegenspieler decken); -s genug sein, etw. zu tun (die [Entschluss]kraft, Energie, den Mut besitzen, es fertigbringen, etw. Nötiges zu tun); etw. an den M. bringen (ugs.:etw. verkaufen. im Gespräch o. Ä. etw. mitteilen, äußern, erzählen); mit M. und Maus untergehen (untergehen, ohne dass einer gerettet wird); von M. zu M. (unter Männern u. dabei vertraulich u. sachlich).


2. <Pl. Männer> Ehemann (hebt weniger die gesetzmäßige Bindung als die Zusammengehörigkeit mit der Frau hervor): ihr [verstorbener] M.; als M. und Frau, wie M. u. Frau (wie Eheleute) leben; sie hat dort einen M. gefunden (kennengelernt u. geheiratet).


3. <Pl. -en> Lehns-, Gefolgsleute: seine -en (bes. Sport scherzh.; Anhänger; Mannschaft) um sich scharen.
Mann  

n.
1 <m. 2u; als Zählmaß Pl.: -> erwachsener Mensch männl. Geschlechts; Ehemann; <Sp., bes. bei Mannschaftsspielen> Spieler, Gegenspieler
2 ;ein ~ mittleren Alters; ~ und Frau; ein ~ Gottes Heiliger, Mönch, Priester; ~ Gottes! <umg.> (als aufrüttelnder od. erschrockener Anruf); ein ~ der Tat ein tatkräftiger Mann; ~ der Wissenschaft; ein ~, ein Wort! <Sprichw.>
3 einen ~ bekommen, finden einen Ehemann; er hat seinen ~ gefunden einen Helfer für eine bestimmte Aufgabe, <od.> einen ebenbürtigen Gegner; ich kenne meinen ~! <fig.; umg.> ich weiß, was ich ihm zutrauen kann; sein: Sie sind mein ~! Sie gefallen mir; selbst ist der ~! das kann man selbst tun, dazu braucht man keine Hilfe; seinen ~ stehen, stellen seine Aufgaben u. Pflichten gut erfüllen; tapfer sein, durchhalten;
4 sie erhoben sich wie ein ~ gleichzeitig; können Sie für diese Arbeit einen, drei usw. ~ freistellen?; der dritte ~ (zum Kartenspielen); vier ~ hoch eine Wanderung unternehmen <umg.> zu viert; ein Leutnant und zehn ~; alle ~ an Deck! <Mar.> alter ~ alter Mensch; <Bgb.> abgebauter Teil eines Bergwerks; ein alter, älterer, junger, jüngerer ~; den feinen ~ mimen, markieren <umg.> vornehm tun; ein freier ~ sein <veraltet> kein Lehnsmann, <heute> unabhängig sein; den lieben Gott einen frommen, guten ~ sein lassen unbekümmert in den Tag hineinleben; ein ganzer ~ ein tüchtiger Kerl; ein großer, hochgewachsener, korpulenter, untersetzter ~; junger ~, können Sie mir sagen, wo … <umg.> (als Anrede); du hast wohl einen kleinen ~ im Ohr? <umg.> du bist wohl nicht gescheit?, was fällt dir ein?; mein lieber ~ Ehemann; mein lieber ~! <umg.> (als Ausruf, Anrede des Erstaunens, der Warnung); er ist der rechte ~ am rechten Ort <fig.> er ist der Richtige für diesen Posten, diese Aufgabe; den starken ~ spielen sich als stark aufspielen; wenn Sie so weiterleben, sind Sie in kurzer Zeit ein toter ~!; da ist er bei mir an den unrechten, falschen ~ gekommen <umg.> mir kann er nichts weismachen, ich falle nicht auf ihn herein;
5 ;als ~ denkt er darüber anders; ein tüchtiger Mensch, aber als ~ unsympathisch; sich als ~ zeigen seine Tapferkeit, seinen Mut zeigen; ~ an ~ dicht gedrängt; wenn Not am ~ ist im Notfall; ein Mädchen an den ~ bringen <umg.; scherzh.> verheiraten; Waren an den ~ bringen verkaufen; sein Wissen an den ~ bringen anwenden, zeigen; der Hund ist auf den ~ dressiert greift Menschen an; den Ball auf den ~ schießen <Fußb.> ein ~ aus dem Volke; er ist nicht der ~ danach, dazu er kann es nicht, schafft es nicht; ~ für ~ jeder einzeln, einer nach dem anderen; ~ gegen ~ einer gegen den andern (im Nahkampf); du bist nicht ~s genug, um dich durchzusetzen nicht fähig; der ~ im Mond aus dem Schatten im Mond gedeutete Gestalt (im Märchen); sie lebt mit ihrem ~ in Scheidung; das Schiff ist mit ~ und Maus untergegangen mit der gesamten Besatzung (u. allen Passagieren); der Unkostenbeitrag beträgt 2 Mark pro ~ für jeden; ~ über Bord! (Notruf, wenn jmd. vom Schiff ins Wasser gefallen ist); ein ~ von Charakter, Einfluss, Geist; er ist kein ~ von großen Worten er macht keine großen Worte; sie lebt von ihrem ~ getrennt; von ~ zu ~ unter vier Augen, als zwei Ebenbürtige, Gleichberechtigte; er trug es wie ein ~ tapfer, ohne zu klagen;
6 <Pl. Leu·te> Soldat, Arbeiter, Angestellter
7 <Pl. 'Man·nen; poet.> Lehnsmann, ritterl. Dienstmann, Gefolgsmann; <iron.> treuer Anhänger; der König mit seinen ~en [<ahd. man, got. manna; zu aind. manu- „Mensch“; möglicherweise zu idg. *men- „denken, geistig erregt sein“]
[Mann]
[Mannes, Manne, Männer, Männern]