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Mantel  

Mạn|tel, der; -s, Mäntel [mhd. mantel, ahd. mantal < lat. mantellum="Hülle," Decke]:

1.längeres Kleidungsstück mit langen Ärmeln, das [zum Schutz gegen die Witterung] über der sonstigen Kleidung getragen wird: ein gefütterter M.; den M. ablegen; jmdm. in den M. helfen; in Hut und M.; den M. des Schweigens über etw. breiten;

*den M. nach dem Wind[e] hängen/kehren/drehen (abwertend; sich immer zum eigenen Vorteil der herrschenden Meinung, den herrschenden [Macht]verhältnissen anpassen; den Mantel, der früher die Form eines weiten, ärmellosen Umhangs hatte, drehte man zu der Seite hin, aus der Wind u. Regen kamen); etw. mit dem M. der [christlichen Nächsten]liebe bedecken/zudecken (über eine Verfehlung o. Ä. großzügig hinwegsehen).


2. (bes. Fachspr.) äußere Hülle, [zum Schutz] um etw. gelegte Umhüllung: der M. eines Kabels.


3.um den Schlauch eines Reifens gelegte feste Umhüllung aus einem Gewebe, auf das eine dicke Gummischicht mit eingeschnittenen Profilen aufgetragen ist.


4.(Zeitungsw. Jargon) allgemeiner, bei den verschiedenen Ausgaben einer Tageszeitung gleichlautender Teil, zu dem der jeweilige Lokalteil hinzukommt.


5.(Wirtsch.) (bei einer Kapitalgesellschaft) Gesamtheit der Rechte u. Anteile.


6. (Finanzw.) (bei Wertpapieren o. Ä.) Urkunde, die den entsprechenden Anteil am Besitz garantiert u. der die Coupons für die jeweiligen Gewinne beigefügt sind.


7. (Geom.) [gekrümmte] Oberfläche eines Körpers mit Ausnahme der Grundfläche[n]: der M. eines Zylinders.


8.(Jägerspr.) (beim Federwild) Rückengefieder.


9. (Forstw.) kurz für ↑ Waldmantel .
Mantel  

Mạn|tel, der; -s, Mäntel
Mantel  

Mạn|tel, der; -s, Mäntel [mhd. mantel, ahd. mantal < lat. mantellum="Hülle," Decke]:

1.längeres Kleidungsstück mit langen Ärmeln, das [zum Schutz gegen die Witterung] über der sonstigen Kleidung getragen wird: ein gefütterter M.; den M. ablegen; jmdm. in den M. helfen; in Hut und M.; den M. des Schweigens über etw. breiten;

*den M. nach dem Wind[e] hängen/kehren/drehen (abwertend; sich immer zum eigenen Vorteil der herrschenden Meinung, den herrschenden [Macht]verhältnissen anpassen; den Mantel, der früher die Form eines weiten, ärmellosen Umhangs hatte, drehte man zu der Seite hin, aus der Wind u. Regen kamen); etw. mit dem M. der [christlichen Nächsten]liebe bedecken/zudecken (über eine Verfehlung o. Ä. großzügig hinwegsehen).


2. (bes. Fachspr.) äußere Hülle, [zum Schutz] um etw. gelegte Umhüllung: der M. eines Kabels.


3.um den Schlauch eines Reifens gelegte feste Umhüllung aus einem Gewebe, auf das eine dicke Gummischicht mit eingeschnittenen Profilen aufgetragen ist.


4.(Zeitungsw. Jargon) allgemeiner, bei den verschiedenen Ausgaben einer Tageszeitung gleichlautender Teil, zu dem der jeweilige Lokalteil hinzukommt.


5.(Wirtsch.) (bei einer Kapitalgesellschaft) Gesamtheit der Rechte u. Anteile.


6. (Finanzw.) (bei Wertpapieren o. Ä.) Urkunde, die den entsprechenden Anteil am Besitz garantiert u. der die Coupons für die jeweiligen Gewinne beigefügt sind.


7. (Geom.) [gekrümmte] Oberfläche eines Körpers mit Ausnahme der Grundfläche[n]: der M. eines Zylinders.


8.(Jägerspr.) (beim Federwild) Rückengefieder.


9. (Forstw.) kurz für ↑ Waldmantel.
Mantel  

n.
<m. 5u>
1 ärmelloser Umhang (Krönungs~); Übergewand zum Schutz gegen Regen, Kälte od. Schmutz (Arbeits~, Regen~, Winter~); Gummireifen zum Schutz des Radschlauchs (Fahrrad~); <Tech.> Hülle von Hohlkörpern (z.B. Kabeln, Röhren); <Math.> nicht zur Grund- u. Deckfläche gehörende Oberflächenteile (Kegel~, Zylinder~); blecherne Hülle um den Bleikern eines Geschosses (Geschoss~); <Jägerspr.> das Gefieder von Rücken- u. Flügeldecke (bei allen Vögeln); <Anat.> dorsales Dach der Großhirnhälften bei den Wirbeltieren; Sy Pallium; <auch> den Körper der Weichtiere seitl. u. hinten umgebende Hautfalte; Sy Pallium; <Börse> Urkunde, Hauptteil eines zinstragenden Papiers; <Rechtsw.> Rechtsform einer Gesellschaft, z.B. AG, GmbH; <Forstw.> die äußeren Bäume des Waldes; <fig.> schützende od. verbergende Umhüllung, Bedeckung, Decke
2 ;der ~ der Glocke, des Ofens; der ~ einer Gussform; der ~ des Kegels, der Walze, des Zylinders; mit dem ~ der Vergessenheit einhüllen <fig.> bewusst in Vergessenheit geraten lassen;
3 ;den ~ an der Garderobe abgeben; den ~ ablegen, ausziehen, aufhängen, über den Bügel hängen; einen ~ anfertigen (lassen); den ~ anziehen, überziehen, umhängen; jmdm. den ~ halten (zum An- od. Ausziehen); sich den ~ umhängen; → a. Mäntelchen
4 ;ein abgetragener, eleganter, modischer, sportlicher, warmer ~; ein dicker, dünner, flauschiger, imprägnierter, knitterfreier, leichter, schwerer ~; mit offenem, wehendem ~
5 ;Stoff für, zu einem ~ kaufen; jmdm. in den ~ helfen; eine Verfehlung mit dem ~ der Barmherzigkeit, des Schweigens bedecken, verhüllen <fig.> darüber hinwegsehen, nachsichtig darüber schweigen; er dreht, hängt den ~ nach dem Wind <fig.; umg.> er passt sich der jeweils herrschenden Meinung an; [<lat. mantellum „Hülle, Decke“]
['Man·tel]
[Mantels, Mäntel, Mänteln]