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Maul  

Maul, das; -[e]s, Mäuler [mhd. mūl(e), ahd. mūl(a), urspr. lautm.]:

1.dem Aufnehmen der Nahrung dienende Öffnung an der Vorderseite des Kopfes bei Tieren: das M. des Fischs; das M. aufreißen.


2.(derb abwertend) a)1Mund (1a) : gierig schmatzende Mäuler; mach endlich das/dein M. auf! (rede endlich!); er hat zehn hungrige Mäuler zu stopfen (zehn hungrige Kinder zu ernähren);

*ein großes M. haben/führen (derb; großsprecherisch, prahlerisch reden; das große Wort führen); sich <Dativ> das M. [über jmdn.] zerreißen (derb; sich über jmdn. wegen etw. in übler Nachrede ergehen); ein großes M. haben (derb; 1↑ Mund 1 a ); das M. halten (derb; 1↑ Mund 1 a ); das/sein M. nicht aufkriegen (derb; 1↑ Mund 1 a ); jmdm. das M. [mit etw.] stopfen (derb; 1↑ Mund 1 a ; nach Ps.107, 42); sich <Dativ> das M. verbrennen (derb; 1↑ Mund 1 a ); jmdm. das M. wässrig machen (1↑ Mund 1 a ); nicht aufs M. gefallen sein (1↑ Mund 1 a ); jmdm. übers M. fahren (1↑ Mund 1 a ); jmdm. etw. ums M. schmieren (derb; jmdm. etw. Unangenehmes so sagen, dass es verhältnismäßig angenehm klingt);

b)respektlose o. ä. Art zu reden; Mundwerk: er hat ein loses M.; sie fürchtete die bösen Mäuler (ugs.; die Leute, die mit Gerede über sie, ihr Tun herfallen);

*ein ungewaschenes M. (derb; ein schändliches Mundwerk).



3.(Technik) einem Maul ähnlicher Teil eines Werkzeugs [der etw. fassen soll]: das M. des Schraubenschlüssels.
Maul  

Maul, das; -[e]s, Mäuler
Maul  

Maul, das; -[e]s, Mäuler [mhd. mūl(e), ahd. mūl(a), urspr. lautm.]:

1.dem Aufnehmen der Nahrung dienende Öffnung an der Vorderseite des Kopfes bei Tieren: das M. des Fischs; das M. aufreißen.


2.(derb abwertend)
a)1Mund (1a): gierig schmatzende Mäuler; mach endlich das/dein M. auf! (rede endlich!); er hat zehn hungrige Mäuler zu stopfen (zehn hungrige Kinder zu ernähren);

*ein großes M. haben/führen (derb; großsprecherisch, prahlerisch reden; das große Wort führen); sich <Dativ> das M. [über jmdn.] zerreißen (derb; sich über jmdn. wegen etw. in übler Nachrede ergehen); ein großes M. haben (derb; 1↑ Mund 1 a); das M. halten (derb; 1↑ Mund 1 a); das/sein M. nicht aufkriegen (derb; 1↑ Mund 1 a); jmdm. das M. [mit etw.] stopfen (derb; 1↑ Mund 1 a; nach Ps.107, 42); sich <Dativ> das M. verbrennen (derb; 1↑ Mund 1 a); jmdm. das M. wässrig machen (1↑ Mund 1 a); nicht aufs M. gefallen sein (1↑ Mund 1 a); jmdm. übers M. fahren (1↑ Mund 1 a); jmdm. etw. ums M. schmieren (derb; jmdm. etw. Unangenehmes so sagen, dass es verhältnismäßig angenehm klingt);

b)respektlose o. ä. Art zu reden; Mundwerk: er hat ein loses M.; sie fürchtete die bösen Mäuler (ugs.; die Leute, die mit Gerede über sie, ihr Tun herfallen);

*ein ungewaschenes M. (derb; ein schändliches Mundwerk).



3.(Technik) einem Maul ähnlicher Teil eines Werkzeugs [der etw. fassen soll]: das M. des Schraubenschlüssels.
Maul  

n.
<n. 12u>
1 Mund der Tiere (mit Ausnahme der Vögel); <derb> Mund; maulartige Öffnung von Werkzeugen, z.B. am Schraubenschlüssel
2 aufmachen: mach, tu doch endlich das, dein ~ auf! <derb> sprich endlich!; kannst du nicht das, dein ~ auftun, aufkriegen? <derb> warum redest du nicht endlich?; aufreißen: er reißt das ~ (gar zu weit) auf <derb> er prahlt (zu sehr); halt's ~! <derb> sei still!; das ~ hängen lassen <derb> mürrisch, verdrießlich sein, ein mürrisches Gesicht ziehen; ich werde ihm das ~ stopfen <derb> ihn zum Schweigen bringen; man soll dem Ochsen, der da drischt, das ~ nicht verbinden (nach 5. Buch Mose, 25,4) man soll jmdm., der eine Arbeit verrichtet, nicht übel nehmen, wenn er ein wenig davon profitiert; sich das ~, die Mäuler zerreißen <derb> böse Nachrede führen, klatschen;
3 die bösen Mäuler (der Leute) <umg.> die Klatschsucht der Leute; ein großes, loses, ungewaschenes, schandbares ~ haben <derb> freche od. schmutzige Reden führen; ein großes ~ haben <derb> wichtigtuerische Reden führen, vorlaut sein; er hat sechs hungrige Mäuler zu Hause, zu stopfen <umg.> sechs Kinder zu ernähren; ein schiefes ~ ziehen <derb> ein mürrisches, enttäuschtes od. unzufriedenes Gesicht machen; alle Mäuler sind voll davon <umg.> jedermann spricht darüber;
4 eine gebratene Taube fliegt keinem ins ~ <Sprichw.> man muss sich alles erarbeiten, es wird einem nichts geschenkt; jmdm. ums ~ gehen <umg.> ihm nach dem Munde reden, das sagen, was er gern hört; → a. Gaul, Mund; [<mhd. mul(e) <ahd. mula; zu grch. myllon]
[Maul]
[Maules, Maule, Mäuler, Mäulern]