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Mensch  

1Mẹnsch, der; -en, -en [mhd. mensch(e), ahd. mennisco, älter: mannisco, eigtl. = der Männliche, zu ↑ Mann ]:
a)mit der Fähigkeit zu logischem Denken u. zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung u. Erkenntnis von Gut u. Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen: der schöpferische M.; M. und Tier; eine nur dem -en eigene Fähigkeit;

b)menschliches Lebewesen, Individuum: der moderne M.; die -en verachten; ein M. von Fleisch und Blut (ein wirklicher, lebendiger Mensch); etw. als M. (vom menschlichen Standpunkt aus) beurteilen;

R der M. ist ein Gewohnheitstier (scherzh.; kann sich von seinen Gewohnheiten nicht so leicht lösen);


*kein M. mehr sein (ugs.; völlig erschöpft, am Ende seiner Kraft sein); nur [noch] ein halber M. sein (nicht [mehr] im Vollbesitz seiner Kräfte sein); wieder M. sein (ugs.; sich wieder in einem menschenwürdigen Zustand befinden);

c)bestimmte Person, Persönlichkeit: ein gesunder, kranker M.; ein genialer, fröhlicher, vernünftiger M.; er ist ein M. mit sicherem Auftreten; sie hat endlich einen -en (jmdn., der sie versteht u. dem sie vertrauen kann) gefunden; für einen -en sorgen; sich nicht nach anderen -en richten; sie geht nicht gern unter -en (unter die Leute); des -en Wille ist sein Himmelreich;

*kein M. (niemand); wie der erste M. (ugs.; sehr unbeholfen, ungeschickt); wie der letzte M. (ugs.; übel, in übler Weise); ein neuer/anderer M. werden (sich zu seinem Vorteil ändern. sich gründlich erholen); etw. für den äußeren -en tun (sich pflegen u. gut kleiden); etw. für den inneren -en tun (gut essen u. trinken); von M. zu M. (im vertraulichen, privaten Zwiegespräch);

d)(salopp) als burschikose Anrede, oft auch ohne persönlichen Bezug in Ausrufen des Staunens, Erschreckens, der Bewunderung: M., da hast du aber Glück gehabt!;

*M. Meier! (salopp; Ausruf des Erstaunens).


2Mẹnsch, das; -[e]s, -er [schon mhd. mensch (Neutr.) = der Mensch] (landsch., meist abwertend): weibliche Person, Frau.
mensch  

Mensch  

1Mẹnsch, der; -en, -en [mhd. mensch(e), ahd. mennisco, älter: mannisco, eigtl. = der Männliche, zu ↑ Mann]:
a)mit der Fähigkeit zu logischem Denken u. zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung u. Erkenntnis von Gut u. Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen: der schöpferische M.; M. und Tier; eine nur dem -en eigene Fähigkeit;

b)menschliches Lebewesen, Individuum: der moderne M.; die -en verachten; ein M. von Fleisch und Blut (ein wirklicher, lebendiger Mensch); etw. als M. (vom menschlichen Standpunkt aus) beurteilen;

Rder M. ist ein Gewohnheitstier (scherzh.; kann sich von seinen Gewohnheiten nicht so leicht lösen);


*kein M. mehr sein (ugs.; völlig erschöpft, am Ende seiner Kraft sein); nur [noch] ein halber M. sein (nicht [mehr] im Vollbesitz seiner Kräfte sein); wieder M. sein (ugs.; sich wieder in einem menschenwürdigen Zustand befinden);

c)bestimmte Person, Persönlichkeit: ein gesunder, kranker M.; ein genialer, fröhlicher, vernünftiger M.; er ist ein M. mit sicherem Auftreten; sie hat endlich einen -en (jmdn., der sie versteht u. dem sie vertrauen kann) gefunden; für einen -en sorgen; sich nicht nach anderen -en richten; sie geht nicht gern unter -en (unter die Leute); des -en Wille ist sein Himmelreich;

*kein M. (niemand); wie der erste M. (ugs.; sehr unbeholfen, ungeschickt); wie der letzte M. (ugs.; übel, in übler Weise); ein neuer/anderer M. werden (sich zu seinem Vorteil ändern. sich gründlich erholen); etw. für den äußeren -en tun (sich pflegen u. gut kleiden); etw. für den inneren -en tun (gut essen u. trinken); von M. zu M. (im vertraulichen, privaten Zwiegespräch);

d)(salopp) als burschikose Anrede, oft auch ohne persönlichen Bezug in Ausrufen des Staunens, Erschreckens, der Bewunderung: M., da hast du aber Glück gehabt!;

*M. Meier! (salopp; Ausruf des Erstaunens).


2Mẹnsch, das; -[e]s, -er [schon mhd. mensch (Neutr.) = der Mensch] (landsch., meist abwertend): weibliche Person, Frau.
Mensch  

(ausgefallener, besonderer) Mensch, Kauz (umgangssprachlich), Original (umgangssprachlich)
[Kauz, Original]
Mensch  

n.

I <m. 16>
1 das höchstentwickelte Lebewesen; Person; <umg.> Kerl (bes. als grobe, scheltende Anrede); ~, hör damit auf!
2 ~ Meier! <umg.> (Ausruf des Erstaunens); des ~en Sohn Christus (Selbstbez. Christi); des ~en Wille ist sein Himmelreich <Sprichw.>
3 den alten ~en ablegen, einen neuen ~en anziehen (nach dem Epheserbrief, 4,22/24) ein neuer M. werden, sich zum Guten ändern; ~, ärgere dich nicht! <umg.; a. Gesellschaftsspiel> einen ~en betrügen, bewundern, hintergehen, lieben, schätzen, verachten, verehren; der ~ denkt und Gott lenkt <Sprichw.> der M. vermag nichts ohne Gottes Hilfe; einem ~en glauben, misstrauen, vertrauen; kein ~ muss müssen <nach Lessing; sprichwörtl.> (bes. als Antwort auf eine Aufforderung) ich lasse mich nicht zwingen; man muss die ~en nehmen, wie sie sind man muss sich anpassen; sein: er ist auch nur ein ~ er kann auch nicht mehr leisten, als in seinen Kräften liegt, er ist auch nicht ohne Fehler;
4 ;alle ~en; als alter, junger ~ urteilt man anders; er ist ein ganz anderer ~ geworden er hat sich sehr (zu seinem Vorteil) verändert; ein ängstlicher, furchtloser, tapferer, tatkräftiger ~; ein anständiger, bescheidener, egoistischer, ehrlicher, gut erzogener, hilfsbereiter, selbstloser ~; der äußere ~ die äußere Erscheinungsform des Menschen; du musst etwas für deinen äußeren ~en tun <umg.> dich mehr pflegen; ein eigensinniger, freundlicher, netter, ganz natürlicher ~; die ersten ~en <AT> Adam u. Eva; du benimmst dich wie der erste ~! <umg.; scherzh.> unbeholfen, unerfahren; ein gescheiter, kluger, langweiliger ~; einen gesitteten ~en aus jmdm. machen ihn erziehen, Anstand lehren; ein guter ~, aber ein schlechter Künstler, Maler, Musiker, Sänger <umg.; scherzh.> (um ein ungünstiges Urteil über künstler. Fähigkeiten zu mildern); sie ist nur noch ein halber ~ <umg.> abgemagert, körperlich u. seelisch angegriffen; ich muss etwas für meinen inneren ~en tun <umg.; scherzh.> für mein leibl. Wohl sorgen; jeder ~ hat seine Fehler; dieser junge ~ bildet sich viel darauf ein; das konnte kein ~ ahnen niemand;
5 an Gott und den ~en zweifeln völlig verzweifelt sein; sich auf einen ~en (nicht) verlassen können; für einen ~en Achtung, Liebe, Verehrung, Zuneigung, Hass, Mitleid empfinden; sich für einen ~en einsetzen; den Umgang mit anderen ~en meiden, suchen; er ist gern unter ~en in Gesellschaft; er ist eine Seele von einem ~en <umg.> herzensgut, gutmütig; von ~ zu ~ mit jmdm. sprechen ohne konventionelle Schranken;
6 ;sehet, welch ein ~! (Joh. 19,5); welcher ~ vermag das? wer; [<ahd. mennisco, älter mannisco; zu mennisc „menschlich“; zu man(n) „Mensch“, got. mannisks „menschlich“; zu manna „Mensch“; Mann]
[Mensch]
[Menschen, Menschin, Menschinnen]