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Nagel  

Na|gel, der; -s, Nägel [mhd. nagel, ahd. nagal, urspr. nur = Finger-, Zehennagel, Kralle, Klaue; 1: nach Nagel (3) , wegen der Ähnlichkeit mit einer spitzen Kralle]:

1.am unteren Ende zugespitzter, am oberen Ende abgeplatteter od. abgerundeter [Metall]stift, der in etw. hineingetrieben wird (u. zum Befestigen von etw. od. zum Verbinden bes. von Holzteilen dient): ein rostiger N.; einen N. einschlagen; die Jacke an einen N. hängen; in einen N. treten; eine Kiste mit Nägeln zunageln;

*ein N. zu jmds. Sarg sein (salopp; jmdm. schweren, am Leben zehrenden Ärger, Kummer bereiten); den N. auf den Kopf treffen (ugs.; den Kernpunkt von etw. treffen, erfassen; H. u.); Nägel mit Köpfen machen (ugs.; sich nicht mit Halbheiten begnügen, etw. richtig anfangen, konsequent durchführen; bezogen auf den gewöhnlichen Nagel, der ohne Kopf fehlerhaft ist); etw. an den N. hängen (ugs.; etw. aufgeben, künftig nicht mehr machen; geht wohl darauf zurück, dass man früher sein Arbeitsgerät, seine Dienstkleidung o. Ä. in einer Baubude, Baracke o. Ä. ordentlich an einem Nagel aufhängte, wenn man eine Arbeit od. die Ausübung eines Berufes beendet hatte).


2.(Verkehrsw.) großer Nagel mit breitem, leicht gewölbtem Kopf, der (in Reihen angeordnet) der Fahrbahnmarkierung dient.


3.kleine, schildförmige Platte aus Horn auf dem vordersten Finger- bzw. Zehenglied: der N. ist eingerissen; Schmutz unter den Nägeln haben;

*jmdm. auf/unter den Nägeln brennen (ugs.; für jmdn. sehr dringlich sein; H. u., vielleicht bezogen auf eine entsprechende Foltermethode); sich <Dativ> etw. unter den N. reißen (salopp; sich etw. auf nicht ganz korrekte Weise aneignen); nicht das Schwarze unter dem/unterm N. (ugs.; überhaupt nichts).
nagel  

Nagel  

Na|gel, der; -s, Nägel [mhd. nagel, ahd. nagal, urspr. nur = Finger-, Zehennagel, Kralle, Klaue; 1: nach Nagel (3), wegen der Ähnlichkeit mit einer spitzen Kralle]:

1.am unteren Ende zugespitzter, am oberen Ende abgeplatteter od. abgerundeter [Metall]stift, der in etw. hineingetrieben wird (u. zum Befestigen von etw. od. zum Verbinden bes. von Holzteilen dient): ein rostiger N.; einen N. einschlagen; die Jacke an einen N. hängen; in einen N. treten; eine Kiste mit Nägeln zunageln;

*ein N. zu jmds. Sarg sein (salopp; jmdm. schweren, am Leben zehrenden Ärger, Kummer bereiten); den N. auf den Kopf treffen (ugs.; den Kernpunkt von etw. treffen, erfassen; H. u.); Nägel mit Köpfen machen (ugs.; sich nicht mit Halbheiten begnügen, etw. richtig anfangen, konsequent durchführen; bezogen auf den gewöhnlichen Nagel, der ohne Kopf fehlerhaft ist); etw. an den N. hängen (ugs.; etw. aufgeben, künftig nicht mehr machen; geht wohl darauf zurück, dass man früher sein Arbeitsgerät, seine Dienstkleidung o. Ä. in einer Baubude, Baracke o. Ä. ordentlich an einem Nagel aufhängte, wenn man eine Arbeit od. die Ausübung eines Berufes beendet hatte).


2.(Verkehrsw.) großer Nagel mit breitem, leicht gewölbtem Kopf, der (in Reihen angeordnet) der Fahrbahnmarkierung dient.


3.kleine, schildförmige Platte aus Horn auf dem vordersten Finger- bzw. Zehenglied: der N. ist eingerissen; Schmutz unter den Nägeln haben;

*jmdm. auf/unter den Nägeln brennen (ugs.; für jmdn. sehr dringlich sein; H. u., vielleicht bezogen auf eine entsprechende Foltermethode); sich <Dativ> etw. unter den N. reißen (salopp; sich etw. auf nicht ganz korrekte Weise aneignen); nicht das Schwarze unter dem/unterm N. (ugs.; überhaupt nichts).
Nagel  

n.
<m. 5u>
1 hölzerner od. metallener Stift mit zugespitztem Schaft u. einem Kopf zum Befestigen od. Verbinden von Gegenständen (Dielen~, Huf~, Polster~); Hornplatte auf der Oberseite des ersten Gliedes von Fingern u. Zehen (Finger~, Fuß~, Zehen~); Stiel von Blättern, die sich nach oben verbreitern u. abwinkeln, z.B. bei Nelken; = Nelke
2 ;der Nagel ist abgebrochen, eingerissen, eingewachsen, nachgewachsen; einen ~ einschlagen, herausziehen, krumm schlagen; die (Finger-, Zehen-) Nägel feilen, lackieren, pflegen, polieren, schneiden, verschneiden; er hat einen ~ im Kopf <fig.; umg.> ist dünkelhaft u. dumm; sein: du bist ein ~ zu meinem Sarg <fig.> du trägst zu meinem frühen Tod bei, bereitest mir viel Kummer, Ärger; den ~ auf den Kopf treffen <fig.> eine Sache genau, richtig beurteilen, bezeichnen;
3 ;abgekaute, gepflegte, kurze, lange, lackierte, ungepflegte Nägel
4 etwas an einem ~ aufhängen (Kleidungsstück); er hat seinen Beruf, sein Geschäft, sein Studium an den ~ gehängt <fig.> ihn bzw. es aufgegeben; die Sache brennt mir auf den Nägeln <fig.> ist mir sehr eilig; ein ~ aus Eisen, Holz, Messing; Bergschuhe mit Nägeln beschlagen lassen; Nägel mit Köpfen machen <umg.> konsequent, richtig, überlegt handeln, etwas bis zu Ende durchführen; er besitzt, hat nicht das Schwarze unter den Nägeln <fig.; umg.> er besitzt nichts; er gönnt anderen nicht das Schwarze unter den Nägeln <fig.> er ist missgünstig, neidisch; sich etwas unter den ~ reißen, ritzen <fig.; umg.> es geschickt entwenden, sich bei günstiger Gelegenheit aneignen; [<ahd. nagal, engl. nail, got. nagls „Nagel an Fingern u. Zehen, Stift“; zu idg. *nogho-, *ngho- „Nagel an den Fingern und Zehen, Kralle, Klaue“]
['Na·gel]
[Nagels, Nägel, Nägeln]