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Natur  

Na|tur die; -, -en <lat.>:

1.(ohne Plural) Gesamtheit dessen, was an organischen u. anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des Menschen existiert od. sich entwickelt; Stoff, Substanz, Materie in allen Erscheinungsformen.


2.(ohne Plural) [Gesamtheit der] Pflanzen, Tiere, Gewässer u. Gesteine als Teil der Erdoberfläche od. eines bestimmten Gebietes [das nicht od. nur wenig von Menschen besiedelt od. umgestaltet ist].


3.a)[auf Veranlagung beruhende] geistige, seelische, körperliche od. biologische Eigentümlichkeit, Besonderheit, Eigenart von [bestimmten] Menschen od. Tieren, die ihr spontanes Verhalten o. Ä. entscheidend prägt;

b)Mensch im Hinblick auf eine bestimmte, typische Eigenschaft, Eigenart.



4.(ohne Plural) einer Sache o. Ä. eigentümliche Beschaffenheit.


5.(ohne Plural) natürliche, ursprüngliche Beschaffenheit, natürlicher Zustand von etwas
Natur  

Na|tur, die; -, -en [mhd. natūre, ahd. natūra < lat. natura="Geburt;" natürliche Beschaffenheit; Schöpfung, zu: natum, 2. Part. von: nasci="geboren" werden, entstehen]:

1.<o. Pl.> alles, was an organischen u. anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des Menschen existiert od. sich entwickelt: die unbelebte N.; die N. beobachten; die Wunder der N.; die N. hat sie stiefmütterlich bedacht (sie hat ein Gebrechen, ist hässlich).


2. <o. Pl.> [Gesamtheit der] Pflanzen, Tiere, Gewässer u. Gesteine als Teil der Erdoberfläche od. eines bestimmten Gebietes [das nicht od. nur wenig von Menschen besiedelt od. umgestaltet ist]: die blühende N.; [etw.] nach der N. (nach einem realen Vorbild) zeichnen; in die freie N. (ins Freie) hinauswandern.


3.a)<Pl. selten> geistige, seelische, körperliche od. biologische Eigentümlichkeit, Eigenart von [bestimmten] Menschen od. Tieren, die ihr spontanes Verhalten o. Ä. entscheidend prägt: die tierische N.; sie hat eine gesunde, kräftige, eiserne (ugs.; sehr stabile) N. (Konstitution); er kann seine N. nicht verleugnen (er kann sich nicht verstellen); sein Verhalten ist wider die N. (verstößt gegen die ungeschriebenen Gesetze menschlichen Verhaltens, Empfindens o. Ä.); das liegt nicht in seiner N. (entspricht nicht seiner Art);

R die N. verlangt ihr Recht (ich muss einem Bedürfnis nachgeben, einen Trieb befriedigen); er ist von N. [aus/her] (seinem Wesen nach);


*jmdm. gegen/wider die N. gehen/sein (jmdm. sehr widerstreben); jmdm. zur zweiten N. werden (jmdm. selbstverständlich, zur festen Gewohnheit werden);

b)Mensch im Hinblick auf eine bestimmte, typische Eigenschaft, Eigenart: er ist eine kämpferische N.; sie sind einander widersprechende -en.



4.<o. Pl.> (einer Sache o. Ä.) eigentümliche Beschaffenheit: Fragen [von] grundsätzlicher N.;

*in der N. von etw. liegen (untrennbar zur besonderen Beschaffenheit, zum Wesen von etw. gehören): das liegt in der N. der Sache.


5.<o. Pl.> natürliche, ursprüngliche Beschaffenheit, natürlicher Zustand von etw.: ein Schlafzimmer in Birke N. (Schlafzimmermöbel in naturfarbenem Birkenholz);

*N. sein (echt, nicht künstlich sein).
Natur  

Na|tur, die; -, -en <lat.>;in Eiche natur od. Natur; vgl. auch in natura
Natur  


1. Feld und Wald, Flora und Fauna, [natürliche] Umwelt, Naturreich, Tier- und Pflanzenwelt, [unberührte] Landschaft; (geh.): Mutter Natur, Wald und Flur.

2. Art, Charakter, Eigenart, Eigentümlichkeit, Gemütsart, Persönlichkeit, Temperament, Typ, Veranlagung, Wesen, Wesensart; (bildungsspr.): Disposition, Individualität, Naturell, Typus.

3. Beschaffenheit, Zustand.

[Natur]
[Naturen]
Natur  

Na|tur, die; -, -en [mhd. natūre, ahd. natūra < lat. natura="Geburt;" natürliche Beschaffenheit; Schöpfung, zu: natum, 2. Part. von: nasci="geboren" werden, entstehen]:

1.<o. Pl.> alles, was an organischen u. anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des Menschen existiert od. sich entwickelt: die unbelebte N.; die N. beobachten; die Wunder der N.; die N. hat sie stiefmütterlich bedacht (sie hat ein Gebrechen, ist hässlich).


2. <o. Pl.> [Gesamtheit der] Pflanzen, Tiere, Gewässer u. Gesteine als Teil der Erdoberfläche od. eines bestimmten Gebietes [das nicht od. nur wenig von Menschen besiedelt od. umgestaltet ist]: die blühende N.; [etw.] nach der N. (nach einem realen Vorbild) zeichnen; in die freie N. (ins Freie) hinauswandern.


3.
a)<Pl. selten> geistige, seelische, körperliche od. biologische Eigentümlichkeit, Eigenart von [bestimmten] Menschen od. Tieren, die ihr spontanes Verhalten o. Ä. entscheidend prägt: die tierische N.; sie hat eine gesunde, kräftige, eiserne (ugs.; sehr stabile) N. (Konstitution); er kann seine N. nicht verleugnen (er kann sich nicht verstellen); sein Verhalten ist wider die N. (verstößt gegen die ungeschriebenen Gesetze menschlichen Verhaltens, Empfindens o. Ä.); das liegt nicht in seiner N. (entspricht nicht seiner Art);

Rdie N. verlangt ihr Recht (ich muss einem Bedürfnis nachgeben, einen Trieb befriedigen); er ist von N. [aus/her] (seinem Wesen nach);


*jmdm. gegen/wider die N. gehen/sein (jmdm. sehr widerstreben); jmdm. zur zweiten N. werden (jmdm. selbstverständlich, zur festen Gewohnheit werden);

b)Mensch im Hinblick auf eine bestimmte, typische Eigenschaft, Eigenart: er ist eine kämpferische N.; sie sind einander widersprechende -en.



4.<o. Pl.> (einer Sache o. Ä.) eigentümliche Beschaffenheit: Fragen [von] grundsätzlicher N.;

*in der N. von etw. liegen (untrennbar zur besonderen Beschaffenheit, zum Wesen von etw. gehören): das liegt in der N. der Sache.


5.<o. Pl.> natürliche, ursprüngliche Beschaffenheit, natürlicher Zustand von etw.: ein Schlafzimmer in Birke N. (Schlafzimmermöbel in naturfarbenem Birkenholz);

*N. sein (echt, nicht künstlich sein).
Natur  

n.

I <f. 20>
1 die uns umgebende, von Menschen nicht geschaffene Welt u. die ihr innewohnende Schöpferkraft; ursprünglicher, unverfälschter Zustand; Selbstgewachsenes; Urbild; Wald u. Feld, freies Land; Körperbeschaffenheit; Wesensart, Veranlagung, Charakter, Temperament; <oberdt.> Geschlechtsteile; <österr. a.> Sperma
2 ;das Buch der ~ <fig.> die Geheimnisse, die Wunder der ~; bei Mutter ~ übernachten im Freien; die drei Reiche der ~ Pflanzen, Steine, Tiere; die Stimme der ~ der Trieb;
3 ;er kann seine ~ nicht ändern, bezwingen, verleugnen; das entspricht nicht seiner ~; seine ~ erleichtern <oberdt.> harnen; die ~ genießen; sein: ihr Haar ist ~ ist echt, nicht künstlich gewellt od. gefärbt;
4 es wurde ihm zur zweiten ~ zur festen Gewohnheit; die belebte und die unbelebte ~; er hat eine eiserne ~ ist kerngesund, widerstandsfähig; eine leicht erregbare, schwer lenkbare, problematische ~; die erwachende, liebliche ~ (im Frühling); in die freie ~ hinauswandern, -fahren, -ziehen; eine gesunde, kräftige, schwache, starke ~; das sind Fragen grundsätzlicher ~ Art; sie hat eine heitere, glückliche ~ ist heiter, glücklich veranlagt; seine Verletzungen waren nur leichter ~ Art; sie ist eine schöpferische ~
5 ;diese Schwierigkeiten liegen in der ~ der Sache; das ist gegen meine ~ es widerstrebt mir, ist mir im Innersten zuwider; dieses Bild ist nach der ~ gemalt, gezeichnet; sie ist von ~ (aus) ängstlich, fröhlich, schüchtern; das ist wider die ~ unnatürlich, widernatürlich; zurück zur ~!
II <zählb.>
6 Mensch mit einer bestimmten Wesensart; die beiden sind einander widersprechende ~en [<ahd. natura <lat. natura „Kraft, Trieb; Natur, Naturkraft; Welt, Weltordnung; Schöpfung“]
[Na'tur]
[Naturen]