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noch  

1nọch <Adv.> [mhd. noch, ahd. noh, aus: nu (1↑ nun ) u. -h (in Zus.) = auch, und, eigtl. = jetzt auch]:

1.a)drückt aus, dass ein Zustand, Vorgang weiterhin anhält [aber möglicherweise bald beendet sein wird]: sie ist n. wach; das gibt es n. heute/heute n.; es regnet kaum n. (fast nicht mehr); (betont, meist in Spitzenstellung:) n. regnet es nicht (es regnet jetzt noch nicht, aber [vielleicht, wahrscheinlich] bald);

b)(unbetont, in Verbindung mit einer Mengenangabe o. Ä.) drückt aus, dass es sich um etw. handelt, was von etw. übrig geblieben ist: ich habe [nur] n. zwei Euro.



2.a)bevor etw. anderes geschieht: ich muss [erst] n. duschen;

b)drückt aus, dass etw. nach der Überzeugung des Sprechers, der Sprecherin (zu einem unbestimmten Zeitpunkt) in der Zukunft eintreten wird: irgendwann später einmal, zu gegebener Zeit; schließlich: er wird n. kommen;

c)wenn nichts geschieht, es zu verhindern; womöglich [sogar]: du kommst n. zu spät [wenn du so trödelst].



3.a)(in Verbindung mit einer Zeitangabe oder einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) drückt aus, dass der genannte Zeitpunkt relativ kurz vor einem bestimmten anderen [an dem die jeweilige Situation entscheidend verändert ist] liegt: gestern habe ich n./n. gestern habe ich mit ihm gesprochen; n. in Köln (als wir in Köln waren) lief der Motor einwandfrei;

b)(in Verbindung mit einer Zeitangabe od. einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) räumt ein, dass es sich um einen den Umständen nach sehr frühen Zeitpunkt, sehr begrenzten Zeitraum handelt, u. betont gleichzeitig die Zeit- bzw. Ortsangabe: er wurde n. am Unfallort operiert;

c)drückt aus, dass ein bestimmtes Geschehen, ein Umstand einige Zeit später nicht mehr möglich [gewesen] wäre: er hat seinen Urgroßvater n. gekannt;

d)drückt aus, dass der Endpunkt einer Entwicklung nicht erreicht ist, dass sich etw. im Rahmen des Akzeptablen, Möglichen o. Ä. hält, obwohl zum Gegenteil nur wenig fehlt: das geht n.; das ist ja n. [ein]mal gut gegangen.



4.a)drückt aus, dass etw. [Gleiches] zu etw. anderem, bereits Vorhandenem hinzukommt, oft als Verstärkung anderer Adverbien (wie außerdem, zusätzlich, dazu): wer war n. da?; er hat [auch, außerdem] n. ein Fahrrad; hinzu kommt n., dass ...; n. [ein]mal so lang wie (doppelt so lang wie); (betont:) was soll ich denn n. tun?;

*n. und n./(ugs. scherzh.:) n. und nöcher (ugs. scherzh.; in großer Menge, Anzahl; in hohem Maße; sehr viel): er hat Geld n. und nöcher; n. und nochmals/n. und n. einmal (immer wieder);

b)(in Verbindung mit einem Komparativ o. Ä.) betont den höheren Grad o. Ä.: es ist heute n. wärmer als gestern; (nachgestellt, geh.) sie ist schöner n. als Aphrodite.



5.(n. + so) verstärkt das folgende Wort u. zeigt ein konzessives Verhältnis an: du kannst n. so [sehr] bitten, es wird dir nichts nützen.


2nọch <Konj.> [mhd. noch, ahd. noh, zusgez. aus: ne = nicht u. ouh = auch, eigtl. = auch nicht]: schließt in Korrelation mit einer Negation ein zweites Glied [u. weitere Glieder] einer Aufzählung an: und auch nicht: er kann weder lesen n. schreiben; (geh.:) sie hat keine Verwandten/nicht Verwandte n. Freunde.

3noch <Partikel; unbetont>:

1.drückt in Aussagesätzen eine Verstärkung aus, wobei der Sprecher andeutet, dass er eine Bestätigung, Zustimmung seines Gesprächspartners erwartet od. voraussetzt: auf ihn kann man sich n. verlassen.


2.drückt in Aussage- od. Ausrufesätzen eine gewisse Erregung o. Ä. aus, wobei der Sprecher seinen Gesprächspartner [mit drohendem Unterton] auf zu erwartende Konsequenzen in Bezug auf dessen Äußerungen, Handlungen o. Ä. hinweisen will: das wirst du n. bereuen!; der wird sich n. wundern!


3.drückt in Aussagesätzen od. [rhetorischen] Fragesätzen Empörung, Erstaunen o. Ä. aus (oft in Verbindung mit 3»doch« ): man wird [doch] n. fragen dürfen.


4.drückt in Aussagesätzen aus, dass der Sprecher einen Sachverhalt o. Ä. als nicht schwerwiegend, als etwas nicht besonders Beachtenswertes o. Ä. ansieht (immer in Verbindung mit einer Negation): das kostet n. keine fünf Euro.


5.3doch (4) : wie hieß er n. gleich?
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1. augenblicklich, bisher, bis jetzt, bis heute, derzeit, momentan, nach wie vor, weiterhin, zurzeit; (schweiz.): bis anhin; (landsch.): bislang.

2. a) irgendwann, schließlich, [später] einmal.

b) vielleicht, womöglich.

[noch]

gerade noch
allenfalls, äußerstenfalls, bestenfalls, höchstens, im günstigsten Fall; (ugs.): wenns hoch kommt.
[• noch]
noch  

1nọch <Adv.> [mhd. noch, ahd. noh, aus: nu (1↑ nun) u. -h (in Zus.) = auch, und, eigtl. = jetzt auch]:

1.
a)drückt aus, dass ein Zustand, Vorgang weiterhin anhält [aber möglicherweise bald beendet sein wird]: sie ist n. wach; das gibt es n. heute/heute n.; es regnet kaum n. (fast nicht mehr); (betont, meist in Spitzenstellung:) n. regnet es nicht (es regnet jetzt noch nicht, aber [vielleicht, wahrscheinlich] bald);

b)(unbetont, in Verbindung mit einer Mengenangabe o. Ä.) drückt aus, dass es sich um etw. handelt, was von etw. übrig geblieben ist: ich habe [nur] n. zwei Euro.



2.
a)bevor etw. anderes geschieht: ich muss [erst] n. duschen;

b)drückt aus, dass etw. nach der Überzeugung des Sprechers, der Sprecherin (zu einem unbestimmten Zeitpunkt) in der Zukunft eintreten wird: irgendwann später einmal, zu gegebener Zeit; schließlich: er wird n. kommen;

c)wenn nichts geschieht, es zu verhindern; womöglich [sogar]: du kommst n. zu spät [wenn du so trödelst].



3.
a)(in Verbindung mit einer Zeitangabe oder einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) drückt aus, dass der genannte Zeitpunkt relativ kurz vor einem bestimmten anderen [an dem die jeweilige Situation entscheidend verändert ist] liegt: gestern habe ich n./n. gestern habe ich mit ihm gesprochen; n. in Köln (als wir in Köln waren) lief der Motor einwandfrei;

b)(in Verbindung mit einer Zeitangabe od. einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) räumt ein, dass es sich um einen den Umständen nach sehr frühen Zeitpunkt, sehr begrenzten Zeitraum handelt, u. betont gleichzeitig die Zeit- bzw. Ortsangabe: er wurde n. am Unfallort operiert;

c)drückt aus, dass ein bestimmtes Geschehen, ein Umstand einige Zeit später nicht mehr möglich [gewesen] wäre: er hat seinen Urgroßvater n. gekannt;

d)drückt aus, dass der Endpunkt einer Entwicklung nicht erreicht ist, dass sich etw. im Rahmen des Akzeptablen, Möglichen o. Ä. hält, obwohl zum Gegenteil nur wenig fehlt: das geht n.; das ist ja n. [ein]mal gut gegangen.



4.
a)drückt aus, dass etw. [Gleiches] zu etw. anderem, bereits Vorhandenem hinzukommt, oft als Verstärkung anderer Adverbien (wie außerdem, zusätzlich, dazu): wer war n. da?; er hat [auch, außerdem] n. ein Fahrrad; hinzu kommt n., dass ...; n. [ein]mal so lang wie (doppelt so lang wie); (betont:) was soll ich denn n. tun?;

*n. und n./(ugs. scherzh.:) n. und nöcher (ugs. scherzh.; in großer Menge, Anzahl; in hohem Maße; sehr viel): er hat Geld n. und nöcher; n. und nochmals/n. und n. einmal (immer wieder);

b)(in Verbindung mit einem Komparativ o. Ä.) betont den höheren Grad o. Ä.: es ist heute n. wärmer als gestern; (nachgestellt, geh.) sie ist schöner n. als Aphrodite.



5.(n. + so) verstärkt das folgende Wort u. zeigt ein konzessives Verhältnis an: du kannst n. so [sehr] bitten, es wird dir nichts nützen.


2nọch <Konj.> [mhd. noch, ahd. noh, zusgez. aus: ne = nicht u. ouh = auch, eigtl. = auch nicht]: schließt in Korrelation mit einer Negation ein zweites Glied [u. weitere Glieder] einer Aufzählung an: und auch nicht: er kann weder lesen n. schreiben; (geh.:) sie hat keine Verwandten/nicht Verwandte n. Freunde.

3noch <Partikel; unbetont>:

1.drückt in Aussagesätzen eine Verstärkung aus, wobei der Sprecher andeutet, dass er eine Bestätigung, Zustimmung seines Gesprächspartners erwartet od. voraussetzt: auf ihn kann man sich n. verlassen.


2.drückt in Aussage- od. Ausrufesätzen eine gewisse Erregung o. Ä. aus, wobei der Sprecher seinen Gesprächspartner [mit drohendem Unterton] auf zu erwartende Konsequenzen in Bezug auf dessen Äußerungen, Handlungen o. Ä. hinweisen will: das wirst du n. bereuen!; der wird sich n. wundern!


3.drückt in Aussagesätzen od. [rhetorischen] Fragesätzen Empörung, Erstaunen o. Ä. aus (oft in Verbindung mit 3»doch«): man wird [doch] n. fragen dürfen.


4.drückt in Aussagesätzen aus, dass der Sprecher einen Sachverhalt o. Ä. als nicht schwerwiegend, als etwas nicht besonders Beachtenswertes o. Ä. ansieht (immer in Verbindung mit einer Negation): das kostet n. keine fünf Euro.


5.3doch (4): wie hieß er n. gleich?
noch  

[I. mhd. noch, ahd. noh, aus: nu (nun) u. -h (in Zus.)= auch, und, eigtl.= jetzt auch; II. mhd. noch, ahd. noh, zusgez. aus: ne= nicht u. ouh= auch, eigtl.= auch nicht]: I. Adv. 1. a) drückt aus, dass ein Zustand, Vorgang weiterhin anhält [aber möglicherweise bald beendet sein wird]: sie ist n. wach; das gibt es n. heute/heute n.; es regnet kaum n. (fast nicht mehr); (betont, meist in Spitzenstellung:) n. regnet es nicht (es regnet jetzt noch nicht, aber [vielleicht, wahrscheinlich] bald); b) (unbetont, in Verbindung mit einer Mengenangabe o.Ä.) drückt aus, dass es sich um etw. handelt, was von etw. übrig geblieben ist: ich habe [nur] n. zwei Mark. 2. a) bevor etw. anderes geschieht: ich muss [erst] n. duschen; b) drückt aus, dass etw. nach der Überzeugung des Sprechers, der Sprecherin (zu einem unbestimmten Zeitpunkt) in der Zukunft eintreten wird: irgendwann später einmal, zu gegebener Zeit; schließlich: er wird n. kommen; c) wenn nichts geschieht, es zu verhindern; womöglich [sogar]: du kommst n. zu spät [wenn du so trödelst]. 3. a) (in Verbindung mit einer Zeitangabe oder einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) drückt aus, dass der genannte Zeitpunkt relativ kurz vor einem bestimmten anderen [an dem die jeweilige Situation entscheidend verändert ist] liegt: gestern habe ich n./n. gestern habe ich mit ihm gesprochen; n. in Köln (als wir in Köln waren) lief der Motor einwandfrei; b) (in Verbindung mit einer Zeitangabe od. einer Ortsangabe, die eine Zeitangabe ersetzt) räumt ein, dass es sich um einen den Umständen nach sehr frühen Zeitpunkt, sehr begrenzten Zeitraum handelt, u. betont gleichzeitig die Zeit- bzw. Ortsangabe: er wurde n. am Unfallort operiert; c) drückt aus, dass ein bestimmtes Geschehen, ein Umstand einige Zeit später nicht mehr möglich [gewesen] wäre: er hat seinen Urgroßvater n. gekannt; d) drückt aus, dass der Endpunkt einer Entwicklung nicht erreicht ist, dass sich etw. im Rahmen des Akzeptablen, Möglichen o.Ä. hält, obwohl zum Gegenteil nur wenig fehlt: das geht n.; das ist ja n. [ein]mal gut gegangen. 4. a) drückt aus, dass etw. [Gleiches] zu etw. anderem, bereits Vorhandenem hinzukommt, oft als Verstärkung anderer Adverbien (wie außerdem, zusätzlich, dazu): wer war n. da?; er hat [auch, außerdem] n. ein Fahrrad; hinzu kommt n., dass...; n. [ein]mal so lang wie (doppelt so lang wie); (betont:) was soll ich denn n. tun?; *n. und n./(ugs. scherzh.:) n. und nöcher (in großer Menge, Anzahl; in hohem Maße; sehr viel): er hat Geld n. und nöcher; n. und nochmals/n. und n. einmal (immer wieder); b) (in Verbindung mit einem Komparativ o.Ä.) betont den höheren Grad o.Ä.: es ist heute n. wärmer als gestern; (nachgestellt, geh.:) sie ist schöner n. als Aphrodite. 5. (n. + so) verstärkt das folgende Wort u. zeigt ein konzessives Verhältnis an: du kannst n. so [sehr] bitten, es wird dir nichts nützen. II. [Konj.] schließt in Korrelation mit einer Negation ein zweites Glied [u. weitere Glieder] einer Aufzählung an: und auch nicht: er kann weder lesen n. schreiben; (geh.:) sie hat keine Verwandten/nicht Verwandte n. Freunde. III. [Partikel; unbetont] 1. drückt in Aussagesätzen eine Verstärkung aus, wobei der Sprecher andeutet, dass er eine Bestätigung, Zustimmung seines Gesprächspartners erwartet od. voraussetzt: auf ihn kann man sich n. verlassen. 2. drückt in Aussage- od. Ausrufesätzen eine gewisse Erregung o.Ä. aus, wobei der Sprecher seinen Gesprächspartner [mit drohendem Unterton] auf zu erwartende Konsequenzen in Bezug auf dessen Äußerungen, Handlungen o.Ä. hinweisen will: das wirst du n. bereuen!; der wird sich n. wundern! 3. drückt in Aussagesätzen od. [rhetorischen] Fragesätzen Empörung, Erstaunen o.Ä. aus (oft in Verbindung mit ?doch? III): man wird [doch] n. fragen dürfen. 4. drückt in Aussagesätzen aus, dass der Sprecher einen Sachverhalt o.Ä. als nicht schwerwiegend, als etwas nicht besonders Beachtenswertes o.Ä. ansieht (immer in Verbindung mit einer Negation): das kostet n. keine fünf Mark. 5. doch (III 4): wie hieß er n. gleich?
noch  

adv.
<Adv.; verstärkend zum Ausdruck der Erwartung, Ungeduld, Entrüstung sowie der Steig.>
1 außerdem, weiter(hin), zusätzlich; bis jetzt, auch jetzt, fortdauernd; irgendwann
2 ;~ einer!; nur schnell ~ eins (muss ich dir sagen); möchtest du ~ etwas Fleisch (haben)?; ~ ein Wort, und ich gehe!; nur schnell ~ ein Wort! (das ich dir sagen muss); ich habe ~ Zeit es eilt mir nicht; ~ ist es Zeit (für deinen Entschluss); haben Sie ~ ein Zimmer frei (zu vermieten)?
3 das mag ~ angehen, hingehen ist erträglich; ich werde es dir ~ erzählen; ist sie ~ zu haben? <umg.> ledig, ungebunden; dazu kommt ~ Folgendes: …; er wird schon ~ kommen; da kannst du ~ lachen?; ich werde es dir ~ sagen; warte ~!; weißt du ~, wie es damals war?
4 ;bitte ~ ein, zwei Bier; ~ einmal, <od. umg. mal> so groß; etwas ~ einmal tun es wiederholen; ~ größer, kleiner, höher; ein Dutzend oder ~ mehr; ich will nur schnell ~ den Brief fertig schreiben; das wäre ja ~ schöner! <fig.; umg.> das kommt nicht in Frage; ich habe ~ viel zu tun; es ist ~ warm; nur ~ wenig
5 ~ dazu obendrein, außerdem; ich kam gerade ~ zurecht; ich habe ~ gestern mit ihm telefoniert; bitte mach die Arbeit ~ heute fertig!; ~ immer keine Nachricht; ich denke kaum ~ daran; es ist ~ nicht so weit; jede ~ so kleine Spende <verstärkend> und wenn es ~ so sehr regnet, schneit, stürmt; und wenn du dich ~ so ärgerst, es nützt dir nichts; ~ und ~ ohne Ende, zahllos, in großen Mengen; ~ vor Dienstag, Monatsende [<ahd. noh „und jetzt, auch jetzt“ <nu „jetzt“ (nun), got. nauh]
[noch1]

adv.
<Konj.> und nicht, auch nicht; er besaß nicht Geld ~ Gut; weder Schuhe ~ Strümpfe; wir sind weder arm ~ reich [<ahd. noh „und nicht, auch nicht“ <ne „nicht“ + ouh „auch“]
[noch2]