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nun  

1nun <Adv.> [mhd. nŭ(n), ahd. nŭ, wahrscheinlich ablautend verwandt mit ↑ neu ; vgl. griech. ný, nỹn = jetzt]:

1.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem etw. eintritt, einsetzt; jetzt: von n. an waren sie Freunde; ich muss n. gehen.


2.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt mit seinen durch ein vorausgegangenes Geschehen bestimmten Gegebenheiten, die jmds. Handeln, Zustand o. Ä. bedingen; unter diesen Umständen: n. gerade! (jetzt erst recht!); was n.? (was können wir in dieser Situation tun?).


3.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem ein bestimmter Vorgang als abgeschlossen od. ein früher eingetretener Zustand als noch bestehend konstatiert wird; inzwischen, mittlerweile: die Lage hat sich n. stabilisiert.


4.bezeichnet die gegenwärtige od. eine vom Sprecher als gegenwärtig gesetzte Zeit, sofern sie sich in bestimmter Hinsicht gegen die Vergangenheit abhebt; heute, (2), heutzutage.


2nun <Partikel> [zu: 1nun ]:

1.<unbetont> drückt im Aussagesatz einen Gegensatz zwischen Erwartung u. eingetretener Wirklichkeit, zwischen Behauptung u. tatsächlichem Sachverhalt o. Ä. aus; aber, jedoch: inzwischen hat sich n. herausgestellt, dass ...


2.<unbetont> schließt in einer Entscheidungsfrage eine negative Antwort ein [u. soll dem Gesprächspartner eine solche suggerieren]; etwa, vielleicht: hat sich das n. gelohnt?


3. <unbetont> a)drückt in Aussagesätzen, meist in Verbindung mit »[ein]mal«, die Einsicht in einen Tatbestand aus, der für unabänderlich gehalten wird; eben, halt: siehst du, so ist das n.;

b)in Aussagesätzen in Korrelation zu vorangehendem »da« als Ausdruck der Ratlosigkeit, Resignation o. Ä.: da stehe ich n. und weiß nicht weiter.



4.<unbetont> dient in Verbindung mit bestimmten Modaladverbien od. -partikeln der Nachdrücklichkeit: solche Zweifel waren n. doch wirklich unberechtigt; muss das n. ausgerechnet jetzt sein?


5.<betont> leitet in isolierter Stellung am Satzanfang eine als wichtig erachtete Aussage, eine Folgerung, eine resümierende Feststellung o. Ä. ein od. bildet den Auftakt zu einer situationsbedingten Frage; also: n., n.! (als Ausdruck der Beschwichtigung od. des Einwandes); n. gut! (meinetwegen, einverstanden!); n., wie stehts?; n. ja (als Ausdruck zögernden Einverständnisses, Eingeständnisses; na ja); n. denn! (also, dann wollen wir beginnen!); n. denn, viel Spaß!


6. <unbetont> situationsbedingt emotional verstärkend als Ausdruck der Ungeduld, Befürchtung, Enttäuschung o. Ä.: kommst du n. mit oder nicht?


7. <unbetont> dient der Verknüpfung u. Weiterführung der Rede: n. muss man hinzufügen, dass sie es nicht gern getan hat.


3nun <Konj.> [zu: 1nun ] (geh. veraltend):

1. <temporal mit kausaler Tönung> nachdem, da: n. sie so lange krank war, muss sie sich noch schonen.


2.<temporal> als: n. sie es erfuhr, war es zu spät.
nun  


1. augenblicklich, eben, gerade [eben/jetzt], im Augenblick, im Moment, in dieser Sekunde, jetzt, soeben; (ugs.): grade [eben]; (veraltet): justament.

2. in dieser Situation, unter diesen Umständen.

3. in der Zwischenzeit, inzwischen, jetzt, mittlerweile, unterdessen, währenddessen; (geh.): derweil; (veraltet): derweilen.

4. heute, heutzutage, in der gegenwärtigen Zeit, in unsrer Zeit, jetzt; (veraltend): heutigentags.

[1nun]


1. aber, dagegen, demgegenüber, doch, hingegen, im Gegensatz dazu, jedoch; (geh.): dahingegen, indes[sen]; (veraltend): hinwieder[um].

2. etwa, möglicherweise, vielleicht, womöglich.

[2nun]
nun  

1nun <Adv.> [mhd. nŭ(n), ahd. nŭ, wahrscheinlich ablautend verwandt mit ↑ neu; vgl. griech. ný, nỹn = jetzt]:

1.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem etw. eintritt, einsetzt; jetzt: von n. an waren sie Freunde; ich muss n. gehen.


2.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt mit seinen durch ein vorausgegangenes Geschehen bestimmten Gegebenheiten, die jmds. Handeln, Zustand o. Ä. bedingen; unter diesen Umständen: n. gerade! (jetzt erst recht!); was n.? (was können wir in dieser Situation tun?).


3.bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem ein bestimmter Vorgang als abgeschlossen od. ein früher eingetretener Zustand als noch bestehend konstatiert wird; inzwischen, mittlerweile: die Lage hat sich n. stabilisiert.


4.bezeichnet die gegenwärtige od. eine vom Sprecher als gegenwärtig gesetzte Zeit, sofern sie sich in bestimmter Hinsicht gegen die Vergangenheit abhebt; heute, (2)heutzutage.


2nun <Partikel> [zu: 1nun]:

1.<unbetont> drückt im Aussagesatz einen Gegensatz zwischen Erwartung u. eingetretener Wirklichkeit, zwischen Behauptung u. tatsächlichem Sachverhalt o. Ä. aus; aber, jedoch: inzwischen hat sich n. herausgestellt, dass ...


2.<unbetont> schließt in einer Entscheidungsfrage eine negative Antwort ein [u. soll dem Gesprächspartner eine solche suggerieren]; etwa, vielleicht: hat sich das n. gelohnt?


3. <unbetont>
a)drückt in Aussagesätzen, meist in Verbindung mit »[ein]mal«, die Einsicht in einen Tatbestand aus, der für unabänderlich gehalten wird; eben, halt: siehst du, so ist das n.;

b)in Aussagesätzen in Korrelation zu vorangehendem »da« als Ausdruck der Ratlosigkeit, Resignation o. Ä.: da stehe ich n. und weiß nicht weiter.



4.<unbetont> dient in Verbindung mit bestimmten Modaladverbien od. -partikeln der Nachdrücklichkeit: solche Zweifel waren n. doch wirklich unberechtigt; muss das n. ausgerechnet jetzt sein?


5.<betont> leitet in isolierter Stellung am Satzanfang eine als wichtig erachtete Aussage, eine Folgerung, eine resümierende Feststellung o. Ä. ein od. bildet den Auftakt zu einer situationsbedingten Frage; also: n., n.! (als Ausdruck der Beschwichtigung od. des Einwandes); n. gut! (meinetwegen, einverstanden!); n., wie stehts?; n. ja (als Ausdruck zögernden Einverständnisses, Eingeständnisses; na ja); n. denn! (also, dann wollen wir beginnen!); n. denn, viel Spaß!


6. <unbetont> situationsbedingt emotional verstärkend als Ausdruck der Ungeduld, Befürchtung, Enttäuschung o. Ä.: kommst du n. mit oder nicht?


7. <unbetont> dient der Verknüpfung u. Weiterführung der Rede: n. muss man hinzufügen, dass sie es nicht gern getan hat.


3nun <Konj.> [zu: 1nun] (geh. veraltend):

1. <temporal mit kausaler Tönung> nachdem, da: n. sie so lange krank war, muss sie sich noch schonen.


2.<temporal> als: n. sie es erfuhr, war es zu spät.
nun  

[mhd. nu(n), ahd. nu, wahrscheinlich ablautend verwandt mit neu; vgl. griech. ny, nyn= jetzt]: I. Adv. 1. bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem etw. eintritt, einsetzt; jetzt: ich muss n. gehen; von n. an waren sie Freunde. 2. bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt mit seinen durch ein vorausgegangenes Geschehen bestimmten Gegebenheiten, die jmds. Handeln, Zustand o.Ä. bedingen; unter diesen Umständen: was n.? (was können wir in dieser Situation tun?); n. gerade! (jetzt erst recht!). 3. bezeichnet den gegenwärtigen od. einen vom Sprecher als gegenwärtig gesetzten Zeitpunkt, zu dem ein bestimmter Vorgang als abgeschlossen od. ein früher eingetretener Zustand als noch bestehend konstatiert wird; inzwischen, mittlerweile: die Lage hat sich n. stabilisiert. 4. bezeichnet die gegenwärtige od. eine vom Sprecher als gegenwärtig gesetzte Zeit, sofern sie sich in bestimmter Hinsicht gegen die Vergangenheit abhebt; heute (2), heutzutage. II. [Partikel] 1. [unbetont] drückt im Aussagesatz einen Gegensatz zwischen Erwartung u. eingetretener Wirklichkeit, zwischen Behauptung u. tatsächlichem Sachverhalt o.Ä. aus; aber, jedoch: inzwischen hat sich n. herausgestellt, dass... 2. [unbetont] schließt in einer Entscheidungsfrage eine negative Antwort ein [u. soll dem Gesprächspartner eine solche suggerieren]; etwa, vielleicht: hat sich das n. gelohnt? 3. [unbetont] a) drückt in Aussagesätzen, meist in Verbindung mit ?[ein]mal?, die Einsicht in einen Tatbestand aus, der für unabänderlich gehalten wird; eben, halt: siehst du, so ist das n.; b) in Aussagesätzen in Korrelation zu vorangehendem ?da? als Ausdruck der Ratlosigkeit, Resignation o.Ä.: da stehe ich n. und weiß nicht weiter. 4. [unbetont] dient in Verbindung mit bestimmten Modaladverbien od. -partikeln der Nachdrücklichkeit: muss das n. ausgerechnet jetzt sein; solche Zweifel waren n. doch wirklich unberechtigt. 5. [betont] leitet in isolierter Stellung am Satzanfang eine als wichtig erachtete Aussage, eine Folgerung, eine resümierende Feststellung o.Ä. ein od. bildet den Auftakt zu einer situationsbedingten Frage; also: n., wie stehts?; n., n.! (als Ausdruck der Beschwichtigung od. des Einwandes); n. denn! (also, dann wollen wir beginnen!); n. denn, viel Spaß!; n. gut! (meinetwegen, einverstanden!); n. ja (als Ausdruck zögernden Einverständnisses, Eingeständnisses; na ja). 6. [unbetont] situationsbedingt emotional verstärkend als Ausdruck der Ungeduld, Befürchtung, Enttäuschung o.Ä.: kommst du n. mit oder nicht? 7. [unbetont] dient der Verknüpfung u. Weiterführung der Rede: n. muss man hinzufügen, dass sie es nicht gern getan hat. III. [Konj.] (geh. veraltend) 1. [temporal mit kausaler Tönung] nachdem, da: n. sie so lange krank war, muss sie sich noch schonen. 2. [temporal] als: n. sie es erfuhr, war es zu spät.
nun  

adv.
1 <Adv.> jetzt; da; eben, also; ~? was ist damit?; was soll geschehen?, was möchtest du?; ~, ~! <beruhigend> so schlimm wird es doch nicht (gewesen) sein!; ~, warum antwortest du nicht?; ~, wird's bald?; ~, wie steht's? (als Aufforderung zu antworten od. etwas zu tun, was erwartet wird); ~, da es soweit ist, bin ich ganz ruhig
2 ;~ hab' ich aber genug!; wir kommen ~ zu der Frage, ob …; er mag ~ wollen oder nicht; ich muss ~ gehen; ~ sag bloß, du hättest …
3 ~ gut! meinetwegen!, also gut!, einverstanden;
4 ;~ aber soll alles anders werden; ~ denn! <aufmunternd> also los!, lasst uns beginnen!; <zögernd nachgebend> na schön!, wenn es nicht anders geht; ~ ja (Ausdruck der Gleichmütigkeit, auch des leisen Einwands); ~ ja, wie dem auch sei …; ~ ja, ganz so ist es auch wieder nicht; das ist ~ mal so, ~ mal nicht anders; ~ und nimmermehr; von ~ an
5 was ~? was soll jetzt weiter geschehen?;
6 <Konj.; veraltet; noch poet.> nachdem, da, weil; ~ er so lange gezögert hat, muss er auch …
[nun]

adv.
so schlimm wird es doch nicht (gewesen) sein!
[nun, nun! <beruhigend>]

adv.
so schlimm wird es doch nicht (gewesen) sein!
[nun, nun! <beruhigend>]

adv.
was ist damit?; was soll geschehen?, was möchtest du?
[nun?]