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preisgeben  

preis|ge|ben <st. V.; hat> [LÜ von frz. donner (en) prise, eigtl. = zum Nehmen, zur Beute hingeben; zu: prise, ↑ Prise ] (geh.):

1. vor jmdm., etw. nicht mehr schützen; (der Not, Gefahr o. Ä.) überlassen; ausliefern: jmdn., sich jmdm., dem Elend, der Verzweiflung p.; die Haut allzu lange der starken Sonnenbestrahlung p.; man gab ihn dem Gelächter der Leute preis; die Bauten waren der Zerstörung preisgegeben.


2.aufgeben, hingeben; (1); auf etw. verzichten: seine Ideale p.; keinen Fußbreit Boden gab er kampflos preis.


3.nicht mehr geheim halten; verraten: ein Geheimnis p.
preisgeben  


1. abtreten, ausliefern, aussetzen, drangeben, fortgeben, hergeben, herschenken, [hin]opfern, übergeben, überlassen; (geh.): aufopfern, darangeben, darbringen, dreingeben, hingeben; (ugs.): ans Messer liefern; (dichter.): dahingeben; (abwertend): zum Fraß hinwerfen/vorwerfen; (geh. veraltend): überliefern.

2. abgehen, ablassen, abrücken, abschwören, absehen, aufgeben, aufhören, begraben, einstellen, fahren/fallen lassen, sich lossagen, sich trennen, verwerfen, verzichten; (geh.): absagen, Abstand nehmen, abstehen, sich begeben, sich entäußern, entsagen, Valet sagen, zu Grabe tragen; (ugs.): [auf]stecken, hinwerfen, sausen lassen, streichen, sich verabschieden; (geh. veraltend): entraten.

3. aufdecken, ausplaudern, bekannt machen, bloßlegen, das Geheimnis lüften, die Karten aufdecken/offen legen, die Karten [offen] auf den Tisch legen, erzählen, gestehen, mitteilen, plaudern, sagen, verraten; (österr.): [aus]plauschen; (geh.): den Schleier lüften, enthüllen, entschleiern, kundtun, offenbaren; (ugs.): auf die Nase binden, auspacken, austrompeten, die Katze aus dem Sack lassen; (salopp): [aus]quatschen, singen; (abwertend): [aus]schwatzen; (ugs. scherzh.): aus dem Nähkästchen plaudern; (ugs. abwertend): [aus]posaunen; (österr. ugs.): ausratschen; (schweiz., sonst veraltet): ausbringen; (landsch. ugs.): klatschen; (geh. veraltend): entdecken; (Amtsspr.): offen legen; (Gaunerspr.): Lampen machen.

[preisgeben]
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preis|ge|ben <st. V.; hat> [LÜ von frz. donner (en) prise, eigtl. = zum Nehmen, zur Beute hingeben; zu: prise, ↑ Prise] (geh.):

1. vor jmdm., etw. nicht mehr schützen; (der Not, Gefahr o. Ä.) überlassen; ausliefern: jmdn., sich jmdm., dem Elend, der Verzweiflung p.; die Haut allzu lange der starken Sonnenbestrahlung p.; man gab ihn dem Gelächter der Leute preis; die Bauten waren der Zerstörung preisgegeben.


2.aufgeben, hingeben; (1) auf etw. verzichten: seine Ideale p.; keinen Fußbreit Boden gab er kampflos preis.


3.nicht mehr geheim halten; verraten: ein Geheimnis p.
preisgeben  

[st. V.; hat] [LÜ von frz. donner (en) prise, eigtl.= zum Nehmen, zur Beute hingeben; zu: prise, Prise] (geh.): 1. vor jmdm., etw. nicht mehr schützen; (der Not, Gefahr o.Ä.) überlassen; ausliefern: jmdn., sich jmdm., dem Elend, der Verzweiflung p.; die Haut allzu lange der starken Sonnenbestrahlung p.; man gab ihn dem Gelächter der Leute preis; die Bauten waren der Zerstörung preisgegeben. 2. aufgeben, hingeben (1); auf etw. verzichten: seine Ideale p.; keinen Fußbreit Boden gab er kampflos preis. 3. nicht mehr geheim halten; verraten: ein Geheimnis p.
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(einer Gefahr) aussetzen, preisgeben
[aussetzen]
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n.
<V.t. 143; hat> ausliefern, hingeben (Person, Sache); nicht bewahren, nicht für sich behalten (Geheimnis); jmdn. der Schande ~; jmdn. dem Spott der anderen ~; das Boot war den Wellen (hilflos) preisgegeben; der Witterung preisgegeben sein [Lehnübersetzung von frz. donner en prise „als Beute geben“; zu prise „Ergreifung, Fang“; Prise]
['preis|ge·ben]