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quälen  

quä|len <sw. V.; hat> [mhd. quelen, ahd. quellan, zu: quelan = Schmerz empfinden, urspr. = stechen; in nhd. Zeit als Abl. von ↑ Qual empfunden u. daher mit ä geschrieben]:

1.a)einem Lebewesen bewusst körperliche Schmerzen zufügen, es misshandeln [um es leiden zu sehen]: jmdn., ein Tier [grausam] q., zu Tode q.;

b)jmdm. (durch etw.) seelische Schmerzen zufügen: quäl mich doch nicht immer mit dieser alten Geschichte!



2.a) jmdm. lästig werden, indem man ihm [mit einem Begehren] keine Ruhe lässt: das Kind quälte die Mutter so lange, bis sie es schließlich erlaubte;

b)bei jmdm. körperliche Schmerzen, sehr unangenehme körperliche Empfindungen hervorrufen: ihn quält seit Tagen ein hartnäckiger Husten;

c)jmdn. innerlich anhaltend beunruhigen: ihn quälte der Gedanke an seine Schuld.



3.<q. + sich> a)(von etw.) gequält (1 b) werden: er quält sich mit Zweifeln;

b)sich (mit etw., jmdm.) sehr abmühen: sich mit der Hausarbeit q.; ein gequältes (gezwungenes, unnatürliches) Lächeln; ein gequälter (schwerfälliger, ungeschickter) Stil.



4.<q. + sich> sich unter Mühen, mit großer Anstrengung irgendwohin bewegen: mühsam quälten wir uns durch den hohen Schnee.


5.(Fot. Jargon) (belichtetes Fotopapier, um eine Unterbelichtung notdürftig auszugleichen) länger als üblich im Entwickler lassen u. dabei reiben, um die Tonwerte zu verbessern.
quälen  


1. a) foltern, [körperliche] Qual/Pein bereiten, malträtieren, misshandeln, schinden; (geh.): martern; (geh. veraltend): peinigen.

b) das Leben schwer/zur Hölle machen, schikanieren, [seelische] Qual/Pein bereiten, treten, übel mitspielen; (geh.): martern; (ugs.): auf dem Kieker haben, bearbeiten, herumhacken, piesacken, striegeln, zwiebeln; (abwertend): drangsalieren, tyrannisieren; (ugs. abwertend): kujonieren, schurigeln; (landsch.): striezen; (veraltet): kuranzen, torquieren; (bildungsspr. veraltet): vexieren; (Jargon): mobben.

2. a) bedrängen, behelligen, belästigen, bestürmen, lästig fallen/werden, unter Druck setzen, verfolgen, zur Last fallen, zusetzen; (geh.): peinigen; (ugs.): auf die Nerven gehen/fallen, bohren, keine Ruhe geben, nerven, piesacken, triezen; (abwertend): terrorisieren; (nordd.): belämmern; (bayr., österr.): sekkieren; (bildungsspr. veraltend): molestieren, trakassieren.

b) leiden, plagen, Qualen/Schmerzen bereiten, schmerzen, traktieren, wehtun, zusetzen; (geh.): foltern, peinigen.

c) bedrücken, bekümmern, belasten, besorgt machen/stimmen, beunruhigen, in Unruhe versetzen, keine Ruhe lassen, Kummer bereiten, lasten, mit Sorge erfüllen, nagen, Sorge bereiten/machen, unruhig machen/stimmen, zerarbeiten; (geh.): anfechten, drücken, peinigen.

[quälen]
[quäle, quälst, quält, quälte, quältest, quälten, quälest, quälet, quältet, quäl, gequält, quälend, quaelen]

a) leiden, Schmerzen aushalten/erdulden/ertragen; (ugs.): [viel] durchmachen/mitmachen.

b) sich abarbeiten, sich abmühen, sich abplagen, sich abquälen, sich [alles] abverlangen, alles Menschenmögliche tun/versuchen, sein Möglichstes tun, kämpfen, nichts unversucht lassen, sich plagen, sich nicht schonen, ringen, sich schinden, sich strapazieren, sich überanstrengen, sich übernehmen, sich [restlos/völlig/total] verausgaben, sich zu viel zumuten; (meist geh.): sich mühen; (ugs.): sich abschinden, sich abschuften, sich abstrampeln, ackern, sich herumschlagen, sich placken, rackern, schuften, strampeln; (schweiz. ugs.): knorzen; (salopp): sich abrackern; (schweiz. emotional): sich abhunden; (südd., österr. ugs.): sich [ab]fretten; (südwestd., schweiz.): sich abschaffen; (landsch.): sich abplacken; (landsch., bes. nordd.): sich abmarachen.

[quälen, sich]
[sich quälen, quäle, quälst, quält, quälte, quältest, quälten, quälest, quälet, quältet, quäl, gequält, quälend, quaelen, quälen sich]
quälen  

quä|len <sw. V.; hat> [mhd. quelen, ahd. quellan, zu: quelan = Schmerz empfinden, urspr. = stechen; in nhd. Zeit als Abl. von ↑ Qual empfunden u. daher mit ä geschrieben]:

1.
a)einem Lebewesen bewusst körperliche Schmerzen zufügen, es misshandeln [um es leiden zu sehen]: jmdn., ein Tier [grausam] q., zu Tode q.;

b)jmdm. (durch etw.) seelische Schmerzen zufügen: quäl mich doch nicht immer mit dieser alten Geschichte!



2.
a) jmdm. lästig werden, indem man ihm [mit einem Begehren] keine Ruhe lässt: das Kind quälte die Mutter so lange, bis sie es schließlich erlaubte;

b)bei jmdm. körperliche Schmerzen, sehr unangenehme körperliche Empfindungen hervorrufen: ihn quält seit Tagen ein hartnäckiger Husten;

c)jmdn. innerlich anhaltend beunruhigen: ihn quälte der Gedanke an seine Schuld.



3.<q. + sich>
a)(von etw.) gequält (1 b) werden: er quält sich mit Zweifeln;

b)sich (mit etw., jmdm.) sehr abmühen: sich mit der Hausarbeit q.; ein gequältes (gezwungenes, unnatürliches) Lächeln; ein gequälter (schwerfälliger, ungeschickter) Stil.



4.<q. + sich> sich unter Mühen, mit großer Anstrengung irgendwohin bewegen: mühsam quälten wir uns durch den hohen Schnee.


5.(Fot. Jargon) (belichtetes Fotopapier, um eine Unterbelichtung notdürftig auszugleichen) länger als üblich im Entwickler lassen u. dabei reiben, um die Tonwerte zu verbessern.
quälen  

[sw. V.; hat] [mhd. quelen, ahd. quellan, zu: quelan= Schmerz empfinden, urspr.= stechen; in nhd. Zeit als Abl. von Qual empfunden u. daher mit ä geschrieben]: 1. a) einem Lebewesen bewusst körperliche Schmerzen zufügen, es misshandeln [um es leiden zu sehen]: jmdn., ein Tier [grausam] q., zu Tode q.; b) jmdm. (durch etw.) seelische Schmerzen zufügen: quäl mich doch nicht immer mit dieser alten Geschichte! 2. a) jmdm. lästig werden, indem man ihm [mit einem Begehren] keine Ruhe lässt: das Kind quälte die Mutter so lange, bis sie es schließlich erlaubte; b) bei jmdm. körperliche Schmerzen, sehr unangenehme körperliche Empfindungen hervorrufen: ihn quält seit Tagen ein hartnäckiger Husten; c) jmdn. innerlich anhaltend beunruhigen: ihn quälte der Gedanke an seine Schuld. 3. [q. + sich] a) (von etw.) gequält (1 b, 2 b) werden: er quält sich mit Zweifeln; b) sich (mit etw., jmdm.) sehr abmühen: sich mit der Hausarbeit q.; Ü ein gequältes (gezwungenes, unnatürliches) Lächeln; ein gequälter (schwerfälliger, ungeschickter) Stil. 4. [q. + sich] sich unter Mühen, mit großer Anstrengung irgendwohin bewegen: mühsam quälten wir uns durch den hohen Schnee. 5. (Fot. Jargon) (belichtetes Fotopapier, um eine Unterbelichtung notdürftig auszugleichen) länger als üblich im Entwickler lassen u. dabei reiben, um die Tonwerte zu verbessern.
quälen  

v.
<V.; hat>
1 <V.t.> jmdn. ~ jmdm. Qual, Schmerz zufügen; <fig.> ständig mit Bitten bedrängen; trübe Gedanken ~ mich beunruhigen mich; das Kind quält mich schon seit Tagen, ich soll mit ihm in den Zirkus gehen <fig.> die Reue quält ihn; ein Tier ~; ~der Durst; ~de Zweifel; gequält lächeln, seufzen
2 <V.refl.> sich (mit etwas) ~ sich (mit etwas) abmühen; er hat sich anfangs sehr ~ müssen <fig.> er musste sich sehr ~, den schweren Wagen den Berg hinaufzuziehen; quäl dich nicht mit traurigen Gedanken mach dir nicht so viele traurige G.; [<ahd. quellan; zu quelan „Schmerz empfinden“; Qual]
['quä·len]
[quäle, quälst, quält, quälen, quälte, quältest, quälten, quälest, quälet, quältet, quäl, gequält, quälend]