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reißen  

Rei|ßen, das; -s (ugs. veraltend): reißende, (11), ziehende Gliederschmerzen, Rheumatismus: das R. haben.rei|ßen <st. V.> [mhd. rīʒen, ahd. rīʒan, urspr. = einen Einschnitt machen, ritzen, später auch: (Runen)zeichen einritzen, zeichnen, entwerfen]:

1.entzwei-, auseinandergehen, abreißen <ist>: der Faden, das Seil kann r.; mir ist das Schuhband gerissen.


2.<hat> a)durch kräftiges Ziehen auseinandertrennen: ich habe den Brief mittendurch gerissen; dieses Material lässt sich nicht r.;

b)in einzelne Teile zerreißen: etw. in Stücke, Fetzen r.



3.durch Reißen (2), Gewalteinwirkung, Beschädigung entstehen lassen, in etw. hervorrufen <hat>: du hast dir ein Dreieck in die Hose gerissen; die Bombe riss einen Trichter in den Boden; diese Reparatur wird ein gehöriges Loch in meinen Geldbeutel r. (ugs.; wird sehr teuer werden).


4.<hat> a)sich verletzen, sich ritzen: ich habe mich [am Stacheldraht] gerissen; du hast dich, dir die Hände blutig gerissen;

b)sich als Verletzung beibringen: an diesem Nagel kann man sich <Dativ> ja Wunden r.



5.<hat> a)von einer bestimmten Stelle mit kräftigem Ruck wegziehen; ab-, fort-, wegreißen: Pflanzen aus dem Boden, einen Ast vom Baum r.; jmdm. etw. aus den Händen r.; dieser Wind reißt einem den Hut vom Kopf; ich habe mir die Kleider vom Leib gerissen (mich ganz schnell ausgezogen); der Wecker hat sie unsanft aus dem Schlaf gerissen; so aus dem Zusammenhang gerissen, ist der Satz unverständlich;

b)<r. + sich> sich von einer bestimmten Stelle losreißen, sich aus etw. befreien: sich aus jmds. Armen r.; der Hund hat sich von der Kette gerissen;

c)(Leichtathletik) die Sprunglatte od. eine Hürde herunter-, umwerfen: beim ersten Versuch über 1,80 m hat sie [die Latte] knapp gerissen.



6.an eine Stelle, in eine Richtung stoßen, schieben, drücken; hinreißen <hat>: eine Welle riss ihn zu Boden; im letzten Augenblick riss sie den Wagen (das Lenkrad) zur Seite; die Flut reißt alles mit sich; alle wurden mit ins Verderben gerissen;

*[innerlich] hin und her gerissen werden/sein (sich zwischen zwei Dingen od. Menschen nicht entscheiden können).


7. ziehen, zerren [damit etw. ab- od. aufgeht] <hat>: zum Öffnen des Fallschirms die Leine, an der Leine r.; der Hund riss wütend an seiner Leine.


8.(von Raubtieren) ein Tier jagen u. durch Bisse töten <hat>: der Wolf hat drei Schafe gerissen.


9.mit Gewalt an sich nehmen, sich einer Sache bemächtigen <hat>: die Macht, die Herrschaft an sich r.; sie hat den Brief sofort an sich gerissen; immer will er das Gespräch an sich r. (will nicht Zuhörer sein, sondern selbst reden).


10. <r. + sich> (ugs.) sich heftig darum bemühen, etw. Bestimmtes zu erreichen, zu bekommen, zu sehen, zu erleben <hat>: die Fans rissen sich um den Sänger, um die Eintrittskarten; um diesen schwierigen Auftrag reiße ich mich bestimmt nicht.


11.(selten) einen ziehenden Schmerz empfinden <hat>: es reißt mich in allen Gliedern.


12.(Schwerathletik) ein Gewicht in einem Zug vom Boden bis über den Kopf, bis zur Hochstrecke bringen <hat>: er stößt, stemmt und reißt; <meist subst.:> er hat den Weltrekord im Reißen eingestellt.
Reißen  

Rei|ßen, das; -s (ugs. auch für Rheumatismus)
reißen  


1. abreißen, aufbrechen, aufgehen, aufplatzen, aufreißen, auseinanderbrechen, auseinandergehen, auseinanderplatzen, durchreißen, entzweigehen, entzweireißen, platzen, zerreißen; (geh.): aufbersten, bersten, zerspringen; (ugs.): aufkrachen, kaputtgehen, kaputtreißen, krachen; (landsch.): verreißen.

2. auseinandertrennen, durchreißen, entzweireißen, zerfetzen, zerreißen; (ugs.): kaputtmachen, kaputtreißen; (landsch.): verreißen.

3. a) ablösen, abreißen, abrupfen, abtrennen, abzupfen, ausraufen, ausreißen, ausrupfen, auszupfen, entfernen, herausreißen, herausrupfen, herausziehen, herunterreißen, lösen, loslösen, losreißen, lostrennen, raufen, zupfen; (ugs.): abmachen, rausreißen; (landsch.): rupfen.

b) herunterstoßen; (geh.): herabstoßen; (ugs.): abschmeißen; (Sport): abwerfen.

4. niederreißen, umreißen, umwerfen.

5. zerren, ziehen, zupfen.

[reißen]
[Reissen, reiße, reißt, riss, riß, rissest, risst, rißt, rissen, reißest, reißet, risse, risset, reiß, gerissen, gerißen, reißend, reissen]


1. sich befreien, sich frei machen, sich [los]lösen, sich losreißen.

2. sich bemühen, Himmel und Hölle in Bewegung setzen; (ugs.): alle Hebel in Bewegung setzen, hinter etw. her sein, hinterherlaufen, nachlaufen, nachrennen; (geh. abwertend): buhlen.

[reißen, sich]
[sich reißen, Reissen, reiße, reißt, riss, riß, rissest, risst, rißt, rissen, reißest, reißet, risse, risset, reiß, gerissen, gerißen, reißend, reissen, reißen sich]
reißen  

Rei|ßen, das; -s (ugs. veraltend): reißende, (11)ziehende Gliederschmerzen, Rheumatismus: das R. haben.rei|ßen <st. V.> [mhd. rīʒen, ahd. rīʒan, urspr. = einen Einschnitt machen, ritzen, später auch: (Runen)zeichen einritzen, zeichnen, entwerfen]:

1.entzwei-, auseinandergehen, abreißen <ist>: der Faden, das Seil kann r.; mir ist das Schuhband gerissen.


2.<hat>
a)durch kräftiges Ziehen auseinandertrennen: ich habe den Brief mittendurch gerissen; dieses Material lässt sich nicht r.;

b)in einzelne Teile zerreißen: etw. in Stücke, Fetzen r.



3.durch Reißen (2), Gewalteinwirkung, Beschädigung entstehen lassen, in etw. hervorrufen <hat>: du hast dir ein Dreieck in die Hose gerissen; die Bombe riss einen Trichter in den Boden; diese Reparatur wird ein gehöriges Loch in meinen Geldbeutel r. (ugs.; wird sehr teuer werden).


4.<hat>
a)sich verletzen, sich ritzen: ich habe mich [am Stacheldraht] gerissen; du hast dich, dir die Hände blutig gerissen;

b)sich als Verletzung beibringen: an diesem Nagel kann man sich <Dativ> ja Wunden r.



5.<hat>
a)von einer bestimmten Stelle mit kräftigem Ruck wegziehen; ab-, fort-, wegreißen: Pflanzen aus dem Boden, einen Ast vom Baum r.; jmdm. etw. aus den Händen r.; dieser Wind reißt einem den Hut vom Kopf; ich habe mir die Kleider vom Leib gerissen (mich ganz schnell ausgezogen); der Wecker hat sie unsanft aus dem Schlaf gerissen; so aus dem Zusammenhang gerissen, ist der Satz unverständlich;

b)<r. + sich> sich von einer bestimmten Stelle losreißen, sich aus etw. befreien: sich aus jmds. Armen r.; der Hund hat sich von der Kette gerissen;

c)(Leichtathletik) die Sprunglatte od. eine Hürde herunter-, umwerfen: beim ersten Versuch über 1,80 m hat sie [die Latte] knapp gerissen.



6.an eine Stelle, in eine Richtung stoßen, schieben, drücken; hinreißen <hat>: eine Welle riss ihn zu Boden; im letzten Augenblick riss sie den Wagen (das Lenkrad) zur Seite; die Flut reißt alles mit sich; alle wurden mit ins Verderben gerissen;

*[innerlich] hin und her gerissen werden/sein (sich zwischen zwei Dingen od. Menschen nicht entscheiden können).


7. ziehen, zerren [damit etw. ab- od. aufgeht] <hat>: zum Öffnen des Fallschirms die Leine, an der Leine r.; der Hund riss wütend an seiner Leine.


8.(von Raubtieren) ein Tier jagen u. durch Bisse töten <hat>: der Wolf hat drei Schafe gerissen.


9.mit Gewalt an sich nehmen, sich einer Sache bemächtigen <hat>: die Macht, die Herrschaft an sich r.; sie hat den Brief sofort an sich gerissen; immer will er das Gespräch an sich r. (will nicht Zuhörer sein, sondern selbst reden).


10. <r. + sich> (ugs.) sich heftig darum bemühen, etw. Bestimmtes zu erreichen, zu bekommen, zu sehen, zu erleben <hat>: die Fans rissen sich um den Sänger, um die Eintrittskarten; um diesen schwierigen Auftrag reiße ich mich bestimmt nicht.


11.(selten) einen ziehenden Schmerz empfinden <hat>: es reißt mich in allen Gliedern.


12.(Schwerathletik) ein Gewicht in einem Zug vom Boden bis über den Kopf, bis zur Hochstrecke bringen <hat>: er stößt, stemmt und reißt; <meist subst.:> er hat den Weltrekord im Reißen eingestellt.
reißen  

[st. V.] [mhd. , ahd. , urspr.= einen Einschnitt machen, ritzen, später auch: (Runen)zeichen einritzen, zeichnen, entwerfen]: 1. entzweigehen, auseinander gehen, abreißen [ist]: der Faden, das Seil kann r.; mir ist das Schuhband gerissen. 2. [hat] a) durch kräftiges Ziehen auseinander trennen: ich habe den Brief mittendurch gerissen; dieses Material lässt sich nicht r.; b) in einzelne Teile zerreißen: etw. in Stücke, Fetzen r. 3. durch Reißen (2), Gewalteinwirkung, Beschädigung entstehen lassen, in etw. hervorrufen [hat]: du hast dir ein Dreieck in die Hose gerissen; die Bombe riss einen Trichter in den Boden; Ü diese Reparatur wird ein gehöriges Loch in meinen Geldbeutel r. (ugs.; wird sehr teuer werden). 4. [hat] a) sich verletzen, sich ritzen: ich habe mich [am Stacheldraht] gerissen; du hast dich, dir die Hände blutig gerissen; b) sich als Verletzung beibringen: an diesem Nagel kann man sich [Dativ] ja Wunden r. 5. [hat] a) von einer bestimmten Stelle mit kräftigem Ruck wegziehen; ab-, fort-, wegreißen: Pflanzen aus dem Boden, einen Ast vom Baum r.; jmdm. etw. aus den Händen r.; dieser Wind reißt einem den Hut vom Kopf; ich habe mir die Kleider vom Leib gerissen (mich ganz schnell ausgezogen); Ü der Wecker hat sie unsanft aus dem Schlaf gerissen; so aus dem Zusammenhang gerissen, ist der Satz unverständlich; b) [r. + sich] sich von einer bestimmten Stelle losreißen, sich aus etw. befreien: sich aus jmds. Armen r.; der Hund hat sich von der Kette gerissen; c) (Leichtathletik) die Sprunglatte od. eine Hürde herunter-, umwerfen: beim ersten Versuch über 1,80m hat sie [die Latte] knapp gerissen. 6. an eine Stelle, in eine Richtung stoßen, schieben, drücken; hinreißen [hat]: eine Welle riss ihn zu Boden; im letzten Augenblick riss sie den Wagen (das Lenkrad) zur Seite; die Flut reißt alles mit sich; Ü alle wurden mit ins Verderben gerissen; *[innerlich] hin und her gerissen werden/sein (sich zwischen zwei Dingen od. Menschen nicht entscheiden können). 7. ziehen, zerren [damit etw. ab- od. aufgeht] [hat]: zum Öffnen des Fallschirms die Leine, an der Leine r.; der Hund riss wütend an seiner Leine. 8. (von Raubtieren) ein Tier jagen u. durch Bisse töten [hat]: der Wolf hat drei Schafe gerissen. 9. mit Gewalt an sich nehmen, sich einer Sache bemächtigen [hat]: die Macht, die Herrschaft an sich r.; sie hat den Brief sofort an sich gerissen; Ü immer will er das Gespräch an sich r. (will nicht Zuhörer sein, sondern selbst reden). 10. [r.+ sich] (ugs.) sich heftig darum bemühen, etw. Bestimmtes zu erreichen, zu bekommen, zu sehen, zu erleben [hat]: die Fans rissen sich um den Sänger, um die Eintrittskarten; um diesen schwierigen Auftrag reiße ich mich bestimmt nicht. 11. (selten) einen ziehenden Schmerz empfinden [hat]: es reißt mich in allen Gliedern. 12. (Schwerathletik) ein Gewicht in einem Zug vom Boden bis über den Kopf, bis zur Hochstrecke bringen [hat]: er stößt, stemmt und reißt; [meist subst.:] er hat den Weltrekord im Reißen eingestellt.
reißen  

reißen, zerren, ziehen
[zerren, ziehen]
reißen  

n.
<n.; -s; unz.; umg.> Rheumatismus; sie hat das ~ (im Bein usw.)
['Rei·ßen]
[Reiße, Reißt, Reißen, Riss, Riß, Rissest, Risst, Rißt, Rissen, Reißest, Reißet, Risse, Risset, Reiß, geRissen, geRißen, Reißend]n.
<V. 195>
I <V.t.; hat>
1 durch Auseinanderziehen zertrennen, entzweimachen, zerreißen; gewaltsam ziehen, zerren; <veraltet> zeichnen
2 ;der Sturm riß/ riss die Fahne mittendurch; das Gewicht ~ <Gewichtheben> das G. ohne innezuhalten rasch hochstemmen; einen Hengst ~ kastrieren; die Latte ~ <Hoch-, Stabhochsprung> berühren, so dass sie herunterfällt; Possen, Witze, Zoten ~ machen; der Wolf, Fuchs hat ein Schaf gerissen hat es getötet;
3 etwas an sich ~ gewaltsam in seinen Besitz bringen; er hat die Führung an sich gerissen rücksichtslos übernommen; die Herrschaft, den Thron an sich ~; er will immer das Gespräch an sich ~ <fig.> das Thema eines Gesprächs bestimmen, im Gespräch führend sein; er riß/ riss mir den Brief aus der Hand; jmdn. aus seinen Träumen ~ ihn unsanft wecken; <fig.> ihm schonungslos die Wirklichkeit vor Augen führen; aus dem Zusammenhang gerissen, ist diese Stelle unverständlich; ich war (innerlich) hin und her gerissen <fig.> ich konnte mich nicht entscheiden; Papier in Fetzen, in Stücke ~; ich könnte ihn in Stücke ~ (vor Zorn); er wurde vom Strudel in die Tiefe gerissen; er wird dich noch mit ins Verderben ~ <fig.> er riß/ riss ihn mit sich in den Abgrund; jmdm. die brennenden Kleider vom Leib ~; einen Zweig vom Strauch ~; jmdn. zu Boden ~
II <V.i.; ist>
4 durch Auseinandergezogenwerden entzweigehen, zertrennt werden
5 jetzt reißt mir die Geduld, der Geduldsfaden <fig.> jetzt verliere ich die Geduld, werde ungeduldig; das Seil ist gerissen; der Stoff reißt leicht ist nicht sehr widerstandsfähig;
III <V.t. u. V.i.; hat; unpersönl.>
6 es reißt mich/mir in allen Gliedern ich habe Rheumatismus;
IV <V.refl.; hat> sich (etwas) ~
7 sich (etwas) durch Riss verletzen
8 ;ich habe mich an einem Nagel gerissen, habe mir die Hand blutig gerissen
9 sich um etwas ~ etwas dringend haben, tun wollen; die Leute haben sich um die Eintrittskarten gerissen; ich reiße mich nicht darum; sich um jmdn. ~ jmdn. (aus Begeisterung) dringend sehen, sprechen wollen; die Fans ~ sich um den Sänger; → a. gerissen, reißend; [<ahd. rizan „reißen, schreiben“, engl. write „schreiben“ <germ. *writ-; zu idg. *urei- „ritzen“; verwandt mit ritzen]
['rei·ßen]
[reiße, reißt, reißen, riss, riß, rissest, risst, rißt, rissen, reißest, reißet, risse, risset, reiß, gerissen, gerißen, reißend]