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reiben  

rei|ben <st. V.; hat> [mhd. rīben, ahd. rīban, urspr. wohl = drehend zerkleinern]:

1.a)mit etw. unter Anwendung eines gewissen Drucks über etw. in [mehrmaliger] kräftiger Bewegung hinfahren: jmds. Hände/jmdm. die Hände r.; sich die Backen r.; ich rieb meine, die, (häufiger:) mir die Augen, die Stirn, die Schläfen, die Nase;

b)durch Reiben (1 a) in einen bestimmten Zustand versetzen: das Tafelsilber blank r.; die Armlehnen sind blank gerieben (durch Abnutzung blank geworden);

c)reibend (1 a) an, in, über etw. hinfahren: an seinen Fingern r.; mit einem Tuch über die Schuhe r.;

d)durch Reiben (1 a) entfernen: einen Fleck aus dem Kleid, sich <Dativ> die Farbe von den Fingern r.; sie rieb sich <Dativ> den Schlaf aus den Augen;

e)durch Reiben (1 a) in etw. hineinbringen, an eine Stelle bringen: die Creme auf die Haut, in die Haare r.



2.durch 1Reiben (2) auf einer 1Raspel (2) zerkleinern: Kartoffeln, Nüsse, Käse r.; der Kuchen war mit geriebenen Mandeln bestreut.


3.sich in allzu enger Berührung ständig über etw. bewegen, scheuern (2 a) : der Kragen reibt.


4.sich einen Körperteil, die Haut durch Reiben (1 a) verletzen: ich habe mir die Haut wund gerieben.


5.<r. + sich> [im Zusammenleben, in einer Gemeinschaft o. Ä.] auf jmdn., etw. als einen Widerstand stoßen [u. eine Auseinandersetzung suchen]: sich mit seinen Kollegen, Nachbarn r.; sich an einem Problem r.


6.(Technik) mit der Reibahle glätten.
reiben  


1. frottieren, scheuern; (ugs.): schrubben; (bayr., österr. ugs.): ribbeln; (landsch., bes. nordd.): rubbeln.

2. hobeln, raspeln, schaben, zerkleinern; (bes. schweiz.): raffeln.

3. [ab]wetzen, [auf]kratzen, [auf]scheuern; (nordd.): schubbern.

[reiben]
[reibe, reibst, reibt, rieb, riebst, rieben, riebt, reibest, reibet, riebe, riebest, riebet, reib, gerieben, reibend]

aneinandergeraten, sich anlegen, auf Widerstand stoßen, die Auseinandersetzung suchen, Streit anfangen/bekommen, sich streiten.
[reiben, sich]
[sich reiben, reibe, reibst, reibt, rieb, riebst, rieben, riebt, reibest, reibet, riebe, riebest, riebet, reib, gerieben, reibend, reiben sich]
reiben  

rei|ben <st. V.; hat> [mhd. rīben, ahd. rīban, urspr. wohl = drehend zerkleinern]:

1.
a)mit etw. unter Anwendung eines gewissen Drucks über etw. in [mehrmaliger] kräftiger Bewegung hinfahren: jmds. Hände/jmdm. die Hände r.; sich die Backen r.; ich rieb meine, die, (häufiger:) mir die Augen, die Stirn, die Schläfen, die Nase;

b)durch Reiben (1 a) in einen bestimmten Zustand versetzen: das Tafelsilber blank r.; die Armlehnen sind blank gerieben (durch Abnutzung blank geworden);

c)reibend (1 a) an, in, über etw. hinfahren: an seinen Fingern r.; mit einem Tuch über die Schuhe r.;

d)durch Reiben (1 a) entfernen: einen Fleck aus dem Kleid, sich <Dativ> die Farbe von den Fingern r.; sie rieb sich <Dativ> den Schlaf aus den Augen;

e)durch Reiben (1 a) in etw. hineinbringen, an eine Stelle bringen: die Creme auf die Haut, in die Haare r.



2.durch 1Reiben (2) auf einer 1Raspel (2) zerkleinern: Kartoffeln, Nüsse, Käse r.; der Kuchen war mit geriebenen Mandeln bestreut.


3.sich in allzu enger Berührung ständig über etw. bewegen, scheuern (2 a): der Kragen reibt.


4.sich einen Körperteil, die Haut durch Reiben (1 a) verletzen: ich habe mir die Haut wund gerieben.


5.<r. + sich> [im Zusammenleben, in einer Gemeinschaft o. Ä.] auf jmdn., etw. als einen Widerstand stoßen [u. eine Auseinandersetzung suchen]: sich mit seinen Kollegen, Nachbarn r.; sich an einem Problem r.


6.(Technik) mit der Reibahle glätten.
reiben  

(Käse) reiben, raspeln
[raspeln]
reiben  

v.
<V. 194; hat>
I <V.t.>
1 etwas ~ etwas auf einer Fläche mit Druck hin u. her bewegen; mit dem Reibeisen fein zerkleinern; mit der Reibahle durch Abheben feiner Späne innen glätten(Bohrlöcher); sich etwas (einen Körperteil) ~ die Hand od. Finger mit Druck darauf hin u. her bewegen;
2 ;sich die Augen ~; sich die Hände ~ (um sie zu erwärmen, vor Vergnügen od. aus Schadenfreude); <fig.> Schadenfreude empfinden, schadenfroh sein; Kartoffeln, Käse, Möhren ~; sich den Kopf, eine schmerzende Stelle am Körper ~
3 ;ein Fenster, einen Tisch mit einem Tuch blank ~; heftig, kräftig, leicht ~; sich wund ~ sich durch anhaltende Reibung die Haut verletzen;
4 sich an jmdm. ~ <fig.> in gereizter Stimmung gegenüber jmdm. sein, mit jmdm. nicht übereinstimmen, oft Streit mit jmdm. haben; jmdm. etwas unter die Nase ~ <fig.; umg.> jmdm. etwas (eine Schwäche, einen Fehler) vorhalten, deutlich zu verstehen geben; etwas zu Staub, zu Pulver ~
5 ;geriebene Nüsse, Schokolade; → a. gerieben
II <V.i.>
6 sich (störend od. schmerzhaft) auf einer Fläche hin u. her bewegen; der Schuh reibt (an der Ferse) [<ahd. riban <*wriban; zu idg. *ureip-, *urip-, Erweiterung der Wurzel *urei- „drehen“; verwandt mit werfen]
['rei·ben]
[reibe, reibst, reibt, reiben, rieb, riebst, rieben, riebt, reibest, reibet, riebe, riebest, riebet, reib, gerieben, reibend]