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reichen  

rei|chen <sw. V.; hat> [mhd. reichen, ahd. reichen, urspr. = sich erstrecken]:

1.a)(oft geh.) jmdm. etw. zum Nehmen hinhalten: jmdm. ein Buch, für seine Zigarette Feuer, bei Tisch das Salz r.; der Geistliche reichte ihnen das Abendmahl; sie reichten sich [gegenseitig]/(geh.:) einander [zur Begrüßung, zur Versöhnung] die Hand;

b)[einem Gast] servieren, anbieten: den Gästen Erfrischungen r.; Getränke wurden an der Bar gereicht; (in Kochrezepten:) dazu reicht man Butterreis oder Spätzle.



2.a)in genügender Menge für einen bestimmten Zweck o. Ä. vorhanden sein: das Geld reicht nicht [mehr]; das Brot muss für vier Personen, noch bis Montag r.; der Stoff reicht [für ein, zu einem Kostüm]; das muss für uns beide r.; drei Männer reichen für den Möbeltransport; danke, es reicht (ich habe genug); die Schnur reicht (ist lang genug); so lange der Vorrat reicht (noch etw. davon vorhanden ist);

*jmdm. reicht es (ugs.; ↑ langen 1 a );

b)in genügender Menge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung haben, ohne dass es vorher aufgebraucht wird; mit etw. auskommen: mit dem Geld nicht r.; mit dem Aufschnitt reichen wir noch bis morgen.



3.sich bis zu einem bestimmten Punkt erstrecken: er reicht mit dem Kopf fast bis zur Decke; die Zweige des Obstbaums reichen bis in den Garten der Nachbarin; so weit der Himmel reicht (so weit man sehen kann; überall); die Entwicklung reicht vom Spätmittelalter bis ins 17. Jahrhundert.
reichen  

rei|chen (geben; sich erstrecken; auskommen; genügen)
reichen  


1. a) geben, hinhalten; (geh.): darbieten, darreichen.

b) anbieten, auf den Tisch bringen, servieren; (geh.): aufwarten, darreichen, kredenzen; (bildungsspr.): offerieren.

2. auskommen, ausreichen, genügen, genug sein; (ugs.): hinkommen, hinreichen mit, langen; (bayr., österr.): sich ausgehen.

3. sich entlangziehen, sich erstrecken, gehen bis, verlaufen; (geh.): sich breiten, sich spannen.

[reichen]
[reiche, reichst, reicht, reichte, reichtest, reichten, reichtet, reichest, reichet, reich, gereicht, reichend]
reichen  

rei|chen <sw. V.; hat> [mhd. reichen, ahd. reichen, urspr. = sich erstrecken]:

1.
a)(oft geh.) jmdm. etw. zum Nehmen hinhalten: jmdm. ein Buch, für seine Zigarette Feuer, bei Tisch das Salz r.; der Geistliche reichte ihnen das Abendmahl; sie reichten sich [gegenseitig]/(geh.:) einander [zur Begrüßung, zur Versöhnung] die Hand;

b)[einem Gast] servieren, anbieten: den Gästen Erfrischungen r.; Getränke wurden an der Bar gereicht; (in Kochrezepten:) dazu reicht man Butterreis oder Spätzle.



2.
a)in genügender Menge für einen bestimmten Zweck o. Ä. vorhanden sein: das Geld reicht nicht [mehr]; das Brot muss für vier Personen, noch bis Montag r.; der Stoff reicht [für ein, zu einem Kostüm]; das muss für uns beide r.; drei Männer reichen für den Möbeltransport; danke, es reicht (ich habe genug); die Schnur reicht (ist lang genug); so lange der Vorrat reicht (noch etw. davon vorhanden ist);

*jmdm. reicht es (ugs.; ↑ langen 1 a);

b)in genügender Menge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung haben, ohne dass es vorher aufgebraucht wird; mit etw. auskommen: mit dem Geld nicht r.; mit dem Aufschnitt reichen wir noch bis morgen.



3.sich bis zu einem bestimmten Punkt erstrecken: er reicht mit dem Kopf fast bis zur Decke; die Zweige des Obstbaums reichen bis in den Garten der Nachbarin; so weit der Himmel reicht (so weit man sehen kann; überall); die Entwicklung reicht vom Spätmittelalter bis ins 17. Jahrhundert.
reichen  

übergeben, überreichen, darbieten, geben, rüberschieben (umgangssprachlich), reichen
[überreichen, übergeben, darbieten, geben, rüberschieben]
reichen  

v.

I <V.i.>
1 Reichweite haben, sich erstrecken; genügen, ausreichen (Geld, Vorrat)
2 danke, es reicht! es genügt, es ist genug; mir reicht's! <umg.> ich habe genug davon; ich habe es satt; reicht es Ihnen?; das Brot reicht nicht; so weit das Auge, der Blick reicht so weit man sehen kann; meine Stimme reicht nicht so weit trägt nicht so weit;
3 bis an, bis zu etwas ~ es berühren, daran angrenzen; die Zweige des Baumes ~ bis an mein Fenster; das Wasser reicht ihm bis an die Knie; unser Grundstück reicht bis an den Wald; die Schnur reicht (nicht) bis hierher; die Butter muss bis morgen ~; kannst du bis zu mir, bis zum Fenster usw. ~?; er reicht mir gerade bis zur Schulter; das Essen reicht auch für drei; es reicht hinten und vorne nicht <fig.; umg.> es (bes. das Geld) ist in keiner Weise ausreichend; mit etwas ~ mit etwas auskommen, genug von etwas haben; wir ~ mit dem Geld nicht bis zum Monatsende
II <V.t.>
4 jmdm. etwas ~ geben, hinhalten; anbieten;
5 ;würden Sie mir bitte das Brot, das Salz ~? (bei Tisch); dem Säugling die Brust ~; jmdm. eine Erfrischung ~; jmdm. die Hand ~; jmdm. die Wange zum Kuss ~ <geh.>
6 ;der Kaffee, Tee wird im Nebenzimmer gereicht <geh.>[<ahd. reichen, reichon „erlangen, darreichen, sich erstrecken“, engl. reach <westgerm. *raikjan; zu idg. *reig- „recken“]
['rei·chen]
[reiche, reichst, reicht, reichen, reichte, reichtest, reichten, reichtet, reichest, reichet, reich, gereicht, reichend]