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roh  

roh <Adj.> [mhd., ahd. rō, urspr. = blutig]:

1.ungekocht od. ungebraten: ein -es Ei; -es Fleisch; -er Schinken; -e Milch; in -em Zustand; Gemüse r. essen; das Fleisch ist noch [ganz] r. (überhaupt nicht gar); -e Klöße (aus geriebenen rohen Kartoffeln zubereitete Klöße).


2.a) nicht bearbeitet, nicht verarbeitet: -es Holz, Erz, Material; -e Bretter, Diamanten; -e (ungegerbte) Felle; -e Seide (Rohseide); -er Zucker (Rohzucker); -e (nicht zugerittene, nicht eingefahrene) Pferde; eine Plastik aus dem -en Stein arbeiten, meißeln;

b)ohne genaue, ins Einzelne gehende Be-, Verarbeitung, Ausführung; grob (2) : ein -er Entwurf; nach roher (ungefährer) Schätzung; ein r. behauener Stein, r. zusammengeschlagener Schrank; <subst.:> die Arbeit ist im Rohen (in großen, in groben Zügen) fertig;

c)(veraltend) von der Haut entblößt, blutig: das -e Fleisch kam zum Vorschein.



3.(abwertend) anderen gegenüber gefühllos u. grob, sie körperlich od. seelisch verletzend: ein roher Mensch; -e Sitten, Umgangsformen, Worte, Späße; er hat das Schloss mit -er Gewalt (mit Gewalt u. nicht mit den entsprechenden sachgerechten Mitteln) aufgekriegt; er ist sehr r. zu ihr, behandelt sie r. und gemein.
roh  


1. naturbelassen, nicht zubereitet, [noch] nicht gar, ungebraten, ungekocht.

2. a) im Naturzustand/Rohzustand, naturell, natürlich, unbearbeitet, ungereinigt, unverarbeitet; (Chemie): crudum.

b) andeutungsweise, grob, in groben/großen Zügen, unfertig, ungefähr, unsorgfältig, unvollendet; (bildungsspr.): rudimentär, unpräzise; (ugs.): Pi mal Daumen/Schnauze; (landsch. ugs.): huschelig.

3. barbarisch, brutal, derb, erbarmungslos, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, grausam, grob, hart, rabiat, rücksichtslos, ruppig, unmenschlich, verletzend, verroht; (bildungsspr.): brachial, krude, violent; (ugs.): abgebrüht, kaltschnäuzig; (abwertend): bestialisch, kaltblütig, rücksichtslos, rüde, skrupellos, viehisch; (oft abwertend): tierisch; (geh. veraltend): fühllos.

[roh]
[roher, rohe, rohes, rohen, rohem, roherer, rohere, roheres, roheren, roherem, rohster, rohste, rohstes, rohsten, rohstem]
roh  

roh <Adj.> [mhd., ahd. rō, urspr. = blutig]:

1.ungekocht od. ungebraten: ein -es Ei; -es Fleisch; -er Schinken; -e Milch; in -em Zustand; Gemüse r. essen; das Fleisch ist noch [ganz] r. (überhaupt nicht gar); -e Klöße (aus geriebenen rohen Kartoffeln zubereitete Klöße).


2.
a) nicht bearbeitet, nicht verarbeitet: -es Holz, Erz, Material; -e Bretter, Diamanten; -e (ungegerbte) Felle; -e Seide (Rohseide); -er Zucker (Rohzucker); -e (nicht zugerittene, nicht eingefahrene) Pferde; eine Plastik aus dem -en Stein arbeiten, meißeln;

b)ohne genaue, ins Einzelne gehende Be-, Verarbeitung, Ausführung; grob (2): ein -er Entwurf; nach roher (ungefährer) Schätzung; ein r. behauener Stein, r. zusammengeschlagener Schrank; <subst.:> die Arbeit ist im Rohen (in großen, in groben Zügen) fertig;

c)(veraltend) von der Haut entblößt, blutig: das -e Fleisch kam zum Vorschein.



3.(abwertend) anderen gegenüber gefühllos u. grob, sie körperlich od. seelisch verletzend: ein roher Mensch; -e Sitten, Umgangsformen, Worte, Späße; er hat das Schloss mit -er Gewalt (mit Gewalt u. nicht mit den entsprechenden sachgerechten Mitteln) aufgekriegt; er ist sehr r. zu ihr, behandelt sie r. und gemein.
roh  

Adj. [mhd., ahd. ro, urspr.= blutig]: 1. ungekocht od. ungebraten: ein -es Ei; -es Fleisch; -er Schinken; -e Milch; in -em Zustand; Gemüse r. essen; das Fleisch ist noch [ganz] r. (überhaupt nicht gar); -e Klöße (aus geriebenen rohen Kartoffeln zubereitete Klöße). 2. a) nicht bearbeitet, nicht verarbeitet: -es Holz, Erz, Material; -e Bretter, Diamanten; -e (ungegerbte) Felle; -e Seide (Rohseide); -er Zucker (Rohzucker); -e (nicht zugerittene, nicht eingefahrene) Pferde; eine Plastik aus dem -en Stein arbeiten, meißeln; b) ohne genaue, ins Einzelne gehende Be-, Verarbeitung, Ausführung; grob (2): ein -er Entwurf; nach -er (ungefährer) Schätzung; ein r. behauener Stein, r. zusammengeschlagener Schrank; [subst.:] die Arbeit ist im Rohen (in großen, in groben Zügen) fertig; c) (veraltend) von der Haut entblößt, blutig: das -e Fleisch kam zum Vorschein. 3. (abwertend) anderen gegenüber gefühllos u. grob, sie körperlich od. seelisch verletzend: ein -er Mensch; -e Sitten, Umgangsformen, Worte, Späße; er hat das Schloss mit -er Gewalt (mit Gewalt u. nicht mit den entsprechenden sachgerechten Mitteln) aufgekriegt; er ist sehr r. zu ihr, behandelt sie r. und gemein.
roh  

adj.
<Adj.; -er, am -esten; Steig. nur fig.>
1 nicht zubereitet, ungekocht (Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Obst); noch nicht verarbeitet, nicht behauen (Erz, Stein); <fig.> ungeschliffen (Sitten); ungebildet, unzart, rücksichtslos, gewalttätig, grausam; <oberdt.> rau
2 ;~es Benehmen, Betragen; man muss ihn wie ein ~es Ei behandeln <fig.; umg.> mit übertriebener Rücksicht; ~es Fleisch; mit ~er Gewalt kann man da nichts erreichen; ein ~er Kerl; ~e Klöße Klöße aus überwiegend rohen Kartoffeln; ~e Pferde nicht zugerittene, nicht eingefahrene Pferde; ~er Schinken
3 ;Obst, Gemüse ~ essen; ich kann das vorläufig nur ~ schätzen ungefähr; sei nicht so ~!
4 ;~ behauene Steine; ein ~ gezimmerter Schemel [<ahd. (h)rao, hrawer, engl. raw <germ. *hrawa- <idg. *krouo-; zu *kreu-, *kreuə- „gerinnen“ (Blut), Grundbedeutung „blutig“]
[roh]
[roher, rohe, rohes, rohen, rohem, roherer, rohere, roheres, roheren, roherem, rohster, rohste, rohstes, rohsten, rohstem]