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Ruder  

Ru|der, das; -s, - [mhd. ruoder, ahd. ruodar, zu einem Verb mit der Bed. »rudern« u. eigtl. = Gerät, mit dem man rudert]:

1.zum Fortbewegen eines Ruderbootes dienende längere Stange, die an dem ins Wasser zu tauchenden Ende in ein leicht gewölbtes, breiteres Blatt ausläuft: die R. auslegen, eintauchen, durchziehen, streichen (gegen die Fahrtrichtung stemmen, um zu bremsen od. zu wenden), ausheben (aus dem Wasser heben), einziehen;

*sich in die R. legen (kräftig rudern: er musste sich kräftig in die R. legen, um gegen die Strömung anzukommen. ugs.; eine Arbeit o. Ä. mit Energie in Angriff nehmen u. durchführen).


2.Vorrichtung zum Steuern eines Schiffes mit einem meist senkrecht unten am Heck angebrachten Ruderblatt; Steuerruder: das R. führen (das Schiff steuern); R. legen (Seemannsspr.; das Ruder mithilfe der Ruderpinne od. des Steuerrads in eine bestimmte Richtung drehen); das R. herumwerfen; das R. (die Steuerung des Schiffes) übernehmen; am R. stehen, sitzen (das Schiff steuern); das Schiff läuft aus dem R. (Seemannsspr.; gehorcht ihm nicht u. kommt vom Kurs ab); die Regierungspartei sah sich gezwungen, das R. herumzuwerfen (ihren politischen Kurs zu ändern);

*ans R. kommen/gelangen (ugs.; bes. im politischen Bereich die Führung erlangen): er ist durch einen Putsch ans R. gekommen; am R. sein/bleiben (ugs.; bes. im politischen Bereich die Führung innehaben, behalten): dort sind immer noch die Kommunisten am R.; aus dem R. laufen (außer Kontrolle geraten, eine unerwünschte Entwicklung nehmen).


3. (Flugw.) a)kurz für ↑ Höhenruder ;

b)kurz für ↑ Querruder ;

c)kurz für ↑ Seitenruder .

Ruder  

Ru|der, das; -s, -; ans Ruder (ugs. für in eine leitende Stellung) kommen
Ruder  


1. (Seemannsspr.): Riemen; (Seemannsspr., Rudersport): Skull.

2. Steuer; (Seew.): Steuerruder.

[Ruder]
[Ruders]
Ruder  

Ru|der, das; -s, - [mhd. ruoder, ahd. ruodar, zu einem Verb mit der Bed. »rudern« u. eigtl. = Gerät, mit dem man rudert]:

1.zum Fortbewegen eines Ruderbootes dienende längere Stange, die an dem ins Wasser zu tauchenden Ende in ein leicht gewölbtes, breiteres Blatt ausläuft: die R. auslegen, eintauchen, durchziehen, streichen (gegen die Fahrtrichtung stemmen, um zu bremsen od. zu wenden), ausheben (aus dem Wasser heben), einziehen;

*sich in die R. legen (kräftig rudern: er musste sich kräftig in die R. legen, um gegen die Strömung anzukommen. ugs.; eine Arbeit o. Ä. mit Energie in Angriff nehmen u. durchführen).


2.Vorrichtung zum Steuern eines Schiffes mit einem meist senkrecht unten am Heck angebrachten Ruderblatt; Steuerruder: das R. führen (das Schiff steuern); R. legen (Seemannsspr.; das Ruder mithilfe der Ruderpinne od. des Steuerrads in eine bestimmte Richtung drehen); das R. herumwerfen; das R. (die Steuerung des Schiffes) übernehmen; am R. stehen, sitzen (das Schiff steuern); das Schiff läuft aus dem R. (Seemannsspr.; gehorcht ihm nicht u. kommt vom Kurs ab); die Regierungspartei sah sich gezwungen, das R. herumzuwerfen (ihren politischen Kurs zu ändern);

*ans R. kommen/gelangen (ugs.; bes. im politischen Bereich die Führung erlangen): er ist durch einen Putsch ans R. gekommen; am R. sein/bleiben (ugs.; bes. im politischen Bereich die Führung innehaben, behalten): dort sind immer noch die Kommunisten am R.; aus dem R. laufen (außer Kontrolle geraten, eine unerwünschte Entwicklung nehmen).


3. (Flugw.)
a)kurz für ↑ Höhenruder;

b)kurz für ↑ Querruder;

c)kurz für ↑ Seitenruder.

Ruder  

Ruder, Steuer, Steuerruder
[Steuer, Steuerruder]
Ruder  

n.
<n. 13; volkstüml.> Riemen; Steuer, Vorrichtung zum Steuern (eines Schiffes od. Flugzeugs); <Jägerspr.> Fuß (des Schwans); → a. Latsche; das ~ der Regierung, des Staates führen, halten <fig.> an der Spitze der Regierung stehen; die ~ auslegen, einziehen; am ~ sein <fig.; umg.> an der Macht; am ~ sitzen; ans ~ kommen <fig.; umg.> an die Macht, in eine einflussreiche Stellung; [<ahd. ruodar, engl. rudder „Steuerruder“; zu mhd. rüejen, mnddt. rojen „rudern“; zu idg. *er(ə)-, *re- „rudern“]
['Ru·der]
[Ruders]