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rufen  

ru|fen <st. V.; hat> [mhd. ruofen, ahd. (h)ruofan, wahrsch. lautm.]:

1.a)sich durch einen Ruf (1) bemerkbar machen: laut, mit kräftiger Stimme, aus Leibeskräften, wiederholt, lange r.; ruft da nicht jemand?;

b)einen Ruf (2 a) ertönen lassen: im Wald ruft der Kuckuck, ein Käuzchen.



2.<r. + sich> durch [längeres] Rufen (1 a) in einen bestimmten Zustand geraten: sich heiser r.


3.mit lauter Stimme äußern, ausrufen: etw. [aus dem Fenster] r.; Hilfe, Hurra/hurra r.; »Bravo!«, riefen beide wie aus einem Munde; <unpers.:> aus dem Zimmer rief es: »Herein!«.


4.rufend (1 a) nach jmdm., etw. verlangen: das Kind rief nach seiner Mutter; der Gast rief nach der Bedienung, nach seinem Essen; nach, um Hilfe r.; <landsch. ugs. auch mit »über« + Akk.:> er rief über ihn; <nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:> der Gast rief dem Ober; er rief mir (rief mir zu), ich solle kommen.


5.durch Anruf o. Ä. jmdn. an einen bestimmten Ort bitten, wo er gebraucht wird; telefonisch o. ä. jmdn. herbeirufen, jmdn., etw. kommen lassen: hast du mich gerufen?; die Polizei, die Feuerwehr, ein Taxi r.; der Arzt wurde ans Krankenbett, zu der Patientin gerufen; jmdn. ins Zimmer, vor Gericht, zu sich r.; jmdn. zu Hilfe r.; dringende Geschäfte riefen ihn nach München (veranlassten ihn, nach München zu fahren); Gott hat sie zu sich gerufen (geh. verhüll.; sie ist gestorben); sich, jmdm. etw. in Erinnerung/ins Gedächtnis r.;

*[jmdm.] wie gerufen kommen (ugs.; zufällig gerade in einem Moment auftreten, erscheinen, geschehen, wo dies [jmdm.] äußerst willkommen ist): du kommst [mir] wie gerufen!


6. [durch Rufen] (1 a) zu etw. auffordern: die Mutter ruft zum Essen; zum Widerstand, Aufstand r. (aufrufen); die Glocke ruft zum Gebet; das Horn rief zur Jagd.


7.a)mit einem bestimmten Namen nennen: er wird »Kalle« gerufen; sie riefen mich »Pistenschreck« <nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:> die Buben sollen mir »Mama« r.;

b)(veraltend) (mit seinem Namen) anreden: er rief sie bei ihrem, mit ihrem Namen.



8.telefonisch od. über Funk mit jmdm. die Verbindung aufnehmen: jmdn. [unter der Nummer 34 71 06] r.; rufen Sie 22 22 22; Teddybär ruft Zeppelin (über Funk: ... bittet Zeppelin, sich zu melden).


9.(schweiz.) etw. hervorrufen, zur Folge haben: der Vorschlag rief einer heftigen Opposition.
rufen  


1. ausrufen, [heraus]schreien.

2. [an]fordern; (geh.): heischen, verlangen; (bildungsspr.): insistieren, postulieren.

3. alarmieren, heranrufen, herbeirufen, her[bei]zitieren, herbeordern, herrufen, zusammenrufen; (ugs.): zusammentrommeln.

4. anhalten zu, auffordern, aufrufen, beschwören, zu bewegen suchen; (bildungsspr.): appellieren; (ugs.): predigen.

5. benennen, bezeichnen, etikettieren, nennen; (geh.): schimpfen; (bildungsspr.): apostrophieren; (ugs.): betiteln; (ugs. scherzh.): benamsen; (veraltend): heißen.

[rufen]
[rufe, rufst, ruft, rief, riefst, riefen, rieft, rufest, rufet, riefe, riefest, riefet, ruf, gerufen, rufend]
rufen  

ru|fen <st. V.; hat> [mhd. ruofen, ahd. (h)ruofan, wahrsch. lautm.]:

1.
a)sich durch einen Ruf (1) bemerkbar machen: laut, mit kräftiger Stimme, aus Leibeskräften, wiederholt, lange r.; ruft da nicht jemand?;

b)einen Ruf (2 a) ertönen lassen: im Wald ruft der Kuckuck, ein Käuzchen.



2.<r. + sich> durch [längeres] Rufen (1 a) in einen bestimmten Zustand geraten: sich heiser r.


3.mit lauter Stimme äußern, ausrufen: etw. [aus dem Fenster] r.; Hilfe, Hurra/hurra r.; »Bravo!«, riefen beide wie aus einem Munde; <unpers.:> aus dem Zimmer rief es: »Herein!«.


4.rufend (1 a) nach jmdm., etw. verlangen: das Kind rief nach seiner Mutter; der Gast rief nach der Bedienung, nach seinem Essen; nach, um Hilfe r.; <landsch. ugs. auch mit »über« + Akk.:> er rief über ihn; <nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:> der Gast rief dem Ober; er rief mir (rief mir zu), ich solle kommen.


5.durch Anruf o. Ä. jmdn. an einen bestimmten Ort bitten, wo er gebraucht wird; telefonisch o. ä. jmdn. herbeirufen, jmdn., etw. kommen lassen: hast du mich gerufen?; die Polizei, die Feuerwehr, ein Taxi r.; der Arzt wurde ans Krankenbett, zu der Patientin gerufen; jmdn. ins Zimmer, vor Gericht, zu sich r.; jmdn. zu Hilfe r.; dringende Geschäfte riefen ihn nach München (veranlassten ihn, nach München zu fahren); Gott hat sie zu sich gerufen (geh. verhüll.; sie ist gestorben); sich, jmdm. etw. in Erinnerung/ins Gedächtnis r.;

*[jmdm.] wie gerufen kommen (ugs.; zufällig gerade in einem Moment auftreten, erscheinen, geschehen, wo dies [jmdm.] äußerst willkommen ist): du kommst [mir] wie gerufen!


6. [durch Rufen] (1 a)zu etw. auffordern: die Mutter ruft zum Essen; zum Widerstand, Aufstand r. (aufrufen); die Glocke ruft zum Gebet; das Horn rief zur Jagd.


7.
a)mit einem bestimmten Namen nennen: er wird »Kalle« gerufen; sie riefen mich »Pistenschreck« <nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:> die Buben sollen mir »Mama« r.;

b)(veraltend) (mit seinem Namen) anreden: er rief sie bei ihrem, mit ihrem Namen.



8.telefonisch od. über Funk mit jmdm. die Verbindung aufnehmen: jmdn. [unter der Nummer 34 71 06] r.; rufen Sie 22 22 22; Teddybär ruft Zeppelin (über Funk: ... bittet Zeppelin, sich zu melden).


9.(schweiz.) etw. hervorrufen, zur Folge haben: der Vorschlag rief einer heftigen Opposition.
rufen  

[st. V.; hat] [mhd. ruofen, ahd. (h)ruofan, wahrsch. lautm.]: 1. a) sich durch einen Ruf (1) bemerkbar machen: laut, mit kräftiger Stimme, aus Leibeskräften, wiederholt, lange r.; ruft da nicht jemand?; b) einen Ruf (2 a) ertönen lassen: im Wald ruft der Kuckuck, ein Käuzchen. 2. [r. + sich] durch [längeres] Rufen (1 a) in einen bestimmten Zustand geraten: sich heiser r. 3. mit lauter Stimme äußern, ausrufen: etw. [aus dem Fenster] r.; Hilfe, Hurra/(auch:) hurra r.; ?Bravo!? riefen beide wie aus einem Munde; [unpers.:] aus dem Zimmer rief es: ?Herein!? 4. rufend (1 a) nach jmdm., etw. verlangen: das Kind rief nach seiner Mutter; der Gast rief nach der Bedienung, nach seinem Essen; nach, um Hilfe r.; [landsch. ugs. auch mit ?über?+ Akk.:] er rief über ihn; [nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:] der Gast rief dem Ober; er rief mir (rief mir zu), ich solle kommen. 5. durch Anruf o.Ä. jmdn. an einen bestimmten Ort bitten, wo er gebraucht wird; telefonisch o.ä. jmdn. herbeirufen, jmdn., etw. kommen lassen: hast du mich gerufen?; die Polizei, die Feuerwehr, ein Taxi r.; der Arzt wurde ans Krankenbett, zu der Patientin gerufen; jmdn. ins Zimmer, vor Gericht, zu sich r.; jmdn. zu Hilfe r.; Ü dringende Geschäfte riefen ihn nach München (veranlassten ihn, nach München zu fahren); Gott hat sie zu sich gerufen (geh. verhüll.; sie ist gestorben); sich, jmdm. etw. in Erinnerung/ins Gedächtnis r.; *[jmdm.] wie gerufen kommen (ugs.; zufällig gerade in einem Moment auftreten, erscheinen, geschehen, wo dies [jmdm.] äußerst willkommen ist): du kommst [mir] wie gerufen! 6. [durch Rufen (1 a)] zu etw. auffordern: die Mutter ruft zum Essen; zum Widerstand, Aufstand r. (aufrufen); Ü die Glocke ruft zum Gebet; das Horn rief zur Jagd. 7. a) mit einem bestimmten Namen nennen: er wird ?Kalle? gerufen; sie riefen mich ?Pistenschreck?; [nicht standardspr., südwestd. u. schweiz. ugs. auch mit Dativobj.:] die Buben sollen mir ?Mama? r.; b) (veraltend) (mit seinem Namen) anreden: er rief sie bei ihrem, mit ihrem Namen. 8. telefonisch od. über Funk mit jmdm. die Verbindung aufnehmen: jmdn. [unter der Nummer 347106] r.; rufen Sie 222222; Teddybär ruft Zeppelin (über Funk: ... bittet Zeppelin, sich zu melden). 9. (schweiz.) etw. hervorrufen, zur Folge haben: der Vorschlag rief einer heftigen Opposition.
rufen  

v.
<V. 201; hat>
I <V.i.>
1 laut, mit weit tragender Stimme aussprechen; die Stimme laut ertönen lassen (auch von Tieren); „Komm schnell!“ rief er
2 jmdm. ~ <umg.; bes. süddt. u. schweiz.> jmdn. rufen; der Kuckuck ruft im Frühjahr; ich muss gehen, die Pflicht ruft <fig.>
3 ;anhaltend, aufgeregt, wiederholt, wütend, zornig ~; ich habe laut und deutlich gerufen!
4 nach jmdm. ~ rufen, damit jmd. kommt; ich habe lange nach dir gerufen; der Patient rief nach der Schwester; der Gong ruft zum Essen
II <V.t.> jmdn. ~
5 kommen lassen, herbeiholen; nennen, heißen, anreden
6 ;bitte ~ Sie ihn, lassen Sie ihn ~; wir ~ ihn Heini; den Arzt ~; mir ist, als hörte ich „Hilfe!“ ~
7 ;jmdn. bei, mit seinem Namen ~; jmdm. etwas ins Gedächtnis ~ ihn daran erinnern; ein dienstlicher Auftrag rief ihn nach Hamburg; du kommst wie gerufen <umg.> im rechten Augenblick; jmdn. zum Essen ~; Gott hat ihn zu sich gerufen <poet.> er ist gestorben; jmdn. zu Hilfe ~; jmdn. zur Ordnung ~ ihn auffordern, sich ordentlich zu benehmen, sachlich zu bleiben;
III <V.refl.; umg.> ich habe mich heiser gerufen ich habe so lange gerufen, bis ich heiser wurde; [<ahd. (h)ruofan, got. hropjan; zur idg. Schallwurzel *kar-, *kara- „laut preisen, rühmen“, verwandt mit Ruhm u. Gerücht]
['ru·fen]
[rufe, rufst, ruft, rufen, rief, riefst, riefen, rieft, rufest, rufet, riefe, riefest, riefet, ruf, gerufen, rufend]