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ruhen  

ru|hen <sw. V.; hat> [mhd. ruo(we)n, ahd. ruowēn]:

1.a)irgendwo ruhig (1) sitzen, liegen [u. sich entspannen]; sich durch Nichtstun erholen: nach der Arbeit ein wenig r.; die Großmutter ruhte eine Stunde auf dem Sofa, im Lehnstuhl; <unpers.:> hier lässt es sich/lässt sichs gut r. (das ist ein hübscher Ruheplatz); er ruht nicht eher (gönnt sich keine Ruhe, lässt in seinen Anstrengungen nicht nach), bis er sein Ziel erreicht hat; die Hände der Mutter ruhten nie (die Mutter arbeitete ständig, beschäftigte sich ständig mit etwas); ruht! (österr. Milit.; rührt euch!); ruhn! (schweiz. Milit.; rührt euch!); im Grabe r. (geh.; gestorben sein); in fremder Erde r. (geh.; in einem fremden Land begraben sein); hier ruht [in Gott] ...; ruhe sanft!/in Frieden! (Grabinschriften);

R nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun;


*nicht r. und [nicht] rasten (rastlos, unermüdlich tätig sein; in seinen Bemühungen, Anstrengungen nicht nachlassen): er ruhte und rastete nicht, wollte nicht r. und nicht rasten, bis er seine Idee verwirklicht hatte;

b)(geh.) schlafen: ich wünsche, gut zu r.; ich wünsche, wohl geruht zu haben.



2.[vorübergehend] zum Stillstand gekommen sein, nicht in Funktion, Tätigkeit, Betrieb sein: der Betrieb, die Produktion ruht; am Wochenende, während des Streiks ruht die Arbeit (wird nicht gearbeitet); der Acker ruht (wird zeitweise nicht bebaut); an Feiertagen ruht der Verkehr in der Stadt fast völlig (gibt es kaum Straßenverkehr); die Waffen ruhen (geh.; es wird [vorübergehend] nicht gekämpft); das Arbeitsverhältnis, die Mitgliedschaft ruht (ist vorübergehend nicht wirksam).


3.a) auf etw., was als Stütze, Unterbau o. Ä. dient, fest liegen, stehen; von etw. gestützt, getragen werden: das Gewölbe ruht auf mächtigen Pfeilern; (geh.) die ganze Verantwortung, Last ruht auf ihren Schultern; alle Hoffnungen, alle Wünsche r. auf ihm;

b)[für eine Weile] ruhig (1) irgendwo liegen, sich irgendwo befinden: ihre Hände ruhten in ihrem Schoß; ihr Kopf ruhte an seiner Schulter; ihre Augen ruhten (verweilten) nachdenklich auf dem Bild; seine Blicke ruhten prüfend, freundlich, wohlgefällig auf seinen Kindern; der Schmuck ruht (liegt) in einer Schatulle; die Akten ruhen im Tresor (sind im Tresor aufbewahrt); sie ruht fest in ihrem Glauben (ist in ihrem Glauben geborgen); sie ruht [ganz] in sich selbst (sie ist ein seelisch ausgeglichener, harmonischer Mensch).

ruhen  

ru|hen
- ruht! (österr. für rührt euch!) Schreibung in Verbindung mit Verben:
- man soll die Toten ruhen lassen
- ein Verfahren ruhen lassen od. ruhenlassen
- die Angelegenheit wird ihn nicht ruhen lassen od. ruhenlassen
- wir wollen sie ein wenig ruhen lassen
- sie hat dort nicht ruhen können, nicht ruhen wollen
ruhen  


1. a) Atem holen, [sich] ausruhen, aussetzen, ausspannen, eine Pause einlegen/machen, sich [ein wenig] Ruhe gönnen, sich entspannen, sich erholen, faulenzen, lagern, liegen, pausieren, rasten, verschnaufen; (geh.): Atem schöpfen; (ugs.): sich aalen, abschalten, langliegen, relaxen; (nordd.): verpusten; (südd., österr.): [sich] ausrasten; (südd., österr. ugs.): ausschnaufen.

b) [sich] ausschlafen, dämmern, schlafen; (geh.): schlummern; (ugs.): dösen, duseln, knacken, pennen, pofen, ratzen; (fam.): ein Nickerchen machen, nicken; (ostösterr. salopp): büseln.

2. aussetzen, erlöschen, ins Stocken geraten, nicht weiterkommen, stecken/stehen bleiben, stillstehen, stocken, stoppen, ungenutzt bleiben, zum Stehen/Stillstand kommen; (geh.): daniederliegen; (bildungsspr.): stagnieren; (ugs.): streiken.

3. aufsitzen, gestützt/getragen werden, liegen, sitzen, stehen.

[ruhen]
[ruhe, ruhst, ruht, ruhte, ruhtest, ruhten, ruhtet, ruhest, ruhet, ruh, geruht, ruhend]
ruhen  

ru|hen <sw. V.; hat> [mhd. ruo(we)n, ahd. ruowēn]:

1.
a)irgendwo ruhig (1) sitzen, liegen [u. sich entspannen]; sich durch Nichtstun erholen: nach der Arbeit ein wenig r.; die Großmutter ruhte eine Stunde auf dem Sofa, im Lehnstuhl; <unpers.:> hier lässt es sich/lässt sichs gut r. (das ist ein hübscher Ruheplatz); er ruht nicht eher (gönnt sich keine Ruhe, lässt in seinen Anstrengungen nicht nach), bis er sein Ziel erreicht hat; die Hände der Mutter ruhten nie (die Mutter arbeitete ständig, beschäftigte sich ständig mit etwas); ruht! (österr. Milit.; rührt euch!); ruhn! (schweiz. Milit.; rührt euch!); im Grabe r. (geh.; gestorben sein); in fremder Erde r. (geh.; in einem fremden Land begraben sein); hier ruht [in Gott] ...; ruhe sanft!/in Frieden! (Grabinschriften);

Rnach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun;


*nicht r. und [nicht] rasten (rastlos, unermüdlich tätig sein; in seinen Bemühungen, Anstrengungen nicht nachlassen): er ruhte und rastete nicht, wollte nicht r. und nicht rasten, bis er seine Idee verwirklicht hatte;

b)(geh.) schlafen: ich wünsche, gut zu r.; ich wünsche, wohl geruht zu haben.



2.[vorübergehend] zum Stillstand gekommen sein, nicht in Funktion, Tätigkeit, Betrieb sein: der Betrieb, die Produktion ruht; am Wochenende, während des Streiks ruht die Arbeit (wird nicht gearbeitet); der Acker ruht (wird zeitweise nicht bebaut); an Feiertagen ruht der Verkehr in der Stadt fast völlig (gibt es kaum Straßenverkehr); die Waffen ruhen (geh.; es wird [vorübergehend] nicht gekämpft); das Arbeitsverhältnis, die Mitgliedschaft ruht (ist vorübergehend nicht wirksam).


3.
a) auf etw., was als Stütze, Unterbau o. Ä. dient, fest liegen, stehen; von etw. gestützt, getragen werden: das Gewölbe ruht auf mächtigen Pfeilern; (geh.) die ganze Verantwortung, Last ruht auf ihren Schultern; alle Hoffnungen, alle Wünsche r. auf ihm;

b)[für eine Weile] ruhig (1) irgendwo liegen, sich irgendwo befinden: ihre Hände ruhten in ihrem Schoß; ihr Kopf ruhte an seiner Schulter; ihre Augen ruhten (verweilten) nachdenklich auf dem Bild; seine Blicke ruhten prüfend, freundlich, wohlgefällig auf seinen Kindern; der Schmuck ruht (liegt) in einer Schatulle; die Akten ruhen im Tresor (sind im Tresor aufbewahrt); sie ruht fest in ihrem Glauben (ist in ihrem Glauben geborgen); sie ruht [ganz] in sich selbst (sie ist ein seelisch ausgeglichener, harmonischer Mensch).

ruhen  

[sw. V.; hat] [mhd. ruo(we)n, ahd. ruowen]: 1. a) irgendwo ruhig (1) sitzen, liegen [u. sich entspannen]; sich durch Nichtstun erholen: nach der Arbeit ein wenig r.; die Großmutter ruhte eine Stunde auf dem Sofa, im Lehnstuhl; [unpers.:] hier lässt es sich/lässt sichs gut r. (das ist ein hübscher Ruheplatz); R nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun; er ruht nicht eher (gönnt sich keine Ruhe, lässt in seinen Anstrengungen nicht nach), bis er sein Ziel erreicht hat; die Angelegenheit ließ sie nicht r. (nicht zur Ruhe kommen, beschäftigte sie ständig); die Hände der Mutter ruhten nie (die Mutter arbeitete ständig, beschäftigte sich ständig mit etwas); Ü im Grabe r. (geh.; gestorben sein); in fremder Erde r. (geh.; in einem fremden Land begraben sein); hier ruht [in Gott]...; ruhe sanft!/in Frieden! (Grabinschriften); *nicht r. und [nicht] rasten (rastlos, unermüdlich tätig sein; in seinen Bemühungen, Anstrengungen nicht nachlassen): er ruhte und rastete nicht, wollte nicht r. und nicht rasten, bis er seine Idee verwirklicht hatte; b) (geh.) schlafen: ich wünsche gut, wohl zu r.; ich wünsche wohl geruht zu haben. 2. [vorübergehend] zum Stillstand gekommen sein, nicht in Funktion, Tätigkeit, Betrieb sein: der Betrieb, die Produktion ruht; am Wochenende, während des Streiks ruht die Arbeit (wird nicht gearbeitet); der Acker ruht (wird zeitweise nicht bebaut); an Feiertagen ruht der Verkehr in der Stadt fast völlig (gibt es kaum Straßenverkehr); die Waffen ruhen (geh.; es wird [vorübergehend] nicht gekämpft); das Arbeitsverhältnis, die Mitgliedschaft ruht (ist vorübergehend nicht wirksam); man hatte den Fall vorerst r. lassen/(seltener:) gelassen (ihn vorerst nicht bearbeitet). 3. a) auf etw., was als Stütze, Unterbau o.Ä. dient, fest liegen, stehen; von etw. gestützt, getragen werden: das Gewölbe ruht auf mächtigen Pfeilern; Ü (geh.) die ganze Verantwortung, Last ruht auf ihren Schultern; alle Hoffnungen, alle Wünsche r. auf ihm; b) [für eine Weile] ruhig (1) irgendwo liegen, sich irgendwo befinden: ihre Hände ruhten in ihrem Schoß; ihr Kopf ruhte an seiner Schulter; Ü ihre Augen ruhten (verweilten) nachdenklich auf dem Bild; seine Blicke ruhten prüfend, freundlich, wohlgefällig auf seinen Kindern; der Schmuck ruht (liegt) in einer Schatulle; die Akten ruhen im Tresor (sind im Tresor aufbewahrt); sie ruht fest in ihrem Glauben (ist in ihrem Glauben geborgen); sie ruht [ganz] in sich selbst (sie ist ein seelisch ausgeglichener, harmonischer Mensch).
ruhen  

v.
<V.; hat>
1 still sein, stillliegen, stillstehen, stillsitzen, bewegungslos sein; nicht arbeiten, sich nicht regen, verweilen; rasten, sich erholen, sich entspannen; schlafen; außer Kraft, außer Geltung sein (Vertrag); nicht weitergehen, zum Stillstand gekommen sein, aufgehört haben (Arbeit, Verkehr); <auch> beerdigt sein (bes. in Grabinschriften)
2 der Acker ruht liegt brach; die Arbeit ruht während des Streiks; die Sache ruht vorläufig bleibt zunächst unentschieden, wird nicht weitergeführt; die Waffen ~ es wird nicht mehr gekämpft;
3 im Urlaub will ich den Geist ~ lassen <scherzh.> mich geistig nicht anstrengen, nur faulenzen; die Toten soll man ~ lassen über die Toten soll man nichts Böses sprechen; nicht ~ und rasten, bis … unermüdlich tätig sein, sich dafür einsetzen, dass …;
4 ;nach getaner Arbeit ist gut ruhn <Sprichw.> ruhe sanft (Grabinschrift); ich wünsche wohl zu ~! (Gute-Nacht-Gruß);
5 ;ihr Kopf ruhte an seiner Schulter; auf etwas ~ auf etwas liegen; auf jmdm. ~ von jmdm. getragen werden; die ganze Last der Verantwortung ruht auf mir; die Brücke ruht auf mehreren Pfeilern; ein Fluch, ein Segen ruht darauf; seine Blicke ruhten mit Wohlgefallen auf ihr; er ruht nun in Frieden er ist tot; hier ruht (in Gott) (Grabinschrift); er ruht schon längst im Grabe; nach dem Mittagessen eine Stunde ~
6 ;die Mutter ist der ~de Pol dieser unruhigen Familie; die hierauf ~den Steuern [<ahd. ruowen; Ruhe]
['ru·hen]
[ruhe, ruhst, ruht, ruhen, ruhte, ruhtest, ruhten, ruhtet, ruhest, ruhet, ruh, geruht, ruhend]