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Sack  

Sạck, der; -[e]s, Säcke (als Maßangabe auch:) - [mhd., ahd. sac < lat. saccus < griech. sákkos="grober" Stoff aus Ziegenhaar; (aus solchem Material hergestellter) Sack]:

1.a)größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport od. der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient: ein voller, leerer S.; drei Säcke voll Kastanien; drei S. Kartoffeln; etw. in einen S. stecken, stopfen, füllen; er lag da, fiel um wie ein [nasser] S. (salopp; wie leblos); ein S. voll Lügen (viele Lügen)

R ihr habt zu Hause wohl Säcke an den Türen? (salopp; Aufforderung, die Tür zu schließen); es ist einfacher o. Ä., einen S. [voll] Flöhe zu hüten (im Hinblick auf die Beaufsichtigung einer Gruppe von Personen, meist Kindern, die sich wenig diszipliniert verhält);


*schlafen wie ein S. (salopp; tief und fest schlafen); etw. im S. haben (ugs.; einer Sache sicher sein können); in S. und Asche gehen (geh.; Buße tun; wohl nach dem Alten Testament [Esther 4, 1], wo von dem altorientalischen Brauch berichtet wird, dass die Menschen sich zum Zeichen der Trauer in grobes Tuch [Säcke] kleideten u. sich Asche auf die Haare streuten); mit S. und Pack (mit aller Habe; eigtl. = alles das, was man in Säcken od. Packen verstaut); S. Zement! (salopp; Ausruf des Erstaunens, der Verwünschung) entstellt aus ↑ Sakrament );

b)(landsch., bes. südd., österr., schweiz.) Tasche (2 a) : er zog plötzlich ein Messer aus dem S.; keinen Cent im S. haben (überhaupt kein Geld bei sich haben).



2. (salopp abwertend) Mann, Mensch: ein alter, blöder, vollgefressener S.; ein bisschen dalli, ihr faulen Säcke!


3. <meist Pl.> sackförmige Hautfalte unter den Augen; Tränensack: [dicke] Säcke unter den Augen haben.


4.(derb) Hodensack: sich am S. kratzen;

*jmdm. auf den S. fallen/gehen (derb; jmdm. lästig fallen).
Sack  

Sạck, der; -[e]s, Säcke; 5 Sack Mehl; mit Sack und Pack
Sack  

a) Behältnis, Beutel, Tüte; (nordd.): Büdel; (bayr., österr.): Sackerl; (landsch., bes. südd., österr.): Säckel.

b) Hosentasche.

[Sack]
[Sackes, Sacks, Sacke, Säcke, Säcken]
Sack  

Sạck, der; -[e]s, Säcke (als Maßangabe auch:) - [mhd., ahd. sac < lat. saccus < griech. sákkos="grober" Stoff aus Ziegenhaar; (aus solchem Material hergestellter) Sack]:

1.
a)größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport od. der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient: ein voller, leerer S.; drei Säcke voll Kastanien; drei S. Kartoffeln; etw. in einen S. stecken, stopfen, füllen; er lag da, fiel um wie ein [nasser] S. (salopp; wie leblos); ein S. voll Lügen (viele Lügen)

Rihr habt zu Hause wohl Säcke an den Türen? (salopp; Aufforderung, die Tür zu schließen); es ist einfacher o. Ä., einen S. [voll] Flöhe zu hüten (im Hinblick auf die Beaufsichtigung einer Gruppe von Personen, meist Kindern, die sich wenig diszipliniert verhält);


*schlafen wie ein S. (salopp; tief und fest schlafen); etw. im S. haben (ugs.; einer Sache sicher sein können); in S. und Asche gehen (geh.; Buße tun; wohl nach dem Alten Testament [Esther 4, 1], wo von dem altorientalischen Brauch berichtet wird, dass die Menschen sich zum Zeichen der Trauer in grobes Tuch [Säcke] kleideten u. sich Asche auf die Haare streuten); mit S. und Pack (mit aller Habe; eigtl. = alles das, was man in Säcken od. Packen verstaut); S. Zement! (salopp; Ausruf des Erstaunens, der Verwünschung) entstellt aus ↑ Sakrament);

b)(landsch., bes. südd., österr., schweiz.) Tasche (2 a): er zog plötzlich ein Messer aus dem S.; keinen Cent im S. haben (überhaupt kein Geld bei sich haben).



2. (salopp abwertend) Mann, Mensch: ein alter, blöder, vollgefressener S.; ein bisschen dalli, ihr faulen Säcke!


3. <meist Pl.> sackförmige Hautfalte unter den Augen; Tränensack: [dicke] Säcke unter den Augen haben.


4.(derb) Hodensack: sich am S. kratzen;

*jmdm. auf den S. fallen/gehen (derb; jmdm. lästig fallen).
Sack  

n.
<m. 1u; bei Maßangabe Pl.: ->
1 längl. Behälter aus grobem Stoff od. Papier zum Aufbewahren od. zum Transport von körnigen od. kleinstückigen Gütern; <süddt.> Tasche (Geld~, Hosen~); <fig.> etwas mit einem Sack Vergleichbares, entweder weil es nur einen Eingang u. keinen Ausgang hat (~gasse) od. weil es schlaff od. bauschend hängt (Tränen~); <fig.; umg.; abwertend> Mensch, Person; <derb; kurz für> Hodensack; ihr Säcke! <fig.; umg.>
2 ;es ist leichter, einen ~ Flöhe zu hüten als euch <umg.; scherzh.> drei ~ Kaffee, Mehl, Reis <als Maßangabe; aber> hier stehen noch drei Säcke; ein ~ Kartoffeln; jmdm. einen ~ voller Lügen auftischen <fig.>
3 ;einen ~ aufbinden, zubinden; den ~ ausschütten, leeren
4 so ein fauler ~ <fig.; umg.> fauler Mensch; ein leichter, schwerer, voller ~
5 jmdm. auf den ~ gehen, fallen <umg.> jmdm. lästig werden, jmdm. auf die Nerven gehen; Knüppel aus dem ~! (aus dem Märchen „Tischlein, deck dich“ der Brüder Grimm); Getreide in Säcke füllen, schütten; in den ~ hauen <fig.; umg.> mit einer Sache aufhören, <bes.> kündigen; jmdn. in den ~ stecken <fig.; umg.> ihm überlegen sein; <auch> ihn betrügen; in ~ und Asche bußfertig; in ~ und Asche gehen Buße tun, Reue zeigen; mit ~ und Pack <umg.> mit allem Besitz; ich habe geschlafen wie ein ~ <fig.; umg.> sehr fest; er ist voll wie ein ~ <fig.; umg.> schwer betrunken; [<ahd. sac, engl. sack, got. sakkus „Trauer-, Bußgewand aus grobem Stoff“ <lat. saccus „Sack“ <grch. sakkos „grober Stoff aus Ziegenhaar, daraus hergestellter Sack, grober Mantel“ <hebr. sak „Sack, grobes Gewand“ <assyr. schakku „Sack, Büßergewand“]
[Sack]
[Sackes, Sacks, Sacke, Säcke, Säcken]