[ - Collapse All ]
Sand  

Sạnd, der; -[e]s, (Fachspr.:) -e u. Sände [mhd., ahd. sant, H. u.]:

1.<Pl. -e> aus verwittertem Gestein, meist aus Quarz bestehende, feinkörnige, lockere Substanz, die einen Teil des Erdbodens bildet: feiner, grober, weißer, gelber, nasser, trockener, heißer S.; der S. rieselte über seine Finger; die Kinder backen Kuchen aus S.; der Wagen blieb im S. (im sandigen Boden) stecken; etw. mit S. (Scheuersand) reinigen, putzen, scheuern;

*wie S. am Meer (ugs.; in überreichem Maße, in sehr großer Menge; nach 1. Mos. 22, 17 u. a.): hier gibt es Pilze wie S. am Meer; S. im Getriebe (ugs.; ein [verborgenes] Hindernis, das den Ablauf von etw. stört); jmdm. S. ins Getriebe streuen/werfen/schmeißen (ugs.; jmdm. Schwierigkeiten bereiten); jmdm. S. in die Augen streuen (jmdm. etw. vortäuschen, vorspiegeln; nach dem alten Trick beim Fechten u. bei anderen Zweikämpfen, dem Gegner Sand in die Augen zu werfen, um ihn in seiner Kampfkraft zu beeinträchtigen); auf S. gebaut haben (sich auf etw. sehr Unsicheres eingelassen haben, stützen, verlassen; nach Matth. 7, 26); im Sand[e] verlaufen (ergebnislos, erfolglos bleiben u. in Vergessenheit geraten; bezieht sich darauf, dass Wasser im Sand rasch versickert u. nicht mehr zu sehen ist); etw. in den S. setzen (ugs.; mit etw. einen Misserfolg haben): die Klassenarbeit habe ich total in den S. gesetzt.


2.<Pl. -e u. Sände> (Seemannsspr.) Sandbank: der Tanker ist auf einen S. gelaufen.
Sand  

Sạnd, der; -[e]s, -e
Sand  

wie Sand am Meer
in Hülle und Fülle, in Massen, in reichem Maße, massenweise, mehr als genug/genügend, nicht zu knapp, noch und noch, reichlich, [sehr] häufig, [sehr] oft, viele Male; (ugs.): en masse, haufenweise, in rauen Mengen, massig, tausendfach; (emotional): doppelt und dreifach, dutzendfach; (oft emotional): massenhaft; (ugs. scherzh.): noch und nöcher; (oft abwertend): zur Genüge.
[• Sand]
[Sandes, Sands, Sande, Sände, Sänden]
Sand  

Sạnd, der; -[e]s, (Fachspr.:) -e u. Sände [mhd., ahd. sant, H. u.]:

1.<Pl. -e> aus verwittertem Gestein, meist aus Quarz bestehende, feinkörnige, lockere Substanz, die einen Teil des Erdbodens bildet: feiner, grober, weißer, gelber, nasser, trockener, heißer S.; der S. rieselte über seine Finger; die Kinder backen Kuchen aus S.; der Wagen blieb im S. (im sandigen Boden) stecken; etw. mit S. (Scheuersand) reinigen, putzen, scheuern;

*wie S. am Meer (ugs.; in überreichem Maße, in sehr großer Menge; nach 1. Mos. 22, 17 u. a.): hier gibt es Pilze wie S. am Meer; S. im Getriebe (ugs.; ein [verborgenes] Hindernis, das den Ablauf von etw. stört); jmdm. S. ins Getriebe streuen/werfen/schmeißen (ugs.; jmdm. Schwierigkeiten bereiten); jmdm. S. in die Augen streuen (jmdm. etw. vortäuschen, vorspiegeln; nach dem alten Trick beim Fechten u. bei anderen Zweikämpfen, dem Gegner Sand in die Augen zu werfen, um ihn in seiner Kampfkraft zu beeinträchtigen); auf S. gebaut haben (sich auf etw. sehr Unsicheres eingelassen haben, stützen, verlassen; nach Matth. 7, 26); im Sand[e] verlaufen (ergebnislos, erfolglos bleiben u. in Vergessenheit geraten; bezieht sich darauf, dass Wasser im Sand rasch versickert u. nicht mehr zu sehen ist); etw. in den S. setzen (ugs.; mit etw. einen Misserfolg haben): die Klassenarbeit habe ich total in den S. gesetzt.


2.<Pl. -e u. Sände> (Seemannsspr.) Sandbank: der Tanker ist auf einen S. gelaufen.
Sand  

n.
<m. 1> feinkörniges, durch Wasser od. Wind transportiertes Sedimentgestein (Dünen~, Flug~, See~); sandiges Ufer, Strand, Dünengebiet, Sandbank; Streusand, Turnierplatz, Kampfplatz; ~ ackern, pflügen <fig.; umg.> etwas Unnützes, Vergebliches tun; feiner, grober, nasser, weißer, trockener ~; auf ~ bauen auf unsicheren Grund; <sprichwörtl. nach Matthäus 7,26> seine Hoffnungen, seine Pläne sind auf ~ gebaut; auf (den) ~geraten <fig.> nicht mehr weiter können (urspr. vom Schiff); jmdn. auf den ~setzen <fig.> ihn besiegen (urspr. in der Kampfbahn); im ~ graben, Burgen bauen, liegen am Strand; den Kopf in den ~ stecken (wie angeblich der Vogel Strauß) <fig.> bestimmte Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen, Gefahren nicht sehen wollen; der Fluss verläuft, verliert sich im ~; die Sache ist im ~e verlaufen <fig.> es ist nichts daraus geworden; ;jmdm. ~ in die Augen streuen <fig.; umg.> ihn täuschen, indem man eine Sache in günstigerem Licht darstellt, als sie wirklich ist; ~ ins Getriebe streuen <fig.; umg.> Sabotage treiben, etwas hemmen, Unannehmlichkeiten, Schwierigkeiten verursachen; einen Topf mit ~ reiben, reinigen, scheuern; ~ über eine Sache streuen <fig.; umg.> nicht mehr darüber sprechen, sie vergessen (sein lassen); wie ~ am Meer zahllos, in großer Menge, im Überfluss; [<ahd. sant, engl. sand <germ. *sanda- <vorgerm. *sam(a)dhe-]
[Sand]
[Sandes, Sands, Sande, Sände, Sänden]