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satt  

sạtt <Adj.> [mhd., ahd. sat, alte Partizipialbildung zu einem Verb mit der Bed. »sättigen« u. urspr. = gesättigt]:

1.a)nicht mehr hungrig; kein Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme mehr verspürend: -e Gäste; von etwas nicht s. werden; sich s. essen; das Baby hat sich s. getrunken; etw. macht s. (sättigt);

b)(abwertend) mit dem eigenen (relativ hohen) Lebensstandard zufrieden u. daher zu Selbstzufriedenheit, Gleichgültigkeit, Trägheit neigend: -e Wohlstandsbürger.



2.a)(bes. in der Färbung, im Klang) kräftig, voll: ein -es Rot, Grün; die Tür der Luxuslimousine fiel mit -em Klang ins Schloss; die Stereoanlage, das Motorrad hat einen -en Sound;

b)(ugs.) ansehnlich: -e Gewinne; es kostet -e 580 Euro; -e 16 % Sollzinsen;

c)(ugs.) reichlich, gut (3 b) : selbst wenn wenig Verkehr ist, braucht man eine -e Stunde, -e zwei Stunden; eine -e Mehrheit; etw. s. mit Leim einstreichen.



3.

*etw. (Akk.)/(geh.:) einer Sache (Gen.) s. sein (etw. leid sein, nicht länger dulden): sie war den Ärger s.


4.(ugs.) ausreichend, reichlich, überreichlich: nicht s. zu essen haben (nicht genug zu essen haben, hungern müssen); es gab Sonne s.


5.a)(schweiz.) eng [anliegend], knapp, straff: eine s. sitzende Bandage;

b)(Kfz-T. Jargon) mit stets vorhandenem gutem Kontakt zur Fahrbahn: der Wagen liegt s. auf der Straße.

satt  


1. a) (geh.): gesättigt; (ugs.): pappsatt, satt gefressen, vollgefressen, vollgestopft, wie genudelt; (österr. ugs.): angegessen; (fam.): nudelsatt; (fam. scherzh.): voll [bis oben hin].

b) gleichgültig, träge, übersatt, verwöhnt; (bildungsspr. abwertend): saturiert.

2. a) dicht, füllig, intensiv, kräftig, lebhaft, leuchtend, saftig, tief, voll, üppig.

b) immerhin, nicht weniger als, stattlich.

c) ausreichend, in Hülle und Fülle, in reichem Maße, mehr als genug/genügend, nicht zu knapp, [über]reichlich, viel; (geh.): ein gerüttelt Maß; (ugs.): en masse, in rauen Mengen, massig; (emotional): sattsam; (ugs. scherzh.): noch und nöcher; (oft abwertend): zur Genüge.

3. eng, fest anliegend, hauteng, knalleng, knapp [sitzend], körpernah, straff, stramm.

[satt]
[satter, satte, sattes, satten, sattem, satterer, sattere, satteres, satteren, satterem, sattester, satteste, sattestes, sattesten, sattestem]
satt  

sạtt <Adj.> [mhd., ahd. sat, alte Partizipialbildung zu einem Verb mit der Bed. »sättigen« u. urspr. = gesättigt]:

1.
a)nicht mehr hungrig; kein Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme mehr verspürend: -e Gäste; von etwas nicht s. werden; sich s. essen; das Baby hat sich s. getrunken; etw. macht s. (sättigt);

b)(abwertend) mit dem eigenen (relativ hohen) Lebensstandard zufrieden u. daher zu Selbstzufriedenheit, Gleichgültigkeit, Trägheit neigend: -e Wohlstandsbürger.



2.
a)(bes. in der Färbung, im Klang) kräftig, voll: ein -es Rot, Grün; die Tür der Luxuslimousine fiel mit -em Klang ins Schloss; die Stereoanlage, das Motorrad hat einen -en Sound;

b)(ugs.) ansehnlich: -e Gewinne; es kostet -e 580 Euro; -e 16 % Sollzinsen;

c)(ugs.) reichlich, gut (3 b): selbst wenn wenig Verkehr ist, braucht man eine -e Stunde, -e zwei Stunden; eine -e Mehrheit; etw. s. mit Leim einstreichen.



3.

*etw. (Akk.)/(geh.:) einer Sache (Gen.) s. sein (etw. leid sein, nicht länger dulden): sie war den Ärger s.


4.(ugs.) ausreichend, reichlich, überreichlich: nicht s. zu essen haben (nicht genug zu essen haben, hungern müssen); es gab Sonne s.


5.
a)(schweiz.) eng [anliegend], knapp, straff: eine s. sitzende Bandage;

b)(Kfz-T. Jargon) mit stets vorhandenem gutem Kontakt zur Fahrbahn: der Wagen liegt s. auf der Straße.

satt  

[mhd., ahd. sat, alte Partizipialbildung zu einem Verb mit der Bed. ?sättigen? u. urspr.= gesättigt] Adj.: 1. a) nicht mehr hungrig; kein Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme mehr verspürend: -e Gäste; sich s. essen; von etwas nicht s. werden; das Baby hat sich s. getrunken; etw. macht s. (sättigt schnell); *sich an etw. nicht s. sehen, hören können (nicht aufhören können, etw. Bestimmtes sich anzusehen, anzuhören); b) (abwertend) mit dem eigenen (relativ hohen) Lebensstandard zufrieden u. daher zu Selbstzufriedenheit, Gleichgültigkeit, Trägheit neigend: -e Wohlstandsbürger. 2. a) (bes. in der Färbung, im Klang) kräftig, voll: ein -es Rot, Grün; die Tür der Luxuslimousine fiel mit -em Klang ins Schloss; die Stereoanlage, das Motorrad hat einen -en Sound; b) (ugs.) ansehnlich: -e Gewinne; es kostet -e 580 Mark; -e 16% Sollzinsen; c) (ugs.) reichlich, gut (3 b): selbst wenn wenig Verkehr ist, braucht man eine -e Stunde, -e zwei Stunden; eine -e Mehrheit; etw. s. mit Leim einstreichen. 3. *etw. s. haben/etw. s. sein/(geh.:) einer Sache [Gen.] s. sein (etw. leid sein, nicht länger dulden): sie war den Ärger s.; etw. s. bekommen/kriegen (ugs.; etw. leid werden). 4. (ugs.) ausreichend, reichlich, überreichlich: nicht s. zu essen haben (nicht genug zu essen haben, hungern müssen); es gab Sonne s. 5. a) (schweiz.) eng [anliegend], knapp, straff: eine s. sitzende Bandage; b) (Kfz-T. Jargon) mit stets vorhandenem gutem Kontakt zur Fahrbahn: der Wagen liegt s. auf der Straße.
satt  

adj.
<Adj.; -er, am -esten>
1 befriedigt (von einem Genuss); tief, kräftig (von Farben); <Chem.>gesättigt
2 ;ein ~es Grün, Rot; ein ~es Lächeln <fig.> ein selbstzufriedenes Lächeln;
3 etwas ~ bekommen <umg.> die Lust daran verlieren; etwas (gründlich) ~ haben od. sein genug davon haben, es überdrüssig sein; ich habe es, bin es ~, ihn immer wieder zu ermahnen; ich habe diese Ausreden ~; sich ~ essen; nicht ~ zu essen haben; sich ~ hören,reden, sehen <fig.; umg.> ich kann das Kind kaum ~ kriegen <umg.> es will immer noch mehr essen; das macht ~ (von Speisen) stillt schnell den Hunger; er konnte sich an ihrem Bild nicht ~ sehen <umg.> das Auge konnte sich nicht ~ sehen an diesem herrlichen Anblick; sein: möchtest du noch etwas essen, oder bist du ~? [<ahd. sat, got. saþs „satt“ <germ. *saþa- <idg. *səto- „gesättigt“; zu idg. *sa-, *sə- „satt, sättigen“]
[satt]
[satter, satte, sattes, satten, sattem, satterer, sattere, satteres, satteren, satterem, sattester, satteste, sattestes, sattesten, sattestem]