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sauer  

sau|er <Adj.; saurer, -ste> [mhd., ahd. sūr, H. u.]:

1.a)in der Geschmacksrichtung von Essig od. Zitronensaft liegend [u. die Schleimhäute des Mundes zusammenziehend u. den Speichelfluss anregend]: saure Äpfel, Drops; ein saurer Wein; saure (sauer eingelegte) Heringe, Gurken; etw. s. (unter Beigabe von Essig) einlegen;

*jmdm. s. aufstoßen (ugs.; jmdm. Unbehagen, Ärger o. Ä. verursachen); gib ihm Saures! (salopp; verprügle ihn tüchtig!);

b)durch Gärung geronnen, dickflüssig geworden u. sauer (1 a) schmeckend: saure Milch, Sahne; die Milch wird, ist s.;

c)durch Gärung[sstoffe] verdorben: saurer Schweißgeruch; das Essen ist s. geworden, riecht s.;

d)(bes. Landw.) [Kiesel-, Humus]säuren enthaltend u. kalkarm: saure Böden;

e)(Chemie) Säure enthaltend; die Eigenschaften einer Säure aufweisend: saure Salze, Gesteine; saure Niederschläge; saurer Regen (Regen, in dem Schwefeldioxid gelöst ist, sodass das Regenwasser schweflige Säure enthält); diese Stoffe reagieren [leicht] s.



2.jmdm. als Arbeit, Aufgabe o. Ä. schwer werdend; nur unter großen Mühen zu bewältigen: eine saure Arbeit, Pflicht; s. verdientes, erspartes Geld; die langwierige Arbeit wurde ihr s., kam sie s. an (fiel ihr schwer, machte ihr Mühe).


3.a) Verdruss über etw., Missmut ausdrückend: mit saurer Miene; ein saures Lächeln;

b)(ugs.) über etw. verärgert, wütend: sie ist ganz schön s. [auf uns]; ich werde gleich s.!; darauf hätte ich auch s. reagiert.

Sauer  

Sau|er, das; -s (Druckerspr. bezahlte, aber noch nicht geleistete Arbeit; fachspr. kurz für Sauerteig)
sauer  


1. a) durchsäuert, säuerlich; (Kochk.): gesäuert.

b) nicht mehr gut, ranzig, schlecht, verdorben; (ugs.): einen Stich habend, gammelig, hinüber, vergammelt; (landsch.): angegangen, mulmig, stichig.

c) gegoren, säuerlich; (Fachspr.): vergoren.

2. anstrengend, beschwerlich, hart, kräftezehrend, mit großer Anstrengung/Mühe verbunden, mühevoll, mühselig, mühsam, schwer; (bes. südd., schweiz.): streng.

3. a) grämlich, griesgrämig, mürrisch, säuerlich, verdrießlich, verdrossen; (geh.): missvergnügt; (ugs.): miesepetrig; (ugs. abwertend): sauertöpfisch.

b) ärgerlich, aufgebracht, empört, entrüstet, erbost, fuchtig, verärgert, wütend, zornig; (geh.): erzürnt; (bildungsspr.): indigniert; (ugs.): böse, fuchsig, gnatzig, grätig; (salopp abwertend): stinkig; (landsch.): falsch, wirrig; (landsch. ugs.): vergnatzt; (bayr., österr., sonst landsch.): schiech; (bayr., österr. mundartl.): harb; (nordd.): fünsch; (nordd., ostmd. ugs.): tücksch.

[sauer]
[sauerer, sauere, saueres, saueren, sauerem, sauererer, sauerere, sauereres, sauereren, sauererem, sauerster, sauerste, sauerstes, sauersten, sauerstem]
sauer  

sau|er <Adj.; saurer, -ste> [mhd., ahd. sūr, H. u.]:

1.
a)in der Geschmacksrichtung von Essig od. Zitronensaft liegend [u. die Schleimhäute des Mundes zusammenziehend u. den Speichelfluss anregend]: saure Äpfel, Drops; ein saurer Wein; saure (sauer eingelegte) Heringe, Gurken; etw. s. (unter Beigabe von Essig) einlegen;

*jmdm. s. aufstoßen (ugs.; jmdm. Unbehagen, Ärger o. Ä. verursachen); gib ihm Saures! (salopp; verprügle ihn tüchtig!);

b)durch Gärung geronnen, dickflüssig geworden u. sauer (1 a) schmeckend: saure Milch, Sahne; die Milch wird, ist s.;

c)durch Gärung[sstoffe] verdorben: saurer Schweißgeruch; das Essen ist s. geworden, riecht s.;

d)(bes. Landw.) [Kiesel-, Humus]säuren enthaltend u. kalkarm: saure Böden;

e)(Chemie) Säure enthaltend; die Eigenschaften einer Säure aufweisend: saure Salze, Gesteine; saure Niederschläge; saurer Regen (Regen, in dem Schwefeldioxid gelöst ist, sodass das Regenwasser schweflige Säure enthält); diese Stoffe reagieren [leicht] s.



2.jmdm. als Arbeit, Aufgabe o. Ä. schwer werdend; nur unter großen Mühen zu bewältigen: eine saure Arbeit, Pflicht; s. verdientes, erspartes Geld; die langwierige Arbeit wurde ihr s., kam sie s. an (fiel ihr schwer, machte ihr Mühe).


3.
a) Verdruss über etw., Missmut ausdrückend: mit saurer Miene; ein saures Lächeln;

b)(ugs.) über etw. verärgert, wütend: sie ist ganz schön s. [auf uns]; ich werde gleich s.!; darauf hätte ich auch s. reagiert.

sauer  

[Adj.; saurer, -ste] [mhd., ahd. sur, H. u.]: 1. a) in der Geschmacksrichtung von Essig od. Zitronensaft liegend [u. die Schleimhäute des Mundes zusammenziehend u. den Speichelfluss anregend]: saure Äpfel, Drops; ein saurer Wein; saure (sauer eingelegte) Heringe, Gurken; etw. s. (unter Beigabe von Essig) einlegen; *jmdm. s. aufstoßen (ugs.; jmdm. Unbehagen, Ärger o.Ä. verursachen); gib ihm Saures! (salopp; verprügle ihn tüchtig!); b) durch Gärung geronnen, dickflüssig geworden u. sauer (1 a) schmeckend: saure Milch, Sahne; die Milch wird, ist s.; c) durch Gärung[sstoffe] verdorben: saurer Schweißgeruch; das Essen ist s. geworden, riecht s.; d) (bes. Landw.) [Kiesel-, Humus]säuren enthaltend u. kalkarm: saure Böden; e) (Chemie) Säure enthaltend; die Eigenschaften einer Säure aufweisend: saure Salze, Gesteine; saure Niederschläge; saurer Regen (Regen, in dem Schwefeldioxid gelöst ist, sodass das Regenwasser schweflige Säure enthält); diese Stoffe reagieren [leicht] s. 2. jmdm. als Arbeit, Aufgabe o.Ä. schwer werdend; nur unter großen Mühen zu bewältigen: eine saure Arbeit, Pflicht; s. verdientes, erspartes Geld; die langwierige Arbeit wurde ihr s., kam sie s. an (fiel ihr schwer, machte ihr Mühe). 3. a) Verdruss über etw., Missmut ausdrückend: mit saurer Miene; ein saures Lächeln; b) (salopp) über etw. verärgert, wütend: sie ist ganz schön s. [auf uns]; ich werde gleich s.!; darauf hätte ich auch s. reagiert.
sauer  

n.
<n. 13; unz.; Typ.> bezahlte, aber noch nicht geleistete Arbeit; <Kochk.>mit Essig zubereitetes Gänse-, Hasenklein; Schwarzsauer; Sauermilch, Molke; Sauerteig; <nddt.> Essig
['Sau·er]
[Sauers, Sauerer, Sauere, Saueres, Saueren, Sauerem, Sauererer, Sauerere, Sauereres, Sauereren, Sauererem, Sauerster, Sauerste, Sauerstes, Sauersten, Sauerstem]n.
<Adj.; saurer, am -sten>
1 so schmeckend, dass sich der Mund zusammenzieht; sehr herb (Wein); <Chem.> aus Säure bestehend, säurehaltig; gestockt, geronnen, dick geworden (Milch); reich an säurehaltigen Stoffen (Boden); <oberdt.> grün (Holz); <fig.> mühselig, schwierig, hart, schwer (Arbeit); ärgerlich, verdrießlich (Gesicht)
2 da muss ich wohl oder übel in den sauren Apfelbeißen <sprichwörtl.> das Unangenehme hinnehmen od. tun; das ist ein saures Brot <fig.; umg.> mühselige Arbeit; saure Drops; saurer Farbstoff = Säurefarbstoff; saure Gurken in Essigwasser konservierte Gurken; die Kiste, der Motor ist ~ <umg.> der Wagen hat Motorschaden; ;eine saure Miene machen, ziehen <fig.; umg.> verdrießlich dreinschauen; ;saure Milch Dickmilch; saurer Regen Schwefelsäure enthaltender Regen; saure Trauben etwas, worüber man sich abfällig od. ablehnend äußert, weil man es nicht haben od. erreichen kann, obwohl man es gern möchte(nach der Fabel „Der Fuchs und die Trauben“ von La Fontaine); saurer Wind W. bei bedecktem Himmel ohne Regen ;
3 ankommen: das kommt mich ~ an <fig.; umg.> fällt mir schwer; aufstoßen: es stößt mir ~vom Magen auf; das wird ihm noch ~ aufstoßen <fig.; umg.> die unangenehmen Folgen wird er noch zu spüren bekommen; das habe ich mir ~ erworben <fig.; umg.> mit großem Fleiß, großer Mühe; gib ihm Saures! <umg.> zeig's ihm!, verprügle ihn tüchtig!; ~ reagieren <Chem.> die Eigenschaften von Säuren zeigen; <fig.> etwas ablehnen, nicht darauf eingehen; Zitronen schmecken ~; sein: er ist heute ~ <umg.> verärgert, verdrießlich; ich habe es mir ~ werdenlassen <fig.; umg.> große Mühe darauf verwendet; es wird mir ~ <fig.; umg.> fällt mir schwer; [<ahd. sur, engl. sour <germ. *sura-]
['sau·er]
[sauers, sauerer, sauere, saueres, saueren, sauerem, sauererer, sauerere, sauereres, sauereren, sauererem, sauerster, sauerste, sauerstes, sauersten, sauerstem]