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Schale  

Scha|le, die; -, -n [1: mhd. schal(e), ahd. scala, im Sinne von »Abgeschnittenes«, verw. mit 1↑ Schild ; 2: mhd. schāle, ahd. scāla, eigtl. = die Abgetrennte, viell. weil Trinkschalen häufig aus den abgetrennten Hirnschalen erschlagener Feinde hergestellt od. flach aus Holz ausgeschnitten wurden]:

1.a)eine Frucht, einen Samen umgebende, festere äußerste Schicht: die S. einer Banane; Kartoffeln in der S., mit S. kochen;

b)harte, holzartige, den Kern einer Nuss o. Ä. umschließende Hülle: die Mandel hat eine harte S.; er hat eine raue S. (er ist [nur] nach außen hin schroff, unfreundlich) in einer rauen S. steckt oft ein guter Kern (ein grob, schroff, abweisend wirkender Mensch kann in Wahrheit sehr gutmütig, hilfsbereit o. ä. sein);

c)das Innere eines Vogeleis umschließende, harte, vorwiegend aus Kalk aufgebaute, zerbrechliche Hülle: Eier mit weißer S.;

d)bestimmte [Weich]tiere umgebendes, panzerartiges Gehäuse: -n von Muscheln;

e)(landsch.) Rinde (2) : die S. des Käses.



2.gewöhnlich flaches, meist rundes od. ovales, oben offenes Gefäß: eine kleine S. mit Stecknadeln;

*die S. des/seines Spottes, Zorns o. Ä. über jmdn., über jmdm. ausgießen (geh.; jmdn. verspotten; jmdn. seinen Zorn spüren lassen; nach Offenb. 15, 7; 16, 1).


3.(bes. österr.) Tasse (1) : eine S. Kaffee.


4.etw., was die Form einer Schale, (2), einer halbierten Hohlkugel hat: er trank aus der S. seiner hohlen Hand.


5.

*in S. sein (ugs.; besonders fein angezogen sein); sich in S. werfen/schmeißen (ugs.; sich fein machen).


6.(Bauw.) (aus Spannbeton gegossenes) flächiges, gekrümmtes od. geschwungenes tragendes Bauteil, bes. als Dachkonstruktion.


7. (Technik) selbsttragende [röhrenförmige] Außenhaut, äußere Wandung (bes. eines Flugzeugs).


8.(Fachspr.) unten ausgehöhlter Cabochon (b) .


9. (Jägerspr.) (bes. bei Hirsch, Reh, Wildschwein) Klaue (2) .


10. (Tiermed.) bes. bei Pferden vorkommende Gelenkentzündung am Fuß, bei der es zu schalenförmigen Auftreibungen des betroffenen Knochens kommt u. die dazu führt, dass das Pferd lahmt.


11.(Physik) (in bestimmten Atom- u. Kernmodellen) Schicht als eine von mehreren als zwiebelschalenartig übereinanderliegend gedachten Schichten, aus denen sich eine Elektronenhülle od. ein Atomkern aufbaut.
Schale  

Scha|le, die; -, -n (flaches Gefäß; österr. auch für Tasse)

Scha|le, die; -, -n (Hülle; Jägerspr. Huf beim Schalenwild)
Schale  


1. a) Haut, Hülle, Hülse, Schote, Umhüllung; (landsch.): Schlaube; (landsch., bes. nordd.): Pelle; (landsch., bes. nordd., ostmd.): Schluse.

b) Gehäuse, Schulp; (Zool.): Konchylie.

2. Schüssel, Teller, Terrine; (regional): Napf.

3. Außenhaut, Bespannung, Verkleidung, Verschalung.

[Schale]
[Schalen]
Schale  

Scha|le, die; -, -n [1: mhd. schal(e), ahd. scala, im Sinne von »Abgeschnittenes«, verw. mit 1↑ Schild; 2: mhd. schāle, ahd. scāla, eigtl. = die Abgetrennte, viell. weil Trinkschalen häufig aus den abgetrennten Hirnschalen erschlagener Feinde hergestellt od. flach aus Holz ausgeschnitten wurden]:

1.
a)eine Frucht, einen Samen umgebende, festere äußerste Schicht: die S. einer Banane; Kartoffeln in der S., mit S. kochen;

b)harte, holzartige, den Kern einer Nuss o. Ä. umschließende Hülle: die Mandel hat eine harte S.; er hat eine raue S. (er ist [nur] nach außen hin schroff, unfreundlich) in einer rauen S. steckt oft ein guter Kern (ein grob, schroff, abweisend wirkender Mensch kann in Wahrheit sehr gutmütig, hilfsbereit o. ä. sein);

c)das Innere eines Vogeleis umschließende, harte, vorwiegend aus Kalk aufgebaute, zerbrechliche Hülle: Eier mit weißer S.;

d)bestimmte [Weich]tiere umgebendes, panzerartiges Gehäuse: -n von Muscheln;

e)(landsch.) Rinde (2): die S. des Käses.



2.gewöhnlich flaches, meist rundes od. ovales, oben offenes Gefäß: eine kleine S. mit Stecknadeln;

*die S. des/seines Spottes, Zorns o. Ä. über jmdn., über jmdm. ausgießen (geh.; jmdn. verspotten; jmdn. seinen Zorn spüren lassen; nach Offenb. 15, 7; 16, 1).


3.(bes. österr.) Tasse (1): eine S. Kaffee.


4.etw., was die Form einer Schale, (2)einer halbierten Hohlkugel hat: er trank aus der S. seiner hohlen Hand.


5.

*in S. sein (ugs.; besonders fein angezogen sein); sich in S. werfen/schmeißen (ugs.; sich fein machen).


6.(Bauw.) (aus Spannbeton gegossenes) flächiges, gekrümmtes od. geschwungenes tragendes Bauteil, bes. als Dachkonstruktion.


7. (Technik) selbsttragende [röhrenförmige] Außenhaut, äußere Wandung (bes. eines Flugzeugs).


8.(Fachspr.) unten ausgehöhlter Cabochon (b).


9. (Jägerspr.) (bes. bei Hirsch, Reh, Wildschwein) Klaue (2).


10. (Tiermed.) bes. bei Pferden vorkommende Gelenkentzündung am Fuß, bei der es zu schalenförmigen Auftreibungen des betroffenen Knochens kommt u. die dazu führt, dass das Pferd lahmt.


11.(Physik) (in bestimmten Atom- u. Kernmodellen) Schicht als eine von mehreren als zwiebelschalenartig übereinanderliegend gedachten Schichten, aus denen sich eine Elektronenhülle od. ein Atomkern aufbaut.
Schale  

Becken, Schale
[Becken]
Schale  

n.
<f. 19> flache Schüssel; <bes. österr.> (flache) Tasse (Kompott~, Trink~, Waag~); eine ~ Kaffee, Tee; eine gläserne, kristallene, silberne ~ [<ahd. skala „Trinkschale; Waagschale“, vielleicht zu germ. *skelo „aus Schädeln hergestellte Trinkschale“; zu idg. *(s)kel- „schneiden, spalten“; verwandt mit Schale „Hülse“, Schild, Scholle, schalten]
['Scha·le1]
[Schalen]

n.
<f. 19>
1 Hülle <bes. von Früchten, Keimen; Eier~, Kartoffel~, Nuss~, Obst~>; Rinde (z.B. vom Baum, vom Käse); Schalbrett; Einband; <fig.> (gute) Kleidung, Äußeres; hölzerne Wandverkleidung, Verschalung; unten ausgehöhlter Cabochon; <Jägerspr.; meist Pl.> Huf von vielen Wildarten (z.B. Rehen, Gemsen u. Schwarzwild); <Vet.> = Leist; <Kochk.> Fleischteil vom Rind; <Phys.> sich nach dem Schalenmodell ergebender, von anderen Bereichen deutlich unterscheidender Bereich energetischer Zustände des Atomkerns od. der Atomhülle
2 ;die ~ abziehen, entfernen, mitessen; das Küken verlässt die ~ schlüpft aus dem Ei;
3 ;je bitterer die ~, um so süßer der Kern <Sprichw.>; eine dicke, dünne, glatte, harte, raue, weiche ~; er hat eine raue ~ <fig.> er gibt sich äußerlich rau, um sein weiches Herz zu verbergen; in einer rauen ~ steckt oft ein guter, <od.> weicher Kern <Sprichw.>
4 in ~ sein <fig.; umg.> festlich, vorschriftsmäßig gekleidet sein; ich muss mich noch in ~ werfen <fig.; umg.> mich gut, festlich anziehen; eine ~ mit Konfekt herumreichen [<ahd. scala „Hülse, Schale“, engl. shell „Hülse, Muschel“, got. skalja „Ziegel“, eigtl. „Schindel, Schuppenartiges“; zu idg. *(s)kel- „schneiden, spalten“; verwandt mit Schale „Gefäߓ, Schild, Scholle, schalten]
['Scha·le2]
[Schalen]