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schatten  

Schạt|ten, der; -s, - [mhd. schate(we), ahd. scato, verw. mit griech. skótos = Dunkel]:

1.a)(mehr od. weniger scharf begrenzter) im Schatten (1 b) eines Körpers liegender Ausschnitt einer im Übrigen von direktem Licht beschienenen Fläche, der sich dunkel von der helleren Umgebung abhebt: die S. werden länger; gegen Abend werfen die Gegenstände lange S.; die Nacht breitet ihre S. über das Land; ein S. lag auf ihrem Glück (es war durch etwas beeinträchtigt);

*nur noch der/ein S. seiner selbst sein (äußerlich erkennbar krank u. elend sein); jmdm. wie ein S. folgen (jmdm. überallhin folgen, ihn nicht aus den Augen lassen); die S. der Vergangenheit (Vergangenes, das mit seinem negativen Aspekt bis in die Gegenwart nachwirkt); [s]einen S. auf etw. werfen (geh.; etw. beeinträchtigen, in negativer Weise beeinflussen); seine S. vorauswerfen (schon im Voraus Auswirkungen haben); über seinen S. springen (sich überwinden, etw. zu tun, was gegen die eigene Natur, die eigenen Vorstellungen, Absichten, Wünsche geht); nicht über seinen [eigenen] S. springen können (nicht anders handeln können, als es dem eigenen Wesen od. der eigenen Gewohnheit entspricht); sich vor seinem eigenen S. fürchten (sehr ängstlich sein);

b)<o. Pl.> Bereich, der vom Licht der Sonne od. einer anderen Lichtquelle nicht unmittelbar erreicht wird u. in dem deshalb nur gedämpfte Helligkeit, Halbdunkel [u. zugleich Kühle] herrscht: weit und breit gab es keinen S. (keine schattige Stelle); ein Schatten spendender Baum; aus dem S. heraustreten; aus der Sonne in den S. gehen;

*in jmds. S. stehen (neben einem anderen nicht die verdiente, gebührende Beachtung, Anerkennung finden); jmdn., etw. in den S. stellen (jmdn. in seinen Leistungen, etw. an Qualität o. Ä. weit übertreffen): dieses neue Lexikon stellt alles bisher Dagewesene in den S.



2.Figur, Gestalt o. Ä., die (dadurch, dass sie sich von einem helleren Hintergrund abhebt) nur in ihren Umrissen, nur schemenhaft als Silhouette erkennbar ist: ein S. taucht aus dem Dunkel auf;

*einem S. nachjagen (geh.; ein unrealistisches Ziel verfolgen).


3.dunkle Stelle, dunkler Fleck, der auf etw. erscheint: S. (Ringe) unter den Augen haben; ein S. (geh.; Makel) liegt auf seiner Vergangenheit;

*nicht der S. einer Sache (nicht die geringste Spur von etw.); einen S. haben (ugs.; geistig nicht ganz normal sein).


4.(bildungsspr.) als Schatten gedachte Gestalt eines Verstorbenen, Abgeschiedenen (im Totenreich der Antike): das Reich der S. (Myth.; Totenreich, Unterwelt);

*in das Reich der S. hinabsteigen (bildungsspr. verhüll.; sterben).


5.jmd., der einen anderen ständig begleitet, sich in seiner Nähe hält, dessen Aufgabe es ist, einen anderen zu beobachten, zu überwachen: ihr S. war wieder bei ihr.
schạt|ten <sw. V.; hat> [mhd. schatewen, ahd. scatewen] (dichter.):
a) Schatten spenden: unter schattenden Bäumen;

b)einen Schatten werfen.
schatten  

Schạt|ten, der; -s, -; Schatten spenden; ein Schatten spendender od. schattenspendender Baumschạt|ten (geh. für Schatten geben); geschattet
Schatten  


1. a) (veraltet): Ombrage.

b) Dämmerung, Dunkel, Dunkelheit, Halbdunkel, Zwielicht.

2. Kontur, Schattenriss, Schemen, Silhouette, Umriss.

3. dunkler Punkt, Makel, Schandmal, Unzierde; (geh.): übler Beigeschmack; (bildungsspr.): Odium; (emotional): Schandfleck.

[Schatten]
[Schattens, Schattenn]

seine Schatten vorauswerfen
sich abzeichnen, sich anbahnen, anklingen, sich ankündigen, drohen, sich zeigen, sich zusammenbrauen; (geh.): aufglimmen, aufsteigen, erwachen.

über seinen Schatten springen
sich durchringen, es über sich bringen, seinem Herzen einen Stoß geben, übers Herz bringen, sich überwinden, sich zwingen; (geh.): sich ermannen; (ugs.): sich aufrappeln, sich [innerlich] einen Ruck geben.
[• Schatten]
[Schattens, Schattenn]
schatten  

Schạt|ten, der; -s, - [mhd. schate(we), ahd. scato, verw. mit griech. skótos = Dunkel]:

1.
a)(mehr od. weniger scharf begrenzter) im Schatten (1 b) eines Körpers liegender Ausschnitt einer im Übrigen von direktem Licht beschienenen Fläche, der sich dunkel von der helleren Umgebung abhebt: die S. werden länger; gegen Abend werfen die Gegenstände lange S.; die Nacht breitet ihre S. über das Land; ein S. lag auf ihrem Glück (es war durch etwas beeinträchtigt);

*nur noch der/ein S. seiner selbst sein (äußerlich erkennbar krank u. elend sein); jmdm. wie ein S. folgen (jmdm. überallhin folgen, ihn nicht aus den Augen lassen); die S. der Vergangenheit (Vergangenes, das mit seinem negativen Aspekt bis in die Gegenwart nachwirkt); [s]einen S. auf etw. werfen (geh.; etw. beeinträchtigen, in negativer Weise beeinflussen); seine S. vorauswerfen (schon im Voraus Auswirkungen haben); über seinen S. springen (sich überwinden, etw. zu tun, was gegen die eigene Natur, die eigenen Vorstellungen, Absichten, Wünsche geht); nicht über seinen [eigenen] S. springen können (nicht anders handeln können, als es dem eigenen Wesen od. der eigenen Gewohnheit entspricht); sich vor seinem eigenen S. fürchten (sehr ängstlich sein);

b)<o. Pl.> Bereich, der vom Licht der Sonne od. einer anderen Lichtquelle nicht unmittelbar erreicht wird u. in dem deshalb nur gedämpfte Helligkeit, Halbdunkel [u. zugleich Kühle] herrscht: weit und breit gab es keinen S. (keine schattige Stelle); ein Schatten spendender Baum; aus dem S. heraustreten; aus der Sonne in den S. gehen;

*in jmds. S. stehen (neben einem anderen nicht die verdiente, gebührende Beachtung, Anerkennung finden); jmdn., etw. in den S. stellen (jmdn. in seinen Leistungen, etw. an Qualität o. Ä. weit übertreffen): dieses neue Lexikon stellt alles bisher Dagewesene in den S.



2.Figur, Gestalt o. Ä., die (dadurch, dass sie sich von einem helleren Hintergrund abhebt) nur in ihren Umrissen, nur schemenhaft als Silhouette erkennbar ist: ein S. taucht aus dem Dunkel auf;

*einem S. nachjagen (geh.; ein unrealistisches Ziel verfolgen).


3.dunkle Stelle, dunkler Fleck, der auf etw. erscheint: S. (Ringe) unter den Augen haben; ein S. (geh.; Makel) liegt auf seiner Vergangenheit;

*nicht der S. einer Sache (nicht die geringste Spur von etw.); einen S. haben (ugs.; geistig nicht ganz normal sein).


4.(bildungsspr.) als Schatten gedachte Gestalt eines Verstorbenen, Abgeschiedenen (im Totenreich der Antike): das Reich der S. (Myth.; Totenreich, Unterwelt);

*in das Reich der S. hinabsteigen (bildungsspr. verhüll.; sterben).


5.jmd., der einen anderen ständig begleitet, sich in seiner Nähe hält, dessen Aufgabe es ist, einen anderen zu beobachten, zu überwachen: ihr S. war wieder bei ihr.
schạt|ten <sw. V.; hat> [mhd. schatewen, ahd. scatewen] (dichter.):
a) Schatten spenden: unter schattenden Bäumen;

b)einen Schatten werfen.
schatten  

[sw. V.; hat] [mhd. schatewen, ahd. scatewen] (dichter.): a) Schatten spenden: unter schattenden Bäumen; b) einen Schatten werfen.
Schatten  

Schatten, Schlagschatten
[Schlagschatten]
schatten  

n.
<m. 4>
1 der hinter einem undurchsichtigen Körper vom Licht nicht getroffene dunkle Raum im gleichen Umriss wie der Körper; dunkle Stelle; Dunkel, Dunkelheit, Dämmerung; undeutliche, visionäre, dunkle Erscheinung; <Myth.> körperloses Wesen, Geist eines Toten; <fig.> Beeinträchtigung, Sorge, Makel; Spur, Anzeichen, Schein
2 ;~ des Hauses, des Waldes; die Verteilung von Licht und ~ auf einem Gemälde; die ~ der Nacht; das Reich der ~ <poet.> das Totenreich; der ~ des Todes <poet.> auch nicht der ~ eines Verdachtes fiel auf ihn <fig.>
3 ;die ~ auf einem Bilde aufhellen; ein ~ fiel auf ihr Glück <fig.> ein ~ flog, huschte, zog über sein Gesicht er sah einen Augenblick lang ernst, traurig aus; ~ geben, spenden, werfen; einen ~ haben <umg.> etwas verrückt, nicht ganz normal sein; der hat wohl 'nen ~?; ~ nachjagen unerreichbare Ziele verfolgen; sein: er ist nur noch ein ~ seiner selbst er ist vollkommen abgemagert; wo viel Licht ist, ist viel ~ <Sprichw.> alles hat seine Vorzüge u. Nachteile; die Lüge warf einen ~ auf ihr sonst so gutes Verhältnis <fig.> große Ereignisse werfen ihre ~ voraus <fig.> kündigen sich mehr od. minder geheimnisvoll an;
4 ;erfrischender, kühler, wohl tuender ~; ein krummer Stecken wirft keinen geraden ~ <Sprichw.> wenn der Mensch nichts taugt, taugt auch seine Leistung nichts;
5 30 Grad im ~ 30°C Lufttemperatur; im ~ eines Baumes, Hauses; im ~ leben <fig.> im Verborgenen leben; unbeachtet dahinleben; im ~ liegen, sitzen; etwas od. jmdn. in den ~ stellen <fig.> es od. ihn weit übertreffen; er kann nicht über seinen ~ springen <fig.> nicht großzügig sein, seine Prinzipien vergessen; ~ unter den Augen; er möchte am liebsten vor seinem eigenen ~ ausreißen er hat Angst, fürchtet sich häufig grundlos; er folgt ihr wie ihr ~ er folgt ihr auf Schritt u. Tritt; er sieht aus wie ein ~ <fig.> abgemagert, blass, krank; [<ahd. scato, engl. shade, shadow, got. skadus; zu idg. *skot- „Schatten, Dunkel“]
['Schat·ten]
[Schattens, Schattenn]n.
<V.i.; hat; poet.> Schatten geben
['schat·ten]
[schattens, schattenn]