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scheu  

Scheu, die; - [mhd. schiuhe = (Ab)scheu, Schreckbild, zu ↑ scheu ]:
a)das Scheusein; scheues (a) Wesen, Verhalten: eine kindliche S.; eine andächtige S.; eine gewisse S. zeigen; seine S. verlieren; jmdm. S. einflößen; mit heiliger S. (geh.; Ehrfurcht); voller S. [vor jmdm. od. etw.] sein;

b)scheues (b) Wesen, Verhalten: die Katze ließ sich ohne [jede] S. streicheln.
scheu <Adj.> [mhd. schiech = scheu, verzagt; abschreckend, hässlich, H. u.; im Nhd. lautlich an ↑ Scheu , scheuen angeglichen]:
a)(aus einem bei zu großer Nähe sich einstellenden Unbehagen, aus Ängstlichkeit od. aus Misstrauen) von anderen, bes. von fremden Menschen sich fern haltend: ein -er Mensch; er hat ein -es Wesen; -e (Scheu verratende) Blicke; ein -er (schüchterner, zaghafter) Kuss; s. wirken; sich s. umsehen;

b)(von bestimmten Tieren) die Nähe bestimmter anderer Tiere u. bes. des Menschen instinktiv meidend u. beim kleinsten Anzeichen einer Gefahr sofort bereit zu fliehen; nicht zutraulich: ein -es Reh; das Wild ist sehr s.; die Pferde wurden s. (scheuten 2 ); die Pferde s. machen (erschrecken u. wild machen, in Aufregung versetzen).
Scheu  

Scheu, die; - (Angst, banges Gefühl); ohne Scheu
scheu  

Ängstlichkeit, Befangenheit, Ehrfurcht, Gehemmtheit, Hemmungen, Kontaktscheu, Menschenscheu, Misstrauen, Respekt, Scham[gefühl], Schamhaftigkeit, scheues Wesen, Schüchternheit, Unsicherheit, Verklemmtheit, Verlegenheit, Zaghaftigkeit, Zurückhaltung; (geh.): Zagheit; (österr. ugs.): Genierer; (ugs. emotional verstärkend): Heidenrespekt; (veraltet): Blödigkeit, Furcht.
[Scheu]
[scheuer, scheue, scheues, scheuen, scheuem, scheuerer, scheuere, scheueres, scheueren, scheuerem, scheuster, scheuste, scheustes, scheusten, scheustem]
a) ängstlich, bange, befangen, beklommen, ehrfürchtig, eingeschüchtert, furchtsam, gehemmt, genant, menschenscheu, misstrauisch, schamhaft, schüchtern, unsicher, verängstigt, verklemmt, verlegen, verschämt, verschreckt, verschüchtert, zaghaft, zurückhaltend; (geh.): ehrfurchtsvoll, respektvoll, verzagt, zage; (bildungsspr.): distanziert, timide; (ugs.): genierlich, verhuscht; (bayr., österr.): gschamig; (nordd.): zach; (veraltet): blöde.

b) nicht [hand]zahm, nicht zutraulich.

[scheu]
[scheuer, scheue, scheues, scheuen, scheuem, scheuerer, scheuere, scheueres, scheueren, scheuerem, scheuster, scheuste, scheustes, scheusten, scheustem]
scheu  

Scheu, die; - [mhd. schiuhe = (Ab)scheu, Schreckbild, zu ↑ scheu]:
a)das Scheusein; scheues (a) Wesen, Verhalten: eine kindliche S.; eine andächtige S.; eine gewisse S. zeigen; seine S. verlieren; jmdm. S. einflößen; mit heiliger S. (geh.; Ehrfurcht); voller S. [vor jmdm. od. etw.] sein;

b)scheues (b) Wesen, Verhalten: die Katze ließ sich ohne [jede] S. streicheln.
scheu <Adj.> [mhd. schiech = scheu, verzagt; abschreckend, hässlich, H. u.; im Nhd. lautlich an ↑ Scheu, scheuen angeglichen]:
a)(aus einem bei zu großer Nähe sich einstellenden Unbehagen, aus Ängstlichkeit od. aus Misstrauen) von anderen, bes. von fremden Menschen sich fern haltend: ein -er Mensch; er hat ein -es Wesen; -e (Scheu verratende) Blicke; ein -er (schüchterner, zaghafter) Kuss; s. wirken; sich s. umsehen;

b)(von bestimmten Tieren) die Nähe bestimmter anderer Tiere u. bes. des Menschen instinktiv meidend u. beim kleinsten Anzeichen einer Gefahr sofort bereit zu fliehen; nicht zutraulich: ein -es Reh; das Wild ist sehr s.; die Pferde wurden s. (scheuten 2); die Pferde s. machen (erschrecken u. wild machen, in Aufregung versetzen).
scheu  

Adj. [mhd. schiech= scheu, verzagt; abschreckend, hässlich, H. u.; im Nhd. lautlich an Scheu, scheuen angeglichen]: a) (aus einem bei zu großer Nähe sich einstellenden Unbehagen, aus Ängstlichkeit od. aus Misstrauen) von anderen, bes. von fremden Menschen sich fern haltend: ein -er Mensch; er hat ein -es Wesen; -e (Scheu verratende) Blicke; ein -er (schüchterner, zaghafter) Kuss; s. wirken; sich s. umsehen; b) (von bestimmten Tieren) die Nähe bestimmter anderer Tiere u. bes. des Menschen instinktiv meidend u. beim kleinsten Anzeichen einer Gefahr sofort bereit zu fliehen; nicht zutraulich: ein -es Reh; das Wild ist sehr s.; die Pferde wurden s. (scheuten 2); die Pferde s. machen (erschrecken u. wild machen, in Aufregung versetzen).
scheu  

n.
<f.; -; unz.> Angst, Furcht, Bangigkeit; ängstl. Zurückhaltung (Menschen~, Wasser~); Ehrfurcht; eine abergläubische, geheime, unerklärliche ~; voller ~ näher kommen; aus ~, ihn zu verletzen, ihn zu wecken; sie schwieg aus ~; ohne ~ sprechen [<mhd. schiuhe „Abscheu; Schreckbild“; zu schiech „scheu, schüchtern; abschreckend, hässlich“; scheu]
[Scheu]
[Scheuer, Scheue, Scheues, Scheuen, Scheuem, Scheuerer, Scheuere, Scheueres, Scheueren, Scheuerem, Scheuster, Scheuste, Scheustes, Scheusten, Scheustem]n.
<Adj.; -er, am -esten> ängstlich, schüchtern, furchtsam, bange (menschen~, wasser~); leicht erschreckend; ehrfürchtig; leicht erregt, bei der kleinsten Annäherung fliehend (Tier); erregt, wild; ein ~er Blick, Kuss; ein ~es Kind, Mädchen, Reh; mach mir den Hund nicht ~!; ~ näher treten; die Pferde wurden ~ [lautlich angelehnt an scheuen, Scheu <mhd. schiech „scheu; abschreckend, hässlich“ <ahd. *scioh <germ. *skeuh(w)a- „scheu, schüchtern“]
[scheu]
[scheuer, scheue, scheues, scheuen, scheuem, scheuerer, scheuere, scheueres, scheueren, scheuerem, scheuster, scheuste, scheustes, scheusten, scheustem]