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schinden  

schịn|den <unr. V.; schindete/(selten:) schund, hat geschunden> [mhd. schinden, ahd. scinten = enthäuten, schälen, zu einem germ. Subst. mit der Bed. »Haut« (vgl. engl. skin = Haut); 3 a: urspr. Studentenspr. (über die Bed. »erpressen«)]:

1.quälen, grausam behandeln, bes. jmdn. durch übermäßige Beanspruchung seiner Leistungsfähigkeit quälen: Rekruten s.; (ugs.:) den Motor s.


2.<s. + sich> (ugs.) sich mit etw. sehr abplagen, abmühen: er hat sich in seinem Leben genug geschunden.


3.a)(ugs.) die Bezahlung von etw. umgehen, etw. nicht bezahlen u. so das Geld dafür einsparen: Fahrgeld s.;

b)etw. (was jmdm. eigentlich nicht zusteht) mit zweifelhaften Mitteln erzielen, gewinnen; herausschlagen: Eindruck, Mitleid s. [wollen]; Zeit s. (sich so verhalten, dass etw. verzögert wird, Zeit gewonnen wird).

schinden  


1. drillen, grausam behandeln, malträtieren, misshandeln, quälen, schikanieren; (geh.): foltern, martern, Pein bereiten; (ugs.): bimsen, piesacken, striegeln, triezen, zwiebeln; (abwertend): drangsalieren; (geh. veraltend): peinigen; (veraltet): kuranzen; (österr., sonst veraltet): sekkieren; (bes. Soldatenspr.): schleifen.

2. erreichen, erzielen, gewinnen, sich verschaffen; (ugs.): heraushauen, herausholen, herausschlagen, raushauen, rausholen.

[schinden]
[schinde, schindest, schindet, schand, schandst, schanden, schandet, schände, schändest, schänden, schändet, schind, geschunden, schindend]

sich abmühen, sich abplagen, sich abquälen, sich plagen, sich quälen; (geh.): sich [ab]martern; (meist geh.): sich mühen; (ugs.): sich abschinden, sich abstrampeln, sich abzappeln, sich placken, strampeln; (schweiz. ugs.): knorzen; (salopp): sich abrackern; (südd., österr. ugs.): sich [ab]fretten; (südwestd., schweiz.): sich abschaffen; (landsch.): sich abplacken; (landsch., bes. nordd.): sich abmarachen.
[schinden, sich]
[sich schinden, schinde, schindest, schindet, schand, schandst, schanden, schandet, schände, schändest, schänden, schändet, schind, geschunden, schindend, schinden sich]
schinden  

schịn|den <unr. V.; schindete/(selten:) schund, hat geschunden> [mhd. schinden, ahd. scinten = enthäuten, schälen, zu einem germ. Subst. mit der Bed. »Haut« (vgl. engl. skin = Haut); 3 a: urspr. Studentenspr. (über die Bed. »erpressen«)]:

1.quälen, grausam behandeln, bes. jmdn. durch übermäßige Beanspruchung seiner Leistungsfähigkeit quälen: Rekruten s.; (ugs.:) den Motor s.


2.<s. + sich> (ugs.) sich mit etw. sehr abplagen, abmühen: er hat sich in seinem Leben genug geschunden.


3.
a)(ugs.) die Bezahlung von etw. umgehen, etw. nicht bezahlen u. so das Geld dafür einsparen: Fahrgeld s.;

b)etw. (was jmdm. eigentlich nicht zusteht) mit zweifelhaften Mitteln erzielen, gewinnen; herausschlagen: Eindruck, Mitleid s. [wollen]; Zeit s. (sich so verhalten, dass etw. verzögert wird, Zeit gewonnen wird).

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[unr. V.; schindete/(selten:) schund, hat geschunden] [mhd. schinden, ahd. scinten = enthäuten, schälen, zu einem germ. Subst. mit der Bed. ?Haut? (vgl. engl. skin = Haut); 3a: urspr. Studentenspr. (über die Bed. ?erpressen?)]: 1. quälen, grausam behandeln, bes. jmdn. durch übermäßige Beanspruchung seiner Leistungsfähigkeit quälen: Rekruten s.; Ü (ugs.:) den Motor s. 2. [s. + sich] (ugs.) sich mit etw. sehr abplagen, abmühen: er hat sich in seinem Leben genug geschunden. 3. a) (ugs.) die Bezahlung von etw. umgehen, etw. nicht bezahlen u. so das Geld dafür einsparen: Fahrgeld s.; b) etw. (was jmdm. eigentlich nicht zusteht) mit zweifelhaften Mitteln erzielen, gewinnen; herausschlagen: Eindruck, Mitleid s. [wollen]; Zeit s. (sich so verhalten, dass etw. verzögert wird, Zeit gewonnen wird).
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v.
<V.t. 214; hat> jmdn. ~ jmdn. grausam quälen, ausbeuten; sich ~ sich plagen, sich sehr anstrengen, sich hart mühen; Eindruck ~ <umg.> E. machen; Eintrittsgeld, Fahrgeld ~ <umg.> nicht bezahlen; Vieh ~ dem Viehkadaver die Haut abziehen; Zeilen ~ <umg.> den Text möglichst verlängern, breit, mit Zwischenräumen schreiben, wenn nach Zeilen bezahlt wird; ein paar Zigaretten ~ zu bekommen versuchen, ohne zu zahlen; er hat sich sein Leben lang ~ müssen; jmdn. od. ein Tier zu Tode ~ [<ahd. scinten „enthäuten, schälen, misshandeln“; zu *scind „Fell, Haut“ <germ. *skin-þa-s; erhalten in mhd. schint „Obstschale“; zu idg. *sken- „abspalten“]
['schin·den]
[schinde, schindest, schindet, schinden, schand, schandst, schanden, schandet, schände, schändest, schänden, schändet, schind, geschunden, schindend]