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schleifen  

1schlei|fen <st. V.> [mhd. slīfen, ahd. slīfan, urspr. = gleiten, glitschen]:

1.<hat> a)durch gleichmäßiges Reiben der Oberfläche an etw. Rauem (z. B. an einem Schleifstein, Wetzstahl o. Ä.) schärfen: ein Messer s.;

b)die Oberfläche von Glas, Edelsteinen o. Ä. mit einem Werkzeug od. einer Maschine bearbeiten, sodass eine bestimmte Form entsteht; glätten: Diamanten s.; geschliffene (stilistisch ausgefeilte, geistreiche) Dialoge.



2.(bes. Soldatenspr.) hart ausbilden, [aus Schikane] drillen <hat>: die Rekruten s.


3.(landsch.) auf einer 2Schleife schlittern <ist>: im Winter sind wir immer geschliffen.


2schlei|fen <sw. V.> [mhd., ahd. slei[p]fen = gleiten machen, schleppen; Kausativ zu 1↑ schleifen ]:

1.[gewaltsam, mit Mühe] über den Boden od. eine Fläche hinwegziehen <hat>: er schleifte die Kiste über den Hof; die Lokomotive erfasste den Wagen und schleifte ihn noch zwanzig Meter weit; jmdn. ins Kino s. (überreden, dorthin mitzukommen).


2.a) (von Sachen) in der Bewegung den Boden od. eine Fläche reibend berühren <hat/(seltener:) ist>: das Kleid schleift auf den, über den Boden; die Fahrradkette schleift am Schutzblech;

b)schlurfen (1) <ist>.



3. niederreißen, dem Erdboden gleichmachen <hat>: eine Festung s.
schleifen  

schlei|fen

Unregelmäßige Beugung in den Bedeutungen »schärfen«, »die Oberfläche von etw. bearbeiten«, »hart drillen« und »schlittern« (landschaftlich):
- ich schliff mein Messer, habe es geschliffen
- du schliffst das Parkett
- geschliffene Diamanten; geschliffene Dialoge
- sie sagt, du schliffest die Rekruten; schleif[e] sie nicht so!
- im Winter sind wir immer geschliffen (landsch.)

Regelmäßige Beugung in den Bedeutungen »über den Boden od. eine Fläche ziehen; sich am Boden od. an eine Fläche [hin] bewegen« und »niederreißen«:
- sie schleifte die Kiste, hat sie geschleift
- der Vorhang schleifte über den Boden; er hat, seltener ist über den Boden geschleift
- die Fahrradkette schleifte am Schutzblech
- schleif[e] die Festung!

In Verbindung mit »lassen« kann bei übertragener Bedeutung getrennt oder zusammengeschrieben werden:
- alles schleifen lassen od. schleifenlassen (ugs. für sich um nichts mehr kümmern)

Aber nur:
- die Messer schleifen lassen
- die Schleppe des Kleides auf dem Boden schleifen lassen
schleifen  


1. a) abziehen, schärfen, scharf machen, wetzen.

b) abhobeln, abreiben, abschleifen, abschmirgeln, behobeln, einen Schliff geben/verleihen, facettieren, feilen, glätten, glatt hobeln/machen, gravieren, polieren, scheuern, schmirgeln, spänen.

2. drillen, erziehen, exerzieren, hart ausbilden, quälen, schinden, schikanieren; (ugs.): bimsen, eintrichtern, triezen, trimmen.

[1schleifen]
[schleife, schleifst, schleift, schliff, schliffst, schliffen, schlifft, schleifest, schleifet, schliffe, schliffest, schliffet, schleif, geschliffen, schleifend]


1. a) bewegen, schleppen, zerren, ziehen; (landsch.): asten.

b) [fort]bringen, [fort]schaffen, tragen, transportieren, wegbringen, wegschaffen; (Amtsspr.): verbringen.

c) mitnehmen; (ugs.): mitschleifen, mitschleppen.

2. a) berühren, [sich] reiben, scheuern.

b) gehen, schlurfen; (ugs.): dackeln, latschen, schlappen, zockeln, zotteln, zuckeln; (landsch.): schlorren; (landsch., bes. nordd.): schlurren.

3. abbrechen, abreißen, abtragen, dem Erdboden gleichmachen, einbrechen, einreißen, niederreißen; (österr.): demolieren.

[2schleifen]
[schleife, schleifst, schleift, schliff, schliffst, schliffen, schlifft, schleifest, schleifet, schliffe, schliffest, schliffet, schleif, geschliffen, schleifend]
schleifen  

1schlei|fen <st. V.> [mhd. slīfen, ahd. slīfan, urspr. = gleiten, glitschen]:

1.<hat>
a)durch gleichmäßiges Reiben der Oberfläche an etw. Rauem (z. B. an einem Schleifstein, Wetzstahl o. Ä.) schärfen: ein Messer s.;

b)die Oberfläche von Glas, Edelsteinen o. Ä. mit einem Werkzeug od. einer Maschine bearbeiten, sodass eine bestimmte Form entsteht; glätten: Diamanten s.; geschliffene (stilistisch ausgefeilte, geistreiche) Dialoge.



2.(bes. Soldatenspr.) hart ausbilden, [aus Schikane] drillen <hat>: die Rekruten s.


3.(landsch.) auf einer 2Schleife schlittern <ist>: im Winter sind wir immer geschliffen.


2schlei|fen <sw. V.> [mhd., ahd. slei[p]fen = gleiten machen, schleppen; Kausativ zu 1↑ schleifen]:

1.[gewaltsam, mit Mühe] über den Boden od. eine Fläche hinwegziehen <hat>: er schleifte die Kiste über den Hof; die Lokomotive erfasste den Wagen und schleifte ihn noch zwanzig Meter weit; jmdn. ins Kino s. (überreden, dorthin mitzukommen).


2.
a) (von Sachen) in der Bewegung den Boden od. eine Fläche reibend berühren <hat/(seltener:) ist>: das Kleid schleift auf den, über den Boden; die Fahrradkette schleift am Schutzblech;

b)schlurfen (1) <ist>.



3. niederreißen, dem Erdboden gleichmachen <hat>: eine Festung s.
schleifen  

[sw. V.] [mhd., ahd. slei[p]fen= gleiten machen, schleppen; Kausativ zu 1schleifen]: 1. [gewaltsam, mit Mühe] über den Boden od. eine Fläche hinwegziehen [hat]: er schleifte die Kiste über den Hof; die Lokomotive erfasste den Wagen und schleifte ihn noch zwanzig Meter weit; Ü jmdn. ins Kino s. (überreden, dorthin mitzukommen). 2. a) (von Sachen) in der Bewegung den Boden od. eine Fläche reibend berühren [hat/(seltener:) ist]: das Kleid schleift auf den, über den Boden; die Fahrradkette schleift am Schutzblech; Ü er ließ einfach alles s. (ugs.; kümmerte sich um nichts mehr); b) schlurfen (1) [ist]. 3. niederreißen, dem Erdboden gleichmachen [hat]: eine Festung s.
schleifen  

schleifen, wetzen
[wetzen]
schleifen  

v.
<V.; hat>
I <V.i.>
1 in anhaltender Bewegung in derselben Richtung den Boden, eine Fläche berühren
2 ;den kranken Fuß (beim Laufen) ~ lassen; die Kupplung ~ lassen die K. eines Kraftfahrzeugs so betätigen, dass sie nur einen Teil der Motorkraft auf das Getriebe überträgt; die Zügel ~ lassen <fig.> nicht mehr so streng sein, keine Ordnung, Disziplin mehr halten;
3 ;das Kleid schleift am, über den Boden; das Rad schleift am Schutzblech; mit dem Fuß beim Rad-, Schlittenfahren auf dem Boden, dem Eis, dem Schnee ~
II <V.t.>
4 etwas ~ schleppend nachziehen, über den Boden mitziehen; jmdn. ~ <fig.; umg.; scherzh.> trotz leichten Widerstrebens mitnehmen;
5 eine Festung ~ niederreißen; einen Sack (hinter sich her, über den Hof) ~; einen Ton ~ <Mus.> zum nachfolgenden Ton hinüberziehen;
6 ;jmdn. mit ins Theater, zu Freunden ~ <fig.; umg.; scherzh.>
III <V.t. 218>
7 etwas ~ durch dauernde Bewegung am sich drehenden Schleifstein schärfen; die Oberfläche von etwas zu bestimmten Formen bearbeiten; jmdn. ~ <fig.; umg.> jmdm. beibringen, wie er sich zu benehmen hat; <Soldatenspr.> hart ausbilden, schwere körperl. Übungen machen lassen, scharf drillen;
8 ;Bohrer, Messer ~; Edelsteine, Gläser ~; Rekruten ~
9 ;das Messer ist frisch geschliffen
10 geschliffene Formulierungen, Sätze gut gebaute F., S.; geschliffener Stil sehr guter, einwandfreier S.; [<ahd. slifan „gleiten“ + ahd. sleifen „gleiten lassen, gleiten machen“; zu idg. *(s)leib- „schleimig, schlüpfrig; glätten, gleiten“; Erweiterung zu *(s)lei- „schleimig, glitschig“; verwandt mit Schleie, Schleim]
['schlei·fen]
[schleife, schleifst, schleift, schleifen, schliff, schliffst, schliffen, schlifft, schleifest, schleifet, schliffe, schliffest, schliffet, schleif, geschliffen, schleifend]