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Schnabel  

Schna|bel, der; -s, Schnäbel [mhd. snabel, ahd. snabul, wohl verw. mit ↑ schnappen ]:

1.(bei verschiedenen Wirbeltieren, bes. den Vögeln) vorspringender, oft spitz auslaufender, von einer Hornschicht überzogener Fortsatz vorn am Kopf: ein langer, kurzer, spitzer, krummer, breiter, kräftiger, gelber S.; den S. aufsperren, wetzen; der Storch klappert mit dem S.


2.(ugs.) 1Mund (1 a) : mach, sperr mal deinen S. auf!;

*reden, sprechen, wie einem der S. gewachsen ist (ugs.; unbekümmert, frei heraus u. ohne Ziererei sprechen); den S. halten (ugs.; 1↑ Mund 1 a ); den S. [nicht] aufmachen/auftun (ugs.; 1↑ Mund 1 a ); sich <Dativ> den S. verbrennen (ugs.; 1↑ Mund 1 a ); jmdm. [mit etw.] den S. stopfen (ugs.; 1↑ Mund 1 a ); seinen S. an jmdm. wetzen (ugs.; boshaft, abfällig über jmdn. reden; über jmdn. lästern).


3.kleine Röhre zum Ausgießen an einer Kanne, einem Krug.


4.(bei antiken u. mittelalterlichen Schiffen) verlängerter, spitz zulaufender Bug.


5. (Musik) schnabelförmiges Mundstück bei bestimmten Blasinstrumenten.
Schnabel  

Schna|bel, der; -s, Schnäbel
Schnabel  


1. Mund; (salopp): Rand, Rüssel, Schlund, Schnauze; (derb): Fresse; (ugs. scherzh.): Futterluke, Plappermäulchen; (salopp, meist abwertend): Klappe; (fam., bes. nordd.): Schnute; (derb abwertend): Maul; (südd.): Triel; (landsch. salopp, meist abwertend): Gosch; (md., nordd.): Flappe; (Anat.): Os.

2. Ausgießer, Ausguss; (ugs.): Schnauze; (landsch.): Tülle; (landsch., bes. südwestd.): Zotte.

[Schnabel]
[Schnabels, Schnäbel, Schnäbeln]
Schnabel  

Schna|bel, der; -s, Schnäbel [mhd. snabel, ahd. snabul, wohl verw. mit ↑ schnappen]:

1.(bei verschiedenen Wirbeltieren, bes. den Vögeln) vorspringender, oft spitz auslaufender, von einer Hornschicht überzogener Fortsatz vorn am Kopf: ein langer, kurzer, spitzer, krummer, breiter, kräftiger, gelber S.; den S. aufsperren, wetzen; der Storch klappert mit dem S.


2.(ugs.) 1Mund (1 a): mach, sperr mal deinen S. auf!;

*reden, sprechen, wie einem der S. gewachsen ist (ugs.; unbekümmert, frei heraus u. ohne Ziererei sprechen); den S. halten (ugs.; 1↑ Mund 1 a); den S. [nicht] aufmachen/auftun (ugs.; 1↑ Mund 1 a); sich <Dativ> den S. verbrennen (ugs.; 1↑ Mund 1 a); jmdm. [mit etw.] den S. stopfen (ugs.; 1↑ Mund 1 a); seinen S. an jmdm. wetzen (ugs.; boshaft, abfällig über jmdn. reden; über jmdn. lästern).


3.kleine Röhre zum Ausgießen an einer Kanne, einem Krug.


4.(bei antiken u. mittelalterlichen Schiffen) verlängerter, spitz zulaufender Bug.


5. (Musik) schnabelförmiges Mundstück bei bestimmten Blasinstrumenten.
Schnabel  

n.
<m. 5u>
1 der verlängerte u. mit einer Hornscheide überzogene Kiefer der Vögel; Stechrüssel der Schnabelkerfe; <umg.> Mund; schnabelartiger Vorsprung, Spitze, Ausguss an Kannen; Mundstück an der Klarinette u. Schnabelflöte
2 aufmachen: mach doch den ~ auf! <umg.> sprich doch endlich!, sprich deutlich!; den ~ weit aufreißen, aufsperren; halt den ~! <umg.> schweig!; (bei); ihr steht der ~ nicht eine Minute still <umg.> sie spricht unaufhörlich; man sollte ihm den ~ stopfen <umg.> dafür sorgen, dass er aufhört zu reden; der Vogel wetzt seinen ~; sie wetzt ihren ~ gern an anderen Leuten <fig.; umg.> sie spricht boshaft über andere;
3 ;ein breiter, dicker, dünner, gekrümmter, kurzer, langer, spitzer ~
4 ;der Vogel trug einen Wurm im ~; mit dem ~ hacken, picken; jmdm. um den ~ gehen <umg.> jmdm. geschickt schmeicheln;
5 sie spricht, wie ihr der ~ gewachsen ist natürlich, ohne Scheu; [<ahd. snabul; wohl zu schnappen]
['Schna·bel]
[Schnabels, Schnäbel, Schnäbeln]