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schneiden  

schnei|den <unr. V.; hat> [mhd. snīden, ahd. snīdan, urspr. = mit scharfem Gerät schneiden od. hauen; 21: LÜ von engl. to cut a person]:

1.a)(mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) durch einen od. mehrere Schnitte o. Ä. zerteilen, zerlegen: Papier, Pappe, Holz, Glas s.; Käse, Fleisch, Wurst, Schinken, Brot s.; etw. in Scheiben, Stücke, Würfel, Streifen, zwei Hälften s.; Zwiebeln in Ringe s.; <subst.:> hier ist eine Luft zum Schneiden (sehr schlechte, verbrauchte Luft);

b)(mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) von etw. abtrennen, ablösen; abschneiden; aus etw. herausschneiden: Blumen, Rosen s.; jmdm., sich eine Scheibe Brot, ein Stück vom Schinken s.; einen Artikel aus der Zeitung s.; im Wald wird Holz geschnitten (werden Bäume gefällt).



2. durch Schneiden (1 b) kürzen [u. in eine bestimmte Form bringen]; beschneiden; stutzen: jmdm. das Haar s.; jmdm., sich die Fingernägel s.; den Rasen, die Hecken, die [Obst]bäume s.; sich <Dativ> die Haare s. lassen.


3.a)(aus einem bestimmten Material) durch Bearbeiten mit einem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug herstellen: sich einen Spazierstock s.; Bretter, Bohlen aus den Stämmen s.; Scherenschnitte aus Papier s.;

b)(mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) in ein Material eingravieren, einschneiden (1 b) : eine Kerbe in einen Stock s.; ein Gewinde s.;

c)(mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) aus einem Material herausarbeiten: einen Stempel s.; ihr Gesicht war sehr fein, markant geschnitten (geformt); mandelförmig geschnittene Augen.



4.(ein Kleidungsstück) zuschneiden: ein Kleid nach einem Muster s. <meist im 2. Part.:> ein weit, gerade, gut geschnittenes Kleid; der Mantel ist elegant, sportlich geschnitten (hat einen eleganten, sportlichen Schnitt).


5. (Film, Rundf., Ferns.) a)cutten: einen Film, ein Tonband s.; <auch ohne Akk.-Obj.:> weich, hart s.;

b)(selten) mitschneiden: eine Sendung [auf Tonband] s.;

c)(Film, Ferns.) beim Schneiden (5 a) abrupt von einer Einstellung zur nächsten wechseln: wo soll geschnitten werden?



6.a) jmdm., sich eine Schnittwunde beibringen; sich mit, an etw. Scharfem verletzen: sich beim Kartoffelschälen s.; sich an einer Scherbe, mit dem Messer s.; ich habe mir/mich in den Finger geschnitten;

b)einen Schnitt in etw. machen: ich habe versehentlich [mit der Schere] in den Stoff geschnitten; pass auf, dass du nicht in die Tischplatte schneidest.



7.<s. + sich> (landsch.) sich irren, sich täuschen:

R da hast du dich geschnitten! (ugs.; da täuschst du dich sehr!).



8.(Tiermed.) kastrieren: einen Eber s.


9.(Med. Jargon) a)etw. (in einem chirurgischen Eingriff) aufschneiden: der Finger ist geschnitten worden;

b)an jmdm. einen chirurgischen Eingriff vornehmen, operieren (1) : die Patientin musste geschnitten werden.



10.a)(eine Kurve) (2) durch Verlassen der äußeren Seite der Fahrbahn abkürzen, nicht ausfahren: der Fahrer, der Wagen hatte die Kurve geschnitten;

b)(beim Überholen, Einordnen) schräg, von der Seite her vor ein anderes Fahrzeug fahren u. es dabei behindern: ein Lkw hatte sie, ihren Wagen geschnitten.



11.(von einer Linie o. Ä.) kreuzen (3) : zwei sich schneidende Geraden, Kurven, Ebenen; die Straße schneidet hier die Bahnlinie.


12.(Tennis, Tischtennis, Ballspiele) Drall verleihen: einen Ball s.


13.(ein bestimmtes Gesicht) machen, durch Verziehen des Gesichts hervorbringen: eine Grimasse s.


14.in bestimmter Weise scharf sein, geeignet sein, etw. abzuschneiden, zu zerschneiden: die Säge schneidet nicht mehr [richtig] (ist stumpf geworden).


15. (als Friseur, Friseurin) in bestimmter Weise mit der Schere arbeiten: die Friseurin schneidet gut, schlecht.


16.durch Hineinschneiden mit der Schere od. einem anderen Schneidewerkzeug hervorbringen, [unbeabsichtigt] verursachen: mit der Schere, dem Messer ein Loch ins Tischtuch s.


17.mit dem Messer zerkleinern u. etw. anderem zusetzen: Wurst, Kräuter in die Suppe s.


18.durch Herausschneiden in einem Material herstellen: Gucklöcher in die Türen s.


19.einschneiden (2) : die Gurte schneiden ins Fleisch.


20.(bes. von Wind, Kälte u. Ä.) einen scharfen Schmerz (auf der Haut) verursachen: schneidende Kälte; ein schneidendes (quälendes, schmerzendes) Hungergefühl; mit schneidender (scharfer) Stimme, mit schneidendem Hohn sprechen.


21.jmdn. bei einer Begegnung absichtlich, demonstrativ nicht beachten, übersehen u. ihm damit zeigen, dass man nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte: die Nachbarn, Kollegen schneiden ihn.


22.(Skat) mit einer Karte stechen, aber dabei eine höhere Karte zurückhalten, bis mit ihr eine große Punktzahl gestochen werden kann: mit dem König s., um sich mit dem Ass die Zehn zu holen.
schneiden  


1. a) aufschneiden, auseinanderschneiden, durchschneiden, in Scheiben/Stücke schneiden, schnitzeln, vorschneiden, zerlegen, zerschneiden, zerstückeln, zerteilen; (ugs.): schnippeln, schnipseln, zersäbeln, zerschnippeln; (ugs., oft abwertend): säbeln; (landsch.): fitzen, schnipfeln.

b) ablösen, abschneiden, abtrennen, herausschneiden, [los]lösen, [los]trennen, wegschneiden; (ugs.): abmachen, absäbeln, abschnippeln, herunterschneiden, schnippeln; (landsch.): abfiedeln.

2. abrasieren, abscheren, abschneiden, beschneiden, kappen, kuppen, kürzen, lichten, scheren, stutzen, verkürzen, wegschneiden, zurechtstutzen; (ugs.): abschnippeln; (Gartenbau): zurückschneiden.

3. a) aussägen, ausschneiden, ausschnitzen, heraussägen, schnitzen; (ugs.): schnippeln, schnipseln; (landsch.): schnitzeln; (Fachspr.): dekupieren.

b) eingravieren, einkerben, einritzen, einschneiden, einschnitzen, gravieren, kerben, ritzen, schnitzen, stechen, ziselieren; (geh.): [ein]graben; (landsch.): schnitzeln.

4. zuschneiden.

5. a) (Film, Rundf., Ferns.): cutten.

b) (bes. Rundf., Ferns.): aufnehmen, aufzeichnen, mitschneiden.

6. eine Schnittwunde beibringen, lädieren, verletzen, zurichten.

7. a) öffnen; (salopp): aufschneiden.

b) eine Operation durchführen/vornehmen, operieren; (ugs.): aufmachen, unters Messer nehmen.

8. a) abkürzen, abschneiden, eine Abkürzung nehmen/gehen/fahren, einen kürzeren Weg nehmen/gehen/fahren, verkürzen.

b) beeinträchtigen, behindern, sich setzen vor.

9. durchgehen, durchlaufen, durchqueren, durchziehen, kreuzen, passieren.

10. erzeugen, hervorbringen, ziehen.

11. hineinschneiden, schnitzen, zustande bringen; (ugs.): schnippeln, schnipseln; (ugs., oft abwertend): fabrizieren; (landsch.): schnitzeln.

12. beißen, brennen, stechen.

13. hinweggehen, hinwegsehen, ignorieren, keine/keinerlei Beachtung schenken, keine/keinerlei Notiz nehmen, missachten, mit Nichtachtung/Verachtung strafen, nicht beachten, nicht bemerken, übergehen, übersehen, unbeachtet lassen; (geh.): hinwegblicken; (ugs.): die kalte Schulter zeigen, links liegen lassen, wie Luft behandeln; (landsch.): hinwegschauen.

[schneiden]
[Schneidens, schneide, schneidest, schneidet, schnitt, schnittest, schnitten, schnittet, schnitte, schneid, geschnitten, schneidend]

sich eine Verletzung/Wunde zuziehen, sich lädieren, sich verletzen, sich zurichten.
[schneiden, sich]
[sich schneiden, Schneidens, schneide, schneidest, schneidet, schnitt, schnittest, schnitten, schnittet, schnitte, schneid, geschnitten, schneidend, schneiden sich]
schneiden  

schnei|den <unr. V.; hat> [mhd. snīden, ahd. snīdan, urspr. = mit scharfem Gerät schneiden od. hauen; 21: LÜ von engl. to cut a person]:

1.
a)(mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) durch einen od. mehrere Schnitte o. Ä. zerteilen, zerlegen: Papier, Pappe, Holz, Glas s.; Käse, Fleisch, Wurst, Schinken, Brot s.; etw. in Scheiben, Stücke, Würfel, Streifen, zwei Hälften s.; Zwiebeln in Ringe s.; <subst.:> hier ist eine Luft zum Schneiden (sehr schlechte, verbrauchte Luft);

b)(mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) von etw. abtrennen, ablösen; abschneiden; aus etw. herausschneiden: Blumen, Rosen s.; jmdm., sich eine Scheibe Brot, ein Stück vom Schinken s.; einen Artikel aus der Zeitung s.; im Wald wird Holz geschnitten (werden Bäume gefällt).



2. durch Schneiden (1 b) kürzen [u. in eine bestimmte Form bringen]; beschneiden; stutzen: jmdm. das Haar s.; jmdm., sich die Fingernägel s.; den Rasen, die Hecken, die [Obst]bäume s.; sich <Dativ> die Haare s. lassen.


3.
a)(aus einem bestimmten Material) durch Bearbeiten mit einem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug herstellen: sich einen Spazierstock s.; Bretter, Bohlen aus den Stämmen s.; Scherenschnitte aus Papier s.;

b)(mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) in ein Material eingravieren, einschneiden (1 b): eine Kerbe in einen Stock s.; ein Gewinde s.;

c)(mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) aus einem Material herausarbeiten: einen Stempel s.; ihr Gesicht war sehr fein, markant geschnitten (geformt); mandelförmig geschnittene Augen.



4.(ein Kleidungsstück) zuschneiden: ein Kleid nach einem Muster s. <meist im 2. Part.:> ein weit, gerade, gut geschnittenes Kleid; der Mantel ist elegant, sportlich geschnitten (hat einen eleganten, sportlichen Schnitt).


5. (Film, Rundf., Ferns.)
a)cutten: einen Film, ein Tonband s.; <auch ohne Akk.-Obj.:> weich, hart s.;

b)(selten) mitschneiden: eine Sendung [auf Tonband] s.;

c)(Film, Ferns.) beim Schneiden (5 a) abrupt von einer Einstellung zur nächsten wechseln: wo soll geschnitten werden?



6.
a) jmdm., sich eine Schnittwunde beibringen; sich mit, an etw. Scharfem verletzen: sich beim Kartoffelschälen s.; sich an einer Scherbe, mit dem Messer s.; ich habe mir/mich in den Finger geschnitten;

b)einen Schnitt in etw. machen: ich habe versehentlich [mit der Schere] in den Stoff geschnitten; pass auf, dass du nicht in die Tischplatte schneidest.



7.<s. + sich> (landsch.) sich irren, sich täuschen:

Rda hast du dich geschnitten! (ugs.; da täuschst du dich sehr!).



8.(Tiermed.) kastrieren: einen Eber s.


9.(Med. Jargon)
a)etw. (in einem chirurgischen Eingriff) aufschneiden: der Finger ist geschnitten worden;

b)an jmdm. einen chirurgischen Eingriff vornehmen, operieren (1): die Patientin musste geschnitten werden.



10.
a)(eine Kurve) (2) durch Verlassen der äußeren Seite der Fahrbahn abkürzen, nicht ausfahren: der Fahrer, der Wagen hatte die Kurve geschnitten;

b)(beim Überholen, Einordnen) schräg, von der Seite her vor ein anderes Fahrzeug fahren u. es dabei behindern: ein Lkw hatte sie, ihren Wagen geschnitten.



11.(von einer Linie o. Ä.) kreuzen (3): zwei sich schneidende Geraden, Kurven, Ebenen; die Straße schneidet hier die Bahnlinie.


12.(Tennis, Tischtennis, Ballspiele) Drall verleihen: einen Ball s.


13.(ein bestimmtes Gesicht) machen, durch Verziehen des Gesichts hervorbringen: eine Grimasse s.


14.in bestimmter Weise scharf sein, geeignet sein, etw. abzuschneiden, zu zerschneiden: die Säge schneidet nicht mehr [richtig] (ist stumpf geworden).


15. (als Friseur, Friseurin) in bestimmter Weise mit der Schere arbeiten: die Friseurin schneidet gut, schlecht.


16.durch Hineinschneiden mit der Schere od. einem anderen Schneidewerkzeug hervorbringen, [unbeabsichtigt] verursachen: mit der Schere, dem Messer ein Loch ins Tischtuch s.


17.mit dem Messer zerkleinern u. etw. anderem zusetzen: Wurst, Kräuter in die Suppe s.


18.durch Herausschneiden in einem Material herstellen: Gucklöcher in die Türen s.


19.einschneiden (2): die Gurte schneiden ins Fleisch.


20.(bes. von Wind, Kälte u. Ä.) einen scharfen Schmerz (auf der Haut) verursachen: schneidende Kälte; ein schneidendes (quälendes, schmerzendes) Hungergefühl; mit schneidender (scharfer) Stimme, mit schneidendem Hohn sprechen.


21.jmdn. bei einer Begegnung absichtlich, demonstrativ nicht beachten, übersehen u. ihm damit zeigen, dass man nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte: die Nachbarn, Kollegen schneiden ihn.


22.(Skat) mit einer Karte stechen, aber dabei eine höhere Karte zurückhalten, bis mit ihr eine große Punktzahl gestochen werden kann: mit dem König s., um sich mit dem Ass die Zehn zu holen.
schneiden  

[unr. V.; hat] [mhd. sniden, ahd. snidan, urspr.= mit scharfem Gerät schneiden od. hauen; 21: LÜ von engl. to cut a person]: 1. a) (mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) durch einen od. mehrere Schnitte o.Ä. zerteilen, zerlegen: Papier, Pappe, Holz, Glas s.; Käse, Fleisch, Wurst, Schinken, Brot s.; etw. in Scheiben, Stücke, Würfel, Streifen, zwei Hälften s.; Zwiebeln in Ringe s.; Ü [subst.:] hier ist eine Luft zum Schneiden (sehr schlechte, verbrauchte Luft); b) (mit dem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug) von etw. abtrennen, ablösen; abschneiden; aus etw. herausschneiden: Blumen, Rosen s.; jmdm., sich eine Scheibe Brot, ein Stück vom Schinken s.; einen Artikel aus der Zeitung s.; im Wald wird Holz geschnitten (werden Bäume gefällt). 2. durch Schneiden (1 b) kürzen [u. in eine bestimmte Form bringen]; beschneiden; stutzen: jmdm. das Haar s.; jmdm., sich die Fingernägel s.; den Rasen, die Hecken, die [Obst]bäume s.; sich [Dativ] die Haare s. lassen. 3. a) (aus einem bestimmten Material) durch Bearbeiten mit einem Messer od. einem anderen Schneidewerkzeug herstellen: sich einen Spazierstock s.; Bretter, Bohlen aus den Stämmen s.; Scherenschnitte aus Papier s.; b) (mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) in ein Material eingravieren, einschneiden (1 b): eine Kerbe in einen Stock s.; ein Gewinde s.; c) (mit einem Messer od. einem dafür vorgesehenen Werkzeug) aus einem Material herausarbeiten: einen Stempel s.; Ü ihr Gesicht war sehr fein, markant geschnitten (geformt); mandelförmig geschnittene Augen. 4. (ein Kleidungsstück) zuschneiden: ein Kleid nach einem Muster s. [meist im 2. Part.:] ein weit, gerade, gut geschnittenes Kleid; der Mantel ist elegant, sportlich geschnitten (hat einen eleganten, sportlichen Schnitt). 5. (Film, Rundf., Ferns.) a) cutten: einen Film, ein Tonband s.; [auch ohne Akk.-Obj.:] weich, hart s.; b) (selten) mitschneiden: eine Sendung [auf Tonband] s.; c) (Film, Ferns.) beim Schneiden (5 a) abrupt von einer Einstellung zur nächsten wechseln: wo soll geschnitten werden? 6. a) jmdm., sich eine Schnittwunde beibringen; sich mit, an etw. Scharfem verletzen: sich beim Kartoffelschälen s.; sich an einer Scherbe, mit dem Messer s.; ich habe mir/mich in den Finger geschnitten; b) einen Schnitt in etw. machen: ich habe versehentlich [mit der Schere] in den Stoff geschnitten; pass auf, dass du nicht in die Tischplatte schneidest. 7. [s. + sich] (landsch.) sich irren, sich täuschen: R da hast du dich geschnitten! (ugs.; da täuschst du dich sehr!). 8. (Tiermed.) kastrieren: einen Eber s. 9. (Med. Jargon) a) etw. (in einem chirurgischen Eingriff) aufschneiden: der Finger ist geschnitten worden; b) an jmdm. einen chirurgischen Eingriff vornehmen, operieren (1): die Patientin musste geschnitten werden. 10. a) (eine Kurve 2) durch Verlassen der äußeren Seite der Fahrbahn abkürzen, nicht ausfahren: der Fahrer, der Wagen hatte die Kurve geschnitten; b) (beim Überholen, Einordnen) schräg, von der Seite her vor ein anderes Fahrzeug fahren u. es dabei behindern: ein LKW hatte ihn, seinen Wagen geschnitten. 11. (von einer Linie o.Ä.) kreuzen (3): die Straße schneidet hier die Bahnlinie; zwei sich schneidende Geraden, Kurven, Ebenen. 12. (Tennis, Tischtennis, Ballspiele) Drall verleihen: einen Ball s. 13. (ein bestimmtes Gesicht) machen, durch Verziehen des Gesichts hervorbringen: eine Grimasse s. 14. in bestimmter Weise scharf sein, geeignet sein, etw. abzuschneiden, zu zerschneiden: die Säge schneidet nicht mehr [richtig] (ist stumpf geworden). 15. (als Friseur, Friseurin) in bestimmter Weise mit der Schere arbeiten: die Friseurin schneidet gut, schlecht. 16. durch Hineinschneiden mit der Schere od. einem anderen Schneidewerkzeug hervorbringen, [unbeabsichtigt] verursachen: mit der Schere, dem Messer ein Loch ins Tischtuch s. 17. mit dem Messer zerkleinern u. etw. anderem zusetzen: Wurst, Kräuter in die Suppe s. 18. durch Herausschneiden in einem Material herstellen: Gucklöcher in die Türen s. 19. einschneiden (2): die Gurte schneiden ins Fleisch. 20. (bes. von Wind, Kä
schneiden  

n.
<V.224; hat>
I <V.t.>
1 mit dem Messer od. etwas ähnlich Scharfem zerteilen (Fleisch, Brot); mit einem scharfen Werkzeug abtrennen (Haar, Blume); schnitzen, gravieren, meißeln (Figuren)
2 jmdn. od. sich ~ mit etwas Scharfem verletzen; jmdn. ~ <fig.; umg.> ihn absichtlich unbeachtet lassen, übersehen, nicht grüßen; Bäume, Hecken, Sträucher ~; den Ball ~ <Sp.; Billard, Tennis> ihm beim Stoß einen Drall geben; Blech, Bretter, Papier ~; Fleisch, Tomaten, Wurst (in Scheiben) ~; einen Film ~ auseinander schneiden u. die Szenen nach künstler. Gesichtspunkten neu zusammensetzen; eine Fratze, Grimasse ~ das Gesicht zu einer F., G. verziehen; Gemmen, Stempel ~; das Geschwür muss geschnitten werden chirurgisch geöffnet werden; Gras, Getreide ~ mähen; Käse, Speck (in Würfel) ~; sich das Haar ~ lassen; eine Karte ~ <Kart.> eine Karte für einen erhofften späteren besseren Stich aufsparen; eine Kurve ~ dicht an der Innenseite fahren u. dabei die linke Fahrbahn benutzen; jmdm. od. sich die Nägel ~
3 ;Figuren, Muster in Holz, Metall, Stein ~; in dem Lokal ist die Luft zum Schneiden dick sehr verbraucht, stickig;
4 ;mandelförmig geschnittene Augen; ein markant geschnittenes Gesicht; sie ist ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten sie ähnelt ihr sehr;
II <V.refl.> sich ~
5 sich durch Schnitt verletzen; sich kreuzen (Linien)
6 ;die beiden Straßen ~ sich hier; sich an einer Glasscherbe ~; er hat sich beim Brotschneiden geschnitten; sich in den Finger ~; sich ins eigene Fleisch ~ <fig.> sich selbst schaden; zwei Geraden ~ sich in einem Punkt treffen aufeinander; sich mit dem Messer ~; wenn du das glaubst, dann schneidest du dich aber, dann hast du dich geschnitten <fig.; umg.> dann irrst du dich;
III <V.i.>
7 ein Messer schneidet ist scharf, ist imstande, zu zertrennen;
8 ;die Schere schneidet gut, schlecht
9 ;der Wind schneidet ins Gesicht <fig.> das schneidet einem ins Herz, in die Seele <fig.> es schmerzt einen, tut einem Leid;
10 ;~der Hohn, Spott <fig.> ~de Kälte <fig.> ein ~der Ostwind <fig.> ein ~der Schmerz; eine ~de Stimme; ein ~der Ton scharfe S., schriller T.; es ist ~d kalt <fig.> [<ahd. snidan, got. sneiþan <idg. *sneit- „schneiden“]
['schnei·den]
[schneidens, schneide, schneidest, schneidet, schneiden, schnitt, schnittest, schnitten, schnittet, schnitte, schneid, geschnitten, schneidend]