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schon  

1schon <Adv.> [mhd. schōn(e), ahd. scōno, urspr. Adv. von ↑ schön , über »auf schöne, gehörige Art u. Weise« u. »vollständig« zur heutigen Bed.]:

1.a)drückt aus, dass etw. früher, schneller als erwartet, geplant, vorauszusehen eintritt, geschieht od. eingetreten, geschehen ist: sie kommt s. heute; sag bloß, du gehst s.; es ist s. alles vorbereitet;

b)drückt aus, dass kurz nach dem Eintreten eines Vorgangs ein anderer Vorgang so schnell, plötzlich folgt, dass der Zeitunterschied kaum feststellbar, nachvollziehbar ist: er klaute das Fahrrad, und s. war er weg;

c)drückt aus, dass vor dem eigentlichen Beginn eines Vorgangs etw. geschieht, geschehen soll, was damit zusammenhängt: ich komme später, du kannst ja s. [mal] die Koffer packen.



2.a)drückt [Erstaunen od. Unbehagen darüber] aus, dass etw. mehr an Zahl, Menge, Ausmaß darstellt, weiter fortgeschritten ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: sie ist s. 90 Jahre; ist es etwa s. acht Uhr?;

b)drückt aus, dass zur Erreichung eines bestimmten Ziels, zur Erlangung einer bestimmten Sache weniger an Zahl, Menge, Ausmaß notwendig ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: eine winzige Dosis kann s. tödlich sein; Eintrittskarten gibt es s. für 5 Euro.



3.a)(in Verbindung mit einer Angabe, seit wann etw. existiert, bekannt ist, gemacht wird) betont, dass etw. keine neue Erscheinung, kein neuer Zustand, Vorgang ist, sondern lange zuvor entstanden ist: s. Platon hat diese Ideen vertreten; s. als Kinder/als Kinder s. hatten wir eine Vorliebe für sie;

b)drückt aus, dass eine Erscheinung, ein Ereignis, Vorgang nicht zum ersten Mal stattfindet, sondern zu einem früheren Zeitpunkt in vergleichbarer Weise stattgefunden hat: wie s. gesagt, sollten wir nicht darauf eingehen; hast du so etwas s. [ein]mal erlebt?



4.betont, dass - von allem anderen, oft Wichtigerem abgesehen - etw. allein genügt, um eine Handlung, einen Zustand, Vorgang zu erklären o. Ä.: [allein] s. der Gedanke daran ist schrecklich; ich werde ihr das ersparen, ihr geht es s. so schlecht genug.


2schon <Partikel>:

1. <meist unbetont> verstärkt [emotional] eine Aussage, Feststellung: es ist s. ein Elend!; das will s. was heißen; nicht du s. wieder!


2. <unbetont> (ugs.) drückt in Aufforderungssätzen Ungeduld o. Ä. aus: nun mach [doch] s.!; hör s. auf [mit diesem Blödsinn]!


3. <unbetont> drückt aus, dass im Falle der Realisierung einer Absicht o. Ä. eine bestimmte Konsequenz erwartet wird: wenn wir s. eine neue Waschmaschine kaufen müssen, dann aber eine gute von der Firma M.


4.<unbetont> unterstreicht die Wahrscheinlichkeit einer Aussage [in zuversichtlichem Ton als Reaktion auf bestehende Zweifel]: es wird s. [gut] gehen, [wieder] werden; das wirst du s. schaffen.


5.<meist betont> schränkt eine [zustimmende] Antwort, Aussage ein, drückt eine nur zögernde Zustimmung aus: das stimmt s.; sie hat s. recht, wenn sie das sagt.


6.<betont> drückt aus, dass eine Aussage nur bedingt richtig ist, dass eine andere Schlussfolgerung o. Ä. möglich ist: von der Tätigkeit her ist die Stelle nicht sehr interessant, von der Bezahlung her s.


7.<unbetont> macht eine Äußerung in Frageform als rhetorische Frage kenntlich u. gibt ihr oft einen geringschätzigen Unterton: was sind s. zwei Jahre?; wen interessiert das s.?


8. <unbetont> (landsch.) 3noch (5) .
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1. bereits, lange, längst, nicht erst seit gestern, seit geraumer Zeit, seit Langem/Längerem; (ugs.): seit Ewigkeiten.

2. a) ohnedies, ohne Frage, ohnehin, sowieso; (ugs.): allemal, [na] logisch; (südd., österr. ugs.): eh; (veraltet): ohnedem.

b) allein, lediglich, nichts [anderes] als, nur, weiter nichts als; (ugs.): bloß.

[schon]
schon  

1schon <Adv.> [mhd. schōn(e), ahd. scōno, urspr. Adv. von ↑ schön, über »auf schöne, gehörige Art u. Weise« u. »vollständig« zur heutigen Bed.]:

1.
a)drückt aus, dass etw. früher, schneller als erwartet, geplant, vorauszusehen eintritt, geschieht od. eingetreten, geschehen ist: sie kommt s. heute; sag bloß, du gehst s.; es ist s. alles vorbereitet;

b)drückt aus, dass kurz nach dem Eintreten eines Vorgangs ein anderer Vorgang so schnell, plötzlich folgt, dass der Zeitunterschied kaum feststellbar, nachvollziehbar ist: er klaute das Fahrrad, und s. war er weg;

c)drückt aus, dass vor dem eigentlichen Beginn eines Vorgangs etw. geschieht, geschehen soll, was damit zusammenhängt: ich komme später, du kannst ja s. [mal] die Koffer packen.



2.
a)drückt [Erstaunen od. Unbehagen darüber] aus, dass etw. mehr an Zahl, Menge, Ausmaß darstellt, weiter fortgeschritten ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: sie ist s. 90 Jahre; ist es etwa s. acht Uhr?;

b)drückt aus, dass zur Erreichung eines bestimmten Ziels, zur Erlangung einer bestimmten Sache weniger an Zahl, Menge, Ausmaß notwendig ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: eine winzige Dosis kann s. tödlich sein; Eintrittskarten gibt es s. für 5 Euro.



3.
a)(in Verbindung mit einer Angabe, seit wann etw. existiert, bekannt ist, gemacht wird) betont, dass etw. keine neue Erscheinung, kein neuer Zustand, Vorgang ist, sondern lange zuvor entstanden ist: s. Platon hat diese Ideen vertreten; s. als Kinder/als Kinder s. hatten wir eine Vorliebe für sie;

b)drückt aus, dass eine Erscheinung, ein Ereignis, Vorgang nicht zum ersten Mal stattfindet, sondern zu einem früheren Zeitpunkt in vergleichbarer Weise stattgefunden hat: wie s. gesagt, sollten wir nicht darauf eingehen; hast du so etwas s. [ein]mal erlebt?



4.betont, dass - von allem anderen, oft Wichtigerem abgesehen - etw. allein genügt, um eine Handlung, einen Zustand, Vorgang zu erklären o. Ä.: [allein] s. der Gedanke daran ist schrecklich; ich werde ihr das ersparen, ihr geht es s. so schlecht genug.


2schon <Partikel>:

1. <meist unbetont> verstärkt [emotional] eine Aussage, Feststellung: es ist s. ein Elend!; das will s. was heißen; nicht du s. wieder!


2. <unbetont> (ugs.) drückt in Aufforderungssätzen Ungeduld o. Ä. aus: nun mach [doch] s.!; hör s. auf [mit diesem Blödsinn]!


3. <unbetont> drückt aus, dass im Falle der Realisierung einer Absicht o. Ä. eine bestimmte Konsequenz erwartet wird: wenn wir s. eine neue Waschmaschine kaufen müssen, dann aber eine gute von der Firma M.


4.<unbetont> unterstreicht die Wahrscheinlichkeit einer Aussage [in zuversichtlichem Ton als Reaktion auf bestehende Zweifel]: es wird s. [gut] gehen, [wieder] werden; das wirst du s. schaffen.


5.<meist betont> schränkt eine [zustimmende] Antwort, Aussage ein, drückt eine nur zögernde Zustimmung aus: das stimmt s.; sie hat s. recht, wenn sie das sagt.


6.<betont> drückt aus, dass eine Aussage nur bedingt richtig ist, dass eine andere Schlussfolgerung o. Ä. möglich ist: von der Tätigkeit her ist die Stelle nicht sehr interessant, von der Bezahlung her s.


7.<unbetont> macht eine Äußerung in Frageform als rhetorische Frage kenntlich u. gibt ihr oft einen geringschätzigen Unterton: was sind s. zwei Jahre?; wen interessiert das s.?


8. <unbetont> (landsch.) 3noch (5).
schon  

[mhd. schon(e), ahd. scono, urspr. Adv. von schön, über ?auf schöne, gehörige Art u. Weise? u. ?vollständig? zur heutigen Bed.]: I. Adv. 1. a) drückt aus, dass etw. früher, schneller als erwartet, geplant, vorauszusehen eintritt, geschieht od. eingetreten, geschehen ist: sie kommt s. heute; es ist s. alles vorbereitet; sag bloß, du gehst s.; b) drückt aus, dass kurz nach dem Eintreten eines Vorgangs ein anderer Vorgang so schnell, plötzlich folgt, dass der Zeitunterschied kaum feststellbar, nachvollziehbar ist: er klaute das Fahrrad, und s. war er weg; c) drückt aus, dass vor dem eigentlichen Beginn eines Vorgangs etw. geschieht, geschehen soll, was damit zusammenhängt: ich komme später, du kannst ja s. [mal] die Koffer packen. 2. a) drückt [Erstaunen od. Unbehagen darüber] aus, dass etw. mehr an Zahl, Menge, Ausmaß darstellt, weiter fortgeschritten ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: sie ist s. 90 Jahre; ist es etwa s. acht Uhr?; b) drückt aus, dass zur Erreichung eines bestimmten Ziels, zur Erlangung einer bestimmten Sache weniger an Zahl, Menge, Ausmaß notwendig ist als geschätzt, vermutet, gewünscht: eine winzige Dosis kann s. tödlich sein; Eintrittskarten gibt es s. für 5DM. 3. a) (in Verbindung mit einer Angabe, seit wann etw. existiert, bekannt ist, gemacht wird) betont, dass etw. keine neue Erscheinung, kein neuer Zustand, Vorgang ist, sondern lange zuvor entstanden ist: s. Platon hat diese Ideen vertreten; s. als Kinder/als Kinder s. hatten wir eine Vorliebe für sie; b) drückt aus, dass eine Erscheinung, ein Ereignis, Vorgang nicht zum ersten Mal stattfindet, sondern zu einem früheren Zeitpunkt in vergleichbarer Weise stattgefunden hat: wie s. gesagt, sollten wir nicht darauf eingehen; hast du so etwas s. [ein]mal erlebt? 4. betont, dass von allem anderen, oft Wichtigerem abgesehen etw. allein genügt, um eine Handlung, einen Zustand, Vorgang zu erklären o.Ä.: [allein] s. der Gedanke daran ist schrecklich; ich werde ihr das ersparen, ihr geht es s. so schlecht genug. II. [Partikel] 1. [meist unbetont] verstärkt [emotional] eine Aussage, Feststellung: es ist s. ein Elend!; das will s. was heißen; nicht du s. wieder! 2. [unbetont] (ugs.) drückt in Aufforderungssätzen Ungeduld o.Ä. aus: nun mach [doch] s.!; hör s. auf [mit diesem Blödsinn]! 3. [unbetont] drückt aus, dass im Falle der Realisierung einer Absicht o.Ä. eine bestimmte Konsequenz erwartet wird: wenn wir s. eine neue Waschmaschine kaufen müssen, dann aber eine ordentliche. 4. [unbetont] unterstreicht die Wahrscheinlichkeit einer Aussage [in zuversichtlichem Ton als Reaktion auf bestehende Zweifel]: es wird s. [gut] gehen, [wieder] werden; das wirst du s. schaffen. 5. [meist betont] schränkt eine [zustimmende] Antwort, Aussage ein, drückt eine nur zögernde Zustimmung aus: das stimmt s.; sie hat s. Recht, wenn sie das sagt. 6. [betont] drückt aus, dass eine Aussage nur bedingt richtig ist, dass eine andere Schlussfolgerung o.Ä. möglich ist: von der Tätigkeit her ist die Stelle nicht sehr interessant, von der Bezahlung her s. 7. [unbetont] macht eine Äußerung in Frageform als rhetorische Frage kenntlich u. gibt ihr oft einen geringschätzigen Unterton: was sind s. zwei Jahre?; wen interessiert das s.? 8. [unbetont] (landsch.) noch (III 5).
schon  

adv.
<Adv.>
1 bereits; früher als erwartet, erhofft, gewünscht; ich muss ~ um 6 Uhr aufstehen; warum willst du ~ gehen?; ich komme ~! ich bin bereits auf dem Wege; ~ am frühen Morgen …; er liegt ~ drei Wochen im Krankenhaus; ~ einmal haben wir dort unseren Urlaub verbracht; ~ heute wird er die Arbeit abschließen; du kannst ~ jetzt kommen; das habe ich ~ lange, längst erwartet; ist es ~ so spät?; was will er denn ~ wieder?
2 rechtzeitig, bestimmt; es wird sich ~ wieder einrenken, geben; du wirst es ~ noch früh genug erfahren
3 endlich; wenn er doch ~ käme! nun rede doch ~!
4 allein; ~ sie zu sehen, machte ihm Freude; ~ der Gedanke daran ist mir schrecklich; ~ der Name sagte mir genug
5 ohnehin; es ist so ~ teuer genug; man konnte es kaum Freundschaft nennen, Liebe ~ gar nicht erst recht nicht;
6 <einräumend od. bedingend> wohl, zwar, auch, an u. für sich; es wird ~ gehen; das wird ~ stimmen; was kann er ~ wollen!; (das ist) ~ gut, recht, richtig, wahr, aber …; das ist ~ möglich, doch ich kann es nicht glauben; (na,) wenn ~! <umg.> macht nichts!; wenn ~, denn ~ <umg.> wenn überhaupt, dann richtig; wenn ~, dann gründlich, richtig [<ahd. scono; Adv. zu schön mit der Bedeutung „in schöner Art u. Weise“, im 13. Jh. auch „vollständig“]
[schon]