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schuld  

Schụld, die; -, -en [mhd. schulde, schult, ahd. sculd(a), zu: sculan = ↑ sollen, , in dessen urspr. Bed. »schulden« u. eigtl. = Geschuldetes]:

1.<o. Pl.> Ursache von etw. Unangenehmem, Bösem od. eines Unglücks, das Verantwortlichsein, die Verantwortung dafür: die S. liegt an, bei mir; er hat, trägt die S. an dem Unfall; jmdm. die S. [an etw.] geben (jmdn. [für etw.] verantwortlich machen);

*[an etw.] S. haben ([an etw.] die Schuld haben, [für etw.] verantwortlich sein): immer soll ich an allem S. haben!; jmdm., einer Sache [an etw.] S. geben (jmdn., etw. für etw. verantwortlich machen): ich gebe dir ja gar nicht S. [daran].


2.<o. Pl.> bestimmtes Verhalten, bestimmte Tat, womit jmd. gegen Werte, Normen verstößt; begangenes Unrecht, sittliches Versagen, strafbare Verfehlung: sich keiner S. bewusst sein (sich nicht schuldig fühlen; nicht das Gefühl haben, etw. falsch gemacht zu haben); eine persönliche, kollektive S.;

*sich etw. zu -en kommen lassen (↑ zuschulden ).


3.<meist Pl.> Geldbetrag, den jmd. einem anderen schuldig ist: eine S. tilgen, löschen; -en eintreiben, einklagen, einfordern;

*mehr -en als Haare auf dem Kopf haben (ugs.; sehr viele Schulden haben; nach Psalm 40, 13, wo König David die Anzahl seiner Sünden mit den Haaren auf seinem Haupt vergleicht); tief/bis über die, beide Ohren in -en stecken (ugs.; völlig verschuldet sein).


4.

*[tief] in jmds. S. sein/stehen (geh.; jmdm. sehr zu Dank verpflichtet sein).
schuld: in der Wendung [an etw.] s. sein ([an etw.] die Schuld haben, [für etw.] verantwortlich sein): daran bist du ganz allein s.
Schuld  

Schụld, die; -, -en; es ist meine Schuld; [bei jmdm.] Schulden haben, machen; [an etwas] Schuld od. die Schuld haben; jmdm. Schuld od. die Schuld geben; an etwas Schuld tragen; aber od. zu Schulden kommen lassen
Schuld  


1. Haftung, Verantwortung.

2. Fehler, Unrecht, Verfehlung, Verschulden, Verstoß; (geh.): Fehltritt.

[Schuld]
[Schulden]
schuld  

Schụld, die; -, -en [mhd. schulde, schult, ahd. sculd(a), zu: sculan = ↑ sollen, in dessen urspr. Bed. »schulden« u. eigtl. = Geschuldetes]:

1.<o. Pl.> Ursache von etw. Unangenehmem, Bösem od. eines Unglücks, das Verantwortlichsein, die Verantwortung dafür: die S. liegt an, bei mir; er hat, trägt die S. an dem Unfall; jmdm. die S. [an etw.] geben (jmdn. [für etw.] verantwortlich machen);

*[an etw.] S. haben ([an etw.] die Schuld haben, [für etw.] verantwortlich sein): immer soll ich an allem S. haben!; jmdm., einer Sache [an etw.] S. geben (jmdn., etw. für etw. verantwortlich machen): ich gebe dir ja gar nicht S. [daran].


2.<o. Pl.> bestimmtes Verhalten, bestimmte Tat, womit jmd. gegen Werte, Normen verstößt; begangenes Unrecht, sittliches Versagen, strafbare Verfehlung: sich keiner S. bewusst sein (sich nicht schuldig fühlen; nicht das Gefühl haben, etw. falsch gemacht zu haben); eine persönliche, kollektive S.;

*sich etw. zu -en kommen lassen (↑ zuschulden).


3.<meist Pl.> Geldbetrag, den jmd. einem anderen schuldig ist: eine S. tilgen, löschen; -en eintreiben, einklagen, einfordern;

*mehr -en als Haare auf dem Kopf haben (ugs.; sehr viele Schulden haben; nach Psalm 40, 13, wo König David die Anzahl seiner Sünden mit den Haaren auf seinem Haupt vergleicht); tief/bis über die, beide Ohren in -en stecken (ugs.; völlig verschuldet sein).


4.

*[tief] in jmds. S. sein/stehen (geh.; jmdm. sehr zu Dank verpflichtet sein).
schuld: in der Wendung [an etw.] s. sein ([an etw.] die Schuld haben, [für etw.] verantwortlich sein): daran bist du ganz allein s.
schuld  

n.
<f. 20>
I <zählb.>
1 Verpflichtung zur Rückgabe von Geld
2 ;eine ~ abtragen, anerkennen, begleichen, bezahlen, löschen, tilgen; ~en einklagen, eintreiben, einziehen; sich einer ~ entledigen; ~en haben; er hat mehr ~en als Haare auf dem Kopf <umg.> ~en machen
3 ;in ~en geraten; bis über die Ohren in ~en stecken <fig.> sich in ~en stürzen; das Haus ist frei von ~en; auf dem Grundstück liegt eine ~ von 20 000 €
II <unz.>
4 Verpflichtung zu einer Gegenleistung; <Rel.> die in der Übertretung des Gottesgebotes (Sünde) begründete u. im Gewissen erfahrbare Strafwürdigkeit des Menschen; <Rechtsw.> die innere Beziehung des Täters zu seiner Tat, strafbare Verfehlung; die Verantwortung dafür
5 ;~ und Buße; vom Gefühl tiefster ~ durchdrungen, erfüllt sein; ~ und Sühne; der Übel größtes aber ist die ~ (Schiller, Braut von Messina, 4,7)
6 ;seine ~ abstreiten, eingestehen, leugnen, zugeben; jmdm. die ~ beimessen, geben, zuschieben, zuschreiben; man kann ihm seine ~ nicht beweisen; ich bin mir keiner ~ bewusst; eine ~ büßen, sühnen; die ~ fällt auf ihn; alle ~ rächt sich auf Erden (Goethe); eine ~ sühnen; die ~ blieb ungesühnt; ~ tragen; ihn trifft keine ~
7 ;eine große, schwere, tiefe ~
8 ;jmdm. die ~ an etwas geben; die ~ auf jmdn. abwälzen, schieben; eine schwere ~ auf sich laden; eine ~ auf sich nehmen; die ~ liegt (nicht) bei ihm; ich bin, stehe tief in seiner ~ <fig.> ich fühle mich ihm sehr verpflichtet, habe noch vieles gutzumachen, was er für mich getan hat; mit ~ beladen sein; sich frei von ~ fühlen; → a. schuld [<mhd. schult, schulde <ahd. schuld(a), scult „Verpflichtung zu einer Zahlung oder Leistung oder zu Buße; Sünde“; zu *skal- „sollen“; sollen]
[Schuld]
[Schulden]n.
<Adj.; nur präd. u. adv.; künftig Großschreibung, außer in Verbindung mit den Verben „sein“, „bleiben“, „werden“> schuldig; ~/ Schuld haben; wer ist ~?; er allein hat ~/ Schuld; sie ist an allem ~; die Verhältnisse sind ~ daran
[schuld]
[schulden]