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schwach  

schwạch <Adj.; schwächer, schwächste> [mhd. swach = schlecht; gering, armselig; kraftlos, eigtl. = schwankend, sich biegend, verw. mit ↑ schwingen ]:

1.a)in körperlicher Hinsicht keine od. nur geringe Kraft besitzend; von mangelnder Kraft zeugend; nicht kräftig: ein abgemagerter, -er Mann; eine -e Konstitution haben; er ist schon alt und s., fühlt sich sehr s.; was den Körper s. macht (schwächt); <subst.:> der Stärkere muss dem Schwachen helfen; sie wird immer schwächer; jetzt nur nicht s. werden (nicht schwankend werden, nicht nachgeben); die Gefahr besteht, dass ich s. werde (nachgebe); wenn ich diese Frau sehe, werde ich s. (vergesse ich alle meine Vorsätze u. möchte mit ihr ein Abenteuer haben);

b)in seiner körperlichen Funktion nicht sehr leistungsfähig; anfällig, nicht widerstandsfähig: ein -es Herz haben; er hat -e Nerven; er hat einen -en Willen (gibt Versuchungen leicht nach, ist nicht sehr standhaft).



2. dünn, nicht stabil, nicht fest u. daher keine große Belastbarkeit aufweisend: -e Bretter; ein zu -er Draht; das Eis, die Eisdecke ist noch zu s. zum Schlittschuhlaufen; dieses Glied der Kette ist etwas schwächer als die übrigen; der Plan hat einige -e Stellen.


3.nicht sehr zahlreich: eine schwache Beteiligung; der Saal war nur s. besetzt; ein s. bevölkertes Land; das Land ist s. bevölkert.


4.keine hohe Konzentration aufweisend, wenig gehaltvoll: -er Kaffee; eine -e Salzlösung; ein -es Gift.


5.keine hohe Leistung (2 b) erbringend; keinen hohen Grad an Leistungskraft, Wirksamkeit besitzend; nicht leistungsstark: ein -er Motor; eine -e Glühbirne; die Brille ist sehr s.; die Firma ist finanziell recht s. (kann ihren finanziellen Verpflichtungen nur schwer nachkommen).


6.a) in geistiger od. körperlicher Hinsicht keine guten Leistungen erbringend; nicht tüchtig, nicht gut: eine -e Opposition; er ist der schwächste Schüler in der Klasse; die Mannschaft hat s. gespielt; <subst.:> den Schwächeren in der Klasse muss man helfen;

b)als Ergebnis einer geistigen od. körperlichen Leistung in der Qualität unzulänglich, dürftig, wenig befriedigend: eine -e [schulische] Leistung; ein -es Buch; das ist die schwächste Zeit, die sie seit Langem gelaufen ist; eine -e Vorstellung; die deutsche Mannschaft bot ein -es Bild (ugs.; spielte enttäuschend).



7.nur wenig ausgeprägt; in nur geringem Maße vorhanden, wirkend; von geringem Ausmaß, in geringem Grade; nicht intensiv, nicht heftig, nicht kräftig: eine -e Strömung; -es Licht; es erhob sich ein -er (leichter) Wind; ein -er Puls; nur -en Widerstand leisten; eine -e Erinnerung an etw. haben; es blieb nur eine -e (geringe, nur wenig) Hoffnung; -er Beifall; das ist doch nur ein -er Trost (ugs.; das nutzt doch nichts, hilft auch nur wenig); sein Herz, Puls schlägt noch s.; das Feuer brennt nur noch s.; die Blumen duften s.; er hat sich nur s. gewehrt; diese Silbe ist s. betont; ein Land mit s. entwickelter Wirtschaft; seine Intelligenz ist nur s. entwickelt.


8.(Sprachw.) a)(in Bezug auf Verben) durch gleichbleibenden Stammvokal u. (bei Präteritum u. Partizip) durch das Vorhandensein des Konsonanten »t« gekennzeichnet: die -e Konjugation; -e (schwach konjugierte) Verben; »zeigen« wird s. konjugiert, gebeugt;

b)(in Bezug auf Substantive) in den meisten Formen durch das Vorhandensein des Konsonanten »n« gekennzeichnet: die -e Deklination; -e (schwach deklinierte) Substantive; s. deklinierte Adjektive; »Mensch« wird s. dekliniert, gebeugt.

schwach  

schwạchschwächer, schwächs|te1. Kleinschreibung:
- das schwache (veraltend für das weibliche) Geschlecht
- eine schwache Stunde
- Sprachw.: schwache Deklination; ein schwaches Verb2. Großschreibung bei der Substantivierung ↑ K 58:
- ein schwach begabter od. schwachbegabter Schüler
- eine schwach betonte od.schwachbetonte, schwächer betonte Silbe
- die schwach bevölkerte od. schwachbevölkerte Gegend; die am schwächsten bevölkerten Gegenden
- die schwach bewegte od. schwachbewegte See

Vgl. schwachmachen, schwach werden
schwach  


1. a) abgezehrt, altersschwach, anfällig, angegriffen, angekränkelt, angeschlagen, ausgezehrt, elend, empfänglich, empfindlich, energielos, entkräftet, erschöpft, flau, flügellahm, gebrechlich, geschwächt, kraftlos, lass, marklos, nicht kräftig, krank, kränkelnd, krankheitsanfällig, kränklich, mitgenommen, müde, mürbe, nicht widerstandsfähig, nur noch der/ein Schatten seiner selbst, ohne Kraft, schwach auf den Beinen, von Krankheit gekennzeichnet; (schweiz.): krächelig; (geh.): aufgezehrt, ermattet, hinfällig, siech; (bildungsspr.): morbid, neuralgisch; (ugs.): abgeschlafft, alle, angeknackst, down, hin, kaputt, k. o., lahm, matschig, mitgenommen, platt, [wie] gerädert, schlaff, schlapp, tatterig, wackelig, wie ein Häufchen/Haufen Elend; (österr. ugs.): marod; (salopp): matsch; (fam.): klapprig; (bayr., österr. mundartl.): letschert; (landsch.): abgeschlagen, tüttelig; (landsch., bes. nordd.): taperig; (oft emotional): malade; (geh. abwertend): dünnblütig, wie das Leiden Christi; (salopp abwertend): hundsmiserabel; (veraltet): [ge]bresthaft, kaduk; (Med.): dekompensiert, insuffizient, kachektisch, labil.

b) butterweich, charakterlich nicht gefestigt, charakterschwach, demoralisiert, entschlusslos, entschlussunfähig, gefügig, haltlos, mürbe, nachgiebig, ohne moralischen Halt, schwankend, Stimmungen unterworfen, unbeständig, unentschlossen, ungefestigt, verführbar, weichlich, willenlos, willensschwach, zu weich; (geh.): schwank, unstet; (ugs.): weich wie Butter; (bes. südd., österr.): mürb; (abwertend): flatterhaft, weichlich; (abwertend): kompromisslerisch, rückgratlos, weichlich; (geh. abwertend): wankelmütig; (oft abwertend): wachsweich, windelweich; (bildungsspr. veraltet): dissolut.

c) ausgeliefert, einflusslos, entmachtet, hilflos, machtlos, ohne Einfluss/Macht, ohnmächtig, schutzlos, unterlegen, wehrlos.

2. ätherisch, brechbar, fein[gliedrig], dünn, fein, filigran, klein, kümmerlich, grazil, hauchzart, schmächtig, schmal, schwächlich, verkümmert, zart[gliedrig], zierlich; (geh.): fragil, zerbrechlich; (ugs. abwertend): mickrig, vermickert.

3. gering, kaum, minimal, spärlich, wenig.

4. durchsichtig, durchscheinend, dünnflüssig, transparent, verwässert, wässrig, wenig gehaltvoll; (meist abwertend): schlabberig.

5. nicht leistungsfähig/leistungsstark, niedrig, ohne Wirkungskraft, unwirksam, wirkungslos.

6. a) dumm, faul, impotent, leistungsschwach, unbegabt, ungeschickt, untüchtig; (ugs.): kein Held, keine Heldin; keine Leuchte, nicht gerade eine Leuchte; schwach auf der Brust; (Fachspr.): minderbegabt.

b) ärmlich, bescheiden, billig, dürftig, enttäuschend, erbärmlich, fehlerhaft, gehaltlos, geringwertig, kümmerlich, mangelhaft, minderwertig, mit Mängeln behaftet, niveaulos, unbefriedigend, ungenügend, unzureichend, von geringer Qualität, wertlos; (österr.): unzukömmlich; (schweiz.): halbbatzig; (geh.): unzulänglich; (bildungsspr.): inferior, insuffizient, substanzlos; (salopp): beschissen; (abwertend): armselig, kümmerlich, lausig, schäbig, zweitklassig; (oft abwertend): kläglich; (ugs. abwertend): lumpig, mies; (emotional): miserabel.

7. abgetönt, blass, dezent, dumpf, entfernt, fahl, flüchtig, gedämpft, gedeckt, gelinde, leicht, leise, kaum merklich/spürbar, matt, mild, nicht grell, sachte, sanft, undeutlich, verblasst, verhalten, unmerklich, undeutlich, vage, zurückhaltend.

[schwach]
[schwacher, schwache, schwaches, schwachen, schwachem, schwächerer, schwächer, schwächere, schwächeres, schwächeren, schwächerem, schwächster, schwächste, schwächsts, schwächsten, schwächstem, schwächstes]
schwach  

schwạch <Adj.; schwächer, schwächste> [mhd. swach = schlecht; gering, armselig; kraftlos, eigtl. = schwankend, sich biegend, verw. mit ↑ schwingen]:

1.
a)in körperlicher Hinsicht keine od. nur geringe Kraft besitzend; von mangelnder Kraft zeugend; nicht kräftig: ein abgemagerter, -er Mann; eine -e Konstitution haben; er ist schon alt und s., fühlt sich sehr s.; was den Körper s. macht (schwächt); <subst.:> der Stärkere muss dem Schwachen helfen; sie wird immer schwächer; jetzt nur nicht s. werden (nicht schwankend werden, nicht nachgeben); die Gefahr besteht, dass ich s. werde (nachgebe); wenn ich diese Frau sehe, werde ich s. (vergesse ich alle meine Vorsätze u. möchte mit ihr ein Abenteuer haben);

b)in seiner körperlichen Funktion nicht sehr leistungsfähig; anfällig, nicht widerstandsfähig: ein -es Herz haben; er hat -e Nerven; er hat einen -en Willen (gibt Versuchungen leicht nach, ist nicht sehr standhaft).



2. dünn, nicht stabil, nicht fest u. daher keine große Belastbarkeit aufweisend: -e Bretter; ein zu -er Draht; das Eis, die Eisdecke ist noch zu s. zum Schlittschuhlaufen; dieses Glied der Kette ist etwas schwächer als die übrigen; der Plan hat einige -e Stellen.


3.nicht sehr zahlreich: eine schwache Beteiligung; der Saal war nur s. besetzt; ein s. bevölkertes Land; das Land ist s. bevölkert.


4.keine hohe Konzentration aufweisend, wenig gehaltvoll: -er Kaffee; eine -e Salzlösung; ein -es Gift.


5.keine hohe Leistung (2 b) erbringend; keinen hohen Grad an Leistungskraft, Wirksamkeit besitzend; nicht leistungsstark: ein -er Motor; eine -e Glühbirne; die Brille ist sehr s.; die Firma ist finanziell recht s. (kann ihren finanziellen Verpflichtungen nur schwer nachkommen).


6.
a) in geistiger od. körperlicher Hinsicht keine guten Leistungen erbringend; nicht tüchtig, nicht gut: eine -e Opposition; er ist der schwächste Schüler in der Klasse; die Mannschaft hat s. gespielt; <subst.:> den Schwächeren in der Klasse muss man helfen;

b)als Ergebnis einer geistigen od. körperlichen Leistung in der Qualität unzulänglich, dürftig, wenig befriedigend: eine -e [schulische] Leistung; ein -es Buch; das ist die schwächste Zeit, die sie seit Langem gelaufen ist; eine -e Vorstellung; die deutsche Mannschaft bot ein -es Bild (ugs.; spielte enttäuschend).



7.nur wenig ausgeprägt; in nur geringem Maße vorhanden, wirkend; von geringem Ausmaß, in geringem Grade; nicht intensiv, nicht heftig, nicht kräftig: eine -e Strömung; -es Licht; es erhob sich ein -er (leichter) Wind; ein -er Puls; nur -en Widerstand leisten; eine -e Erinnerung an etw. haben; es blieb nur eine -e (geringe, nur wenig) Hoffnung; -er Beifall; das ist doch nur ein -er Trost (ugs.; das nutzt doch nichts, hilft auch nur wenig); sein Herz, Puls schlägt noch s.; das Feuer brennt nur noch s.; die Blumen duften s.; er hat sich nur s. gewehrt; diese Silbe ist s. betont; ein Land mit s. entwickelter Wirtschaft; seine Intelligenz ist nur s. entwickelt.


8.(Sprachw.)
a)(in Bezug auf Verben) durch gleichbleibenden Stammvokal u. (bei Präteritum u. Partizip) durch das Vorhandensein des Konsonanten »t« gekennzeichnet: die -e Konjugation; -e (schwach konjugierte) Verben; »zeigen« wird s. konjugiert, gebeugt;

b)(in Bezug auf Substantive) in den meisten Formen durch das Vorhandensein des Konsonanten »n« gekennzeichnet: die -e Deklination; -e (schwach deklinierte) Substantive; s. deklinierte Adjektive; »Mensch« wird s. dekliniert, gebeugt.

schwach  

adj.
<Adj.; schwächer, am schwächsten>
1 arm an Kraft, kraftlos, geschwächt; hinfällig, kränklich; zart; machtlos; arm an Geist, unbedeutend; dünn; klein, gering; gering an Zahl od. Menge, nicht zahlreich; gering an Wert, minderwertig, gehaltlos
2 ;er hat ~e Augen; in einem ~en Augenblick, in einer ~en Stunde gab sie nach; ein ~er Ast; ~er Beifall; der Kaffee, Tee ist ~; er hat einen ~en Charakter; eine ~e Dosis des Medikaments genügt; diese Arbeit vermittelt nur einen ~en Eindruck seines Könnens; du kannst noch nicht Schlittschuh laufen, das Eis ist noch zu ~; der Geist ist willig, aber das Fleisch ist ~ (Matth. 26,41); ein ~es Gedächtnis haben; eine ~e Gesundheit, Konstitution haben; eine ~e Glühbirne eine G. mit geringer Wattstärke; sie hat ein ~es Herz sie ist herzkrank; es besteht nur noch eine ~e Hoffnung wenig H.; ein ~es Kind; alles, was in meinen ~en Kräften steht, will ich tun; ~e Leistungen; er hat einen ~en Magen er verträgt viele Speisen nicht; es herrschte nur ~e Nachfrage wenig N.; als Lehrer darf man keine ~en Nerven haben; ein ~er Schüler ein S. mit schlechten Leistungen; Rechnen ist meine ~e Seite <umg.> ich kann nicht gut rechnen; Schallplatten sind seine ~e Seite <umg.> er hat eine Vorliebe dafür; der Kranke sprach mit ~er Stimme; das ist nur ein ~er Trost ein geringer T.; <Gramm.; >~es Verb V., das zur Bildung des Präteritums den Konsonanten t benötigt(z.B. lachen - lachte - gelacht); dieser Roman ist eins seiner schwächsten Werke
3 ;sein: der Kranke ist noch sehr ~; nur nicht ~ werden! <umg.> nicht schwankend werden, nicht nachgeben!; mir wird ~ mir wird schwindlig, eine Ohnmacht droht;
4 ;alt und ~; der Saal war ~ besetzt; die Vorstellung war ~ besucht; krank und ~
5 er ist alt und schon ~ auf den Beinen er kann nicht mehr gut gehen u. stehen; er ist ~ auf der Brust, auf der Lunge er hat eine Neigung zu Tuberkulose; [<mhd. swach „schlecht, gering, unedel, niedrig, armselig, verachtet, kraftlos“, mnddt. swak „biegsam, dünn; gering“, zu idg. *sueg-, *suek- „biegen; drehend schwingen, schwenken“]
[schwach]
[schwacher, schwache, schwaches, schwachen, schwachem, schwächerer, schwächer, schwächere, schwächeres, schwächeren, schwächerem, schwächster, schwächste, schwächsts, schwächsten, schwächstem, schwächstes]