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schweigen  

Schwei|gen, das; -s [mhd. swīgen]: das Nichtreden; das Nicht-mehr-Reden: es trat ein eisiges, beklommenes S. ein; es herrschte peinliches, tiefes S.; das S. brechen (endlich [wieder] reden, aussagen); jmd. ist zum S. verurteilt (darf od. kann aus einem bestimmten Grund nicht aussagen);

R S. im Walde ([aus Verlegenheit od. Angst] wagt niemand etw. zu sagen);


*sich in S. hüllen (sich geheimnisvoll über etw. nicht äußern u. dadurch zu Vermutungen Anlass geben); jmdn. zum S. bringen (jmdn. [mit Gewalt, Drohungen, Versprechungen o. Ä.] veranlassen, nichts mehr zu äußern. verhüll.; jmdn. töten).schwei|gen <st. V.; hat> [mhd. swīgen, ahd. swīgēn, im Nhd. mit seinem Kausativ mhd., ahd. sweigen = zum Schweigen bringen zusammengefallen, H. u.]:
a)nicht [mehr] reden; nicht antworten; kein Wort sagen: beharrlich, trotzig, betroffen, verlegen, ratlos s.; schweig! (herrische Aufforderung: sag ja nichts mehr [dagegen]!); ich habe lange geschwiegen; vor sich hin s. (ugs.; wortlos dasitzen); kannst du s. (etwas, was man dir anvertraut, für dich behalten)?; aus Angst, Höflichkeit s.; über, von etw. s. (nichts davon sagen); der Angeklagte schweigt auf alle Fragen; zu allen Vorwürfen hat er geschwiegen (sich nicht geäußert, sich nicht verteidigt); schweigend dastehen; darüber schweigt die Geschichtsschreibung;

*ganz zu s. von ... (und in ganz besonderem Maße ...; und erst recht ...): das Hotel war schlecht, ganz zu s. vom Essen;

b)nicht [mehr] tönen, keine Klänge, Geräusche [mehr] hervorbringen: das Radio schweigt; von da an schwiegen die Waffen (geh.; da war der Krieg zu Ende).
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Schwei|gen, das; -sschwei|gen (still sein); du schwiegst; du schwiegest; geschwiegen; schweig[e]!; die schweigende Mehrheit
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1. Frieden, Geräuschlosigkeit, Grabesstille, Lautlosigkeit, Ruhe, [Toten]stille.

2. Diskretion, Geheimhaltung, Heimlichkeit, Stillschweigen, Verschwiegenheit, Vertraulichkeit.

[Schweigen]
[schweige, schweigst, schweigt, schwieg, schwiegst, schwiegen, schwiegt, schweigest, schweiget, schwiege, schwiegest, schwieget, schweig, geschwiegen, schweigend]sich ausschweigen, für sich behalten, diskret/verschwiegen sein, geheim halten, sich in Schweigen hüllen, keine Antwort geben, kein/nicht ein Sterbenswörtchen sagen/verraten, keinen Ton reden/verlauten lassen/von sich geben, keine Silbe sagen, kein Wort verlieren, sich nicht äußern, nicht antworten, nicht reden, nichts sagen, nicht Stellung nehmen, nichts verraten, ruhig/stumm/still sein, seine Zunge hüten/im Zaum halten, stillschweigen, Stillschweigen bewahren, totschweigen, unterschlagen, verheimlichen, verschweigen; (geh.): nicht preisgeben, verhehlen; (ugs.): den Mund/Schnabel halten, den Schnabel nicht aufmachen/auftun, dichthalten, keinen Mucks sagen, keinen Pieps mehr sagen, sich nicht in die Karten gucken/schauen/sehen lassen, Sendepause haben, verschwiegen [wie ein Grab] sein; (salopp): die Klappe/Schnauze halten; (derb): das Maul/die Fresse halten.
[schweigen]
[schweige, schweigst, schweigt, schwieg, schwiegst, schwiegen, schwiegt, schweigest, schweiget, schwiege, schwiegest, schwieget, schweig, geschwiegen, schweigend]
schweigen  

Schwei|gen, das; -s [mhd. swīgen]: das Nichtreden; das Nicht-mehr-Reden: es trat ein eisiges, beklommenes S. ein; es herrschte peinliches, tiefes S.; das S. brechen (endlich [wieder] reden, aussagen); jmd. ist zum S. verurteilt (darf od. kann aus einem bestimmten Grund nicht aussagen);

RS. im Walde ([aus Verlegenheit od. Angst] wagt niemand etw. zu sagen);


*sich in S. hüllen (sich geheimnisvoll über etw. nicht äußern u. dadurch zu Vermutungen Anlass geben); jmdn. zum S. bringen (jmdn. [mit Gewalt, Drohungen, Versprechungen o. Ä.] veranlassen, nichts mehr zu äußern. verhüll.; jmdn. töten).schwei|gen <st. V.; hat> [mhd. swīgen, ahd. swīgēn, im Nhd. mit seinem Kausativ mhd., ahd. sweigen = zum Schweigen bringen zusammengefallen, H. u.]:
a)nicht [mehr] reden; nicht antworten; kein Wort sagen: beharrlich, trotzig, betroffen, verlegen, ratlos s.; schweig! (herrische Aufforderung: sag ja nichts mehr [dagegen]!); ich habe lange geschwiegen; vor sich hin s. (ugs.; wortlos dasitzen); kannst du s. (etwas, was man dir anvertraut, für dich behalten)?; aus Angst, Höflichkeit s.; über, von etw. s. (nichts davon sagen); der Angeklagte schweigt auf alle Fragen; zu allen Vorwürfen hat er geschwiegen (sich nicht geäußert, sich nicht verteidigt); schweigend dastehen; darüber schweigt die Geschichtsschreibung;

*ganz zu s. von ... (und in ganz besonderem Maße ...; und erst recht ...): das Hotel war schlecht, ganz zu s. vom Essen;

b)nicht [mehr] tönen, keine Klänge, Geräusche [mehr] hervorbringen: das Radio schweigt; von da an schwiegen die Waffen (geh.; da war der Krieg zu Ende).
schweigen  

[st. V.; hat] [mhd. swigen, ahd. swigen, im Nhd. mit seinem Kausativ mhd., ahd. sweigen= zum Schweigen bringen zusammengefallen, H. u.]: a) nicht [mehr] reden; nicht antworten; kein Wort sagen: beharrlich, trotzig, betroffen, verlegen, ratlos s.; schweig! (herrische Aufforderung: sag ja nichts mehr [dagegen]!); ich habe lange geschwiegen; kannst du s. (etwas, was man dir anvertraut, für dich behalten)?; vor sich hin s. (ugs.; wortlos dasitzen); aus Angst, Höflichkeit s.; der Angeklagte schweigt auf alle Fragen; über, von etw. s. (nichts davon sagen); zu allen Vorwürfen hat er geschwiegen (sich nicht geäußert, sich nicht verteidigt); schweigend dastehen; Ü darüber schweigt die Geschichtsschreibung; *ganz zu s. von ... (und in ganz besonderem Maße ...; und erst recht ...): das Hotel war schlecht, ganz zu s. vom Essen; b) nicht [mehr] tönen, keine Klänge, Geräusche [mehr] hervorbringen: das Radio schweigt; von da an schwiegen die Waffen (geh.; da war der Krieg zu Ende).
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schweigen, sich bedeckt halten (umgangssprachlich), sich in Schweigen hüllen (umgangssprachlich), stillschweigen
[sich bedeckt halten, sich in Schweigen hüllen, stillschweigen]
schweigen  

n.
<V.i. 229; hat>
1 nichts sagen, still sein; aufhören (von Geräuschen)
2 ;der Donner, der Gesang der Vögel, die Musik schweigt; Reden ist Silber, Schweigen ist Gold <Sprichw.>; da(rüber) schweigt des Sängers Höflichkeit <umg.> darüber wollen wir lieber nicht sprechen, es ist zu peinlich; der Rest ist Schweigen (Shakespeare, Hamlet, V, 2); das tiefe Schweigen des Waldes; der Wind schweigt hat sich gelegt;
3 ;er befahl, gebot Schweigen; endlich brach er das Schweigen; ~ können ein Geheimnis bewahren können;
4 ;ein beklemmendes, eisiges Schweigen; es herrschte tiefes Schweigen; beschämt, erschreckt, verlegen, verwirrt ~
5 ;sie hüllte sich in Schweigen; über, von etwas ~ nicht darüber sprechen; davon ganz zu ~! davon brauchen wir gar nicht zu reden, das ist selbstverständlich; er schweigt wie ein Grab; jmdn. od. etwas zum Schweigen bringen; sie schwieg zu all seinen Vorwürfen
6 ;in ~der Erwartung verharren; ~d nicken [<mhd., ahd. swigen „still, ruhig sein“; mhd., ahd. sweigen „zum Schweigen bringen“ <germ. *swig-, *swik-]
['schwei·gen]
[schweige, schweigst, schweigt, schweigen, schwieg, schwiegst, schwiegen, schwiegt, schweigest, schweiget, schwiege, schwiegest, schwieget, schweig, geschwiegen, schweigend]