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Schwein  

Schwein, das; -[e]s, -e [mhd., ahd. swīn; 2: schon mhd., nach der sprichwörtlichen Schmutzigkeit des Tieres]:

1.a)kurzbeiniges Säugetier mit gedrungenem Körper, länglichem Kopf, rüsselartig verlängerter Schnauze, rosafarbener bis schwarzer, mit Borsten bedeckter Haut u. meist geringeltem Schwanz; Hausschwein: das S. grunzt, quiekt; -e mästen; ein S. schlachten; er blutet wie ein S. (derb; heftig); sie haben sich wie die -e (sehr unanständig) benommen;

R wo haben wir denn schon zusammen -e gehütet? (seit wann duzen wir uns denn?);


b)<o. Pl.> (ugs.) kurz für ↑ Schweinefleisch .



2.a) (derb abwertend, oft als Schimpfwort) jmd., den man wegen seiner Handlungs- od. Denkweise als verachtenswert betrachtet: du S.!;

b)(derb abwertend) jmd., der sich od. etw. beschmutzt hat: welches S. hat denn hier gegessen?;

c)(salopp) Mensch [als ausgeliefertes Geschöpf]: er, sie ist ein bedauernswertes S.;

*kein S. (salopp; niemand): das versteht kein S.



3.

*S. haben (ugs.; Glück haben): da haben wir ja noch mal S. gehabt!


4. (Zool.) in mehreren Arten vorkommendes zu den Paarhufern gehörendes Tier (z. B. Haus-, Wild-, Warzenschwein).
Schwein  

Schwein, das; -[e]s, -e (nur Sing.: ugs. auch für Glück); kein Schwein (ugs. für niemand)
Schwein  


1. Hausschwein; (ugs.): Borstentier; (ugs. scherzh.): Borstenvieh; (landsch.): Docke, Mocke; (landsch., bes. westmd.): Wutz; (schwäb.): Kosel.

2. a) (abwertend): Halunke, Kanaille, Lump, Schuft, Schurke, Unmensch; (ugs. abwertend): Biest, Ganove; (ugs. abwertend, oft als Schimpfwort): Aas; (derb abwertend): Dreckskerl, Mistkerl, Miststück, Sau[hund], Saukerl, Schweinehund; (salopp abwertend): Fiesling; (salopp): Luder; (derbes Schimpfwort): Arschloch.

b) (ugs.): Schmutzfink; (fam.): Dreckspatz; (ugs. abwertend): Schmierfink; (salopp abwertend): Schweinigel; (landsch. ugs. abwertend): Saubartel; (derb abwertend): Dreckschwein, Sau[igel]; (oft als Schimpfwort): Ferkel; (landsch., bes. westmd. derb abwertend): Wutz.

[Schwein]
[Schweines, Schweins, Schweine, Schweinen]
Schwein  

Schwein, das; -[e]s, -e [mhd., ahd. swīn; 2: schon mhd., nach der sprichwörtlichen Schmutzigkeit des Tieres]:

1.
a)kurzbeiniges Säugetier mit gedrungenem Körper, länglichem Kopf, rüsselartig verlängerter Schnauze, rosafarbener bis schwarzer, mit Borsten bedeckter Haut u. meist geringeltem Schwanz; Hausschwein: das S. grunzt, quiekt; -e mästen; ein S. schlachten; er blutet wie ein S. (derb; heftig); sie haben sich wie die -e (sehr unanständig) benommen;

Rwo haben wir denn schon zusammen -e gehütet? (seit wann duzen wir uns denn?);


b)<o. Pl.> (ugs.) kurz für ↑ Schweinefleisch.



2.
a) (derb abwertend, oft als Schimpfwort) jmd., den man wegen seiner Handlungs- od. Denkweise als verachtenswert betrachtet: du S.!;

b)(derb abwertend) jmd., der sich od. etw. beschmutzt hat: welches S. hat denn hier gegessen?;

c)(salopp) Mensch [als ausgeliefertes Geschöpf]: er, sie ist ein bedauernswertes S.;

*kein S. (salopp; niemand): das versteht kein S.



3.

*S. haben (ugs.; Glück haben): da haben wir ja noch mal S. gehabt!


4. (Zool.) in mehreren Arten vorkommendes zu den Paarhufern gehörendes Tier (z. B. Haus-, Wild-, Warzenschwein).
Schwein  

n.
<n. 11>
1 <i.w.S.> Angehöriges einer Familie nicht wiederkäuender Paarhufer mit Borstenkleid u. kurzer, rüsselförmiger Schnauze, die meist zum Wühlen eingerichtet ist: Suidae; <i.e.S.> vom Eurasischen Wildschwein (Sus scrofa) abstammendes Haustier (Haus~); <Kochk.> Schweinefleisch; <fig.> schmutziger, unreinlicher Mensch; unanständiger Mensch; Lump, gemeiner Mensch; <umg.> Glück, unverhofft guter Ausgang einer Sache
2 ;~e füttern, halten, mästen, schlachten, züchten; da hast du aber ~ gehabt <umg.> Glück gehabt; haben wir etwa zusammen ~e gehütet? <umg.> (als Zurechtweisung bei unerwünschter Annäherung, z.B. bei der Anrede mit „du“);
3 er ist ein armes ~ <umg.; derb> ein bedauernswerter Mensch; da haben wir das falsche ~ geschlachtet <fig.; umg.> einen Fehler gemacht, der nie wieder gutgemacht werden kann; 500 g Gehacktes, halb Rind, halb ~; es kümmert sich kein ~ darum, ob … <fig.; derb> kein Mensch, niemand; das frisst, kapiert, versteht kein ~ <fig.; derb> das versteht niemand;
4 er blutete wie ein ~ <derb> heftig; [<mhd., ahd. swin <got. swein <germ. *swina <idg. *s(u)wino- „zum Schwein gehörig“]
[Schwein]
[Schweines, Schweins, Schweine, Schweinen]