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sollen  

sọl|len <unr. V.; hat> [mhd. soln, suln, Vereinfachung der alten germ. Form mit sk-, ahd. sculan (got. skulan) = schuldig sein; sollen, müssen]:

1.<mit Inf. als Modalverb: sollte, hat ... sollen> a)die Aufforderung, Anweisung, den Auftrag haben, etw. Bestimmtes zu tun: er soll sofort kommen; hattest du nicht bei ihm anrufen s.?; der soll mir nur mal kommen! (ugs.; drückt Ärger aus u. eine Art Herausforderung);

b)drückt einen Wunsch, eine Absicht, ein Vorhaben (des Sprechers od. eines Dritten) aus: mögen: du sollst dich hier wie zu Hause fühlen; das soll uns nicht stören (davon wollen wir uns nicht stören lassen); sollen (wollen) wir heute ein wenig früher gehen?; du sollst alles haben, was du brauchst (es sei dir zugestanden); »Der hat vielleicht geflucht!« - »Soll er doch! « (ugs.; abwertend; meinetwegen!); was solls?;

c)<fragend od. verneint> drückt ein Ratlossein aus: was soll ich nur machen?;

d)drückt eine Notwendigkeit aus: er soll sofort kommen;

e)<häufig im 2. Konj.> drückt aus, dass etw. Bestimmtes eigentlich zu erwarten wäre: das sollte sie aber [eigentlich] wissen; du solltest dich schämen;

f)<häufig im 2. Konj.> drückt aus, dass etw. Bestimmtes wünschenswert, richtig, vorteilhaft o. ä. wäre: das sollte man verbieten; dieses Buch sollte man gelesen haben;

g)drückt etw. (von einem früheren Zeitpunkt aus gesehen) in der Zukunft Liegendes durch eine Form der Vergangenheit aus: jmdm. beschieden sein: er sollte seine Heimat nicht wiedersehen; es hat nicht sein s./hat nicht s. sein;

h)<im 2. Konj.> für den Fall, dass: wenn du sie sehen solltest, [dann] sage ihr das bitte; ich versuche es, und sollte ich dabei alles verlieren (geh.; selbst auf die Gefahr hin, dass ich dabei alles verliere);

i)<im Präs.> drückt aus, dass der Sprecher sich für die Wahrheit dessen, was er als Nachricht, Information o. Ä. weitergibt, nicht verbürgt: das Restaurant soll sehr gut sein; er soll Millionär, krank sein;

j)<im 2. Konj.> dient in Fragen dem Ausdruck des Zweifels, den der Sprecher an etw. Bestimmtem hegt: sollte das ihr Ernst sein?; sollte das [wirklich] wahr sein?



2. <Vollverb; sollte, hat gesollt> a)tun, machen sollen: das solltest du aber; was soll [denn] das? (welchen Zweck hat das [denn]?);

b)sich irgendwohin begeben sollen; irgendwohin gebracht, gelegt usw. werden sollen: ich hätte heute eigentlich in die/zur Schule gesollt; er soll aufs Gymnasium (soll das Gymnasium besuchen); wohin soll denn die neue Stadthalle? (wo soll sie denn gebaut werden?).

sollen  

a) beauftragt sein, den Auftrag/die Pflicht haben, müssen, verpflichtet sein; (geh.): auferlegt sein, gehalten sein, obliegen.

b) mögen, wollen, zugestanden bekommen.

c) gewährt werden, vergönnt sein; (geh.): jmdm. beschieden sein.

[sollen]
[solle, sollst, sollt, sollte, solltest, sollten, solltet, sollest, sollet, soll, gesollt, sollend]
sollen  

sọl|len <unr. V.; hat> [mhd. soln, suln, Vereinfachung der alten germ. Form mit sk-, ahd. sculan (got. skulan) = schuldig sein; sollen, müssen]:

1.<mit Inf. als Modalverb: sollte, hat ... sollen>
a)die Aufforderung, Anweisung, den Auftrag haben, etw. Bestimmtes zu tun: er soll sofort kommen; hattest du nicht bei ihm anrufen s.?; der soll mir nur mal kommen! (ugs.; drückt Ärger aus u. eine Art Herausforderung);

b)drückt einen Wunsch, eine Absicht, ein Vorhaben (des Sprechers od. eines Dritten) aus: mögen: du sollst dich hier wie zu Hause fühlen; das soll uns nicht stören (davon wollen wir uns nicht stören lassen); sollen (wollen) wir heute ein wenig früher gehen?; du sollst alles haben, was du brauchst (es sei dir zugestanden); »Der hat vielleicht geflucht!« - »Soll er doch! « (ugs.; abwertend; meinetwegen!); was solls?;

c)<fragend od. verneint> drückt ein Ratlossein aus: was soll ich nur machen?;

d)drückt eine Notwendigkeit aus: er soll sofort kommen;

e)<häufig im 2. Konj.> drückt aus, dass etw. Bestimmtes eigentlich zu erwarten wäre: das sollte sie aber [eigentlich] wissen; du solltest dich schämen;

f)<häufig im 2. Konj.> drückt aus, dass etw. Bestimmtes wünschenswert, richtig, vorteilhaft o. ä. wäre: das sollte man verbieten; dieses Buch sollte man gelesen haben;

g)drückt etw. (von einem früheren Zeitpunkt aus gesehen) in der Zukunft Liegendes durch eine Form der Vergangenheit aus: jmdm. beschieden sein: er sollte seine Heimat nicht wiedersehen; es hat nicht sein s./hat nicht s. sein;

h)<im 2. Konj.> für den Fall, dass: wenn du sie sehen solltest, [dann] sage ihr das bitte; ich versuche es, und sollte ich dabei alles verlieren (geh.; selbst auf die Gefahr hin, dass ich dabei alles verliere);

i)<im Präs.> drückt aus, dass der Sprecher sich für die Wahrheit dessen, was er als Nachricht, Information o. Ä. weitergibt, nicht verbürgt: das Restaurant soll sehr gut sein; er soll Millionär, krank sein;

j)<im 2. Konj.> dient in Fragen dem Ausdruck des Zweifels, den der Sprecher an etw. Bestimmtem hegt: sollte das ihr Ernst sein?; sollte das [wirklich] wahr sein?



2. <Vollverb; sollte, hat gesollt>
a)tun, machen sollen: das solltest du aber; was soll [denn] das? (welchen Zweck hat das [denn]?);

b)sich irgendwohin begeben sollen; irgendwohin gebracht, gelegt usw. werden sollen: ich hätte heute eigentlich in die/zur Schule gesollt; er soll aufs Gymnasium (soll das Gymnasium besuchen); wohin soll denn die neue Stadthalle? (wo soll sie denn gebaut werden?).

sollen  

[unr. V.; hat] [mhd. soln, suln, Vereinfachung der alten germ. Form mit sk-, ahd. sculan (got. skulan)= schuldig sein; sollen, müssen]: 1. [mit Inf. als Modalverb: sollte, hat ... sollen] a) die Aufforderung, Anweisung, den Auftrag haben, etw. Bestimmtes zu tun: er soll sofort kommen; hattest du nicht bei ihm anrufen s.?; der soll mir nur mal kommen! (ugs.; drückt Ärger aus u. eine Art Herausforderung); b) drückt einen Wunsch, eine Absicht, ein Vorhaben (des Sprechers od. eines Dritten) aus: mögen: du sollst dich hier wie zu Hause fühlen; sollen (wollen) wir heute ein wenig früher gehen?; das soll uns nicht stören (davon wollen wir uns nicht stören lassen); du sollst alles haben, was du brauchst (es sei dir zugestanden); ?Der hat vielleicht geflucht!? ?Soll er doch! ? (ugs.; abwertend; meinetwegen!); was solls? (Ausdruck der Gleichgültigkeit gegenüber einer Sache, die sich doch nicht ändern lässt); c) [fragend od. verneint] drückt ein Ratlossein aus: was soll ich nur machen?; d) drückt eine Notwendigkeit aus: er soll sofort kommen; e) [häufig im 2. Konj.] drückt aus, dass etw. Bestimmtes eigentlich zu erwarten wäre: das sollte sie aber [eigentlich] wissen; du solltest dich schämen; f) [häufig im 2. Konj.] drückt aus, dass etw. Bestimmtes wünschenswert, richtig, vorteilhaft o.ä. wäre: dieses Buch sollte man gelesen haben; das sollte man verbieten; g) drückt etw. (von einem früheren Zeitpunkt aus gesehen) in der Zukunft Liegendes durch eine Form der Vergangenheit aus: jmdm. beschieden sein: er sollte seine Heimat nicht wiedersehen; es hat nicht sein s./hat nicht s. sein (Ausdruck des Bedauerns, der Resignation); h) [im 2. Konj.] für den Fall, dass: wenn du sie sehen solltest, [dann] sage ihr das bitte; ich versuche es, und sollte ich dabei alles verlieren (geh.; selbst auf die Gefahr hin, dass ich dabei alles verliere); i) [im Präs.] drückt aus, dass der Sprecher sich für die Wahrheit dessen, was er als Nachricht, Information o.Ä. weitergibt, nicht verbürgt: das Restaurant soll sehr gut sein; er soll Millionär, krank sein; j) [im 2. Konj.] dient in Fragen dem Ausdruck des Zweifels, den der Sprecher an etw. Bestimmtem hegt: sollte das [wirklich] wahr sein?; sollte das ihr Ernst sein? 2. [Vollverb; sollte, hat gesollt] a) tun, machen sollen: das solltest du aber; was soll [denn] das? (welchen Zweck hat das [denn]?); b) sich irgendwohin begeben sollen; irgendwohin gebracht, gelegt usw. werden sollen: ich hätte heute eigentlich in die/zur Schule gesollt; wohin soll denn die neue Stadthalle? (wo soll sie denn gebaut werden?); er soll aufs Gymnasium (soll das Gymnasium besuchen).
sollen  

v.
<V.i.; hat>
1 die Pflicht, Verpflichtung, Aufgabe, den Auftrag haben (etwas zu tun)
2 ;der Kranke soll noch nicht aufstehen; ich soll Ihnen ausrichten, dass …; ich sollte dich eigentlich ausschelten; ich hätte daran denken ~; da soll doch (das Donnerwetter dreinschlagen)!; es sollte mich freuen, wenn es so wäre! es würde mich freuen; soll ich gehen, kommen?; man sollte glauben, dass … man könnte fast glauben …; dich soll doch (der Teufel holen)!; sie ~ nur kommen!; <leicht drohend> lass sie nur kommen!; das Grundstück soll 50000 Mark kosten; man soll mich in Frieden lassen; er soll leben! (Schlussformel bei Trinksprüchen); an mir soll es nicht liegen <umg.> was ich tun kann, werde ich tun; das sollte ich meinen! ganz gewiss!, aber sicher!; wenn es morgen regnen sollte, … falls es morgen regnet, …; das hättest du mir sagen ~; Sie ~ sehen, es wird noch alles gut Sie werden sehen; du hättest ihn sehen ~, wie er … du hättest gestaunt, wenn du gesehen hättest, wie er …; es hat nicht ~ sein es war nicht so bestimmt; das soll ich sein? (erg.: auf dem Bild); ihr sollt still sein!; soll es noch etwas sein? brauchen Sie noch etwas? (beim Einkaufen); das hättest du nicht tun ~ es wäre besser gewesen, wenn du es nicht getan hättest; ich weiß nicht, was ich hier (tun) soll; sollte ich das wirklich vergessen haben? habe ich das wirklich vergessen?; es soll nicht wieder vorkommen!; er sollte doch wissen, was er zu tun hat er müsste eigentlich wissen …;
3 was soll's? was nützt's?; was soll das alles? was nützt das alles?; was soll ich damit (anfangen)?; was soll das heißen? was bedeutet das?; was soll es denn kosten?; was soll ich ihm sagen?; was soll es denn sein? was möchten Sie haben? (Frage des Verkäufers); was soll ich tun?; wer soll das sein? (erg.: auf dem Bild); wozu soll das gut sein?
4 ;er machte einen geistreich sein ~den Witz <umg.>
5 <zum Ausdruck einer Vermutung, einer unverbürgten Nachricht> jmd. od. etwas ist od. hat angeblich, vermutlich, man sagt, es sei so, man nimmt an, es werde …
6 ;bei dem Unfall soll es fünfzehn Tote gegeben haben; er soll schon gestern gekommen sein; ich soll das nicht können!; es soll morgen schneien; er soll ein sehr guter Lehrer sein; er soll krank gewesen sein [<mhd. suln, soln <spätahd. solan, sulen; daneben die älteren Formen mit sk: ahd. sculan, scolan <got. skulan <idg. *skel- „schulden, schneiden“]
['sol·len]
[solle, sollst, sollt, sollen, sollte, solltest, sollten, solltet, sollest, sollet, soll, gesollt, sollend]