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Spiegel  

Spie|gel, der; -s, - [mhd. spiegel, ahd. spiagal, über das Roman. < lat. speculum, ↑ Spekulum ]:

1.a)Gegenstand aus Glas od. Metall, dessen glatte Fläche das, was sich vor ihr befindet, als Spiegelbild zeigt: ein runder, ovaler, rechteckiger, gerahmter S.; ein blanker, blinder, trüber, fleckiger, beschlagener S.; in den S. sehen, gucken; sich im S. betrachten; sie steht ständig vorm S. (betrachtet sich aus Eitelkeit häufig im Spiegel); seine Romane sind ein S. unserer Zeit;

R der S. lügt nicht (im Spiegel sieht man sich so, wie man wirklich aussieht);


*jmdm. den S. vorhalten (jmdn. deutlich auf seine Fehler hinweisen); sich <Dativ> etw. hinter den S. stecken können (ugs.:etw. behalten können [weil der Sprecher es nicht haben will, es verächtlich zurückweist]. etw. beherzigen müssen); sich <Dativ> etw. nicht hinter den S. stecken (ugs.; durch eine scharfe Kritik o. Ä., bes. in einem Schriftstück, beschämt werden);

b)(Med.) Spekulum.



2.a)Oberfläche eines Gewässers: der S. des Sees glänzte in der Sonne, kräuselte sich im Wind;

b)Wasserstand: der S. des Sees ist gesunken, ist seit gestern um 20 cm gestiegen.



3.(Med.) Konzentration eines Stoffs im Blut, im Plasma od. im Serum: beim Cholesterin sollte der S. zwischen 120 und 250 mg pro 100 ml [Serum] liegen.


4.a)seidener Rockaufschlag: die S. des Fracks;

b)andersfarbiger Besatz auf dem Kragen einer Uniform.



5.(Zool., Jägerspr.) a)(bei bestimmten Tieren, z. B. beim Reh-, Rot- u. Damwild) heller Fleck um den After;

b)(bei bestimmten Vögeln, z. B. bei Enten) andersfarbige Zeichnung auf den Flügeln.



6. (Schiffbau) senkrecht od. schräg stehende ebene Platte, die den hinteren Abschluss des Rumpfs eines Schiffs, Boots bildet.


7.schematische Darstellung, Übersicht: die Zeitschrift veröffentlicht jährlich einen S. der Lebenshaltungskosten, der Mietpreise.


8.(Verlagsw.) a)Satzspiegel;

b)Dublüre (2) .



9.a) (Archit.) flaches, häufig mit Fresken o. Ä. verziertes mittleres Feld des Spiegelgewölbes;

b)(Tischlerei) Türfüllung.



10.(im MA.) meist in Prosa verfasstes, moralisch-religiöses, juristisches od. satirisches Werk (bes. in Titeln): die ersten deutschen S. sind Rechtsbücher.


11.innerstes Feld einer Zielscheibe.
Spiegel  

Spie|gel, der; -s, - <lat.>
Spiegel  

Spie|gel, der; -s, - [mhd. spiegel, ahd. spiagal, über das Roman. < lat. speculum, ↑ Spekulum]:

1.
a)Gegenstand aus Glas od. Metall, dessen glatte Fläche das, was sich vor ihr befindet, als Spiegelbild zeigt: ein runder, ovaler, rechteckiger, gerahmter S.; ein blanker, blinder, trüber, fleckiger, beschlagener S.; in den S. sehen, gucken; sich im S. betrachten; sie steht ständig vorm S. (betrachtet sich aus Eitelkeit häufig im Spiegel); seine Romane sind ein S. unserer Zeit;

R der S. lügt nicht (im Spiegel sieht man sich so, wie man wirklich aussieht);


*jmdm. den S. vorhalten (jmdn. deutlich auf seine Fehler hinweisen); sich <Dativ> etw. hinter den S. stecken können (ugs.:etw. behalten können [weil der Sprecher es nicht haben will, es verächtlich zurückweist]. etw. beherzigen müssen); sich <Dativ> etw. nicht hinter den S. stecken (ugs.; durch eine scharfe Kritik o. Ä., bes. in einem Schriftstück, beschämt werden);

b)(Med.) Spekulum.



2.
a)Oberfläche eines Gewässers: der S. des Sees glänzte in der Sonne, kräuselte sich im Wind;

b)Wasserstand: der S. des Sees ist gesunken, ist seit gestern um 20 cm gestiegen.



3.(Med.) Konzentration eines Stoffs im Blut, im Plasma od. im Serum: beim Cholesterin sollte der S. zwischen 120 und 250 mg pro 100 ml [Serum] liegen.


4.
a)seidener Rockaufschlag: die S. des Fracks;

b)andersfarbiger Besatz auf dem Kragen einer Uniform.



5.(Zool., Jägerspr.)
a)(bei bestimmten Tieren, z. B. beim Reh-, Rot- u. Damwild) heller Fleck um den After;

b)(bei bestimmten Vögeln, z. B. bei Enten) andersfarbige Zeichnung auf den Flügeln.



6. (Schiffbau) senkrecht od. schräg stehende ebene Platte, die den hinteren Abschluss des Rumpfs eines Schiffs, Boots bildet.


7.schematische Darstellung, Übersicht: die Zeitschrift veröffentlicht jährlich einen S. der Lebenshaltungskosten, der Mietpreise.


8.(Verlagsw.)
a)Satzspiegel;

b)Dublüre (2).



9.
a) (Archit.) flaches, häufig mit Fresken o. Ä. verziertes mittleres Feld des Spiegelgewölbes;

b)(Tischlerei) Türfüllung.



10.(im MA.) meist in Prosa verfasstes, moralisch-religiöses, juristisches od. satirisches Werk (bes. in Titeln): die ersten deutschen S. sind Rechtsbücher.


11.innerstes Feld einer Zielscheibe.
Spiegel  

n.
<m. 5> glatte Fläche, die den größten Teil der auftreffenden Lichtstrahlen zurückwirft u. dadurch ein Abbild des davor befindlichen Gegenstandes gibt, bes. Glas mit dünner Silberschicht, mit Spiegel versehenes Instrument zur Besichtigung von Körperhöhlen (Augen~, Kehlkopf~); röhrenförmiges Instrument zum Einführen in Körperhöhlen, so dass man diese durch das nun einfallende Licht sehen kann (Mastdarm~); <Arch.> flache Decke eines Kreuzgewölbes (Spiegelgewölbes); eingefasstes Feld an der Decke od. zwischen Fenstern; Türfüllung; Oberfläche <einer Flüssigkeit, eines Gewässers; Meeres~, Wasser~>; <Physiol.> Gehalt einer Körperflüssigkeit an bestimmten Stoffen (Vitamin~, Zucker~); seidener Aufschlag am Rock des Fracks u. Smokings; Tuchbesatz an den Kragenecken der Uniform, meist mit Kennzeichen der Einheit, Waffengattung, des Dienstgrades usw.; <Jägerspr.> schillernder Fleck am Flügel von Entenvögeln; weißer Fleck um den After des Reh-, Rot- u. Gamswildes; Sy Fenster; weißer Fleck auf der Stirn von Rind od. Pferd; plattes Heck (eines Schiffes); mittlerer Teil der Schießscheibe; blank polierter Harnisch; <früher> Erziehungs-, Regelbuch (Fürsten~, der jungen Knaben ~); → a. Satzspiegel; jmdm. einen ~ vorhalten <fig.> ihn über seine Fehler aufklären; sich etwas hinter den ~ stecken <fig.; urspr.> zur täglichen Ansicht aufheben, <allg.> sich merken, einprägen (bes. Unangenehmes); sich im ~ betrachten; sein Bild im ~ sehen; der Aufsatz zeigt das deutsche Theater, den deutschen Film im ~ der öffentlichen Meinung so, wie sich das Th., der F. in der öffentl. M. darbietet, wie die Öffentlichkeit sie sieht; [<ahd. spiagal <mlat. speglum <lat. speculum; zu specere „sehen“]
['Spie·gel]
[Spiegels, Spiegeln]