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spielen  

spie|len <sw. V.; hat> [mhd. spiln, ahd. spilōn, urspr. = sich lebhaft bewegen, tanzen]:

1.a)sich zum Vergnügen, Zeitvertreib u. allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise betätigen, mit etw. beschäftigen: die Kinder spielen [miteinander, im Hof, im Sandkasten]; mit einem Ball, der elektrischen Eisenbahn, einer Puppe s.; du darfst noch für eine Stunde s. gehen; sie spielt schon wieder mit ihrem neuen Computer; die Katze spielt mit einem Wollknäuel, einer Maus; spielende Kinder;

b)etw. fortwährend mit den Fingern bewegen; an etw. herumspielen: sie spielte an/mit ihrem Armband, Ohrring;

c)ein bestimmtes Spiel (1 b) zum Vergnügen, Zeitvertreib, aus Freude an der Sache selbst machen: Halma, Skat, ein Spiel, ein Gesellschaftsspiel s.; [mit jmdm., gegen jmdn.] Schach s.; Verstecken, Fangen, Blindekuh s.; wollen wir noch eine Partie spielen?;

d)(Kartenspiel) im Spiel einsetzen, ausspielen: Herz, Trumpf, den Buben, eine andere Farbe s.;

e)ein bestimmtes Spiel (1 b) beherrschen: spielen sie Skat?; sie spielt sehr gut Schach.



2.sich an einem Glücksspiel beteiligen: hoch, niedrig, riskant, vorsichtig, um Geld, mit hohem Einsatz s.; im Lotto, Toto s.; er begann zu s. (wurde ein Spieler); <auch mit Akk.-Obj.:> Lotto, Toto, Roulette s.


3.a)[als Sport] ein bestimmtes Ballspiel o. Ä. spielen: Fußball, Handball, Hockey, Golf, Billard s.; sie spielt hervorragend Tennis; er kann wegen einer Verletzung zurzeit nicht s.;

b)einen sportlichen Wettkampf austragen: die Mannschaft spielt heute [gut, schlecht, enttäuschend, offensiv, auswärts]; gegen einen starken Gegner s.; es wird in der Halle gespielt; um Punkte, um die Meisterschaft s.;

c)<s. + sich; unpers.> sich in bestimmter Weise spielen (3 b) lassen: auf nassem Rasen spielt es sich schlecht;

d)(einen Ball o. Ä.) im Spiel irgendwohin gelangen lassen: den Ball, die Scheibe vors Tor s.; die schwarze Kugel über die Bande ins Loch s.;

e)(einen Ball o. Ä.) in einer bestimmten Weise im Spiel bewegen: den Ball hoch, flach s.;

f)ein Spiel mit einem bestimmten Ergebnis abschließen, beenden: unentschieden s.; die deutsche Mannschaft hat 1: 0 gespielt;

g)(Ballspiele, Eishockey) als Spieler (a) einen bestimmten Posten (2 c) einnehmen: im Tor, in der Abwehr, halblinks s.; Libero s. (als Libero spielen).



4. <s. + sich> durch Spielen (1 a) in einen bestimmten Zustand gelangen: die Kinder haben sich müde, hungrig gespielt; sich beim Roulette um sein Vermögen s.


5.a)auf einem Musikinstrument musizieren: Gitarre s.; sie spielt seit Jahren Cello; sie spielt [gut, schlecht] Klavier (kann [gut, schlecht] Klavier spielen);

b)auf einem Musikinstrument darbieten: eine Melodie, Etüde, Sonate [auf dem Klavier] s.; die Kapelle spielte einen Marsch, Volkslieder, Jazz, Tanzmusik; sie spielten [Werke von] Haydn und Mozart; das Radio spielte (im Radio hörte man) eine Sinfonie; spiel doch mal eine CD (ugs.; lege eine CD ein)!;

c)musizieren: auswendig, vom Blatt, nach Noten s.; vierhändig, auf zwei Flügeln s.; gekonnt, routiniert, anmutig, mit Gefühl s.; sie spielt im Schulorchester, in einer Rockband; die Band spielt heute in Köln; die Kapelle, die Musik begann zu s.; zum Tanz s.; das Radio spielt (läuft) bei ihm den ganzen Tag.



6.a)(eine Gestalt in einem Theaterstück, Film) schauspielerisch darstellen: eine kleine Rolle, die Hauptrolle [in einem Stück] s.; den Hamlet [eindrucksvoll, überzeugend] s.; <auch ohne Akk.-Obj.:> die Hauptdarstellerin spielte manieriert, gut, eindringlich;

b)als Darsteller auftreten: jeden Abend s. müssen; er spielt am Burgtheater (hat dort ein Engagement als Schauspieler);

c)(ein Bühnenstück) aufführen, (einen Film) vorführen: eine Komödie, Oper s.; das Staatstheater spielt heute Hamlet; das Kino spielt, im Kino spielen sie schon wieder »Casablanca«; was wird heute im Theater gespielt?; was wird hier gespielt? (ugs.; was geht hier vor sich?);

d)<s. + sich> durch seine Leistung im Spiel (1 d) in einen bestimmten Rang aufsteigen: mit dieser Rolle hat er sich ganz nach vorn, in die erste Reihe gespielt; die Mannschaft hat sich an, in die Weltspitze gespielt.



7.(von der Handlung eines literarischen Werks o. Ä.) sich irgendwann, irgendwo zutragen: der Film, Roman spielt im 16. Jh., in Berlin, im Berlin der Zwanzigerjahre.


8.a)etw. Bestimmtes zu sein vorgeben; vortäuschen, vorgeben: den Überlegenen s.; sie spielt gerne die große Dame; gespieltes Interesse; <häufig im 2. Part.:> mit gespielter Gleichgültigkeit;

b)eine bestimmte Rolle, Funktion übernehmen: könntest du nicht mal [den] Mundschenk, [die] Dolmetscherin s.?; sie will nicht den ganzen Tag Hausfrau s.



9.leichtfertig, mit launenhafter Willkür mit jmdm., einer Sache umgehen: mit jmdm., jmds. Gefühlen [nur] s.; [leichtsinnig] mit seinem Leben s. (sein Leben riskieren); er spielt gern mit Worten (liebt Wortspiele).


10.a) [sich] unregelmäßig, ohne bestimmten Zweck, leicht u. daher wie spielerisch [hin u. her] bewegen: der Wind spielt in den Zweigen, in ihren Haaren; ein Lächeln spielte um ihre Lippen (ein leichtes Lächeln war auf ihrem Gesicht zu sehen);

b)von einem Farbton in einen anderen übergehen: ihr Haar spielt [etwas] ins Rötliche; der Diamant spielt (glitzert) in allen Farben; ein ins Grünliche spielendes Gelb.



11.heimlich irgendwohin gelangen lassen; jmdm. unauffällig zuspielen (2) : jmdm. etw. in die Hände s.


12.

*etw. s. lassen (etw. für eine bestimmte Wirkung einsetzen, wirksam werden lassen): seine Beziehungen, Verbindungen s. lassen; sie ließ ihren Charme, ihre Reize s.; lass doch mal deine Fantasie s.!; sich mit etw. s. (südd., österr.: etw. nicht ernsthaft betreiben. etw. mühelos bewältigen).


13.(bes. schweiz.) funktionieren, wirksam werden.
spielen  


1. a) ein Spiel machen, in ein Spiel vertieft sein, sich mit Spielen beschäftigen.

b) fingern, hantieren, nesteln, sich zu schaffen machen; (ugs.): [herum]bosseln, herumfingern, [herum]fummeln, herumnesteln, herumspielen; (salopp): rummachen.

c) ausspielen, bringen, [ein]setzen.

2. (ugs.): zocken; (ugs., bes. nordd.): daddeln.

3. a) ausfechten, auskämpfen, ausmachen, austragen, durchfechten, durchführen.

b) abgeben, weitergeben, weiterspielen; (Ballspiele): zuspielen; (Ballspiele, bes. Fußball): passen; (Ballspiele, Eishockey): abspielen.

c) abschließen, aufhören, beenden, enden, schließen.

d) aufgestellt/postiert sein, stehen, wirken; (bildungsspr.): agieren.

4. a) anstimmen, erklingen/ertönen lassen, schmettern, wiedergeben, zu Gehör bringen; (ugs.): bringen; (ugs. abwertend): dudeln.

b) aufspielen, Musik machen, musizieren.

5. a) auftreten als, darstellen, erscheinen als, geben, imitieren, mimen, verkörpern, vorführen, wiedergeben; (geh.): darbieten; (bildungsspr.): agieren, figurieren; (ugs.): abgeben, schauspielern; (salopp): machen.

b) auf den Spielplan setzen, auf die Bühne bringen, aufführen, geben, vorführen, zeigen; (geh.): darbieten; (ugs.): bringen, über die Bretter gehen lassen; (Papierdt.): zur Aufführung bringen.

6. a) heucheln, simulieren; so tun, als ob; vorgaukeln, vorgeben, vormachen, vorschützen, vorspielen, vortäuschen; (geh.): gaukeln; (bildungsspr.): fingieren; (ugs.): markieren, nur so tun, Theater spielen; (abwertend): schauspielern; (ugs. abwertend): mimen, vorheucheln; (veraltet): perludieren.

b) auftreten, die Funktion haben/übernehmen, erscheinen, fungieren, tätig sein, wirken; (bildungsspr.): agieren, figurieren.

[spielen]
[spiele, spielst, spielt, spielte, spieltest, spielten, spieltet, spielest, spielet, spiel, gespielt, spielend]
spielen  

spie|len <sw. V.; hat> [mhd. spiln, ahd. spilōn, urspr. = sich lebhaft bewegen, tanzen]:

1.
a)sich zum Vergnügen, Zeitvertreib u. allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise betätigen, mit etw. beschäftigen: die Kinder spielen [miteinander, im Hof, im Sandkasten]; mit einem Ball, der elektrischen Eisenbahn, einer Puppe s.; du darfst noch für eine Stunde s. gehen; sie spielt schon wieder mit ihrem neuen Computer; die Katze spielt mit einem Wollknäuel, einer Maus; spielende Kinder;

b)etw. fortwährend mit den Fingern bewegen; an etw. herumspielen: sie spielte an/mit ihrem Armband, Ohrring;

c)ein bestimmtes Spiel (1 b) zum Vergnügen, Zeitvertreib, aus Freude an der Sache selbst machen: Halma, Skat, ein Spiel, ein Gesellschaftsspiel s.; [mit jmdm., gegen jmdn.] Schach s.; Verstecken, Fangen, Blindekuh s.; wollen wir noch eine Partie spielen?;

d)(Kartenspiel) im Spiel einsetzen, ausspielen: Herz, Trumpf, den Buben, eine andere Farbe s.;

e)ein bestimmtes Spiel (1 b) beherrschen: spielen sie Skat?; sie spielt sehr gut Schach.



2.sich an einem Glücksspiel beteiligen: hoch, niedrig, riskant, vorsichtig, um Geld, mit hohem Einsatz s.; im Lotto, Toto s.; er begann zu s. (wurde ein Spieler); <auch mit Akk.-Obj.:> Lotto, Toto, Roulette s.


3.
a)[als Sport] ein bestimmtes Ballspiel o. Ä. spielen: Fußball, Handball, Hockey, Golf, Billard s.; sie spielt hervorragend Tennis; er kann wegen einer Verletzung zurzeit nicht s.;

b)einen sportlichen Wettkampf austragen: die Mannschaft spielt heute [gut, schlecht, enttäuschend, offensiv, auswärts]; gegen einen starken Gegner s.; es wird in der Halle gespielt; um Punkte, um die Meisterschaft s.;

c)<s. + sich; unpers.> sich in bestimmter Weise spielen (3 b) lassen: auf nassem Rasen spielt es sich schlecht;

d)(einen Ball o. Ä.) im Spiel irgendwohin gelangen lassen: den Ball, die Scheibe vors Tor s.; die schwarze Kugel über die Bande ins Loch s.;

e)(einen Ball o. Ä.) in einer bestimmten Weise im Spiel bewegen: den Ball hoch, flach s.;

f)ein Spiel mit einem bestimmten Ergebnis abschließen, beenden: unentschieden s.; die deutsche Mannschaft hat 1: 0 gespielt;

g)(Ballspiele, Eishockey) als Spieler (a) einen bestimmten Posten (2 c) einnehmen: im Tor, in der Abwehr, halblinks s.; Libero s. (als Libero spielen).



4. <s. + sich> durch Spielen (1 a) in einen bestimmten Zustand gelangen: die Kinder haben sich müde, hungrig gespielt; sich beim Roulette um sein Vermögen s.


5.
a)auf einem Musikinstrument musizieren: Gitarre s.; sie spielt seit Jahren Cello; sie spielt [gut, schlecht] Klavier (kann [gut, schlecht] Klavier spielen);

b)auf einem Musikinstrument darbieten: eine Melodie, Etüde, Sonate [auf dem Klavier] s.; die Kapelle spielte einen Marsch, Volkslieder, Jazz, Tanzmusik; sie spielten [Werke von] Haydn und Mozart; das Radio spielte (im Radio hörte man) eine Sinfonie; spiel doch mal eine CD (ugs.; lege eine CD ein)!;

c)musizieren: auswendig, vom Blatt, nach Noten s.; vierhändig, auf zwei Flügeln s.; gekonnt, routiniert, anmutig, mit Gefühl s.; sie spielt im Schulorchester, in einer Rockband; die Band spielt heute in Köln; die Kapelle, die Musik begann zu s.; zum Tanz s.; das Radio spielt (läuft) bei ihm den ganzen Tag.



6.
a)(eine Gestalt in einem Theaterstück, Film) schauspielerisch darstellen: eine kleine Rolle, die Hauptrolle [in einem Stück] s.; den Hamlet [eindrucksvoll, überzeugend] s.; <auch ohne Akk.-Obj.:> die Hauptdarstellerin spielte manieriert, gut, eindringlich;

b)als Darsteller auftreten: jeden Abend s. müssen; er spielt am Burgtheater (hat dort ein Engagement als Schauspieler);

c)(ein Bühnenstück) aufführen, (einen Film) vorführen: eine Komödie, Oper s.; das Staatstheater spielt heute Hamlet; das Kino spielt, im Kino spielen sie schon wieder »Casablanca«; was wird heute im Theater gespielt?; was wird hier gespielt? (ugs.; was geht hier vor sich?);

d)<s. + sich> durch seine Leistung im Spiel (1 d) in einen bestimmten Rang aufsteigen: mit dieser Rolle hat er sich ganz nach vorn, in die erste Reihe gespielt; die Mannschaft hat sich an, in die Weltspitze gespielt.



7.(von der Handlung eines literarischen Werks o. Ä.) sich irgendwann, irgendwo zutragen: der Film, Roman spielt im 16. Jh., in Berlin, im Berlin der Zwanzigerjahre.


8.
a)etw. Bestimmtes zu sein vorgeben; vortäuschen, vorgeben: den Überlegenen s.; sie spielt gerne die große Dame; gespieltes Interesse; <häufig im 2. Part.:> mit gespielter Gleichgültigkeit;

b)eine bestimmte Rolle, Funktion übernehmen: könntest du nicht mal [den] Mundschenk, [die] Dolmetscherin s.?; sie will nicht den ganzen Tag Hausfrau s.



9.leichtfertig, mit launenhafter Willkür mit jmdm., einer Sache umgehen: mit jmdm., jmds. Gefühlen [nur] s.; [leichtsinnig] mit seinem Leben s. (sein Leben riskieren); er spielt gern mit Worten (liebt Wortspiele).


10.
a) [sich] unregelmäßig, ohne bestimmten Zweck, leicht u. daher wie spielerisch [hin u. her] bewegen: der Wind spielt in den Zweigen, in ihren Haaren; ein Lächeln spielte um ihre Lippen (ein leichtes Lächeln war auf ihrem Gesicht zu sehen);

b)von einem Farbton in einen anderen übergehen: ihr Haar spielt [etwas] ins Rötliche; der Diamant spielt (glitzert) in allen Farben; ein ins Grünliche spielendes Gelb.



11.heimlich irgendwohin gelangen lassen; jmdm. unauffällig zuspielen (2): jmdm. etw. in die Hände s.


12.

*etw. s. lassen (etw. für eine bestimmte Wirkung einsetzen, wirksam werden lassen): seine Beziehungen, Verbindungen s. lassen; sie ließ ihren Charme, ihre Reize s.;
spielen  

[sw. V.; hat] [mhd. spiln, ahd. spilon, urspr.= sich lebhaft bewegen, tanzen]: 1. a) sich zum Vergnügen, Zeitvertreib u. allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise betätigen, mit etw. beschäftigen: die Kinder spielen [miteinander, im Hof, im Sandkasten]; mit einem Ball, der elektrischen Eisenbahn, einer Puppe s.; du darfst noch für eine Stunde s. gehen; sie spielt schon wieder mit ihrem neuen Computer; die Katze spielt mit einem Wollknäuel, einer Maus; spielende Kinder; b) etw. fortwährend mit den Fingern bewegen; an etw. herumspielen: sie spielte an/mit ihrem Armband, Ohrring; c) ein bestimmtes Spiel (1 b) zum Vergnügen, Zeitvertreib, aus Freude an der Sache selbst machen: Halma, Skat, ein Spiel, ein Gesellschaftsspiel s.; [mit jmdm., gegen jmdn.] Schach spielen; Verstecken, Fangen, Blindekuh s.; wollen wir noch eine Partie s.?; d) (Kartenspiel) im Spiel einsetzen, ausspielen: Herz, Trumpf, den Buben, eine andere Farbe s.; e) ein bestimmtes Spiel (1 b) beherrschen: spielen sie Skat?; sie spielt sehr gut Schach. 2. sich an einem Glücksspiel beteiligen: hoch, niedrig, riskant, vorsichtig, um Geld, mit hohem Einsatz s.; im Lotto, Toto s.; er begann zu s. (wurde ein Spieler); [auch mit Akk.-Obj.:] Lotto, Toto, Roulette s. 3. a) [als Sport] ein bestimmtes Ballspiel o.Ä. spielen: Fußball, Handball, Hockey, Golf, Billard s.; sie spielt hervorragend Tennis; er kann wegen einer Verletzung zurzeit nicht s.; b) einen sportlichen Wettkampf austragen: die Mannschaft spielt heute [gut, schlecht, enttäuschend, offensiv, auswärts]; gegen einen starken Gegner s.; es wird in der Halle gespielt; um Punkte, um die Meisterschaft s.; c) [s.+ sich; unpers.] sich in bestimmter Weise spielen (3 b) lassen: auf nassem Rasen spielt es sich schlecht; d) (einen Ball o.Ä.) im Spiel irgendwohin gelangen lassen: den Ball, die Scheibe vors Tor s.; die schwarze Kugel über die Bande ins Loch s.; e) (einen Ball o.Ä.) in einer bestimmten Weise im Spiel bewegen: den Ball hoch, flach s.; f) ein Spiel mit einem bestimmten Ergebnis abschließen, beenden: unentschieden s.; die deutsche Mannschaft hat 1:0 gespielt; g) (Ballspiele, Eishockey) als Spieler (a) einen bestimmten Posten (2 c) einnehmen: im Tor, in der Abwehr, halblinks s.; Libero s. (als Libero spielen). 4. [s. + sich] durch Spielen (1 a, c, 2, 3 b) in einen bestimmten Zustand gelangen: die Kinder haben sich müde, hungrig gespielt; sich beim Roulette um sein Vermögen s. 5. a) auf einem Musikinstrument musizieren: Gitarre s.; sie spielt seit Jahren Cello; sie spielt [gut, schlecht] Klavier (kann [gut, schlecht] Klavier spielen); b) auf einem Musikinstrument darbieten: eine Melodie, Etüde, Sonate [auf dem Klavier] s.; die Kapelle spielte einen Marsch, Volkslieder, Jazz, Tanzmusik; sie spielten [Werke von] Haydn und Mozart; Ü das Radio spielte (im Radio hörte man) eine Symphonie; spiel doch mal eine Schallplatte (ugs.; lege eine Schallplatte auf)!; c) musizieren: auswendig, vom Blatt, nach Noten s.; vierhändig, auf zwei Flügeln s.; gekonnt, routiniert, anmutig, mit Gefühl s.; sie spielt im Schulorchester, in einer Rockband; die Band spielt heute in Köln; die Kapelle, die Musik begann zu s.; zum Tanz s.; Ü das Radio spielt (läuft) bei ihm den ganzen Tag. 6. a) (eine Gestalt in einem Theaterstück, Film) schauspielerisch darstellen: eine kleine Rolle, die Hauptrolle [in einem Stück] s.; den Hamlet [eindrucksvoll, überzeugend] s.; [auch ohne Akk.-Obj.:] die Hauptdarstellerin spielte manieriert, gut, eindringlich; b) als Darsteller auftreten: jeden Abend s. müssen; er spielt am Burgtheater (hat dort ein Engagement als Schauspieler); c) (ein Bühnenstück) aufführen, (einen Film) vorführen: eine Komödie, Oper s.; das Staatstheater spielt heute Hamlet; das Kino spielt, im Kino spielen sie schon wieder ?Casablanca?; was wird heute im Theater gespielt?; Ü was wird hier gespielt? (ugs.; was geht hier vor sich?); d) [s.+ sich] durch seine Leistung im Spiel (1 d, 5 a, b) in einen bestimmten Rang aufsteigen: mit dieser Rolle hat er sich ganz nach vorn, in die erste Reihe gespielt; die Mannsc
spielen  

v.
<V.; hat>
I <V.t. u. V.i.>
1 sich ohne Zweck, zur Unterhaltung (mit etwas) beschäftigen, ein Spiel machen, treiben; komm, wir ~ ein bisschen!
2 ;Ball ~; ein Spiel ~
3 ;mit den Fingern, mit der Uhrkette ~; mit dem Gedanken ~, etwas zu tun überlegen, ob man etwas tun soll; mit der Liebe ~ <fig.> eine oberflächl. Liebelei anfangen; mit Puppen, mit der Eisenbahn ~; mit Worten ~ ein Wortspiel machen; Wörter geistreich in ihrem unterschiedl. od. ähnl. Bedeutungen verwenden;
4 ;was wollen wir ~?
II <V.i.>
5 ein Glücksspiel betreiben, ein Wettspiel durchführen; sich als Schauspieler betätigen; ein Musikinstrument betätigen; Spiel(raum) haben, eine Sache nicht ernst meinen, nehmen; leichtsinnig gefährl. Dinge treiben; in lebhafter, leichter, harmon. Bewegung sein (Farben, Lichter); schimmern, schillern; er spielt ja nur (mit ihr); es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester
6 Zungen der Waage ~ <fig.> heben u. senken sich leicht;
7 alle Beziehungen ~ lassen <fig.> einsetzen; das Pferd lässt seine Ohren ~; seine Reize ~ lassen zur Geltung bringen; seine Blicke über etwas ~ lassen schweifen, wandern lassen;
8 ;der Darsteller des Hamlet spielte ausgezeichnet, gut, schlecht; fair, unfair, hart, rücksichtslos ~ <Sp.> falsch ~ (auf einem Instrument); hoch ~ (beim Glücksspiel) einen hohen Einsatz wagen; die Sache spielt schon lange ist schon lange Zeit im Gange;
9 ;sie spielt seit Jahren am Burgtheater; die Mannschaft spielt heute gegen …; der Diamant spielt in allen Farben; ins Gelbliche, Grünliche usw. ~ einen gelbl., grünl. Farbton, Schimmer aufweisen; in der Lotterie ~; der Roman spielt im Mittelalter die Handlung des R. läuft im M. ab; mit jmdm. ~ ein Spiel machen; <fig.> jmdn. zum Besten haben, ihn irreführen, es nicht ernst mit ihm meinen; die Scheinwerfer spielen über den Himmel; Schmetterlinge ~ um die Blumen; das Wasser spielte ihm um die Füße; um Geld ~; um seine Lippen spielte ein Lächeln
10 ~d <fig.> leicht, mühelos, ohne Schwierigkeiten; ~d lernen; ein Hindernis ~d nehmen; er schafft es ~d; etwas ~d überwinden
III <V.t.>
11 schauspielerisch darstellen (Rolle); im Theater aufführen (Drama, Oper); künstlerisch betätigen können (Musikinstrument); musikalisch darbieten (Musikstück); <fig.> vorgeben, vortäuschen, so tun, als ob
12 Beethoven ~ ein Stück von B. spielen; den Beleidigten, Unschuldigen ~ <fig.> den Don Carlos ~; eine Farbe ~ <Kart.> Geige, Klavier ~; Karten ~; ein Konzert, einen Schlager, eine Sonate ~; den feinen Mann ~ <fig.; umg.> fein tun, sich als fein aufspielen; Theater ~; Vorsehung ~ <fig.> dem Geschehen heimlich nachhelfen;
13 ;was wird heute (im Theater) gespielt?; was wird hier gespielt? <fig.> was geht hier vor?, was ist hier los?; wer hat den Hamlet gespielt?
14 ;seine Entrüstung war nur gespielt; das Stück war inhaltlich gut, aber es war, es wurde schlecht gespielt; mit gespieltem Erstaunen fragte er …
IV <V.refl.; in Wendungen wie> sich müde ~ so lange spielen, bis man müde ist(Kind, junges Tier); sich um sein Vermögen ~ so lange spielen, bis man sein Vermögen verloren hat; sich an eine Kulisse, zum Souffleurkasten ~ sich beim Spiel auf der Bühne unauffällig einer K., dem S. nähern; [Spiel]
['spie·len]
[spiele, spielst, spielt, spielen, spielte, spieltest, spielten, spieltet, spielest, spielet, spiel, gespielt, spielend]