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Sprache  

Spra|che, die; -, -n [mhd. sprāche, ahd. sprāhha, auch: Rede; Beratung, Verhandlung; zu ↑ sprechen ]:

1.<o. Pl.> Fähigkeit des Menschen zu sprechen; das Sprechen als Anlage, als Möglichkeit des Menschen sich auszudrücken: die menschliche S.; S. und Denken;

*jmdm. bleibt die S. weg, verschlägt es die S. (jmd. ist sehr überrascht, weiß nicht, was er sagen soll); jmdm. die S. verschlagen/(geh.:) rauben (jmdn. sehr überraschen, für jmdn. kaum zu fassen sein).


2. <o. Pl.> (meist in bestimmten Wendungen) das Sprechen; Rede:

*die S. auf etw. bringen/etw. zur S. bringen (etw. zum Thema des Gesprächs machen, von etw. zu sprechen beginnen); mit der S. [nicht] herausrücken, herauswollen (etw. Bestimmtes gar nicht, nur zögernd sagen, erzählen, eingestehen); heraus mit der S.! (ugs.; nun sprich schon!, nun sag es schon!, nun gib es schon zu!); zur S. kommen (erwähnt, besprochen werden).


3.a) Art des Sprechens; Stimme, Redeweise: eine flüssige S.; ihre S. klingt rau; man erkennt ihn an der S.; der S. nach stammt sie aus Berlin;

b)Ausdrucksweise, Stil: eine schlichte, gehobene, bilderreiche, poetische, geschraubte, gezierte, [un]verständliche S.; die S. der Dichtung, der Werbung, der Gegenwart, des vorigen Jahrhunderts; seine S. ist ungehobelt, ungelenk, ordinär; die Jugend hat ihre eigene S.; ein Ausdruck aus der S. der Jäger;

*eine deutliche/unmissverständliche S. [mit jmdm.] sprechen, reden ([jmdm.] offen, unverblümt, energisch seine Meinung sagen); eine deutliche S. sprechen ([von Sachen] etw. meist Negatives, was nicht ohne Weiteres erkennbar, zu sehen ist, offenbar werden lassen).



4.a) (historisch entstandenes u. sich entwickelndes) System von Zeichen u. Regeln, das einer Sprachgemeinschaft als Verständigungsmittel dient; Sprachsystem: die lateinische, englische S.; lebende und tote, neuere und ältere -n; die afrikanischen -n; verwandte, indogermanische -n; Französisch ist eine schöne, klangvolle S.; Deutsch gilt als schwere S.; diese S. ist schwer, leicht zu lernen; mehrere -n sprechen, beherrschen; sie unterhalten sich in englischer S.; etw. in eine andere S. übersetzen; die S. des Herzens, der Liebe, der Leidenschaft; die S. (Verständigung mithilfe bestimmter Signale) der Bienen, der Buckelwale;

*dieselbe/die gleiche S. sprechen, reden (dieselbe Grundeinstellung haben u. sich deshalb gut verstehen); eine andere S. sprechen, reden (etw. ganz anderes, Gegensätzliches ausdrücken, zeigen); in sieben -n schweigen (scherzh.; sich überhaupt nicht äußern; [bei einer Diskussion] stummer Zuhörer sein);

b)System von Zeichen (das der Kommunikation o. Ä. dient): Programmiersprachen und andere formalisierte -n; die S. der [formalen] Logik.

Sprache  

Spra|che, die; -, -n
Sprache  


1. Sprachvermögen; (Sprachw.): Langage, Sprachfähigkeit, [Sprach]kompetenz.

2. a) Akzent, Artikulation, Artikulierung, Aussprache, Färbung, Klang[farbe], Sprachfärbung, Sprechweise, Stimme, Timbre, Ton[fall]; (Sprachw.): Lautbildung, Lautung, Sprachmelodie, Stimmführung; (bes. Sprachw.): Intonation.

b) Ausdruck, Ausdrucksweise, Rede[stil], Redeweise, Schreibart, Schreibstil, Schreibweise, Stil; (bildungsspr.): Diktion; (ugs.): Schreibe, Spreche.

[Sprache]
[Sprachen]
Sprache  

Spra|che, die; -, -n [mhd. sprāche, ahd. sprāhha, auch: Rede; Beratung, Verhandlung; zu ↑ sprechen]:

1.<o. Pl.> Fähigkeit des Menschen zu sprechen; das Sprechen als Anlage, als Möglichkeit des Menschen sich auszudrücken: die menschliche S.; S. und Denken;

*jmdm. bleibt die S. weg, verschlägt es die S. (jmd. ist sehr überrascht, weiß nicht, was er sagen soll); jmdm. die S. verschlagen/(geh.:) rauben (jmdn. sehr überraschen, für jmdn. kaum zu fassen sein).


2. <o. Pl.> (meist in bestimmten Wendungen) das Sprechen; Rede:

*die S. auf etw. bringen/etw. zur S. bringen (etw. zum Thema des Gesprächs machen, von etw. zu sprechen beginnen); mit der S. [nicht] herausrücken, herauswollen (etw. Bestimmtes gar nicht, nur zögernd sagen, erzählen, eingestehen); heraus mit der S.! (ugs.; nun sprich schon!, nun sag es schon!, nun gib es schon zu!); zur S. kommen (erwähnt, besprochen werden).


3.
a) Art des Sprechens; Stimme, Redeweise: eine flüssige S.; ihre S. klingt rau; man erkennt ihn an der S.; der S. nach stammt sie aus Berlin;

b)Ausdrucksweise, Stil: eine schlichte, gehobene, bilderreiche, poetische, geschraubte, gezierte, [un]verständliche S.; die S. der Dichtung, der Werbung, der Gegenwart, des vorigen Jahrhunderts; seine S. ist ungehobelt, ungelenk, ordinär; die Jugend hat ihre eigene S.; ein Ausdruck aus der S. der Jäger;

*eine deutliche/unmissverständliche S. [mit jmdm.] sprechen, reden ([jmdm.] offen, unverblümt, energisch seine Meinung sagen); eine deutliche S. sprechen ([von Sachen] etw. meist Negatives, was nicht ohne Weiteres erkennbar, zu sehen ist, offenbar werden lassen).



4.
a) (historisch entstandenes u. sich entwickelndes) System von Zeichen u. Regeln, das einer Sprachgemeinschaft als Verständigungsmittel dient; Sprachsystem: die lateinische, englische S.; lebende und tote, neuere und ältere -n; die afrikanischen -n; verwandte, indogermanische -n; Französisch ist eine schöne, klangvolle S.; Deutsch gilt als schwere S.; diese S. ist schwer, leicht zu lernen; mehrere -n sprechen, beherrschen; sie unterhalten sich in englischer S.; etw. in eine andere S. übersetzen; die S. des Herzens, der Liebe, der Leidenschaft; die S. (Verständigung mithilfe bestimmter Signale) der Bienen, der Buckelwale;

*dieselbe/die gleiche S. sprechen, reden (dieselbe Grundeinstellung haben u. sich deshalb gut verstehen); eine andere S. sprechen, reden (etw. ganz anderes, Gegensätzliches ausdrücken, zeigen); in sieben -n schweigen (scherzh.; sich überhaupt nicht äußern; [bei einer Diskussion] stummer Zuhörer sein);

b)System von Zeichen (das der Kommunikation o. Ä. dient): Programmiersprachen und andere formalisierte -n; die S. der [formalen] Logik.

Sprache  

n.
<f. 19>
1 System von Lauten, die durch Atemluft u. Sprechwerkzeuge des Menschen hervorgebracht werden u. zum Ausdruck von Gedanken, Gefühlen, Willensregungen usw. dienen, wichtigstes Verständigungsmittel der Menschen untereinander; Lautsystem einer menschl. Gemeinschaft (Landes~, Volks~); Redeweise der Angehörigen eines Berufs od. einer sozialen Gemeinschaft (Bergmanns~, Kaufmanns~, Gauner~, Geheim~); Fähigkeit zu sprechen, System von Gebärden, Zeichen, die der Verständigung dienen (Gebärden~, Taubstummen~, Zeichen~); die Art sich schriftlich od. mündlich auszudrücken, Stil; <fig.> lebendiger, stummer Ausdruck (Augen~); Laut- u. Signalsystem der Tiere (Tier~, Hunde~, Vogel~)
2 ;der Bau einer ~; er ist ein Meister der ~; die Regeln der ~
3 ;fünf ~n beherrschen; die ~ auf einen Vorfall, ein Ereignis, ein Problem bringen davon zu sprechen beginnen; eine deutliche, kühne ~ führen sich unmissverständlich, energisch ausdrücken; dieser Schriftsteller hat, schreibt eine schöne ~; hast du die ~ verloren? <umg.> warum sagst du nichts?; er hat vor Schreck die ~ verloren <fig.> er kann vor Sch. nicht sprechen; vor Schreck hat es mir die ~ verschlagen ich war sprachlos; wiederfinden: endlich fand er nach dem Schreck die ~ wieder
4 alte ~n S. des Altertums; sie sagte nichts, aber ihr glückliches Gesicht sprach eine beredte ~; bilderreiche ~; die deutsche, englische ~; einwandfreie, elegante, gehobene, gepflegte, reine ~; fremde ~n lernen; lebende ~n S., die heute noch gesprochen werden; tote ~n S., die heute nicht mehr gesprochen werden u. nur in Sprachdenkmälern überliefert sind, z.B. Latein;
5 ;jmdn. an seiner ~ (als Engländer, Franzosen) erkennen; einen Text, ein Buch aus einer ~ in die andere übersetzen, übertragen; er will nicht mit der ~ heraus(rücken) er will nicht darüber sprechen; heraus mit der ~! sprich!; etwas zur ~ bringen von etwas zu sprechen beginnen, um es zu erörtern; auch der Vorfall von gestern kam zur ~ es wurde auch über den V. von gestern gesprochen; [<ahd. sprahha <germ. *spreko-; sprechen]
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