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spreizen  

sprei|zen <sw. V.; hat> [entrundete Form von spätmhd. spreutzen, mhd. spriuʒen, spriuzen, ahd. spriuʒan, urspr. = stemmen, stützen, zu ↑ sprießen ]:

1.a)so weit als möglich [seitwärts] voneinander wegstrecken: die Beine, Finger, Zehen s.; der Vogel spreizt die Flügel; <oft im 2. Part.:> mit gespreizten Beinen dastehen;

b)(Rundfunkt.) den Frequenzbereich in einem Empfänger auseinanderziehen: gespreizte Kurzwellenbereiche.



2.<s. + sich> a)sich zieren, [zum Schein] sträuben, etw. Bestimmtes zu tun: sie spreizte sich erst eine Weile, bevor sie einwilligte;

b)sich eitel u. eingebildet gebärden; sich aufblähen (2) : sich wichtigtuerisch s.

spreizen  

abspreizen, ausbreiten, auseinanderbreiten, auseinanderstrecken, ausrecken, ausstrecken, breiten, breit machen, entfalten, spannen, seitwärtsstrecken, [weg]strecken; (geh.): entbreiten; (geh. veraltend): [aus]spreiten; (Bauw.): sprießen; (bes. Jägerspr.): fächern; (Turnen): grätschen.
[spreizen]
[spreize, spreizst, spreizt, spreizte, spreiztest, spreizten, spreiztet, spreizest, spreizet, spreiz, gespreizt, spreizend]

a) ablehnen, abweisen, ausschlagen, sich sträuben, verweigern, zurückweisen; (geh.): versagen, verschmähen; (ugs.): sich betun, sich querlegen, sich querstellen, Zicken machen; (salopp): zicken; (abwertend): sich zieren; (schweiz., sonst bildungsspr. veraltet): refüsieren.

b) sich herausstreichen, sich in den Vordergrund drängen/rücken/schieben/spielen, sich in Szene setzen, sich plustern, viel Aufhebens von sich machen; (geh.): sich blähen; (ugs.): angeben, sich aufpumpen, die große/eine Schau abziehen, [viel] Qualm/Wind machen; (abwertend): sich aufblähen, sich brüsten, [sich] großtun; (ugs. abwertend): sich aufblasen, sich aufplustern, aufschneiden, sich aufspielen, dick auftragen; (ugs., oft abwertend): sich wichtigmachen, [sich] wichtigtun, sich wichtig vorkommen.

[spreizen, sich]
[sich spreizen, spreize, spreizst, spreizt, spreizte, spreiztest, spreizten, spreiztet, spreizest, spreizet, spreiz, gespreizt, spreizend, spreizen sich]
spreizen  

sprei|zen <sw. V.; hat> [entrundete Form von spätmhd. spreutzen, mhd. spriuʒen, spriuzen, ahd. spriuʒan, urspr. = stemmen, stützen, zu ↑ sprießen]:

1.
a)so weit als möglich [seitwärts] voneinander wegstrecken: die Beine, Finger, Zehen s.; der Vogel spreizt die Flügel; <oft im 2. Part.:> mit gespreizten Beinen dastehen;

b)(Rundfunkt.) den Frequenzbereich in einem Empfänger auseinanderziehen: gespreizte Kurzwellenbereiche.



2.<s. + sich>
a)sich zieren, [zum Schein] sträuben, etw. Bestimmtes zu tun: sie spreizte sich erst eine Weile, bevor sie einwilligte;

b)sich eitel u. eingebildet gebärden; sich aufblähen (2): sich wichtigtuerisch s.

spreizen  

[sw. V.; hat] [entrundete Form von spätmhd. spreutzen, mhd. , spriuzen, ahd. , urspr. = stemmen, stützen, zu sprießen]: 1. a) so weit als möglich [seitwärts] voneinander wegstrecken: die Beine, Finger, Zehen s.; der Vogel spreizt die Flügel; [oft im 2. Part.:] mit gespreizten Beinen dastehen; b) (Rundfunkt.) den Frequenzbereich in einem Empfänger auseinander ziehen: gespreizte Kurzwellenbereiche. 2. [s.+ sich] a) sich zieren, [zum Schein] sträuben, etw. Bestimmtes zu tun: sie spreizte sich erst eine Weile, bevor sie einwilligte; b) sich eitel u. eingebildet gebärden; sich aufblähen (2): sich wichtigtuerisch s.
spreizen  

v.
<V.; hat>
1 <V.t.> auseinander stellen (Beine, Finger, Zehen); ausbreiten (Flügel); aufplustern, sträuben (Federn)
2 <V.refl.> sich ~ geziert einherschreiten, sich wichtig tun (mit Gebärden); sich gegen etwas ~ <fig.> sich sträuben, sich zieren, sich geziert wehren; sich ~ wie ein Pfau; gespreizter Stil schwülstiger, gezierter S.; [seit dem 16. Jh. statt mhd. spriuzen „stemmen, stützen“; Ableitung zu mhd. spriuz „Stützbalken“]
['sprei·zen]
[spreize, spreizst, spreizt, spreizen, spreizte, spreiztest, spreizten, spreiztet, spreizest, spreizet, spreiz, gespreizt, spreizend]