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Stange  

Stạn|ge, die; -, -n [mhd. stange, ahd. stanga, eigtl. = die Stechende; Spitze]:

1.a)langes, meist rundes Stück Holz, Metall o. Ä., das im Verhältnis zu seiner Länge relativ dünn ist: eine S. aus Eisen; sie saßen da wie die Hühner auf der S.;

*jmdm. die S. halten (jmdn. nicht im Stich lassen, sondern für ihn eintreten u. fest zu ihm stehen; im MA. konnte im gerichtlichen Zweikampf der Unterlegene vom Kampfrichter mit einer Stange geschützt werden. bes. schweiz.; es jmdm. gleichtun); [die nächsten beiden Wendungen beziehen sich wohl auf das Fechten mit Spießen (= Stangen), bei dem die Waffe des Gegners durch geschicktes Parieren gleichsam festgehalten wurde od. man den eigenen Spieß immer hart an dem des Gegners hielt]: jmdn. bei der S. halten (bewirken, dass jmd. eine [begonnene] Sache zu Ende führt); bei der S. bleiben (eine [begonnene] Sache nicht aufgeben, sondern zu Ende führen); von der S. (ugs.; nicht nach Maß gearbeitet, sondern als fertige [Konfektions-, Massen]ware produziert; nach den Stangen, an denen in Bekleidungsgeschäften die Textilien hängen): ein Anzug von der S.;

b)in bestimmter Höhe waagerecht an der Wand (eines Übungsraums) angebrachte Stange (1 a) für das Training von Balletttänzern od. für gymnastische Übungen.



2.a)in seiner Form einer Stange (1 a) ähnliches Stück von etw.: eine S. Zimt; eine S. (eine bestimmte Anzahl aneinandergereihter u. so verpackter Schachteln) Zigaretten;

*eine [ganze/hübsche/schöne] S. (ugs.; sehr viel; bezog sich urspr. auf Geld und geht von den in länglichen Rollen verpackten Münzen aus): das kostet wieder ne ganze S. /eine schöne S. Geld; eine S. angeben (ugs.; sehr prahlen, großtun); eine S. [Wasser] in die Ecke stellen (salopp; [von Männern] urinieren; urspr. wohl Soldatenspr.);

b)(landsch.) zylindrisches Glas (für Altbier u. Kölsch).



3.(bes. landsch.) Deichsel:

*dem Pferd die -n geben (Trabrennen; dem Pferd im Finish freien Lauf lassen).


4.der im Maul des Tieres liegende Teil der Kandare.


5.(derb) erigierter Penis.


6.<meist Pl.> (Jägerspr.) Geweihstange.
Stange  

Stạn|ge, die; -, -n (Jägerspr. auch Stamm des Hirschgeweihes, Schwanz des Fuchses); von der Stange kaufen (Konfektionsware kaufen)
Stange  

Latte, Stab, Stock; (landsch.): Stecken.
[Stange]
[Stangen]
Stange  

Stạn|ge, die; -, -n [mhd. stange, ahd. stanga, eigtl. = die Stechende; Spitze]:

1.
a)langes, meist rundes Stück Holz, Metall o. Ä., das im Verhältnis zu seiner Länge relativ dünn ist: eine S. aus Eisen; sie saßen da wie die Hühner auf der S.;

*jmdm. die S. halten (jmdn. nicht im Stich lassen, sondern für ihn eintreten u. fest zu ihm stehen; im MA. konnte im gerichtlichen Zweikampf der Unterlegene vom Kampfrichter mit einer Stange geschützt werden. bes. schweiz.; es jmdm. gleichtun); [die nächsten beiden Wendungen beziehen sich wohl auf das Fechten mit Spießen (= Stangen), bei dem die Waffe des Gegners durch geschicktes Parieren gleichsam festgehalten wurde od. man den eigenen Spieß immer hart an dem des Gegners hielt]: jmdn. bei der S. halten (bewirken, dass jmd. eine [begonnene] Sache zu Ende führt); bei der S. bleiben (eine [begonnene] Sache nicht aufgeben, sondern zu Ende führen); von der S. (ugs.; nicht nach Maß gearbeitet, sondern als fertige [Konfektions-, Massen]ware produziert; nach den Stangen, an denen in Bekleidungsgeschäften die Textilien hängen): ein Anzug von der S.;

b)in bestimmter Höhe waagerecht an der Wand (eines Übungsraums) angebrachte Stange (1 a) für das Training von Balletttänzern od. für gymnastische Übungen.



2.
a)in seiner Form einer Stange (1 a) ähnliches Stück von etw.: eine S. Zimt; eine S. (eine bestimmte Anzahl aneinandergereihter u. so verpackter Schachteln) Zigaretten;

*eine [ganze/hübsche/schöne] S. (ugs.; sehr viel; bezog sich urspr. auf Geld und geht von den in länglichen Rollen verpackten Münzen aus): das kostet wieder ne ganze S. /eine schöne S. Geld; eine S. angeben (ugs.; sehr prahlen, großtun); eine S. [Wasser] in die Ecke stellen (salopp; [von Männern] urinieren; urspr. wohl Soldatenspr.);

b)(landsch.) zylindrisches Glas (für Altbier u. Kölsch).



3.(bes. landsch.) Deichsel:

*dem Pferd die -n geben (Trabrennen; dem Pferd im Finish freien Lauf lassen).


4.der im Maul des Tieres liegende Teil der Kandare.


5.(derb) erigierter Penis.


6.<meist Pl.> (Jägerspr.) Geweihstange.
Stange  

n.
<f. 19>
1 langer Stab, langer Stock zum Stützen, Halten, Stoßen o.Ä. (Bohnen~, Fahnen~, Kleider~, Kletter~, Pleuel~, Vorhang~); <Forstw.> Langnutzholz, das 1 m über dem stärkeren Ende höchstens 14 cm Durchmesser hat; der im Maul des Pferdes liegende Teil des Zaums sowie der seitlich daran beweglich befestigte Teil, an dem Backenstück und Kinnkette festgehalten werden; <Jägerspr.> Teil, Hälfte des Geweihs od. Gehörns
2 das kostet eine ~ Geld <fig.; umg.> das kostet viel G., das ist teuer; eine ~ Zigaretten mehrere nebeneinander zu einem langen Paket verpackte Schachteln Z.; eine ~ Zimt
3 eine ~ angeben <fig.; umg.> prahlen, wichtigtuerisch reden; jmdm. die ~ halten <fig.; umg.> jmds. Partei ergreifen, jmds. Meinung unterstützen;
4 sie saßen da wie die Hühner auf der ~ still u. stumm nebeneinander; bei der ~ bleiben <fig.; umg.> bei seiner Meinung bleiben, sich in seiner Ansicht nicht beirren lassen, in seinem Interesse an etwas nicht erlahmen; jmdn. bei der ~ halten <fig.; umg.> jmdn. so beeinflussen, dass er bei einem Unternehmen bleibt, weiter mitmacht; Anzug von der ~ <umg.> Konfektionsanzug (von der langen Stange, an der die billigeren Anzüge im Geschäft aufgereiht hängen); [<ahd. stanga <germ. -stango-, -stangu-; zu ahd., mhd. stungen, got. staggan „stechen, stoßen“; zu idg. *ste(n)gh- „stechen, Stange, Spitze“; verwandt mit Stängel, Stake]
['Stan·ge]
[Stangen]