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stẹl|len <sw. V.; hat> [mhd., ahd. stellen, zu ↑ Stall u. eigtl. = an einen Standort bringen, aufstellen]:

1.a)<s. + sich> sich an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle begeben u. dort für eine gewisse Zeit stehen bleiben: sich ans Fenster s.; stell dich in die Reihe!; er stellte sich ihr in den Weg (suchte sie am Weitergehen zu hindern); sich auf die Zehenspitzen s. (sich auf den Zehenspitzen in die Höhe recken); ich stelle mich lieber (landsch.; stehe lieber/bleibe lieber stehen); sich gegen jmdn., etw. s. (jmdm. in seinem Vorhaben, seinen Plänen o. Ä. die Unterstützung versagen [u. ihm entgegenhandeln]; sich mit etw. nicht einverstanden erklären u. es zu verhindern suchen); sich hinter jmdn., etw. s. (für jmdn., etw. Partei ergreifen, jmdn., etw. unterstützen); sich [schützend] vor jmdn., (seltener:) etw. s. (für jmdn., etw. eintreten, jmdn., etw. beschützen, verteidigen);

b)an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen u. dort für eine gewisse Zeit in stehender Haltung lassen; an einer bestimmten Stelle in stehende Haltung bringen: ein Kind ins Laufgitter, wieder auf die Füße s.; jmdn. vor eine Entscheidung s. (ihn mit einer Entscheidung konfrontieren);

*auf sich [selbst] gestellt sein ([finanziell] auf sich selbst angewiesen sein).



2. etw. an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen, tun [sodass es dort steht]: das Geschirr auf den Tisch s.; die Blumen in die Vase s.; Südweinflaschen s., nicht legen; hier lässt sich nicht viel, nichts mehr s.; etw. nicht s. können (nicht ausreichend Platz dafür haben); eine Frage in den Mittelpunkt der Diskussion s.; eine Sache über eine andere s. (mehr als eine andere Sache schätzen, sie bevorzugen).


3. (von Fanggeräten) aufstellen: Fallen s.


4.(von technischen Einrichtungen, Geräten) in die richtige od. gewünschte Stellung, auf den richtigen od. gewünschten Wert o. Ä. bringen, so regulieren, dass sie zweck-, wunschgemäß funktionieren: die Weichen s.; die Uhr s. (die Zeiger auf die richtige Stelle rücken); den Wecker auf 6 Uhr s.; das Radio leiser s.; die Heizung höher, niedriger s.


5.dafür sorgen, dass jmd., etw. zur Stelle ist; bereitstellen: einen Ersatzmann, Zeugen s.; eine Kaution s.; er stellte (spendierte) den Wein für die Feier; die Firma stellt ihr Wagen und Chauffeur.


6.<s. + sich> einen bestimmten Zustand vortäuschen: sich krank, schlafend, taub s.; sie stellte sich dumm (ugs.; tat so, als ob sie von nichts wüsste, als ob sie die Anspielung o. Ä. nicht verstünde).


7.(von Speisen, Getränken) etw. an einen dafür geeigneten Platz stellen, damit es eine bestimmte Temperatur behält od. bekommt: den Sekt kalt s.


8.zum Stehenbleiben zwingen u. dadurch in seine Gewalt bekommen: die Polizei stellte die Verbrecher.


9.<s. + sich> a)(von jmdm., der gesucht wird, der eine Straftat begangen hat) sich freiwillig zur Polizei o. Ä. begeben, sich dort melden: der Täter hat sich [der Polizei] gestellt;

b)um einer Pflicht nachzukommen, sich bei einer militärischen Dienststelle einfinden, melden: er muss sich am 1. Januar s. (wird einberufen);

c)einer Herausforderung o. Ä. nicht ausweichen; bereit sein, etw. auszutragen: sich einer Diskussion, dem Herausforderer s.



10.<s. + sich> sich in bestimmter Weise jmdm., einer Sache gegenüber verhalten; in Bezug auf jmdn., etw. eine bestimmte Position beziehen, Einstellung haben: wie stellst du dich zu diesem Problem?; sich positiv, negativ zu jmdm., zu einer Sache s.; sich mit jmdm. gut s. (mit jmdm. gut auszukommen, seine Sympathie zu gewinnen suchen).


11. jmdm. ein bestimmtes Auskommen verschaffen: <meist im 2. Part.:> gut, schlecht gestellt sein (sich in guten, schlechten finanziellen Verhältnissen befinden).


12. <s. + sich> (Kaufmannsspr., bes. österr.) einen bestimmten Preis haben, eine bestimmte Summe kosten: der Teppich stellt sich auf 4 000 Euro.


13.(in Bezug auf die Stellungen u. Bewegungen der Personen [auf der Bühne]) festlegen; arrangieren (1 b) : eine Szene s.; dieses Familienfoto wirkt gestellt (unnatürlich, gezwungen).


14. steif in die Höhe richten, aufstellen: der Hund stellt die Ohren.


15.aufgrund bestimmter Merkmale, Daten o. Ä. erstellen, aufstellen: eine Diagnose, seine Prognose s.; sie ließ sich, ihm das Horoskop s.; jmdm. eine hohe Rechnung s. (landsch.; ausstellen).


16.verblasst: [jmdm.] ein Thema, eine Aufgabe s. (geben); Bedingungen s. (geltend machen); sich auf den Standpunkt s. (den Standpunkt vertreten), dass ...; Forderungen s. (etw. fordern); eine Bitte s. (um etw. bitten); eine Frage s. (etw. fragen); einen Antrag s. (etw. beantragen); etw. in Rechnung s. (berechnen); etw. unter Beweis s. (beweisen); jmdn. vor Gericht s. (anklagen); etw. zur Verfügung s. (↑ Verfügung 2 ); sich zur Wahl s. (sich bereit erklären, sich bei einer Wahl aufstellen zu lassen).
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1. absetzen, abstellen, niedersetzen, niederstellen, zu Boden setzen.

2. aufstellen, einstellen, hinstellen, platzieren, postieren, setzen; (ugs.): [hin]tun.

3. einrichten, einstellen, regulieren; (Technik, Physik): justieren.

4. bereitstellen, bieten, geben, spenden, überlassen, zur Verfügung stellen; (ugs.): spendieren.

5. aufgreifen, dingfest machen, ergreifen, fassen, festnehmen, gefangen nehmen, greifen, in Arrest/Gewahrsam/Haft nehmen, in seine Gewalt bekommen, verhaften; (geh.): habhaft werden; (ugs.): erwischen, kriegen, schnappen; (salopp): hoppnehmen, kaschen; (Jargon): hochnehmen.

[stellen]
[stelle, stellst, stellt, stellte, stelltest, stellten, stelltet, stellest, stellet, stell, gestellt, stellend]


1. sich aufstellen, Aufstellung nehmen, sich hinstellen, sich platzieren, sich postieren; (ugs.): sich aufbauen, sich aufpflanzen, sich hinbauen; (südd., schweiz. ugs.): hinstehen; (schweiz. mundartl.): stehen.

2. heucheln, simulieren; so tun, als ob; sich verstellen, vorgaukeln, vorgeben, vormachen, vorschützen, vorspiegeln, vorspielen, vortäuschen; (bildungsspr.): fingieren; (ugs.): markieren; (ugs. abwertend): mimen.

3. sich ausliefern, sich ergeben, sich melden; (Papierdt., geh.): sich in jmds. Gewalt begeben.

4. eine Einstellung/eine Meinung haben, einen Standpunkt vertreten, meinen, Position beziehen, stehen, sich verhalten.

[stellen, sich]
[sich stellen, stelle, stellst, stellt, stellte, stelltest, stellten, stelltet, stellest, stellet, stell, gestellt, stellend, stellen sich]
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stẹl|len <sw. V.; hat> [mhd., ahd. stellen, zu ↑ Stall u. eigtl. = an einen Standort bringen, aufstellen]:

1.
a)<s. + sich> sich an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle begeben u. dort für eine gewisse Zeit stehen bleiben: sich ans Fenster s.; stell dich in die Reihe!; er stellte sich ihr in den Weg (suchte sie am Weitergehen zu hindern); sich auf die Zehenspitzen s. (sich auf den Zehenspitzen in die Höhe recken); ich stelle mich lieber (landsch.; stehe lieber/bleibe lieber stehen); sich gegen jmdn., etw. s. (jmdm. in seinem Vorhaben, seinen Plänen o. Ä. die Unterstützung versagen [u. ihm entgegenhandeln]; sich mit etw. nicht einverstanden erklären u. es zu verhindern suchen); sich hinter jmdn., etw. s. (für jmdn., etw. Partei ergreifen, jmdn., etw. unterstützen); sich [schützend] vor jmdn., (seltener:) etw. s. (für jmdn., etw. eintreten, jmdn., etw. beschützen, verteidigen);

b)an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen u. dort für eine gewisse Zeit in stehender Haltung lassen; an einer bestimmten Stelle in stehende Haltung bringen: ein Kind ins Laufgitter, wieder auf die Füße s.; jmdn. vor eine Entscheidung s. (ihn mit einer Entscheidung konfrontieren);

*auf sich [selbst] gestellt sein ([finanziell] auf sich selbst angewiesen sein).



2. etw. an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen, tun [sodass es dort steht]: das Geschirr auf den Tisch s.; die Blumen in die Vase s.; Südweinflaschen s., nicht legen; hier lässt sich nicht viel, nichts mehr s.; etw. nicht s. können (nicht ausreichend Platz dafür haben); eine Frage in den Mittelpunkt der Diskussion s.; eine Sache über eine andere s. (mehr als eine andere Sache schätzen, sie bevorzugen).


3. (von Fanggeräten) aufstellen: Fallen s.


4.(von technischen Einrichtungen, Geräten) in die richtige od. gewünschte Stellung, auf den richtigen od. gewünschten Wert o. Ä. bringen, so regulieren, dass sie zweck-, wunschgemäß funktionieren: die Weichen s.; die Uhr s. (die Zeiger auf die richtige Stelle rücken); den Wecker auf 6 Uhr s.; das Radio leiser s.; die Heizung höher, niedriger s.


5.dafür sorgen, dass jmd., etw. zur Stelle ist; bereitstellen: einen Ersatzmann, Zeugen s.; eine Kaution s.; er stellte (spendierte) den Wein für die Feier; die Firma stellt ihr Wagen und Chauffeur.


6.<s. + sich> einen bestimmten Zustand vortäuschen: sich krank, schlafend, taub s.; sie stellte sich dumm (ugs.; tat so, als ob sie von nichts wüsste, als ob sie die Anspielung o. Ä. nicht verstünde).


7.(von Speisen, Getränken) etw. an einen dafür geeigneten Platz stellen, damit es eine bestimmte Temperatur behält od. bekommt: den Sekt kalt s.


8.zum Stehenbleiben zwingen u. dadurch in seine Gewalt bekommen: die Polizei stellte die Verbrecher.


9.<s. + sich>
a)(von jmdm., der gesucht wird, der eine Straftat begangen hat) sich freiwillig zur Polizei o. Ä. begeben, sich dort melden: der Täter hat sich [der Polizei] gestellt;

b)um einer Pflicht nachzukommen, sich bei einer militärischen Dienststelle einfinden, melden: er muss sich am 1. Januar s. (wird einberufen);

c)einer Herausforderung o. Ä. nicht ausweichen; bereit sein, etw. auszutragen: sich einer Diskussion, dem Herausforderer s.



10.<s. + sich> sich in bestimmter Weise jmdm., einer Sache gegenüber verhalten; in Bezug auf jmdn., etw. eine bestimmte Position beziehen, Einstellung haben: wie stellst du dich zu diesem Problem?; sich positiv, negativ zu jmdm., zu einer Sache s.; sich mit jmdm. gut s. (mit jmdm. gut auszukommen, seine Sympathie zu gewinnen suchen).


11. jmdm. ein bestimmtes Auskommen verschaffen: <meist im 2. Part.:> gut, schlecht gestellt sein (sich in guten, schlechten finanziellen Verhältnissen befinden).


12. <s. + sich> (Kaufmannsspr., bes. österr.) einen bestimmten Preis haben, eine bestimmte Summe kosten: der Teppich stellt sich auf 4 000 Euro.


13.(in Bezug auf die Stellungen u. Bewegungen der Personen [auf der Bühne]) festlegen; arrangieren (1 b): eine Szene s.; dieses Familienfoto wirkt gestellt (unnatürlich, gezwungen).


14. steif in die Höhe richten, aufstellen: der Hund stellt die Ohren.


15.aufgrund bestimmter Merkmale, Daten o. Ä. erstellen, aufstellen: eine Diagnose, seine Prognose s.; sie ließ sich, ihm das Horoskop s.; jmdm. eine hohe Rechnung s. (landsch.; ausstellen).


16.verblasst: [jmdm.] ein Thema, eine Aufgabe s. (geben); Bedingungen s. (geltend machen); sich auf den Standpunkt s. (den Standpunkt vertreten), dass ...; Forderungen s. (etw. fordern); eine Bitte s. (um etw. bitten); eine Frage s. (etw. fragen); einen Antrag s. (etw. beantragen); etw. in Rechnung s. (berechnen); etw. unter Beweis s. (beweisen); jmdn. vor Gericht s. (anklagen); etw. zur Verfügung s. (↑ Verfügung 2); sich zur Wahl s. (sich bereit erklären, sich bei einer Wahl aufstellen zu lassen).
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[sw. V.; hat] [mhd., ahd. stellen, zu Stall u. eigtl. = an einen Standort bringen, aufstellen]: 1. a) [s.+ sich] sich an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle begeben u. dort für eine gewisse Zeit stehen bleiben: sich ans Fenster s.; stell dich in die Reihe!; er stellte sich ihr in den Weg (suchte sie am Weitergehen zu hindern); sich auf die Zehenspitzen s. (sich auf den Zehenspitzen in die Höhe recken); ich stelle mich lieber (landsch.; stehe lieber/bleibe lieber stehen); Ü sich gegen jmdn., etw. s. (jmdm. in seinem Vorhaben, seinen Plänen o.Ä. die Unterstützung versagen [u. ihm entgegenhandeln]; sich mit etw. nicht einverstanden erklären u. es zu verhindern suchen); sich hinter jmdn., etw. s. (für jmdn., etw. Partei ergreifen, jmdn., etw. unterstützen); sich [schützend] vor jmdn., (seltener:) etw. s. (für jmdn., etw. eintreten, jmdn., etw. beschützen, verteidigen); b) an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen u. dort für eine gewisse Zeit in stehender Haltung lassen; an einer bestimmten Stelle in stehende Haltung bringen: ein Kind ins Laufgitter, wieder auf die Füße s.; Ü jmdn. vor eine Entscheidung s. (ihn mit einer Entscheidung konfrontieren); *auf sich [selbst] gestellt sein ([finanziell] auf sich selbst angewiesen sein). 2. etw. an einen bestimmten Platz, eine bestimmte Stelle bringen, tun [sodass es dort steht]: das Geschirr auf den Tisch s.; die Blumen in die Vase s.; Südweinflaschen s., nicht legen; etw. nicht s. können (nicht ausreichend Platz dafür haben); hier lässt sich nicht viel, nichts mehr s.; Ü eine Frage in den Mittelpunkt der Diskussion s.; eine Sache über eine andere s. (mehr als eine andere Sache schätzen, sie bevorzugen). 3. (von Fanggeräten) aufstellen: Fallen s. 4. (von technischen Einrichtungen, Geräten) in die richtige od. gewünschte Stellung, auf den richtigen od. gewünschten Wert o.Ä. bringen, so regulieren, dass sie zweck-, wunschgemäß funktionieren: die Weichen s.; die Uhr s. (die Zeiger auf die richtige Stelle rücken); den Wecker auf 6 Uhr s.; das Radio leiser s.; die Heizung höher, niedriger s. 5. dafür sorgen, dass jmd., etw. zur Stelle ist; bereitstellen: einen Ersatzmann, Zeugen s.; eine Kaution s.; er stellte (spendierte) den Wein für die Feier; die Firma stellt ihr Wagen und Chauffeur. 6. [s.+ sich] einen bestimmten Zustand vortäuschen: sich krank, schlafend, taub s.; sie stellte sich dumm (ugs.; tat so, als ob sie von nichts wüsste, als ob sie die Anspielung o.Ä. nicht verstünde). 7. (von Speisen, Getränken) etw. an einen dafür geeigneten Platz stellen, damit es eine bestimmte Temperatur behält od. bekommt: den Sekt kalt s. 8. zum Stehenbleiben zwingen u. dadurch in seine Gewalt bekommen: die Polizei stellte die Verbrecher. 9. [s.+ sich] a) (von jmdm., der gesucht wird, der eine Straftat begangen hat) sich freiwillig zur Polizei o.Ä. begeben, sich dort melden: der Täter hat sich [der Polizei] gestellt; b) um einer Pflicht nachzukommen, sich bei einer militärischen Dienststelle einfinden, melden: er muss sich am 1. Januar s. (wird einberufen); c) einer Herausforderung o.Ä. nicht ausweichen; bereit sein, etw. auszutragen: sich einer Diskussion, dem Herausforderer s. 10. [s.+ sich] sich in bestimmter Weise jmdm., einer Sache gegenüber verhalten; in Bezug auf jmdn., etw. eine bestimmte Position beziehen, Einstellung haben: wie stellst du dich zu diesem Problem?; sich positiv, negativ zu jmdm., zu einer Sache s.; sich mit jmdm. gut s. (mit jmdm. gut auszukommen, seine Sympathie zu gewinnen suchen). 11. jmdm. ein bestimmtes Auskommen verschaffen: [meist im 2. Part.:] gut, schlecht gestellt sein (sich in guten, schlechten finanziellen Verhältnissen befinden). 12. [s.+ sich] (Kaufmannsspr., bes. österr.) einen bestimmten Preis haben, eine bestimmte Summe kosten: der Teppich stellt sich auf 8000 Mark. 13. (in Bezug auf die Stellungen u. Bewegungen der Personen [auf der Bühne]) festlegen; arrangieren (1 b): eine Szene s.; dieses Familienfoto wirkt gestellt (unnatürlich, gezwungen). 14. steif in die Höhe richten, aufstellen: der Hund stellt die Ohren. 15. a
stellen  

v.
<V.; hat>
I <V.t.>
1 in aufrechte Lage, stehende Haltung bringen; an einen bestimmten Platz tun, bringen; in einen bestimmten Zustand, eine bestimmte Lage, Stellung bringen (Uhr, Weiche); herbeischaffen (Personen); geltend machen (Antrag, Bedingung, Forderung)
2 jmdn. ~ <fig.> zur Rechenschaft ziehen, Antwort, Aufklärung von ihm verlangen; für einen Bau Arbeitskräfte ~; sich od. jmdm. eine Aufgabe ~ sich eine A. vornehmen, jmdm. eine A. geben; einen Bürgen, Vertreter, Zeugen ~; Ersatz ~; Fallen ~ aufstellen; du musst die Flasche ~, nicht legen; eine Frage ~ etwas fragen; wie sollen wir die Möbel ~?; das Zimmer ist so klein, dass man keinen Schrank ~ kann; jmdm. ein Thema (zur Bearbeitung) ~ nennen, geben; den Wecker ~ auf die richtige bzw. bestimmte Zeit einstellen; der Hund hat das Wild gestellt <Jägerspr.> zum Stehenbleiben gezwungen;
3 ;Wein kalt ~; Speisen warm ~
4 ;sich ans Fenster ~; jmdn. (der gestürzt ist) wieder auf die Füße ~; einen Kochtopf auf den Herd ~; ein elektr. Gerät auf Null ~ schalten, einstellen; Geschirr, Blumen auf den Tisch ~; etwas beiseite ~; stell dich dorthin; sich hinter jmnd. ~ <fig.> jmdn. unterstützen, für ihn Partei ergreifen; das Fahrrad in den Keller ~; Geschirr, Bücher in den Schrank ~; sich jmdm. in den Weg ~ jmdm. den W. versperren; eine Sache über eine andere ~ eine S. mehr als eine andere schätzen; sich (schützend) vor jmdn. ~
5 eine gestellte Aufnahme <Fot.> vorbereitete A. (kein Schnappschuss); die Aufnahme, das Bild wirkt sehr gestellt gezwungen, unnatürlich; gut gestellt sein sein gutes Auskommen haben, gut verdienen; auf sich selbst gestellt sein für sich selbst sorgen müssen, sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen;
II <V.refl.> sich ~
6 sich freiwillig melden, sich freiwillig zu den Behörden (der Polizei) begeben; sich versammeln, sich treffen (zum Marsch, zum Umzug, Aufmarsch)
7 ;der Täter hat sich (freiwillig) gestellt; er muss sich am 10. Februar ~ zum Militärdienst einrücken; wir ~ uns um 9 Uhr am Hauptbahnhof treffen uns alle;
8 sich mit jmdm. gut ~ versuchen, mit jmdm. gut auszukommen; sich krank, taub, unwissend, blind ~ so tun, als ob;
9 ;er stellt sich nur so; wie ~ Sie sich zu …? was halten Sie von …?; [<mhd., ahd. stellen „auf-, feststellen“; zu germ. *stalla- „Ort zum Stehen“; zu idg. *stel- „stehen machen; stehen“]
['stel·len]
[stelle, stellst, stellt, stellen, stellte, stelltest, stellten, stelltet, stellest, stellet, stell, gestellt, stellend]