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stich  

Stịch, der; -[e]s, -e [1: mhd. stich, ahd. stih; 12: mhd. stich; 14: gek. aus: Stichentscheid]:

1.a)das Eindringen einer Stichwaffe o. Ä. [in jmds. Körper]; der Stoß mit einer Stichwaffe o. Ä.: ein tödlicher S. mit dem Messer; ein S. [von hinten] (versteckte spitze, gehässige Bemerkung, boshafte Anspielung);

b)[schmerzhaftes] Eindringen eines Stachels, Dorns o. Ä. [in die Haut]; das Stechen (2) : der S. einer Biene;

c)(selten) Einstechen, Einstich.



2.a)Verletzung, die jmdm. durch einen Stich (1 a) zugefügt wird, durch einen Stich (1 a) entstanden ist: der S. eitert, juckt noch;

b)(seltener) Einstich[stelle].



3.(Fechten) Stoß, der mit dem Florett od. Degen geführt wird.


4.a)das Einstechen mit der Nadel u. das Durchziehen des Fadens (beim Nähen, Sticken): sie heftete das Futter mit ein paar -en an;

b)der Faden zwischen den jeweiligen Einstichen: ein paar -e sind aufgegangen.



5.stechender Schmerz; Schmerz, der wie ein Stich (1) empfunden wird: -e in der Herzgegend haben, verspüren.


6.kurz für ↑ Kupferstich , ↑ Stahlstich : ein wertvoller S.


7.<o. Pl.> leichter Farbschimmer, der in einem anderen Farbton mitspielt, ihn wie ein getönter Schleier überzieht: das Dia hat einen S. ins Blaue; einen S. (ein bisschen) zu korrekt; sie hat einen S. ins Ordinäre.


8.

*einen [leichten] S. haben (ugs.; [von Speisen, Getränken] nicht mehr ganz einwandfrei, leicht verdorben sein: die Wurst hat einen S. salopp; nicht recht bei Verstand, verrückt sein: du hast ja 'n S.! landsch.; betrunken sein).


9.(landsch.) (bes. von Speisefett) kleinere Menge, die mit einem Messer o. Ä. herausgestochen worden ist: einen S. Butter dazugeben.


10.(Kartenspiel) Karten, die ein Spieler mit einer höherwertigen Karte durch Stechen an sich bringt; Point (1 a) : alle -e machen; nicht einen S. bekommen.


11.

*jmdn. im S. lassen (sich um jmdn., der in eine Notlage geraten ist, sich in einer kritischen Situation befindet, nicht mehr kümmern. jmdn., mit dem man verbunden war, verlassen. ugs.; jmdm. den Dienst versagen: sein Gedächtnis ließ ihn im S.); etw. im S. lassen (etw. aufgeben, zurücklassen); S. halten (einer Nachprüfung standhalten, sich als richtig erweisen; wohl eigtl. = dem Stich des Gegners im Kampf standhalten): ihr Alibi hielt S.


12.(landsch.) jäher Anstieg einer Straße.


13.(Hüttenw.) [einmaliger] Durchgang des Walzgutes durch die Walzen.


14.(schweiz.) Wettschießen.
stịch: ↑ stechen .
stich  

stich  

Stịch, der; -[e]s, -e [1: mhd. stich, ahd. stih; 12: mhd. stich; 14: gek. aus: Stichentscheid]:

1.
a)das Eindringen einer Stichwaffe o. Ä. [in jmds. Körper]; der Stoß mit einer Stichwaffe o. Ä.: ein tödlicher S. mit dem Messer; ein S. [von hinten] (versteckte spitze, gehässige Bemerkung, boshafte Anspielung);

b)[schmerzhaftes] Eindringen eines Stachels, Dorns o. Ä. [in die Haut]; das
Stechen (2): der S. einer Biene;

c)(selten) Einstechen, Einstich.



2.
a)Verletzung, die jmdm. durch einen Stich (1 a) zugefügt wird, durch einen Stich (1 a) entstanden ist: der S. eitert, juckt noch;

b)(seltener) Einstich[stelle].



3.(Fechten) Stoß, der mit dem Florett od. Degen geführt wird.


4.
a)das Einstechen mit der Nadel u. das Durchziehen des Fadens (beim Nähen, Sticken): sie heftete das Futter mit ein paar -en an;

b)der Faden zwischen den jeweiligen Einstichen: ein paar -e sind aufgegangen.



5.stechender Schmerz; Schmerz, der wie ein Stich (1) empfunden wird: -e in der Herzgegend haben, verspüren.


6.kurz für ↑ Kupferstich, ↑ Stahlstich: ein wertvoller S.


7.<o. Pl.> leichter Farbschimmer, der in einem anderen Farbton mitspielt, ihn wie ein getönter Schleier überzieht: das Dia hat einen S. ins Blaue; einen S. (ein bisschen) zu korrekt; sie hat einen S. ins Ordinäre.


8.

*einen [leichten] S. haben (ugs.; [von Speisen, Getränken] nicht mehr ganz einwandfrei, leicht verdorben sein: die Wurst hat einen S. salopp; nicht recht bei Verstand, verrückt sein: du hast ja 'n S.! landsch.; betrunken sein).


9.(landsch.) (bes. von Speisefett) kleinere Menge, die mit einem Messer o. Ä. herausgestochen worden ist: einen S. Butter dazugeben.


10.(Kartenspiel) Karten, die ein Spieler mit einer höherwertigen Karte durch Stechen an sich bringt; Point (1 a): alle -e machen; nicht einen S. bekommen.


11.

*jmdn. im S. lassen (sich um jmdn., der in eine Notlage geraten ist, sich in einer kritischen Situation befindet, nicht mehr kümmern. jmdn., mit dem man verbunden war, verlassen. ugs.; jmdm. den Dienst versagen: sein Gedächtnis ließ ihn im S.); etw. im S. lassen (etw. aufgeben, zurücklassen); S. halten (einer Nachprüfung standhalten, sich als richtig erweisen; wohl eigtl. = dem Stich des Gegners im Kampf standhalten): ihr Alibi hielt S.


12.(landsch.) jäher Anstieg einer Straße.


13.(Hüttenw.) [einmaliger] Durchgang des Walzgutes durch die Walzen.


14.(schweiz.) Wettschießen.
stịch: ↑ stechen.
Stich  

Stich, Stoß
[Stoß]
Stich  

n.
<m. 1>
1 das Stechen, Einbohren eines spitzen Gegenstandes; die dadurch entstandene Wunde <Dolch~, Messer~, Nadel~; Insekten~>; einstechen mit der Nadel u. Durchziehen des Fadens (beim Nähen, Sticken); die daraus entstehende Figur (Kreuz~, Stepp~, Stiel~);<kurz für> Kupferstich, Stahlstich; stechender Schmerz; <Mar.> eine Art Knoten; <Kart.> Wegnahme gegnerischer Karten durch höherwertige eigene; <Jägerspr.> unterer Brustteil (des Hochwildes), aus dem sich der Hals heraushebt; <Arch.> Höhe eines Bogens od. Gewölbes; <Met.> Durchgang des Walzgutes beim Walzen
2 die Sache stimmt auf Hieb und ~ <fig.> sie ist in Ordnung, daran gibt es nichts zu rütteln;
3 das gab mir einen ~ (ins Herz) das schmerzte mich tief; du hast wohl einen ~? <fig.; umg.> du bist wohl verrückt, nicht recht bei Verstand?; die Milch, das Fleisch hat einen ~ schmeckt nicht mehr ganz frisch; einen ~ machen <Kart.> die gegnerischen Karten wegnehmen;
4 ;alte ~e sammeln; tiefer, tödlicher ~
5 jmdn. im ~ lassen jmdn. treulos verlassen, jmdn. seinem Schicksal preisgeben(Herkunft unsicher, vielleicht: jmdn. beim Stechen (im Kampf); verlassen); sein Gedächtnis lässt ihn im ~ er kann sich nicht erinnern, es fällt ihm nicht wieder ein; einen ~ ins Grüne, Rötliche usw. haben ins Grüne, Rötliche usw. übergehen; ~e in der Seite, in der Brust verspüren; mit kleinen, großen ~en nähen; ein ~ von Dürer [<mhd. stich <ahd. stih <got. stiks <idg. *(s)teig- „stechen“]
[Stich]
[Stiches, Stichs, Stiche, Stichen]