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Stirn  

Stịrn, die; -, -en [mhd. stirn(e), ahd. stirna, eigtl. = ausgebreitete Fläche, zu ↑ Strahl ]:

1.(beim Menschen u. bei bestimmten Wirbeltieren) obere Gesichtspartie; [sich vorwölbender] Teil des Vorderkopfes über den Augen u. zwischen den Schläfen: eine hohe, niedrige, flache, breite, gewölbte, fliehende, glatte, zerfurchte S.; ihre S. verfinsterte sich, umwölkte sich; die S. runzeln, in Falten ziehen, legen; sich die S. wischen, trocknen, kühlen; sich an die S. greifen, tippen; die Schweißtropfen, Schweißperlen standen ihm auf der S.; über jmdn., etw. die S. runzeln (etw. an jmdm. missbilligen, es [moralisch] beanstanden); man konnte ihm ansehen, was hinter seiner S. vorging (was er dachte); sich das Haar aus der, in die S. kämmen;

*jmdm., einer Sache die S. bieten (jmdm., einer Sache furchtlos entgegentreten); die S. haben, etw. zu tun (die Unverschämtheit, Dreistigkeit besitzen, etw. zu tun; verkürzt aus älter »eine eherne Stirn haben« [= unbeugsam sein], nach Jes. 48, 4); sich <Dativ> an die Stirn fassen/greifen (ugs.; ↑ Kopf 1 ); jmdm. an der/auf der S. geschrieben stehen (deutlich an jmds. Gesicht abzulesen, jmdm. sogleich anzumerken sein); jmdm. etw. an der S. ablesen (an seinem Gesicht merken, was in ihm vorgeht, was er denkt); mit eiserner S. (unerschütterlich: mit eiserner S. standhalten; nach Jes. 48, 4. dreist, unverschämt: mit eiserner S. leugnen).


2.(Geol.) unterster Rand einer Gletscherzunge.
Stirn  

Stịrn, die; -, -en, geh. Stịr|ne, die; -, -n
[Stirne]
Stirn  

Stịrn, die; -, -en [mhd. stirn(e), ahd. stirna, eigtl. = ausgebreitete Fläche, zu ↑ Strahl]:

1.(beim Menschen u. bei bestimmten Wirbeltieren) obere Gesichtspartie; [sich vorwölbender] Teil des Vorderkopfes über den Augen u. zwischen den Schläfen: eine hohe, niedrige, flache, breite, gewölbte, fliehende, glatte, zerfurchte S.; ihre S. verfinsterte sich, umwölkte sich; die S. runzeln, in Falten ziehen, legen; sich die S. wischen, trocknen, kühlen; sich an die S. greifen, tippen; die Schweißtropfen, Schweißperlen standen ihm auf der S.; über jmdn., etw. die S. runzeln (etw. an jmdm. missbilligen, es [moralisch] beanstanden); man konnte ihm ansehen, was hinter seiner S. vorging (was er dachte); sich das Haar aus der, in die S. kämmen;

*jmdm., einer Sache die S. bieten (jmdm., einer Sache furchtlos entgegentreten); die S. haben, etw. zu tun (die Unverschämtheit, Dreistigkeit besitzen, etw. zu tun; verkürzt aus älter »eine eherne Stirn haben« [= unbeugsam sein], nach Jes. 48, 4); sich <Dativ> an die Stirn fassen/greifen (ugs.; ↑ Kopf 1); jmdm. an der/auf der S. geschrieben stehen (deutlich an jmds. Gesicht abzulesen, jmdm. sogleich anzumerken sein); jmdm. etw. an der S. ablesen (an seinem Gesicht merken, was in ihm vorgeht, was er denkt); mit eiserner S. (unerschütterlich: mit eiserner S. standhalten; nach Jes. 48, 4. dreist, unverschämt: mit eiserner S. leugnen).


2.(Geol.) unterster Rand einer Gletscherzunge.
Stirn  

n.
<f. 20>
1 oberer Teil des Gesichts zwischen Augen u. Haar; Stirnseite, Vorderseite, Front (von Gebäuden)
2 jmdm. die ~ bieten trotzen, offen Widerstand leisten; er hat die ~ zu behaupten, dass … <fig.> er wagt es zu behaupten; die ~ runzeln (als Zeichen des Nachdenkens od. Unmuts); sich die ~ trocknen, kühlen; seine ~ umwölkte sich sein Gesicht nahm einen finsteren Ausdruck an;
3 ;fliehende, gewölbte, glatte, hohe, niedrige, runzlige, steile ~
4 da kann man sich nur an die ~ greifen! das ist ja ganz unglaublich, völlig unverständlich; es steht ihm auf der ~ geschrieben <fig.> man sieht es ihm an; jmdm. od. sich das Haar aus der ~ streichen; niemand ahnte, was hinter seiner ~ vorging <poet.> was er dachte; eine Locke fiel ihm in die ~; sich den Schweiß von der ~ wischen; er schlug sich vor die ~ (weil er etwas vergessen hatte) [<mhd. stirn(e) <ahd. stirna <germ. *sternja; zu grch. sternon „Brust“ + lat. sternere „hinbreiten“ <idg. *ster- „ausbreiten“, also urspr. „ausgebreitete Fläche“]
[Stirn]
[Stirnen]